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Nepomuk
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Beitragvon Nepomuk » 23.06.2008 16:55 Uhr

Hallo allerseits!

Wir haben gerade einen weitgehend modernisierten Altbau erworben. Jetzt stellt sich für uns die Frage nach der Erneuerung der Heizung.

Hier zunächst die wesentlichen Fakten:

Typ: freistehendes Einfamilienhaus, 2-geschossig
Lage: Großraum Düsseldorf
Größe: 175 qm Wohnfläche
Ursprungsbaujahr: 1950, im Jahre 2001 durch einen Anbau von ursprünglich 95 qm auf die aktuelle Größe erweitert
Fenster: rundum erneuert (in 2001)
Außenwände: Wärmedämmung (mind. 10 cm) (in 2001)
Dach: Betonziegel (etwa 1980), Dämmwolle zwischen den Sparren bzw. Flachdach mit zeitgemäßer Dämmung (in 2001)
Heizungsart: Öl (Brenner und Kessel von 1989)
Heizkörper: Flachheizkörper (in 2001)
Heizrohre: komplett erneuert und isoliert in 2001

Die Erhitzung des Brauchwassers erfolgt aktuell über Durchlauferhitzer. Das Leitungssystem ist in 2001 komplett erneuert worden und ist bereits für eine Wassererwärmung mit neuer Heizung vorbereitet. Nach Auskunft der bisherigen Bewohner (2 Erwachsene, 3 Kinder) lag der Heizölverbrauch in der Vergangenheit bei rund 1.300 Liter/Jahr.

Etwa 130 qm der Wohnfläche befinden sich im Erdgeschoss. Im Obergeschoss befinden sich lediglich zwei Kinderzimmer, die zunächst nicht genutzt werden sollen, und ein kleines Badezimmer. Vor diesem Hintergrund möchte ich die Dämmung des Daches zunächst unverändert lassen. Insbesondere die Erhitzung des Wassers mittels Durchlauferhitzer ist mir jedoch ein Dorn im Auge.

Welche Heizungsart könnte für mich sinnvoll sein? Reichen die Rahmenbedingungen bereits für den Einsatz einer Luft-Wärmepumpe? Und mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Vielen Dank für die Hilfe!

Gruß

Holger

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 23.06.2008 17:10 Uhr

Grob eingeschätzt, ist vom Einsatz einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe in Deinem Fall abzuraten.

Kontaktiere doch bitte die Verbraucherzentrale NRW oder die Energieagentur NRW, die bieten eine Bau- und Energieberatung an. Zur objektiven Beurteilung ist eine Begehung Deines Wohnhauses auf jeden Fall erforderlich.
http://www.vz-nrw.de/
http://www.energieagentur.nrw.de/


Gruß

Thomas Heufers

KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/
http://ecotec-energiespartechnik.de/
http://energiesparprojekte.info/
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Beitragvon mmoster » 01.07.2008 20:10 Uhr

Hallo

1300l/a ist doch ein recht guter Verbrauch. javascript:emoticon(':?')
Vermutlich kommen für das WW. welches mit Durchlauferhitzer erzeugt wird, zusätzlich 2000KWh hinzu.

FÜr mich bedeutet dies, dass Dein Haus weniger als 6KW einschließlich Warmwasser für die Heizleistung benötigt.

Dies bedeutet, man könnte eine KWL mit eingebauter Wärmepumpe verwenden.

Dann käme man mit 1kw elektrisch aus um den gewünschten Heizwert zu erreichen.
javascript:emoticon(':lol:')
Da Dein Haus gut isoliert ist, gibt es hier nun die Diskussion der Vorlauftemperatur.
Eine Wärmepumpe funktioniert gut bei niedrigen Temperaturen. Im Radiatorkreis hat man aber üblicherweise höhere Temperaturen.

Den Konflikt kann man dadurch lösen, dass man eine Energiesparpumpe einsetzt und diese mit einem höheren Druck fährt.javascript:emoticon(':idea:')
Die braucht dann vielleicht 12 statt 8 Watt aber immer noch weniger als 90 Watt.
Dann wird es mit einer deutlich niedrigeren Temperatur genauso warm.
( Die Staubbelastung sinkt sogar)

Den Zweifler kann ich nur soviel sagen, es funktioniert sehr gut.
javascript:emoticon('8)')
Mit dieser niedrigen Temperatur hat man nun alle Möglichkeiten.
Bleibt als nächstes die Warmwassertemperatur DVWG gerecht zu senken.
Hier fällt mir nur die WW Aufbereitung nach dem Durchlauferhitzerprinzip ein. (Billigeres Warmwasser und nicht teuerer Strom erhitzt nun das Warmwasser). Ich hoffe die Rohre hierzu liegen.

Lösungsmöglichkeit:Der Warmwasserspeicher wird ersetzt durch einen sogenannten Hygienespeicher.

In Kombination mit einer Solarthermieanlage kann man auf Leistungszahlen jenseits von 5 kommen.
Dies bedeutet ich brauche weniger als 1 KWH Strom un 5 KWH Wärme zu erzeugen.

Ich kenne die genauen Gegebenheit nicht und möchte mit meinem Kommentar nur zum Nachdenken anregen.

Ich selber komme nicht aus der Branche und bin Regelungspezialist, der für solche Anlagen die Steuerungen programmiert.

Eine Überprüfung der Optionen durch Experten ist in jedem Fall ratsam.

Viel Spass beim Aussuchen der Heizung.
Gruss MM

Sparen ohne zu frieren.

Gruss MM

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