Hallo Bini,
eine nicht modulierende WP würde ich keinesfalls nehmen; die Unterschiede im Wirkungsgrad sind eminent!
Zu den Tiefsttemperaturen: global gesehen wohne ich ja nur ein paar Meter von Dir weg

. Wir hatten hier in den letzten 20 Jahren durchaus schon Tiefstwerte unter -20°C, auch mehrere Tage nacheinander, aber natürlich mit abnehmender Tendenz in den letzten 3 Jahren. (Mehr als -14 °C habe ich z.B. im letzten Winter nicht gemessen).
Meine GE-WP hat erst gar keinen Heizstab und taugt dennoch nach Hersteller bis -25°C. Das gefällt mir, denn ein Heizstab ist doch nix anderes als eine "Wärmepumpe" mit COP = 1, und das kann jede echte WP doch wohl besser, zumindest jede modulierende!
Leider ist es für den Laien fast nicht möglich, die gerne benutzten, m.E. aber sinnfreien Leistungsdaten z. B. bei A2/W35 in die real benötigten Werte umzudeuten, also z. B. A-16/W35. Zu deutsch: bei -16 °C Außentemperatur und 35 °C Vorlauf muß die WP die verlangten 9 kW bringen, nur dann ist sie brauchbar! Eine Constant-Speed-WP, die bei A-16/W35 tatsächlich noch 9 kW bringt, hat aber bei den beliebten A2/W35 oder gar A7/W35 eher 20 kW. Das ist dann schon eine ganz andere Leistungs- und Preisklasse.
Daher setzen die Hersteller ja auch gerne den Bivalenzpunkt recht hoch an und schönen damit sozusagen die Leistung der WP, denn was dieser dann bei -16 °C an Leistung fehlt, muß eben der Heizstab bringen. Die Stromrechnung bei kalter Witterung sieht dann aber auch entsprechend aus! Deshalb lobe ich mir eine heizstabfreie modulierende WP. Die braucht wegen ihrer höheren Drehzahl an kalten Tagen zwar auch mehr Strom, gewinnt aber auch dann immer noch deutlich Energie aus der Außenluft.