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U5UJ25
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Beitragvon U5UJ25 » 27.06.2008 16:09 Uhr

Hallo, hab mir ein Haus gekauft,
dass wie ich jetzt feststelle ~4000 Liter Öl / Jahr verbraucht.
(Heizekessel ist Bj 1989)
Issolierung würde mir die Sandstein / Holzfasade versauern.

Habe rund 170m² Wohnfläche und zusätlich 200 m² Nutzfläche.
Die Wohnfläche wird weitgehend per Fußbodenheizung geheizt.
Die Nutzfläche zur Hälfte mit Fußbodenheizung. Die Doppelgarage gar nicht und die Werkstatt ~45m² hat überdimmensioniert große Heizkörper.
Die Vorlauftemperatur zur Zeit ist ~70°C und wird mittels Mischer für die Fußbodenheizung runtergeregelt.

Die Ausrichtung des Dachs lässt nur eine Solaranlage mit Westausrichtung zu. Standort ist Süddeutschland (LB)

:?:
Wie müsste ich die Anlage bzgl. Kollektorfläche / Speichervolumen auslegen um bzgl. Währme autark zu werden ?
Mit welchen Systemkosten muss ich rechnen.

Den Speicher könnte ich über ein 3m x 1,6m großen Durchlass von der Werkstatt in den Keller absenken. Ansonsten ist massig Platz da.

Hatte auch über Geothermie nachgedacht, aber da bleibt ja noch 1/4 Fremdbedarf durch die Währepumpe...

Währe Super wenn sich ein autarkes System realisieren lassen könnte.
Bin Euch im Voraus für die konstruktiven Tipps dankbar.

Gruß M

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Beitragvon machtnix » 27.06.2008 16:36 Uhr

Wenn man die Wärmepumpenanlage richtig baut,dann sollte man mit ca.600-700€ im Jahr an Energiekosten rechnen können.

Hier wäre es dann unsinnig für mehrer Tausend Euro eine Solaranlage draufzupacken nur damit ich mir dann 50€ im Jahr spare.

Dann sollte man wohl lieber in eine Photovoltaikanlage investieren,das Geld was dafür bekommt reicht bestimmt aus um die Energiekosten der WP abzudecken.
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Beitragvon GMil » 28.06.2008 00:06 Uhr

Mit Solarthermie kann man in Deutschland m.E. überhaupt keine autarke Heizung erstellen, dazu sind die Winter immer noch zu kalt, sonnenarm und schneereich, auch wenn das nicht immer so aussieht.

Damit bleibt aus meiner Sicht entweder die WP als Vollheizung oder eine Pellet- / Hackschnitzel-/ etc. -Heizung.

Daß sich notfalls ein kleiner Ölbrenner plus eine große Solarhermie-Zusatzheizung rechnen würde, kann schon sein; das müßte man individuell berechnen. Immerhin wären Öltanks, Kamin etc. schon vorhanden.

PV wird zunehmend unrentabel, da die hohen Fördergelder deutlich gestutzt werden sollen. Also entweder ganz schnell noch oder gar nicht mehr! Fördertechnisch im Kommen ist dagegen die Windenergie.

Die Jungs aus meiner Umgebung berichten mir übrigens unisono, daß sie mit ihrer inzwischen 3 - 5 Jahr alten PV wohl NICHT auf ihre Kosten kommen werden (teure Störfälle etc.)
Gruß

Gerhard
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Beitragvon robasol » 30.06.2008 17:58 Uhr

Lass Dich nicht verunsichern !
1. die Sonne scheint immer
2. solare Deckungsraten bezahlbar bis zu 50% sind kein Unding, mehr hängt natürlich vom Haus ab !
3. elektrische Wärmepumpen halten wir für groben mist : im Kraftwerk wird massig Wärme produziert und ein bischen Strom, diesen wandeln wir dann zu Hause wieder in Wärme um, mit energetischem Aufwand ...

Durch die Förderungen im Solarthermie Bereich rechnet sich die thermische Anlage immer !
Aber viele Leute geben halt lieber Geld für ihren schicken A6 aus und fragen dann noch nach der Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage !!

Wir bauen Dir übrigens >3000l Pufferspeicher aus Styropor in Deinen Keller, ohne dass wir eine bestimmte Mindestbreite in der Tür haben müssten.
Unsere Pufferspeicher sind besser als jeder Stahlspeicher, da wir auf Metall im Speicher kompeltt verzichten können --> Langlebigkeit !
Durch den Verzicht auf Metall haben wir bessere Isoliereigenschaften und unterm Strich stimmt der Preis !
RoBaSol GmbH & Co.KG
Markus Rogowski
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Beitragvon bernhard geyer » 30.06.2008 19:05 Uhr

robasol hat geschrieben:2. solare Deckungsraten bezahlbar bis zu 50% sind kein Unding, mehr hängt natürlich vom Haus ab !


Damit bestätigt ein Beführworter von Solartermie diese Aussage:
Mit Solarthermie kann man in Deutschland m.E. überhaupt keine autarke Heizung erstellen, dazu sind die Winter immer noch zu kalt, sonnenarm und schneereich, auch wenn das nicht immer so aussieht.


Ich würde erst mal einen unabhängigen Energieberater (Verbraucherzentralen sollten einen vermiteln können) zu rate ziehen um zu sehen welche Hauptschwächen das Haus hat und wo man mit welchen Mitteln welche Einsparungen erreichen könnte.
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Beitragvon GMil » 30.06.2008 23:22 Uhr

robasol hat geschrieben:.........Aber viele Leute geben halt lieber Geld für ihren schicken A6 aus und fragen dann noch nach der Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage !!................!


He, woher wußtest Du, daß ich sogar einen S6 habe........? :twisted: Der braucht bei Fullspeed auf leerer Autobahn (sowas gibt's!) zwar schon mal knapp 30 l / 100 km; aber da zählt dann auch der Spaßfaktor!

Bei einer Heizung (egal welcher) kommt dagegen bei mir nicht so der Spaß auf; da zählt tatsächlich mehr die Wirtschaftlichkeit! Immer nur Spaß ist schließlich auch nix, oder...........? :wink:

Während die Solarthermie also Deckungsraten um die 50 % bringt, wie man hier vom Fachmann selbst lesen kann, spart die ach so gescholtene WP doch immerhin rund 75 % Energie, zumindest für den Hausherrn. Und das ist doch, was zählt, oder nicht?

Wie der Kraftwerksbetreiber sein Equipment effizienter macht, ist allein sein Thema; das kann nicht das Problem des Häuslebauers sein. Aber diese Profis können auch rechnen und wenden inzwischen bestimmt alle Tricks an, um ihr Kraftwerk so wirkungsvoll wie möglich zu machen, denn das spart ihnen sicherlich auch gutes Geld!

Ein Nur-Styropor-Speicher ohne Blech ist allerdings ein interessanter Aspekt. Immerhin könnte man sowas auch mit einer WP kombinieren, denke ich.


Gruß

Gerhard

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