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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Wo ist mein Denkfehler, selbstgestrickte Luftzufuhr für WP?

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catweazle

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ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Hallo,

wir sind Besitzer eines alten Hauses (90qm), es besteht aus EG und ausgebautem DG, hier sind alte Nachtspeicheröfen verbaut und ein Kanonenofen.

Das Dach mach ich gerade neu incl. Isolierung, danach kommt die Fassadendämmung.

Geplant ist eine Zentralheizung, da der einzige Kellerraum keinen Kaminanschluss hat, bleibt hier eigentlich fast nur eine WP. Für Geothermie und Fußbodenhzg. reicht das Geld nicht.

Wenn ich das Luft-WP System richtig verstanden habe ist sie am effektivsten je wärmer die angesaugte Luft ist ?!

Jetzt zu meiner Idee;

Diese unterscheidet sich in Sommer- und Winterbetrieb.

Winterbetrieb:

Da Wärme nach oben steigt, sauge ich die Zuluft der WP unter der Decke des obersten Stockwerks ab, d.h. ich nutze zusätzlich die Wärmeenergie des Kanonenofens, Fernsehers, Mensch, Herd, etc.

Die Abluft der WP leite ich nach draußen.
Sobald die Außentemperatur draußen niedriger ist als meine Ablufttemperatur WP leite ich die Abluft WP unten ins Haus.

Sommerbetrieb:

Da im Sommer die Wärmepumpe nur zur Wassererwärmung dient beziehe ich die Zuluft WP von draußen und blase die Abluft WP unter der Decke des obersten Stockwerks ein, d.h. Haus bleibt kühl.

Dies wäre die Grundidee, nun wäre meine Frage ob ich hier schon einen Denkfehler gemacht habe.

Falls irgendetwas unklar ist bitte fragen.

Danke schon mal,

Thomas

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GMil

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Beiträge: 671
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Hallo Thomas,

theoretisch hört sich das nicht schlecht an; praktisch dürfte es nix bringen. Warum?

Eine Vollheizungs-WP pustet je Stunde 4000 bis 5000 Kubikmeter (!!) Luft durch ihre Kiemen. Ein zweigeschossiges Haus mit 90 qm hat über alle Räume gerechnet ungefähr 450 cbm Inhalt. Diese Luftmenge hätte die WP in rund 6 Minuten durch; abgesehen von der entsetzlichen Zugluft!

Die Luft kühlt sich beim Durchgang durch die WP um ca. 2 - 4 °C ab, abhängig von der Lufttemperatur. Theoretisch könnte man sie also mehrfach nutzen, bis sie wirklich "kalt" ist, aber auch das bringt bei den benötigten Mengen nicht genug.

Das ist übrigens auch der Grund, warum die früheren "Heizkellerluft-WPn" nur bei großen Mehrfamilienhaus-Ölheizungsanlagen einen akzeptablen Wirkungsgrad erreichten. Bei einer EFH-Heizung kühlten sie den Kellerraum viel zu schnell so aus, daß die Wärme aus der Kellerumgebung nachfloß und letzten Endes von der Ölheizung zusätzlich erbracht werden mußte. Das ergab einen Scheinwirkungsgrad dieser WP-Type, der mit der Realität nix zu tun hatte.

_________________
Gruß

Gerhard

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roro

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Das Problem sind die großen Luftmassen, die bewegt werden, und zwar aus 2 Gründen.

1.) Die Zugluft
2.) Ab einer gewissen Leistung (bei Deiner Hausgröße ist das bereits bei ca. 1 kW kannst Du nicht mehr genug Wärme der Abluft entnehmen, ohne dass Du das Haus zusätzlich abkühst, d.h. Du hast keinen Vorteil dadurch.

BTW: Es gibt System die Abluft und Außenluft mischen und abghängig von der Heizlast gesteuert werden und dabei recht gute Ergebnisse erzielen. Dazu solltest Du Dir aber im ganzen Haus eine Lüftungsanlage einbauen.

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machtnix

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Ich würde mir einfach mal einen kompetenten Fachbetrieb suchen und mit diesem das ganze mal durchsprechen..

Mein Vorschlag wäre bei dieser kleinen Hütte:Direktverdampfer WP,die Erdkollektoren im Garten vergraben.Bagger kann man sich ausleihen und diese Arbeiten also selbst machen.
Dort wo jetzt die Nachtspeicheröfen stehen,kommen Gebläsekonvektoren hin.
Bei einigen Sachen kann man mithelfen,bei anderen geht es halt nicht.
Suche dir eine Firma mit der man zusammenarbeiten kann.

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catweazle

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Hallo,

Danke erstmal, das wäre auch zu schön gewesen.

Hab nochmal nachgeschaut, in den Plänen fehlt ein Anbau, sind also tatsächlich 110 qm.

Wieviel Kollektorfläche müsste ich dann wie tief im Garten vergraben?

Was sind Gebläsekonvektoren, stelle mir das wie Heizkörper mit Gebläse vor, wenn ich jetzt ständig Strom für die WP + Strom für das Gebläse verbrauche, wie hoch ist dann noch über#n Daumen der Unterschied zu meinen alten Nachtspeicherheizungen?

Gruß Thomas

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roro

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Beiträge: 946
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Welche Heizlast und welche VL-Temperatur?

Du solltest Dir Rat von einem guten Energieberater holen, denn sonst kann es sein, dass Du hinterher mehr zahlen musst, als jetzt.

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machtnix

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ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Hier der Link zu den Gebläsekonvektoren: www.aermec.de...

Für deine kleine Hütte würde ich die 7,2kW Caliane von www.sofath.com... wählen.
Als Gartenfläche 1x1,2 in deinem Fall also 132m².Falls nicht möglich kann man das auch im Doppelstockverfahren verlegen.Den ersten auf ca.90cm den zweiten Kollektor auf 1,8m.
Sollte der Platz ausreichen dann alles auf ca.1m vergraben.

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