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Forum Bauen: Energiesparendes Bauen

Thema: plusenergiehäuser - kosten

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tachchen

und zwar würde ich gerne wissen, wie sich die kosten beim bau von plusenergiehäusern und normalen neubauten unterscheiden.

thx
meischder

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Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Das ist von vielen Faktoren abhängig und muss für jedem Einzelfall individuell betrachtet werden.

Ein Plusenergiehaus kann durch gezielte Energiegewinnung über eine groß dimensionierte Fotovoltaikanlage einen Energieüberschuss erreichen.

Ein gutes Passivhaus mit 150 m² Wohn-/Nutzfläche kann mit einem Gesamtstromverbauch für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstromverbrauch von unter 4.000 kWh Strom pro Jahr betrieben werden. Eine gut dimensionierte PV-Anlage kann diesen Energieverbauch kompensieren. Der Strom wird nicht direkt verbraucht, sondern ins Netz eingespeist. Grundsätzlich ist ein Plusenergiehaus in unseren Breiten nicht energieautark, sondern netzabhängig.
Diese Bauweise ohne Keller liegt ca. zwischen 1.800 - 2.000 € pro m².
Würde man zusätzlich Latentwärmespeicher einsetzen, um die solare Deckung zu verbessern, fallen mindestens 2.000 € pro m² an.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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das heißt für ein haus mit 100m² bin ich mit 200.000€ gut dabei und habe pro jahr noch einen gewinn durch die verkaufte energie oder verbrauche ich mehr energie, als ich erzeuge?

thx
meischder

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Das ist natürlich abhängig vom Anbieter. Es gibt auch Anbieter, die ein solches Projekt mit 3.000 pro m² in Rechnung stellen. Die 2.000 € pro m² sind für ein Einfamilienhaus mit optimaler Planung in unserem Fall realistisch. In einem Mehrparteien-Wohnhaus kann man unter guten Voraussetzungen diesen Wert wesentlich unterschreiten.

Neben einer optimalen Planung sollten auch die Standortfaktoren stimmen. Eine gute Südausrichtung und eine optimale Modulneigung vorausgesetzt, kann man aus 50 m² PV-Kollektorfläch zwischen 3.500 und 4.500 Kilowattstunden an solaren Ertrag ins Netz einspeisen. Diesen Ertrag bekommt man nach EEG - Erneuerbare-Energien-Gesetz vergütet.

Die Vergütungssätze sind abhängig vom Jahr der Inbetriebnahme der Anlage oder Anlagenteile. Siehe unter Wikipedia. http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz

Von Gewinn kann man so nicht reden, von dem Ertrag muss man die Kosten der Anlage (Investition i.d.R. kreditfinanziert, Tilgung, Zinsen, Wartung, Versicherung, etc.) abziehen. Wenn die Anlage optimal geplant ist und langfristig die Wirkleistung von Modulen und Wechselrichtern gut ist, die Anlage keine unterproportionalen Erträge macht, wird man Gewinn machen.

Da in der Regel PV-Installationen über einen Kredit (KfW-Programm) finanziert werden, empfehle ich auch hier nur über einen Fachpartner mit guten Referenzen ein solches Vorhaben anzugehen. Sonst hat man neben geringen Solarerträgen auch noch Verluste auf dem Konto stehen.


Gruß

Thomas Heufers

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