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jean-abel
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Beitragvon jean-abel » 14.07.2008 11:28 Uhr

Hallo Energiespargemeinde,
unser 1-Familienhaus wird bald komplett gedämmt (WDVS 20 cm) und erhält gute neue Fenster. Momentan heizen wir mit Öl, Brennwert, dazu Solar mit Heizungsunterstützung. Jahresverbrauch ca. 2000 l Öl. Dazu kommt ein Kaminofen im Wohn/Essbereich.
Wir wollen weg vom Öl, sind aber von Wärmepumpen nicht begeistert (der Strom kommt ja auch nicht aus der Steckdose).
Ist es technisch überhaupt möglich, mit einem großen Pufferspeicher das Haus nur/hauptsächlich zu beheizen, der Speicher könnte bspw. im Garten vergraben werden. Oder gibt es andere technische Lösungen? Welches Volumen benötigt ein solcher Speicher? (Wohnfläche 150 qm).
Bitte um Einschätzungen!
Grüße

roro
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Beitragvon roro » 14.07.2008 11:35 Uhr

Ja ist möglich. Du benötigst viel Solarfläche und viel Puffer.

Siehe
http://www.solarserver.de/solarmagazin/ ... r2005.html

Aber viel wichtiger ist die Senkung des Energieverbrauches.

13l/qm ist nicht überragend, dass sollte zum auf die Hälfte gesenkt werden.
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Beitragvon GoGreen » 14.07.2008 11:45 Uhr

Eine Solarkollektoranlage kann immer nur Eine Unterstützung für eine Primärenergiequelle darstellen.
Wenn man, was sinnvoll ist, von Öl bzw. Gas wegkommen möchte, wären die Alternativen eine Wärmepumpe oder bzw. Pelletskessel.
Sollte das Haus nach EnEV gedämmt werden, würde ja der Energiebedarf schon massiv gesenkt werden, so daß auch Luft-/Wasserwärmepumpen in Betracht kommen würden.
Herkömmliche WP, vorallem in Kombination mit einer Solarkollektoranlage sind nur mit einem guten Pufferspeicher sinnvoll.
Es gibt ja jetzt aber auch schon geregelte L/W-WPs, die auch ohne Pufferspeicher auskommen.
Eine bivalente Lösung wäre auch zu überlegen.
Das ist heutzutage sogar eine günstige Alternative, da man die bestehende Technik (Speicher usw.) behalten kann.

roro hat geschrieben:Ja ist möglich. Du benötigst viel Solarfläche und viel Puffer.


Stimmt, ist immer nur eine Kosten-/Nutzenfrage.
Die Investitionskosten sind halt sehr hoch =)
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 14.07.2008 12:18 Uhr

Ist denn auch eine Dämmung der Dachhaut gedacht?

Mit der Verbesserung der gesamten Gebäudehülle wird der Energiebedarf abgesenkt. Folglich benötigt man weniger Wärmeenergie. Also sollte man, wenn nichts anderes dagegen steht, so gut wie möglich dämmen.

Altbau - Fit für die Zukunft
http://www.bine.info/pdf/publikation/BILD1102.pdf

Egal, ob Öl, Gas, Pellet oder Strom. Die Energiepreise werden für alle Energieträger steigen. Wenig Energieverbauch bedeutet geringere Energiekosten und weniger Abhängigkeit von Energiepreissteigerungen.

Gruß

Thomas Heufers

KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/
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Beitragvon Michael R. » 14.07.2008 13:07 Uhr

Es gibt Häuser die zu (fast) 100% mit Solar beheizt werden. Nur wirst du das mit deinem Altbau nicht hinbekommen. Zumindest nicht mit 20 cm Dämmung. Technisch wäre es vielleicht machbar, nur ist dann ein Abriss und gezielt geplanter Neubau sicher günstiger.

Den Speicher im Garten zu vergraben ist energetisch auch nicht sinnvoll. Die Wärmeverluste wären dann wirklich auch weg. Wenn der riesige Speicher (um die 40 m³) im Haus steht, heizt die Verlustwärme das Haus gleich mit (was im Sommer zum Problem werden kann).
Hier mal ein Beispiel: http://www.solarserver.de/solarmagazin/anlagedezember2005.html
http://www.solarserver.de/news/news-7093.html

Also null heizen wird nicht klappen, aber du bist auf dem richtigen Weg.

Gruß Michael

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