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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: viele Fragen zu Fußbodenheizung/Wärmpepumpe

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aledran

Erfahrung:
Anmeldedatum: 26.06.2008, Wohnort: Westfalen
Beiträge: 2
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Der Winter kommt
Neue Holzheizung


ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Hallo,

ich bin neu hier im Forum und habe schon etliche Stunden beim Lesen diverser Beiträge hier verbracht.

Die Sanierung unseres Fachwerkhauses (Zweifamilienhaus, wir werden das Erdgeschoss mit ca. 135 qm bewohnen, wovon ca. 55 qm auf einen Anbau aus den 1960er Jahren entfallen; meine Schwiegereltern wohnen bereits im 1. Stock) in Innenstadtlage (Westfalen) ist mittlerweile soweit fortgeschritten, dass ich mich mit den Details zu der Heizung beschäftige.
Drei Zimmer werden wir erst nach unserem Einzug fertigstellen.
Der neuere Anbau ist wandseitig mit 6 cm Holzfaserdämmplatte und ca. 20 cm Isofloc gedämmt. Die Decke des Anbaus ist auch mit Isofloc >= 22 cm gedämmt. Die Fachwerkwände sind bzw. werden mit einer nass angesetzten Holzfaserdämmplatte 10 cm gedämmt.
Bis auf zwei ältere einfachverglaste Fenster auf Eck im Wohnzimmer sind/werden alle Fenster mit Doppelverglasung erneuert.
Die Fußbodenaufbauhöhe soll je nach Zimmer (Bodenplatten unterschiedlich hoch) 15-19 cm betragen. Das Grundstück ist ca. 350 qm groß und außerhalb des Hauses größtenteils geplastert.
Es werden 4 Personen (davon 2 Kleinkinder) in der Wohnung leben.

Nachdem ich die vom Architekten usprünglich geplante Gasheizung und die von mir danach favorisierte Pelletheizung u.a. aufgrund des Pelletspeicherplatzbedarfs verworfen habe, soll es eine Wärmepumpe werden.
Sole/Wasser-WP scheidet schon fast wegen der Tiefenbohrung aus, da diese recht teuer ist und zudem unser Grundstück wegen einer umgebenden Mauer nur durch eine Gartentür (2 m hoch, 1,18 m breit) erreichbar ist.
Daher ist vom Heizungsbauer eine L/W-WP von Alpha-Innotec (LWC 60 M-I mit 6 kW Heizleistung A2/W35) geplant.
Eine Heizlastberechnung will ich kurzfristig durchführen lassen.

Mein Vater hat bei Seiner Wasser/Wasser-WP von 1980 noch PE-Rohr 20x2 verbaut. Das sei damals normal gewesen. Heute habe ich den Eindruck, das Rohr 16x2 eher der Standard ist. Da es nach einer L/W-WP aussieht, möchte ich die Wärmeübertragung auf den Fußboden (Fliesen sind geplant) optimieren, um die Vorlauftemperatur (bei meinem Vater ca. 33/34 Grad) so niedrig wie wirtschaftlich möglich zu bekommen.

Nun zu meinen vielen Fragen:

a) muß eine Bohrung für Sole/Wasser-WP genehmigt werden? Wie lange dauert dieses erfahrungsgemäß etwa?

b) gibt es bei unseren Gegebenheiten (Mauer, s.o.) die Möglichkeit zur Tiefenbohrung? Wie groß sind die Bohrgeräte etwa? Wie teuer würde das ungefähr im Vergleich zu den sonst hier genannten ca. 60 EUR/m werden?

c) welchen Heizrohrdurchmesser/Heizkreislänge empfiehlt Ihr für eine möglichst gute Wärmeübertragung?

d) was ist von dem ovalen Rohr Thermoval <http://www.interact.mynetcologne.de/thermoval/html/t_oval-rohr_wohnungsbau.html>
zu halten?

e) was ist von dem Hersteller Aquatherm zu halten? <http://www.fusiotherm.com/509.0.html>

f) welches System empfiehlt Ihr? Wie beurteilt Ihr hierbei diffusionsdichtes Kunststoffrohr vs. Kupferrohr bzgl. Wärmeübergang/Haltbarkeit/Verlegung)?

g)was kann man noch für einen optimierten Wärmeübergang machen?

h) unser HB hat einen Brauchwasser-Speicher mit 300 L geplant. Das erscheint mir etwas groß, da wir mit Wasser recht sparsam umgehen und zudem für das entlegenere kleine WC ein Durchlauferhitzer geplant ist.
Gibt es je nach Typ die Möglichkeit, diese Behälter nicht ganz füllen zu lassen, sondern z.B. mit 200 L?

i) "gefühlsmäßig" kommt mir die 6 kW-WP etwas klein vor. Das nächstgrößere Modell hat 8 kW und etwas höhere Leistungsziffern. Was sagt Euch Euer Gefühl?

j) Der Bivalenzpunkt für die Auslegung sollte in Verbindung mit der Heizlastberechnung auf ca. -5 bis -7 Grad gesetzt werden? Richtig? Ist aber auch abhängig von den Temperaturen am Aufstellungsort, oder?

k) ist es normal,dass Heizleistung/COP nur für A2/W35 und A7/W35 angegeben werden? Andere Werte finde ich bei Alpha-Innotec im Netz nicht.

l) ein Bekannter von mir ist gerade dabei, bei seinem Neubau (36,5er Dämmsteine und Außendämmputz, Sole/W-WP) Heizrohre (16x2 von Fa. Remo) zu verlegen; teilweise mit 22 cm Abstand der Rohre. Ist das nicht ein zu großer Abstand? Wie kritisch ist das zu bewerten?

Vielen Dank, dass Ihr bis hier durchgehalten habt. Mir fällt bestimmt noch mehr ein. Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

Gruß

Alexander Adrian

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mmoster

Erfahrung:
Anmeldedatum: 30.06.2008, Wohnort: Ittlingen
Beiträge: 2
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Hallo,

ich möchte und kann nicht alle Fragen beantworten.

Ein paar Hinweise sollten dennoch helfen.

Ich wohne in einem Wasserschutzgebiet. Hier müssen Erdbohrungen speziell genemigt werden.

DIese sind natürlich sehr teuer. 3x60m kosten ca. 8000 Euro.
Da kann man lange heizen.('Rolling Eyes')

Eine weitere Alternative ist natürlich noch der Erdkollektor in der Fläche.

Beides erscheint mir im Hinblick auf geothermale Klimatisierung günstig.
Es wird im Sommer immer wärmer.

Die einfachverglasten Fenster würde ich auch austauschen.

Neben der Vorlauftemperatur ist eine niedrige Rücklauftemperatur fast noch wichtiger. Hier kann man mit Verfahren ala Baunach den Rücklauf des Radiatorkreises nochmals für den Fußboden oder die Radiatoren im Keller verwenden und ihn so noch weiter runterkühlen.

Wenn man den Pumpendurchsatz erhöht, so wird man die Vorlauftemperatur weiter senken können. Dann läuft jede Heizung ( Pellet, Öl, Gas, Solar, WP, ...) effektiver.

Kleinere Querschnitte sind weniger träge. WIchtig ist, dass man eine ausreichende Zahl von Fußbodenkreise hat.

Das Sauerstoffproblem löst man mit einem Spirovent Luft-Schlamm Abscheider.

Ohne Sauerstoff keine Verkeimung und ohne Verkeimung keine Verschlammung. Hier kann man den Heizungsbauer fragen.

Nun versuche ich noch auf die Fragen zu antworten:

a) Ja muss genehmigt werden. Wenn nicht die erste Bohrung im Ort sollte es weniger als 10 Tage zur Genehmigung brauchen.

b) Das Bohrgerät ist ein normaler Anhänger maximal geschätzt 6x3m

c) Mehr und kürzere Heizkreise sind immer besser. Wichtig ist auch ein Raumregler mit Hysteresefunktion. Sonst kann es zu warm werden.

d) Wenn es nicht teuerer ist, ist es eine Alternative.

e) Zu Aquatherm kann ich nichts sagen.

f) Die aktuellen Kunstoffrohre sind in Ordnung. Mit einem Mikroblasenabscheider verhindert man dauerhaft ein Sauerstoffanreicherung.

g) Wenn man eine großer Oberfläche langsam durchfließen läßt, hat man einen idealen Übergang. Viel Stränge mit kleinem Pumpendruck.

h) Schon mal an einen Kombispeicher mit Solarwedel gedacht?
Für 4 Personen können 300l zu wenig sein.

i) Mein Heizungsbauer hatte 1996 das Gefühl, ich brauche eine 18KW Heizung. Der Gaszähler ist der Meinung, bei -15 Grad reichen mir 4KW.
Ich würde die Heizung notfalls puffern, aber versuchen so klein wie irgend möglich zu bleiben. Hier ist weniger mehr!

j) Kein Ahnung. EIn WP arbeitet besser bei niedrigeren Vorlauftemperaturen.

k) Die meisten Anlagen schaffen keine Leistungszahl von 4 oder höher.
Muss man 60 Grad heißes WW machen, ist die Zahl noch schlechter.('Embarassed')

l) Ich habe die Noppenbahn vollgemacht. Die Fußbodenheizung ist überhaupt nicht träge. Viele Fußbodenkreise und ein geringer Abstand sind gut aber vielleicht nicht immer notwendig. Der Regler sorgt dafür, dass auch nur die gewünschte Temperatur erreicht wird.Smile


Ich hoffe meine Bemerkungen helfen weiter.

_________________
Sparen ohne zu frieren.

Gruss MM

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bernhard geyer

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Beiträge: 1153
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aledran hat Folgendes geschrieben:
... und zudem unser Grundstück wegen einer umgebenden Mauer nur durch eine Gartentür (2 m hoch, 1,18 m breit) erreichbar ist ...

Es gibt sowas "seltenes" wie ein Lastkran die Bohrgeräte samst Zubehör einfach über die Mauer hebt. Kostet jedoch ein paar €. Evtl. einfach mal ein grobes Angebot einholen und in die Kalkulation einbeziehen.

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aledran

Erfahrung:
Anmeldedatum: 26.06.2008, Wohnort: Westfalen
Beiträge: 2
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Vielen Dank für die Antworten. Das waren vermutlich doch zuviele Fragen.
Beim nächsten Mal stelle ich weniger.
Problematisch bzgl. Lastkran ist, dass zu unserem Garten lediglich ein Gasse mit vielleicht gut 2m Breite führt. Ein Lastkran müßte daher das Bohrgerät aus ca. 20-30 m Entferung über unser oder ein anderes ein Haus heben. Ist aber vorausichtlich machbar.

Gruß

Alexander Adrian

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bernhard geyer

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aledran hat Folgendes geschrieben:
Vielen Dank für die Antworten. Das waren vermutlich doch zuviele Fragen.
Beim nächsten Mal stelle ich weniger.
Problematisch bzgl. Lastkran ist, dass zu unserem Garten lediglich ein Gasse mit vielleicht gut 2m Breite führt. Ein Lastkran müßte daher das Bohrgerät aus ca. 20-30 m Entferung über unser oder ein anderes ein Haus heben. Ist aber vorausichtlich machbar.

Machbar ja, aber wird halt entsprechend teurer (Schwerlastkran und kein "0815" Kran).

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