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maconaut
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Beitragvon maconaut » 29.07.2008 19:55 Uhr

Hallo alle zusammen,

hat zufällig jemand Erfahrung mit Pelletheizungen? Am besten in einer größeren Wohnanlage? Ich hätte da eine Frage zu den anfallenden Kosten...

wir haben die Möglichkeit, eine Wohnung (85qm) in einem Niedrigenergiehaus (KfW 40) mit Holzpelletheizanlage zu bekommen. Nun erscheint mir die angegebene Heizkostenvorauszahlung von 75 Euro für ein solches Objekt deutlich zu hoch.

Meine Rechnung:

85 qm * 40 kWh/qm*a = 3400 kWh im Jahr an Wärmebedarf
1 kg Holzpellets liefert ca. 4,9 kWh Energie, der Wirkungsgrad der Anlage wird mal niedrig mit 75% angesetzt.

Damit müsste man also Pellets verbrauchen für
3400 kWh * 1,3333 = 4533 kWh , also ca. 925 kg. Sagen wir: 1 Tonne

Die Tonne kostet derzeit ca. 190 Euro. Das wären dann Verbrauchskosten von ca. 190 Euro im Jahr für diese Wohnung, macht 16 Euro im Monat. Runden wir auf auf 20 Euro im Monat.

Wenn jetzt 75 Euro im Monat verlangt werden, ließe das drei Vermutungen zu:

1) Die Betriebskosten (Betriebstrom, Schronsteinfeger etc.) sind exorbitant hoch - dann kann ich auch weiter beim Erdgas bleiben.

2) Die Wohnung entspricht nicht dem KfW-40 Standard.

3) Da das ganze ein Neubau ist, liegen noch keine Erfahrungen vor und der Vermieter geht doppelt auf Nr. Sicher und setzt die Vorauszahlung sehr hoch an.

Die Informationen, die ich im Internet finden konnte, liefern als Kosten für eine kWh Energie bei Pelletheizung ca. 10-15 ct. Das ist inkl. der Betriebskosten! Bei einem Bedarf von 3500 kWh kämen dann max. gut 40 Euro im Monat zusammen, niemals aber über 70.

Wie ist eure Erfahrung mit einer solchen Anlage? Kann man heute schon wirklich sparen oder erst dann, wenn Gas/Öl noch teurer werden? Mich würde vor allem interessieren, was alles in allem eine kWh aus der Pelletheizung nun wirklich kostet (inkl. aller Nebenkosten).

Danke und Gruß, Stefan

EDIT: z.Zt. haben wir 96qm und einen Energiebedarf von 130 kWh/qm*a (Erdgas)! Das Haus ist eben schon älter und von daher erhoffen wir uns durch den Umzug natürlich auch Kostenersparnis. Bisher ergibt sich das für mich aber nicht, momentan kostet uns die Energie 80 Euro im Monat, da würden wir bei 75 nix sparen und hätten 10qm weniger Wohnraum... Irgendwas passt noch nicht!

linde62
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Beitragvon linde62 » 29.07.2008 20:37 Uhr

Moin moin,

ich habe keine Erfahrung mit Pelletheizung, aber deine Vorstellung von 20€ monatlichen Heizkosten für eine warme Mietwohnung sind schon abendteuerlich.

mathias
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Beitragvon maconaut » 30.07.2008 07:53 Uhr

Moment, das waren die Verbrauchskosten... Dass da Betriebskosten dazukommen ist mir klar, ich frage mich nur in welcher Höhe. Und jetzt mal ehrlich - wo genau soll der Fehler sein bei meiner Rechnung der Verbrauchskosten? Der KfW-40 Standard legt nunmal einen gewissen maximalen Energiebedarf (bei durchschnittlicher Nutzung) fest (eben max. 40 kWh/qm*a). Und der Energieinhalt von 1kg Pellets ist auch weitgehend normiert bei knapp 5 kWh, der Wirkungsgrad ist mit 75% sogar unterdurchschnittlich angesetzt wenn man den Herstellern von Pelletheizungen annähernd Glauben schenkt.

Wo also soll der Fehler sein in der Rechnung? Klar, wenn ich die Bude ständig auf 26 Grad heize und zweimal täglich eine Wannenbad nehme kommt's sicher nicht hin - aber bei durchschnittlicher Nutzung müsste man doch annähernd hinkommen - sonst sind die ganzen Energiestandards nur ein Etikett ohne Inhalt. Egal - heute Abend erfahre ich mehr vom Bauträger....
maconaut
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Beitragvon maconaut » 31.07.2008 12:38 Uhr

Also - der Betreiber gibt zu, bisher keine Erfahrung mit den Nebenkosten dieser Art Häuser insbesondere in Verbindung mit der Pelletheizung zu haben. Die Kosten sind anhand anderer Projekte "normaler Häuser" geschätzt und es ist durchaus möglich, dass die tatsächlichen Kosten deutlich darunter liegen. Kalkuliert wurde 90ct je qm und Monat an Heizungs- und Warmwasserkosten. Da vor Jahren schon so ein "über den Daumen gepeilter" Richtwert von 1 Euro/qm im Monat an Energiekosten angesetzt wurde (für ein Standardhaus, nicht Energiesparhaus), hoffe ich mal, dass die 90ct eher hoch gegriffen sind.

Meine Vermutung war also richtig - der Wert ist aus der Luft gegriffen. Nunja, in ca. 1,5 jahren werde ich es wissen ;-)
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Beitragvon Strohballenhaus » 20.08.2008 12:28 Uhr

Hallo Stefan,

ich bewohne auch ein KFW-40-Haus als Einfamilienhaus und habe Pelletskosten von ca. 300,- € pro Jahr. Nebenkosten sind Schornsteinfeger einmal im Jahr (er wollte zwar 2x kommen) und all zwei Jahre eine Wartung und Reinigung von ca 80,- €.

Viele Grüße Florian
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Beitragvon Thomas Heufers » 20.08.2008 19:27 Uhr

Wenn man nur von den reinen Brennstoffkosten ausgeht, kannst Du unter 20 € pro Monat (Wohnung mit 89 m² in einem Energiesparhaus KfW 40) liegen.
Es ist natürlich noch abhängig von den Gebäudeparametern und der Situation der Wohnung. Ist das Objekt 3-fach verglast? Wie sind die Wandaufbauten? Wärmerückgewinnung? Wärmeübergabe via Fußbodenheizung oder Heizkörper? Etc.?

Gruß

Thomas Heufers


Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 01.09.2008 08:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Franky71 » 30.08.2008 07:59 Uhr

Meinst du mit Wohnanlage ein Mehrfamilienhaus? Dann kommen nämlich
zu den Heizkosten etliches an anderen Nebenkosten hinzu, allein schon die Zählerablesung ist leider oft unverhältnismäßig teuer. Lass Dir vom Vermieter alles aufzählen, was da in die Nebenkosten einspielt.
Kaum macht man's richtig, schon geht's.
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Beitragvon roro » 30.08.2008 08:30 Uhr

Bei einen Primärenergiefakor von 0,2 und einer Anlagezahl um die 1,3 darf eine KfW40-Wohnung mit 89qm aber nicht 3400 kWh sondern fast 14000 kWh pro Jahr benötigen. Damit sieht das ganze schon richtiger aus.

Der KfW-Wert ist nur ein Wert für die Primärenergie und sagt recht wenig über den Energiebedarf aus. Eine Pellettsheizung ist eine einfache Möglichkeit den Primärenergiefaktur deutlich zu senken ohne dass der Wärmebedarf gesenkt wird.
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Beitragvon GMil » 31.08.2008 21:38 Uhr

Wie hoch sind denn eigenlich die Stromkosten einer Pelletsheizung wirklich? Ich habe im letzten Jahr ein solches Gerät in EFH-Leistungsgröße auf einer Ausstellung besichtigt und zufällig gehört, wie der Anbieter einem anderen Fragesteller widerwillig einen Stromverbrauch dieser Anlage von knapp 3.000 kWh / a genannt hat (!!). Der Großteil dabei würde von der 3 kVA-Glühplatte verbraucht, die die Pellets bei diskontinuierlichem Betrieb immer wieder zünden muß.

Sollte dies zutreffen und für andere Anlagen dieser Art verallgemeinerbar sein, wäre das ein erheblicher Posten in den Verbrauchskosten, der keinesfalls vernachlässigt werden könnte. Leider liest man darüber so gut wie nichts, wenn es um Rentabilitätsbetrachtungen von Pelletsheizungen geht.

Hat hier jemand eigene Erfahrungen zum Stromverbrauch von Pelletsheizungen?
Gruß

Gerhard
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Beitragvon bernhard geyer » 01.09.2008 06:49 Uhr

3000 kWh/a kommt mir sehr hoch vor. Könnte aber dann eintreten wenn keine Pufferspeicher vorhanden sind und der Ofen sehr viele Zündungen pro Jahr benötigt. Denn die Glühplatte wird ja nur beim Aufheizen/Anschalten benötigt. Mein Arbeitskollege will sich ein Haus mit Pelletsheizung bauen. Mal schauen was da dann rauskommt ...

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