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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Umstellung von Ölheizung auf Wärmepumpe sinnvoll ?

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Surveyor

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Beiträge: 2
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ANZEIGEHeizung - Solar - Sanitär - Elektro
Solar-Komplettbausatz
zur Selbstmontage


ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Hallo,

auf Grund der zuletzt stark gestiegenen Ölpreise stellt sich für mich die Frage, ob an Stelle der jetzt ca. 22 Jahre alten Ölheizung ein neuer Öl-Brennwertkessel oder die Umstellung auf die Wärmepumpentechnik sinnvoller ist. Da dies noch in diesem Jahr erfolgen sollte, wäre ich für kurzfristige Anregungen und Erfahrungswerte dankbar.

Hier einige Daten zum Objekt :

Wohnhaus Baujahr 1986 in Siegen/Südwestfalen
- Bauweise massiv
- Außenwand HBL 24 + 60 mm Mineralwolle + 40 mm Luftschicht + 105 mm Klinkermauerwerk
- Heizkörper, keine Fußbodenheizung
- Satteldach, gedämmt mit Mineralfaserwolle 140 mm, auch im Spitzboden seit ca. 3 Jahren
Nutzung :
- 2 Wohnungen je 102 m²
- Bürofläche a. 70 m²
nicht unterkellert (Büro im Untergeschoß/ Keller außerhalb des Wohngebäudes an Garagentrakt)
->> gesamte beheizte Fläche ca. 274 m²
- Ölzentralheizung mit Warmwasserbereitung, Kesselauslegung 16 - 21 KW, maximale Vorlauftemperatur gleitend bis 70°, Heizkörper großzügig dimensioniert, zum Teil wird in verschiedenen Räumen regelmäßig nur einer von zwei HK benutzt.
bisheriger Heizölverbrauch ca. 4200 vl/Jahr (8-Jahresdurchschnitt)

Für Eure Hilfestellung wäre ich dankbar, da mir bisher zum Teil sehr unterschiedliche Vorschläge verschiedener Heizungsbauer vorliegen.
Unter anderem wurde mir z.B. eine WPL 33 von Stiebel-Eltron emfpohlen.
Konkrete Angebote liegen noch nicht vor.

Gruß

Surveyor

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bernhard geyer

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Beiträge: 1153
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4200 l/274 m2 = ca 15/m2 -> Nicht mehr ganz Zeitgemäß.

Besorg dir von der Verbraucherzentrale die Adresse eines unabhängigen Energieberaters. Den ob wirklich der Austausch der Heizungsanlage durch eine WP die beste Lösung sein wird (die Heizungsbauer werden natürlich Ja sagen, den die wollen ja nur dein bestes: Dein Geld.
Ein Energieberater kann dir eine vernünftige energetische Bewertung deines Hauses mit den entsprechenden Einsparmöglichkeiten + zu erwartenden Kosten machen.

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machtnix

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Beiträge: 1587
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Laut Schweizer Formel wäre das eine Heizlast von 14kW.
Ist für eine WP schon ein ganz schöner Brummer.

Bohrung wäre viel zu teuer,Flächenkollektor,wird der Platz wohl nicht reichen,eventuell 2-lagig,bleibt wohl nur die Lift WP.

Vielleicht doch mal über Pellets nachdenken.

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Thomas Heufers

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Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

..........bisheriger Heizölverbrauch ca. 4200 vl/Jahr (8-Jahresdurchschnitt).....
Es empfiehlt sich eine Bau- und Energieberatung über die Verbraucherzentrale zu machen oder einen neutralen Energieberater für die Gesamtbetrachtung der Gebäudesituation zu beauftragen.
http://www.verbraucherzentrale...erzentrale-energieberatung.de/

Es geht ja nicht nur um die Heiztechnik, sondern in erster Linie um eine wesentliche Absenkung des Energiebedarfs bzw. Energieverbrauchs. Eine Verbesserung der Gebäudehülle ist in diesem Fall unumgänglich.

Gruß

Thomas Heufers

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machtnix

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Zuerst muß die Heizung erneuert werden,erst dann die Gebäudehülle.

50000€ für ne Dämmung hat nicht mal jeder so in der Tasche aber 10000€ für die Heizung sind doch schon mal ne Hausnummer.

Dann haste die Dämmmaßnahmen durchgeführt,bist blank, und die alte Heizung verreckt,ja klasse.

Mit der eingesparten Kohle der neuen Heizung kannste nach und nach dämmen,oder Fenster erneuern.

Also zuerst die Heizung,mit der kann man am meisten sparen,dann dämmen.

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Thomas Heufers

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Beiträge: 1982
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Ein Lob an alle Heizungsbauer, die nicht an ihren Profit denken und eine objektive Beratung durchführen.
Diese empfehlen, erst dämmen und dann entsprechend des reduzierten Wärmebedarfs die Heizungstechnik planen.
Alleine durch den Austausch der Heizungstechnik ist es nicht möglich wesentlich den Energieverbrauch zu senken.
Schlimmstenfalls baut man sich eine neue Heiztechnik ein und schaut dann nach der nächsten Heizperiode auf seinen Verbrauch. Die erwartete Absenkung des Energiebedarfs stellt sich nicht ein. Mit der gewonnenen Einsicht geht man nun daran sein Haus zu dämmen und sitzt auf einer Heizungstechnik, die vollkommen überdimensioniert ist.

Gruß

Thomas Heufers

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Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 02.08.2008 09:29, insgesamt einmal bearbeitet

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machtnix

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Alleine durch den Austausch der Heizungstechnik ist nicht möglich wesentlich den Energieverbrauch zu senken.

Nun ja das zeigt mal wieder die Unkenntnis der Dämmstofvertreter.

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GMil

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Beiträge: 671
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Thomas Heufers hat Folgendes geschrieben:
........[color=green]......Alleine durch den Austausch der Heizungstechnik ist es nicht möglich wesentlich den Energieverbrauch zu senken.........
Gruß

Thomas Heufers


Alleine durch Wiederholungen wird eine solche Aussage auch nicht wahrer! Ich habe wirklich nur den Ölbrenner durch eine WP ersetzt und spare im 1. Jahr ca. 1.300 € am Energieverbrauch. Das sind ca. 45 % der vorherigen Kosten, und dieser Wert ist -zumindest für mich- durchaus wesentlich!

Umgekehrt wird ein Schuh draus: es gibt keine Dämmmaßnahme, die den Energieverbrauch zu so günstigen Beschaffungskosten so weit senken kann, wie das eine WP kann! Entweder sind die Einsparungen deutlich niedriger, oder die Beschaffungskosten sind deutlich höher, meist sogar beides! Dies hat auch mein Energieberater feststellen müssen.

_________________
Gruß

Gerhard

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Thomas Heufers

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@ GMil - Dann nenne mir doch bitte 3 Referenzen mit vergleichbarer Anlagetechnik bei denen die Einsparpotentiale ähnlich hoch sind. Dein Hersteller wird doch sicherlich auf vergleichbare Referenzen in unserem Plz.-Gebiet verweisen können.
Du kannst mir gerne eine persönliche Nachricht mit den Kontaktdaten der Nutzer zukommen lassen.

Grundsätzlich würde ich mich nicht auf pauschale Aussagen verlassen, eine Befragung des Nutzer über seine realistischen Erfahrungen mit der Anlagetechnik ist sehr aufschlussreich. Ein Besuch vor Ort ist empfehlenswert. Spätesten, wenn nach einer schriftlichen Berechnung über die Einsparpotentiale gefragt wird, verliert der Anbieter seine Vollmundigkeit. Gesunde Skepsis bewahrt vor Fehlentscheidungen.

Gruß

Thomas Heufers



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Surveyor

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Hallo,

zuerst einmal Dank für Eure Anregungen. Den Tip mit dem Energieberater werde ich zunächst aufgreifen und mir bei der hiesigen Verbraucherberatung weitere Informationen zu den Möglichkeiten von Energiesparmaßnahmen einholen.
Was die Möglichkeiten zu baulichen Maßnahmen an der Gebäudehülle betrifft, sind diese jedoch eingeschränkt.

Die Klinkerfassade (sandfarbenes Handformklinkermauerwerk) soll nach Möglichkeit erhalten bleiben und eine Dämmung im Bereich der vorhandenen Luftschicht scheint mir auf Grund der Abmessung (ca. 4-5 cm) schwierig.
Zudem sehe ich hier ein Problem hinsichtlich der Abdichtung im Fensterbereich und der generellen Möglichkeit, das Dämmmaterial einzublasen.
Da zudem eine Dachfläche völlig mit einer Photovoltaikanlage bebaut ist, kommt eine Aufdach-Dämmung zunächst auch nicht in Frage.
Somit blieben hier noch die Fenster (z.Zt. normale Doppelverglasung), wobei die Kosten hier bei 34 Fensterflächen ja auch nicht "von Pappe" wären und der Anteil am Gesamtverlust sicher eher unter 20 % liegen dürfte.

Für weitere Anregungen wäre ich trotzdem dankbar.

Gruß Surveyor

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