Hallo,
wir haben unser Haus 1996 im "typischen Landhausstil" gebaut. Mauerwerk ist 24cm Poroton, 5cm Mineralwolle, 3cm Luft, 12cm Klinker. Fenster mit K-Wert 1,3 sowie Zwischsparrendämmung von 14 cm bis in den Spitzboden (sollte also insgesamt EnEV entsprechen). Wohnfläche sind 104 m² im EG und ca. 76 m² im Dachgeschoß mit Fußbodenheizung. Der ausgebaute Keller mit 104 m² hat normale Heizkörper die wir bisher mangels Frost fast nie genutzt haben. An diesem Kreislauf hängen noch 2 zusätzliche Badheizkörper. Die Heizung erfolgt über eine Ölheizung mit 21 kw Leistung und 155 Liter Warmwasserspeicher. Die Vorlauftemperatur der FBH ist auf ca. 30-35 Grad begrenzt. Das Warmwasser wird auf 60 Grad geheizt. Bei unserem 2-Personenhaushalt habe ich über die letzten 10 Jahre einen Durchschnittsverbrauch von 2.500 Liter ermittelt. Die jährlichen Kosten bei meinen Anschaffungen lagen im Schnitt bei 1070 EUR, wobei das Minimum bei 510 EUR und die Spitze bei aktuellen 2.400 EUR waren.
Da wohl nicht damit zu rechnen ist, das der Heizölpreis von derzeit ca. 1 EUR Brutto wieder deutlich herunter sonder eher noch nach oben geht, muß ich also für die nächsten Jahre von 2500 EUR im Jahr oder mehr ausgehen. Langfristig ist mir das zu viel und ich suche nach einer guten alternative.
Dabei bin ich auf die Geothermie gestoßen. Ich stelle mir da eine Solewärmepumpe kombiniert mit Solarthermie und Schichtenspeicher vor. So wie ich das meinen bisherigen Informationen entnehme ist die Solewärmepumpe wohl zwar die teuerste, aber auch die effektivste Variante. Gemäß einer Anfrage bei der örtlichen Wasserbehörde ist eine Tiefenbohrung möglich - Sie muß halt nur vorher Beantragt werden. Preislich werden immer Summen von ca. 18 TEUR genannt. Kann das jemand bestätigen bzw. genauere Zahlen nennen?
Eine Luftwärmepumpe wäre zwar auch möglich, jedoch möchte ich kein Außengerät haben und die Mehrkosten für eine Erdsonde sind finanziell kein Problem.
Über den Kostenrechner der Seite
www.pro-erdwaerme.de... habe ich berechnet das ich ca. 1300-1400 EUR im Jahr sparen könnte. Wenn das stimmt so würden ich die Anschaffungskosten in knapp 13 Jahren durch die Ersparnis wieder heraus haben. Wegen der direkten Nord/Süd-Ausrichtung des Daches könnte ich die höheren Stromkosten evtl. sogar noch mit Photovoltaik wieder reinholen, aber das ist ein Thema für eine andere Rubrik dieses Forums.
In 20 Jahre könnte ich mich dann als Rentner wohl so richtig über die Einsparungen freuen.
So, nun zu meinen eigentlichen Fragen an dieses Forum:
- Welche Heizleistung sollte die Wärmepumpe bei der genannten Konstellation haben?
- Bei der vielzahl der Hersteller (Dimplex, Solvis usw.) fehlt mir da im Moment etwas der Überblick. Kann jemand Empfehlungen geben?
- Worauf sollte man noch achten?
- Wie sieht das mit der Haltbarkeit der Wärmepumpen genauer aus? Welche Erfahrungen habt ihr dazu gemacht?
- Mit welchen Wartungskosten im Jahr muß man rechnen?
Das war sicher noch nicht alles, aber mir fällt bestimmt noch was ein.
Viele Grüße
Wolfgang