Hallo svenner,
ein L/W-WP klappt durchaus in diesem Fall; auch und gerade ohne Dämmung (ich habe das auch so gehandhabt). Sie spart auch mehr Geld als eine Dämmung, bezogen auf die Anschaffungskosten. Wer die Sache also rein ökonomsich betrachtet, kann die Dämmung getrost weglassen, denn die WP macht die Heiz-kWh so günstig, daß sich die Dämmung je nach Ansatz erst in 30, 40 oder 50 Jahren amortisiert, wenn man nicht eh renovieren muß.
Daß man der Umwelt mit einem zusätzlichen Vollwärmeschutz etwas Gutes tut, ist natürlich unbestritten, aber dazu muß auch der Geldbeutel "ja" sagen. Reicht es nur für WP ODER Dämmung, würde ich der WP jederzeit wieder den Vorzug geben! Dazu ist es wichtig, eine effiziente modulierende Hochtemperatur-L/W-WP zu nehmen, die man 1:1 gegen die bisherige Heizquelle tauschen kann (z. B. Ölbrenner).
Bei 3000 l / a Ölverbrauch ergibt sich nach meiner Überschlagsrechnung im ungedämmten Haus eine sinnvolle WP-Heizleistung von etwa 13 kW (inkl. Brauchwasser). Sowas bekommt man komplett mit Puffer für ca. 17.500 € inkl. Märchensteuer, aber ohne Montage. Die Montage dürfte im Normalfall 2.000 - 3.000 € kosten, also wäre die Sache mit rund 20 k€ komplett gegessen.
Die jährlichen Stromkosten würde ich abseits von Werbeversprechungen auf knapp 11.000 kWh taxieren, abhängig vom Heizverhalten, Brauchwasserbedarf, Winterkälte usw. usw.
Ach ja: modulierende WPn erbringen wirklich auch bei niedrigen Temperaturen ohne Heizstab noch die volle Heizleistung, nur entnehmen sie dazu dann eben mehr Strom aus dem Netz. Was die einfache WP also mit Heizstab macht, kann die Mod-WP mit höherer Nennaufnahme. Der Vorteil liegt auf der Hand: die Mod-WP hat auch bei -20°C noch einen deutlich besseren COP als ein Heizstab.