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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Luftwärmepumpe im Allgäu?

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goehlert

Erfahrung:
Anmeldedatum: 18.06.2008,
Beiträge: 2
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JUNKERS Wärmepumpen


Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Liebe Forumsteilnehmer!
Bei unserem Bauvorhaben stellt sich mir noch folgendes Problem:
Ist eine Luftwärmepumpe (so empfohlen von Kampa und Regiohaus) im Allgäu wirklich geeignet? (Eine Wärmepumpe soll es aber schon sein!)
Ein paar Infos: ca. 140 m², Kfw40 (Neubau), 850 m ü. NN., Grundstück 521 m² (also wohl etwas zu klein für Erdkollektoren??)
Müsste dann nicht im Winter zu oft der teure Heizstab ran?
Der Berater von Regiohaus hat meinen Vorschlag einer Grundwasserpumpe (bessere JAZ, ohne Sole) mit dem Hinweis, dass diese öfters mal Probleme mache (da die Wassertemperatur etwa nach Niederschlägen o. Ä. schwanken könne und dann die Heizung spinne - habe ich zwar noch nie gehört, aber ich bin ja kein Experte; mal abgesehen von der Problematik, ob überhaupt Grundwasser da ist), abgelehnt. Erdsonden halte ich für sehr teuer (und die Kosten sind im Vorhinein unklar).
Ich habe hier öfter von Direktverdampfern gelesen - sind das Erdkollektoren (oder -sonden), nur halt ohne Sole o. Ä. dazwischen (so dass die JAZ steigt)?
Und noch zuletzt: Ist das wirklich so ein Lottospiel, an welchen "Fachmann" gerät (falsche Einstellungen, ...) und je nach dem 30 oder 200 € Stromkosten je Monat hat??
Ciao Christian

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Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Grundsätzlich wird für jedes Bauvorhaben gemäß KfW-Energiesparprogrammen eine energetische Auswertung nach EnEV (Energieeinsparverordnung) gefordert. Hierbei wird auch die geografische Lage berücksichtigt.
Ich würde in deinem Fall anbieten, dass wir Dir für Deinen Grundriss kostenfrei eine solche EnEV-Auswertung erstellen. Daraus ergeben sich dann gute Schlussfolgerungen.

Die kalten Temperaturen in der Höhenlage sind nicht zu unterschätzen und können die Arbeitszahl der Luft-/Wasser-WP beeinträchtigen. Für Direktverdampfer ist weniger Fläche von Nöten. Ein Holzscheitofen für die Leistungsspitzen ist auch eine Alternative, evtl. mit Wassertasche. Am einfachsten wird die Situation, wenn das Haus sehr gut gedämmt ist, dann spart man Energie und die Investition in die Heiztechnik fällt geringer aus. In jedem Fall sollte eine Flächenheizung (Fußboden-/Wandheizung) zum Einsatz kommen. Je nach System ist beim Energiesparhaus KfW 40 eine kontrollierte dezentrale oder zentrale Wohnraumlüftung gefordert.

Grundsätzlich ist es immer empfehlenswert mit einem Angebot, der EnEV-Auswertung und den Vertragsunterlagen zu einer Verbraucherzentrale zu gehen. Die VZ bietet für geringes Geld eine ausführliche Bau- und Energieberatung an.

Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. - Beraternetzwerk mit über 450 Beratungsstellen - Energieberatung durch fachkundige Ingenieure, Architekten und Physiker - http://www.verbraucherzentrale...erzentrale-energieberatung.de/

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...


Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 24.06.2008 07:00, insgesamt einmal bearbeitet

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Holzofenpyromane

Erfahrung: ***
Anmeldedatum: 17.03.2008,
Beiträge: 39
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@goehlert

Ich nehme den Hinweis von Thomas Heufers einmal auf. Wenn es die räumlichen Verhältnisse erlauben (Pufferspeicher) und der Aufstellort für einen Kaminofen geeignet ist, wäre der Einsatz eines wasserführenden Kaminofens als Unterstützung eine wirkliche Ergänzung. "Holzmachen" muss dann aber Spaß machen. Im Allgäu ist aber eine positive Einstellung zum Holz und zum "Lustfeuer" gegeben, so daß man den Begriff "Nutzfeuer" durchaus hinzufügen kann.

Also, einmal reingeschaut unter www.drooff-kaminofen.de... unter Produkte/richtig heizen/wasserführende Kaminöfen/VARESE HFW
Der Ofenkonfigurator hilft bei der optischen Gestaltung des Ofens

Nun können Sie Ihr Wissen um wasserführende Kaminöfen ergänzen und Sie bekommen auch Antworten auf Ihre weiteren Fragen.

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transformer

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 06.03.2007,
Beiträge: 88
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Hallo Christian,

in Gegenden mit mildem Klima tun sich Luft-WP deutlich leichter als im "zapfigen" Allgäu. Deshalb ist es ratsam, zuerst die zur Verfügung stehenden Wärmequellen auf Eignung zu prüfen.

Mit dem Direktverdampfer bist Du normalerweise am besten dran. Bei einer geschätzten Heizlast von 6,5 kW würdest Du knapp 200 qm an Fläche brauchen.

Die Story mit den Problemen bei Grundwasser ist abenteuerlich und zeugt nur davon, dass der Berater es mit seiner Luftnummer einfacher hat und mehr Geld macht. Wenn Grundwasser in geeigneter Weise vorhanden wäre, dann wäre dies die 2. Alternative.

Eine Erdsonde wäre, trotz der höheren Kosten, im Allgäu jedenfalls die bessere Lösung als Luft. Wenn Du die Sole-Sonde noch toppen willst, dann mach eine CO2-Sonde. Die kostet zwar wieder etwas mehr, läuft aber ähnlich effizient wie ein Direktverdampfer.

Wenn Du möchtest, hol´Dir doch die nötige Info beim www.klima-innovativ.de...www.klima-innovativ.de ab. Und wenn Du etwas genaueres zur Direktverdampfung erfahren willst, dann www.pro-dx.de...www.pro-dx.de.

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goehlert

Erfahrung:
Anmeldedatum: 18.06.2008,
Beiträge: 2
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
Vielen Dank erst mal für die bisherigen Antworten.
Zunächst noch ein paar Ergänzungen zur Situation:
kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung wäre auch dabei.
Zur Anregung Kachelofen: Wir sind leider keine "Holzfans" (wohnen auch erst seit 5 Jahren im Allgäu) und wollen uns die Kosten für einen Kamin samt Schornstein usw. sparen (sonst wird es zu teuer).
Um wie viel sind denn die genannten Vorschläge (Direktverdampfer etc.) teurer?

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klimahansel

Erfahrung: ***
Anmeldedatum: 06.06.2007, Wohnort: Cochem
Beiträge: 49
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.kaelte-bleser.de Antworten mit Zitat
Für ein KFW 40 Haus in deiner Größenordnung sollten max. 5KW Heizleistung gut und gerne reichen. Dafür würden ca. 100m² Grundfläche für eine Direktverdampfungs WP ausreichen. Die Warmwasserbereitung würde ich durch eine separate Brauchwasser WP vorschlagen. entweder als Luf-Wasser zur innenaufstellung oder auch als DV Wp. Dafür reichen dann weitere 30m² vollkommen aus.

Gruß Klimahansel

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denkedran

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 22.06.2006, Wohnort: 85077 Manching
Beiträge: 384
Benutzer-Profile anzeigen http://www.Piergalski.de XING Profil des Benutzers besuchen Antworten mit Zitat
@ Transformer

na soooooo viel Erfahrung steht da wohl nicht dahinter. Es werden ja immer noch die alten Bilder eines Direktverdampfers Feldes gezeigt, welche ich zur Verfügung gestellt hatte.

Gruß Denkedran

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transformer

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 06.03.2007,
Beiträge: 88
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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Warmwasser mit Wärmepumpen

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo Christian,

die EnEV wurde kürzlich geändert, Hauptpunkt waren die Luftwechselraten von 0,5. Die waren etwas überzogen und bescherten den Häusern tatsächlich einen höheren Energieverbrauch als bei Häusern ohne. Jetzt betragen die Werte zwar nur noch 0,25, aber trotzdem möchte die Branche auch noch gut Geld damit verdienen.

Das mit der KWL ist auch so eine Sache. Beworben werden die Anlagen von der Industrie mit dem Argument der Feuchte und des Schimmels. In fast allen Fällen leiden beheizte Häuser im Winter aber unter zu trockener Raumluft. Nur der 1. Winter mit der Ausheizphase beim Massivbau hat hohe Luftfeuchten zur Folge. Das Problem der Schimmelbildung in kalten Aussenecken ist beim Einsatz einer Fußbodenheizung die im Gegensatz zu Radiatoren auch den letzten Winkel durchwärmt sowieso minimiert. Wenn man den Lüftungsverlust über das öffnen der Fenster mit 1/3 ansetzt ergeben sich bei beispielsweise 450,- Euro Jahresheizkosten etwa 150,- Euro die mehr zu Buche schlagen. Dagegen stehen die Stromkosten der KWL und deren Anschaffung mit etwa 8.000,- Euro, sprich: die KWL rechnet sich nicht. Im Endeffekt ist schlicht das Verhältnis Personen und Rauminhalt des Gebäudes gefragt: je größer das Haus und je weniger Bewohner desto verzichtbarer ist die KWL.

Die Rückgewinnungswerte von 90% und mehr beziehen sich nur auf die Temperatur, nicht auf den Energieinhalt der Luft, der von der Feuchte abhängt. Und die geht verloren, Winterluft ist sehr trocken und müsste sogar extra befeuchtet werden um ein erträgliches Raumklima zu haben. Allein der Angleich der Feuchte der angesogenen Luft von max. 5% auf erträgliche 40% benötigt sehr viel Wasserdampf und damit Energie, sprich Sie müssen zuheizen. Der reale Rückgewinnungsgrad kommt deshalb leider nur auf etwa 25%...

Weniger ist in diesem Fall mehr, etwa eine dezentrale Lüftung. Die Einbindung des Ofens, es geht hier nur um die Wärmeverteilung, macht bei häufigem Gebrauch Sinn, bei Gelegenheitsheizern aber kaum mehr.

Selbstverständlich kannst Du auch bei einem Direktverdampfer sparen, z.B. an der notwendigen Kollektorfläche. Oder Du kannst auch mehr Geld ausgeben, etwa für eine zweite Wärmepumpe für´s Warmwasser. Wie schon die FAWA-Studie zeigt, ist es sinnvoller das WW über die Heizungswärmepumpe gleich mit zu erledigen lassen.

Zu den Preisen gilt ein einfacher Grundsatz: Eine höhere Effizienz bedingt den Einsatz von mehr und hochwertigerer Technik. Das macht den Invest höher, um hinterher mehr sparen zu können. Du hast also die Wahl zwischen Pest und Cholera...

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