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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Heizlastberechnung hab ich ->Auswahl der Luft WP

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Bini_M

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Hallo Leute

ich hab da ein kleines Verständnisproblem:
Ich habe für meinen Neubau eine Wärmebedarfsrechung nach DIN 12831 durchführen lassen und da kam jetzt eine Heizlast von ca.9kW raus.
Das heißt doch jetzt für mich dass ich auch eine 9kW Heizung benötige um im Winter das Haus auf Temp zu halten, oder? Oder wie ist das Ergebnis soeiner Berechnung im vergleich mit der Realität einzuschätzen? Oder ist das eher "pessimistisch" gerechnet. Es kommt bei mir noch ca 1KW Heizlast für Warmwasser bei 4Personen dazu... und die zwei WP die ich zur Auswahl habe haben entweder 9 oder 11KW.... macht man an der STelle auf "mutig" und nimmt die kleine, oder riskiert man dass die Heizung überdimensioniert ist....??

Gruß Bini

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roro

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9 kW für Neubau. Wie viel qm hast Du? 300 qm? Oder auf die Dämmung vergessen?

Zur LWP: Die Leistung der LWP wird meistens bei A2/W35 angegeben. Mit welcher VL-Temperatur arbeitest Du und für welche Außentemperatur wurde die Heizlastberechnung durchgeführt.
Wohnst Du eher in einer kalten oder in einer milden Gegend?

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Bini_M

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Hi Roro,

wir haben 145qm und nach ENEV gedämmt. (Ja ich weiß dass ein KFW40-60 Standard sinnvoller Wäre, aber das war bei uns eine kostengeschichte und ist halt jetzt so..) darauf beruht die Rechnung.
Die Außentemperatur kann ich auf unserem Ausdruck nicht finden... Aber wir wohnen im Raum Nürnberg. Ich denke man kann die Gegegend als mild einschätzen...
Nachdem wir im ganzen Haus FBH haben werde ich die VL Temp so auf irgendwas um die 28°C legen...

Gruß Bini

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machtnix

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Habe gerade gesehen das du in der Nähe Fürth/Erlangen zu Hause bist.
Vielleicht solltest du mal mit www.piergalski.de... in Kontakt treten.
Der Herbert hat im Momnet auch gerade ein Projekt in Nürnberg,bei ihm wärst du sicherlich sehr sehr gut aufgehoben.

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roro

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Zitat:
Nachdem wir im ganzen Haus FBH haben werde ich die VL Temp so auf irgendwas um die 28°C legen...


Du kannst die VL-Temperatur nicht so einfach auf etwas legen, sondern die wird durch die Heizlast, den Verlegeabstung, die Durchflussmenge und den Bodenaufbau bestimmt.
Wie wurde die FBH ausgelegt (wurde diese schon verlegt oder nicht).

BTW: Bei einer Heizlast von über 60 W/qm halte ich 28 Grad für nicht möglich.

Für welche Normaußentemperatur wurde die Heizlastberechnung durchgeführt.


Zitat:
Wir haben 145qm und nach ENEV gedämmt.


Tut mir leid wenn ich das sagen muss. Wer jetzt noch nach ENEV baut sollte eigentlich nicht bauen.

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Bini_M

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Hi,

ok, ich nehme das mal so zur Kenntnis. Wink (btw, ich habe inzwischen einige Leute kennengelernt die nach ENEv gedämmt haben und gerade am Bauen sind)

Die FBH ist noch nicht verlegt, da gibts also noch Spielraum... und ich denke die wird demnächst erst geplant, weil wir kommende Woche erst mit dem Bauen beginnen. Die 28°C VL habe ich aus Erfahrungswerten von bekannten die mit dem Hausbau schon fertig sind...

Gibt es Erfahrungswerte was ein kubisches Pultdachhaus mit 140qm auf zwei Ebenen für Heizlasten benötigt (idealerweise KFW 60 oder EnEV) ?

Die zugrundegelegte Normaußentemperatur weiß ich nicht, muss ich noch rausfinden.

Gruß Bini

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roro

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Kurz berechnet: Bei 22 Grad Raumtemperatur und VL-Temperatur 28 Grad kannst Du bei einem Druchfluss von 0,2l/qm (10 cm VL-Abstand, max 100m pro Kreis) von einer maximalen Leistung von 40 W/m ausgehen. (Bei optimalen Boden).

Zitat:
Gibt es Erfahrungswerte was ein kubisches Pultdachhaus mit 140qm auf zwei Ebenen für Heizlasten benötigt (idealerweise KFW 60 oder EnEV) ?


Schwer zu sagen. Bei KfW60 würde ich meinen, dass 50W/qm die oberste Schranke darstellt. (Hängt aber von vielen anderen Dingen ab).

Ein Vergleich: Mein Haus (KfW50) hat bei 185 qm eine Heizlast von 5750W (=31W/qm) und ich benötige VL-Temperaturen zwischen 30-32 Grad.

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Bini_M

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Ok, danke...

Ich bin schon am Telefonieren um die Heizlastberechnung mal auf Plausibilität zu prüfen...
Das Ineteressante ist, daß meine Eltern auch ein Haus nach EnEV haben (Poroton ohne Styropor mit großen Fensterflächen) und die Fahren ihre FBH mit 28°C ohne Probleme... keine Ahnung wie die verlegt ist und wie der Boden aufgebaut ist....

Gruß Bini

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Bini_M

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Hallo zusammen,

so jetzt weiß ich die Zahlen:
zugrundegelegte Norm-Außentemperatur: -16°C
Jahresmittel: 8°C

ganz schön tief die Temperaturen....finde ich...

Gruß Bini

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machtnix

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Für eigentlich alle FBH gilt:10cm Verlegeabstand,ein Heizkreis ca.10m².
Im Bad kann man auch 5cm verlegen,kein Problem.
Damit kann ich jeden Wärmeerzeuger vorne draufpacken.

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roro

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Zitat:
und die Fahren ihre FBH mit 28°C ohne Probleme... keine Ahnung wie die verlegt ist und wie der Boden aufgebaut ist....


Bei welcher Außentemperatur. Bei 0 Grad habe ich auch nur 28 Grad VL-Temperatur.

Zitat:
zugrundegelegte Norm-Außentemperatur: -16°C


Das ist sehr tief. Wird es so kalt bei Euch. Wenn die Berechnung mit dieser Temperatur durchgeführt wurde, dann würde ich nur die 9kW WP nehmen.
Das sollte bis -10 Grad ohne Heizstab gehen.

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transformer

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Hallo Bini,

-16° C ist der Normtemperaturpunkt der für Bayern gilt und daran solltest Du Dich auch halten.

D.h., eine Luft-WP müsste die 10 kW Heizlast genau bei diesem Punkt bringen, also bei -16. Angegeben werden die Geräte aber wie schon erwähnt bei A2/W35. Zudem kommt dann, dass Luftwärmepumpen 1-2 Nummern kleiner ausgelegt werden, um wärmere Betriebspunkte, die ja häufiger vorkommen, besser abbilden zu können und die WP dafür nicht zu überdimensionieren. Als Ausgleich an kälteren Tagen hilft der E-Heizstab, der ab einem Bivalenzpunkt von -5° C die WP unterstüzt. Zur richtigen Bestimmung der Größe sind die COP-Kurve des Gerätes und die Linie der Heizlast des Gebäudes zwischen +15 und -16° C bei -5° C zur Überschneidung zu bringen,

Bei einer modulierenden Luft-WP ist das nicht nötig, die kann ihre Leistung anpassen, fährt in kalten Winternächten mit Vollast und regelt umso weiter zurück wie es wärmer wird. Das bringt unter dem Strich deutlich Kostenvorteile beim Verbrauch, einen Puffer zum abtauen sparst Du Dir auch noch. Allerdings ist die Modulation wieder etwas kostspieliger, die Kosten dafür solltest Du aber nicht kurzfristig rechnen, auf Qualität achten und nicht unbedingt auf umgestrickte Klimaanlagen mit chinesischen Komponenten setzen.

Wer´s genau wissen will, fragt einfach www.klima-innovativ.de...www.klima-innovativ.de.

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roro

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Wobei ein Bivalenzpunkt von -5 mir zu hoch wäre.
Die normalen in einem Jahr vorkommenden Temperaturen sollte eine WP monovalent abdecken können.

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Bini_M

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Hi Leute,

super, danke für die Antworten...
Als WP habe ich die Neue Viessmann Vitocal 300-A (modulierend) im Auge. ich warte noch auf des Angebot. Mal sehen ob die preislich interessant ist. Falls nicht habe ich eine normale als Alternative....

Gruß Bini

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GMil

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Hallo Bini,

eine nicht modulierende WP würde ich keinesfalls nehmen; die Unterschiede im Wirkungsgrad sind eminent!

Zu den Tiefsttemperaturen: global gesehen wohne ich ja nur ein paar Meter von Dir weg Wink . Wir hatten hier in den letzten 20 Jahren durchaus schon Tiefstwerte unter -20°C, auch mehrere Tage nacheinander, aber natürlich mit abnehmender Tendenz in den letzten 3 Jahren. (Mehr als -14 °C habe ich z.B. im letzten Winter nicht gemessen).

Meine GE-WP hat erst gar keinen Heizstab und taugt dennoch nach Hersteller bis -25°C. Das gefällt mir, denn ein Heizstab ist doch nix anderes als eine "Wärmepumpe" mit COP = 1, und das kann jede echte WP doch wohl besser, zumindest jede modulierende!

Leider ist es für den Laien fast nicht möglich, die gerne benutzten, m.E. aber sinnfreien Leistungsdaten z. B. bei A2/W35 in die real benötigten Werte umzudeuten, also z. B. A-16/W35. Zu deutsch: bei -16 °C Außentemperatur und 35 °C Vorlauf muß die WP die verlangten 9 kW bringen, nur dann ist sie brauchbar! Eine Constant-Speed-WP, die bei A-16/W35 tatsächlich noch 9 kW bringt, hat aber bei den beliebten A2/W35 oder gar A7/W35 eher 20 kW. Das ist dann schon eine ganz andere Leistungs- und Preisklasse.

Daher setzen die Hersteller ja auch gerne den Bivalenzpunkt recht hoch an und schönen damit sozusagen die Leistung der WP, denn was dieser dann bei -16 °C an Leistung fehlt, muß eben der Heizstab bringen. Die Stromrechnung bei kalter Witterung sieht dann aber auch entsprechend aus! Deshalb lobe ich mir eine heizstabfreie modulierende WP. Die braucht wegen ihrer höheren Drehzahl an kalten Tagen zwar auch mehr Strom, gewinnt aber auch dann immer noch deutlich Energie aus der Außenluft.

_________________
Gruß

Gerhard

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