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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: FB-Hzg bei WP notwendig?

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damianator

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ANZEIGEHeizung - Solar - Sanitär - Elektro
Heizen und Kühlen
mit Wärmepumpen


ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Hallo,

ich habe da eine Information erhalten zu der ich mir weitere Meinung holen wollte.
Und zwar möchte ich mit Meiner Frau demnächst ein Haus bauen und wir stehen gerade davor die Heizungproblematik zu bewältigen.
Nach vielen hin und her haben wir uns die Konstellation mit Luftwärmepumpe um gemütlichem Kamin mit Wassertaschen die mit an den Speicher angeschlossen sind und den mit erwärmen.

Die Überlegung war dass im Sommer die WP kostengünstig das Brauchwasser erwärmt und da ich im Winter eh den Kamin befeuern würde könnte man somit auch die WP entlasten.

Jetzt hatte ich gesagt bekommen dass der Ablauf so aussieht.
Die FB benötigt ca. 3 Std. Vorlaufzeit eh sie die Wärme abgibt.
Nun ist es soweit und ich schmeiße den Kamin an. Somit merkt der Thermostat, oh wir haben hier 30 Grad also fahren wir die Heizung runter.
In der zwischenzeit geht der Ofen aus und die Temperatur sinkt. Also brauch die FB wieder 3 Std. um warm zu werden.

Die Überlegung war die FB einfach weg zu lassen und Wohlfühlzonen einzurichten. Also die Hzg. Rückläufe Unkedämmt im Estrich zurück zu führen. Damit hätte man die Probleme nicht.

Was haltet Ihr davon, und gibt es Gegenargumente?
Was kommen eigentlich mit einer WP für kosten auf uns zu?

Danke schon mal für die Hilfe

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bernhard geyer

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Entweder den Temperaturfühler im Wohnzimmer sein lassen oder in den Estrich verlegen.

Falls ihr Holz kaufen müsst würde ich eher sagen Kamin etc. bleiben lassen und dafür besser Dämmen und kontrollierte Wohnraumentlüftung nehmen.

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damianator

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Also die Dämmung haben wir mit 16cm WLG 035 geplannt.
Aber wieso meinst du den Offen sein lassen?
Ist das so teuer im betrieb?

Währe vielleicht eine Solaranlage auf lange sicht effektiver?
Die verschafft natürlich nicht die gemütlichkeit eines Kamines.

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GMil

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"Wärmepumpen sind träge und erzeugen nur geringe Vorlauftemperaturen, wenn sie effektiv sein sollen. Daher sind sie nur in Zusammenhang mit FBH wirklich brauchbar, die ähnlich träge sind und mit niedrigen VL-Temperaturen arbeiten" So oder ähnlich ist oft noch die Meinung der altgedienten Experten, auch hier im Forum.

Nur stimmt das so nicht mehr, denn moderne Split-WPn kommen nicht nur effizient mit hohen VL-Temperaturen zurecht, sie erreichen diese auch in wenigen Minuten nach dem Start!

Das ergibt tatsächlich die Möglichkeit, auch im modernen Haus auf FBHn zu verzichten, zumindest dort, wo man sie aus Wohlfühl- oder Bodenbelagsgründen nicht haben will. Eine Radiatoren- oder gar Gebläsekonvektorenheizung reagiert zudem sehr viel rascher auf gewünschte Temperaturänderungen (auch Absenkungen!) im Zimmer, wenn eine moderne leistungsfähige WP dahinterhängt.

Eine Kombination aus Niedertemperatur-WP und FBH mag, absolut gesehen, noch etwas effizienter sein, aber hier paßt sich der Mensch zum Schluß dem Haus an und nicht umgekehrt. Ein schnelles Nachheizen bei frühherbstlicher Abendkühle etwa kann man bei FBHn vergessen. Wohl dem, der dafür dann eine Zweitfeuerung hat!

Bei der richtigen WP genügt dafür ein Knopfdruck, und Minuten später sind die Radiatoren warm. Im Sommer ist sie übrigens fürs Brauchwasser so effizient, daß die Kosten für eine Solaranlage in deren Lebensdauer nicht wieder hereingeholt werden können.

_________________
Gruß

Gerhard

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Thomas Heufers

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Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat


Infobroschüre desWirtschaftsministerium BW - Wärmepumpen-Checkliste
http://www.wm.baden-wuerttembe...mepumpen-Checkliste12_2006.pdf

Auswertung der Lokale Agenda 21 - Gruppe Energie Lahr (Schwarzwald) - Nicht jede Wärmepumpe trägt zum Klimaschutz bei http://www.agenda-energie-lahr...e/WP_Jahresbericht2006_07.html

Elektro-Wärmepumpen nur über Flächenheizung (Fußboden, Wand und Decke) und nur bei geringem Heizwärmebedarf (W/m²K).
Ganz anders sehe die Sache aus, wenn die Verluste vom Großkraftwerk zum Endverbraucher nicht anfallen würden.
Wer nach einer Alternative gegen ständig steigende Energiekosten sucht, sollte dämmen, damit der Energiebedarf garnicht erst entsteht.

Tipp - Auf jeden Fall eine Bau- und Energieberatung bei einer Verbraucherzentrale machen!

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...


Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 25.06.2008 17:56, insgesamt einmal bearbeitet

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bernhard geyer

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damianator hat Folgendes geschrieben:
Also die Dämmung haben wir mit 16cm WLG 035 geplannt.

Besser ist immer mehr. Gute Dämmungen nehmen hier gleich 20cm oder mehr.

damianator hat Folgendes geschrieben:
Aber wieso meinst du den Offen sein lassen?
Ist das so teuer im betrieb?

Hast du selbst Holz (und damit Primär Muskeleinsatz je nachdem ob du es als Meterware bringen lässt oder aus dem Wald selbst holst. Ansonsten wird man es dir auch nicht schenken.
Kosten für Ofen:
- Ofen selbst (grob ab 500 € wenn man nicht Schrott kaufen will der nach dem ersten Anschüren kaputt geht)
- Kamin (>> 1000 €)
- Deckenaussparungen, Erhöhter Aufwand Verputzen, Verblechen, Sparrenwechsel, erhöhter Aufwand Dämmung (evtl. 500-1000 €)
- Raumluftunabhängige Luftzufuhr (100 € ?)
- Kaminkehrer (1-2 pro Jahr) je 18 €
- Evtl. in ein paar Jahren einen Rußfilter (> 1000 € ?)

damianator hat Folgendes geschrieben:
Währe vielleicht eine Solaranlage auf lange sicht effektiver?

WP + zentrale Lüftungsanlage ist am effektivsten. Solar erstmal nur vorbereiten (Steigrohre zu verlegen kostet nicht die Welt)

damianator hat Folgendes geschrieben:
Die verschafft natürlich nicht die gemütlichkeit eines Kamines.

Das stimmt. Aber am besten ist es.

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damianator

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Danke für eure Meinungen. Werde mich auf jeden Fall damit auseinandersetzen und das noch mal mit mein Hzg- Menschen besprechen.
Nur um mal eine Hausnummer zu bekommen.
Welche WP währe eine Moderne zu empfehlende Marke bzw. Modell?
Bzw. worauf sollte man achten?
Um gleich ein bisschen wissen mitzunehmen.

Werde mir natürlich die empfohlenen Links gleich durchlesen...

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bernhard geyer

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damianator hat Folgendes geschrieben:
... und das noch mal mit mein Hzg- Menschen besprechen.
...
Bzw. worauf sollte man achten?

Evtl. keinen Heizungsbauer nehmen sondern einen Kältetechniker der auch in Einfamilienhäuser WP's verbaut.

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GMil

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bernhard geyer hat Folgendes geschrieben:
.........Evtl. keinen Heizungsbauer nehmen sondern einen Kältetechniker der auch in Einfamilienhäuser WP's verbaut.


Das halte ich für einen sehr guten Ratschlag, den WPn sind nun mal keine landläufigen Heizungen, sondern von ihrer Herkunft her Klimaanlagen! Das gilt zumindest für die technologieführenden Geräte.

Was ist wichtig? Das hängt ein wenig vom Einsatzprofil ab. Bei 08-15-Niedertemperaturanwendungen taugt so ziemlich jede Technik, sogar die technisch alte Constant-Speed-Variante. Hochtemperaturanwendungen stellen erheblich höhere Ansprüche, wenn die WP effizient bleiben soll, dafür sind die zugehörigen WPn universell einzusetzen und erzeugen das Brauchwasser in der selben hohen Effizienz gleich mit.

Hier sollte daher auch nur anspruchsvollste Technik zum Einsatz kommen: Modulation (Drehzahlregelung gemäß Lastaufkommen), bürstenlose Hocheffizienz-Gleichstrommotoren mit Neodym-Permanentmagneten, geregelte Lüfter, elektronische Expansionsventile und ein Hochleistungskältemittel, das auch Temperaturen über 100 °C verarbeitet. Deshalb bin ich bei der Golden Energy hängengeblieben und habe es bislang nicht bereut, obwohl (oder gerade weil) mein Haus für WPn-Einsatz angeblich völlig ungeeignet ist.

Zum Thema Dämmung kann ich auch nur immer wieder sagen: die Wärmepumpe ist finanziell rentabler als jede Dämmung! Wer es also mit seinem Gewissen vereinbaren kann (Schlagwort CO2-Erzeugung), sollte sein Geld lieber in eine gute WP als in eine überzogene Dämmung stecken.

Bei Neubauten wie hier ist Dämmung schon wegen der ENEV natürlich Pflicht und außerdem deutlich billiger als jede spätere Nachbesserung, aber man sollte sich wirklich fragen, wie weit man mit dem "Einpacken" des Hauses denn gehen sollte. Meine Frau z. B. hat mir schlicht untersagt, bei einer evtl. nachträglichen Dämmung an Dämmstärken jenseits der 10 cm überhaupt zu denken, weil sie nicht in einer "Burg mit Schießscharten" wohnen möchte. Man muß schon sehr große Fenster einsetzen zw. haben, um bei Gesamtwandstärken von 50 cm und mehr den Schießscharteneffekt zu vermeiden. Große Fenster sind dann aber wieder große Abstrahlquellen, selbst bei Dreifachverglasung in Krypton-Technologie.

Viel wichtiger als wildes Um-sich-Schlagen mit maximal dicken Dämmstoffen ist m.E. ein ausgewogenes Dämmkonzept (Kellerdecke, Fassade, Fenster, Dach, aber überall nur in Maßen), verbunden mit einer Heizung, die die kWh so günstig wie möglich erzeugt.

Und mit Verlaub: Verluste in Kraftwerken und auf Transportwegen sind mir herzlich egal. Mein Verantwortungsbereich zu diesem Punkt endet an der Grundstücksgrenze, auch gedanklich! Der Kraftwerksbauer darf ruhig seine Nüsse selbst knacken.... Smile

_________________
Gruß

Gerhard

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Holzofenpyromane

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
@damianator

Möglich ist vieles, notwendig ist aber vor allen Dingen ein erfahrener Handwerksbetrieb, der sich in diesen Dingen hervorragend auskennt und auch Referenzanlagen vorzeigen kann. Dann kann man so ziemlich alle Dinge im Vorfeld ausräumen, die später einmal zu Problemen führen können.

Ich betreibe (nicht verkaufe) eine LW-WP, habe eine Radioatorenheizung (allerdings nicht aus der Steinzeit), in kleinen Räumen eine Fußbodenheizung und in der Küche eine Deckenheizung. Das geht alles!!!

Meine Bausubstanz ist allerdings von 1962, leidlich gedämmt (220 qm) und demnächst kommt noch ein wasserführender Kaminofen VARESE HFW dazu. Pufferspeicher für Heizung und Trinkwasser ist vorhanden. Derzeitig habe ich meine Kosten für (früher) Öl um mehr als 50 % gesenkt, mein Kaminofen wird in Zukunft noch einmal eine weitere Reduzierung bringen.

Holzfeuer muss man mögen. Das Gegenrechen von Muskelkraft bringt wenig. Wenn man aber aus dem "Luftfeuer" noch ein "Nutzfeuer" machen kann, hat man "2 oder mehrere Fliegen" mit einer Klappe geschlagen.

Infos über VARESE HFW gibt es unter www.drooff-kaminofen.de... unter der Rubrik Produkte/richtig heizen/wasserführende Kaminöfen/VARESE HFW.

Welche Entscheidung Du immer auch treffen wirst, ich wünsche eine "energetisch glückliche" Hand.

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