Hallo Andy,
ich habe ebenfalls einen Altbau mit dicken Wänden und einer Nachtspeicherheizung.
Der Altbau aus dem 18. Jh wurde aber 1997 grundlegend saniert, nur die Wände des Erdgeschosses blieben stehen, der Rest (1. Etage+Dach) wurde neu aufgebaut.
Die Wohnetagenfläche beträgt dabei jeweils ca 130m2.
Ich habe mir damals nach reiflicher Überlegung Nachtspeicheröfen eingebaut, die als Vollheizung funktionieren könnten, aber als Zusatzheizung arbeiten. Die Nachtspeicherheizung verbraucht z. Z. jährlich ca. 900kWh Strom, wobei die Rechnung an die Naturstrom AG geht.
Als Hauptheizung fungiert ein mittig im Haus gebauter Grundofen, der mit Holz und Kohle befeuert wird. Einmal am Tag heizen, das Haus ist warm und trocken, da eine sogenannte Feuerventilation stattfindet. Der Grundofen benötigt nochmals ca. 7.500kwh Heizstoffe für die beiden Etagen. In der unteren bewohnten Etage werden 19-23 Grad erreicht, in der oberen unbewohnten und unbeheizten Etage sammeln sich im Winter immer 10-14 Grad an.
Allerdings habe ich meine obere Geschossdecke gegen Außenluft mit 250mm Steinwolle (10cm will ich noch aufsatteln), den Fußboden gegen das Erdreich mit 120mm Styropor und die 30-44cm dicken Außenwände mit 60-80mm Styropor gedämmt.
Im Sommer wird der 21kW Durchlauferhitzer ausgeschaltet, da die 6,3m2 große thermische Solaranlage das Warmwasser bereitstellt.
Im Winter werde ich demnächst meinen Kachelgrundofen anzapfen wollen, der in der Heizperiode das wenige warme Wasser für das Bad bereitstellen soll.
Ich bin mit dieser Kombination sehr zufrieden, habe aber damals keinen Energieberater, sondern nur mich selbst, konsultiert.
Vielleicht solltest Du nicht nur einen, sondern mehrer Berater konsultieren und Dir dann eine Meinung bilden.
der Nachtstromer