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2 Liter Hybrid Haus

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gixxergoop

Beitragvon gixxergoop » 18.06.2008 13:20 Uhr

Hallo!

Wir überlegen in absehbarer Zeit zu bauen. Uns schwebt ein 2 Liter Haus der Fa. Viebrock vor (ca. 150 qm)

Hat schon jemand Erfahrung mit Viebrock und vor allem mit deren Energiesparsystemen?

Zur Info:
http://www.viebrockhaus.de/energiesparen/


Jetzt frage ich mich die ganze Zeit, wie effizient ist dieses System wirklich? Es gibt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe die bis 3 Grad Außentemperatur funkioniert (so heißt es). Ab 3 Grad Außentemperatur (heißt es weiter) schaltet sich die im Garten verbuddelte Erdwärmeheizung hinzu und gleicht den Leistungsmangel der Luft-Wasser-Wärmepumpe aus. So habe ich das zumindest verstanden.

Klar ist ja, je Kälter es draußen ist, desto mehr Strom verbraucht die Luft-Wasser-Wärmepumpe um noch das letzte bisschen Wärme aus der Luft rauszuquetschen.

Rechnet sich das denn überhaupt? Steigt der Stromverbrauch dadurch im Winter nicht so stark an, das ich auch genausogut Gas zahlen könnte?

Wäre eine einzelne Erdwärmeheizung besser da ja in der Erde konstante Temperaturen herrschen? Oder sollte man die Erdwärmeheizung einfach so einstellen, dass sie schon wesentlich früher die Luft-Wasser-Wärmepumpe unterstütz als bei 3 Grad?

Vermutlich wäre eine Fußbodenheizung hier besser, da die ja bei ca. 35 Grad konstant Wärme abgiebt und nicht wie viele Heizkörper 50 Grad benötigt. Weniger Grad bedeutet weniger Arbeit für die Luft-Wasser-Wärmepumpe und damit weniger Stromverbrauch.

Seh ich das richtig?

Wäre schön wenn jemand Erfahrungen hat und mir auf dem Gebiet mal sagen kann, was Sache ist.

Vielen Dank schonmal!
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Beitragvon Michael R. » 18.06.2008 13:45 Uhr

Zum Wärmepumpensystem äußere ich mich nicht, halte von Wärmepumpen generell nicht viel.

Aber das hier macht mich doch schon etwas stutzig:

Ein 3-Liter-Viebrockhaus (KfW Ökologisch bauen) verbraucht nur 30 kWh,
ein 2-Liter-Viebrockhaus (KfW 60) 20 kWh und
ein 1-Liter-Viebrockhaus (KfW 40) lediglich 10 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr.


Das 1-Liter-Viebrockhaus soll nur 1l/m²a verbrauchen, ist aber nur ein KfW40-Haus bzw. das 2-Liter-Haus nur ein KfW60.

Gruß Micha

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Beitragvon Thomas Heufers » 18.06.2008 16:55 Uhr

Das Prinzip ist durchaus schlüssig, dass man bei niedrigen Außentemperaturen auf eine Erdwärmeheizung wechselt, da der Ernergieentzug gegenüber der Luft-/Wasser-Wärmepumpe dann besser ist.
Die Bezeichnung "Hybrid" bezieht sich auf die unterschiedlichen Einsatzbedingungen, bei niedrigen Temperaturen wechselt man auf ein anderes Umgebungsmedium.
In jedem Fall, da gehe ich bei Viebrock auch 'mal von aus, wird die Wärme über einen Flächenheizsystem übergeben. Alles andere halte ich in Kombination mit einer Wärmepumpe für ineffektiv. Vorlauftemperaturen von 28 - 33° Celsius sind optimal.

Erfahrung mit Energiesparsystemen....Zum wiederholten Male, es geht nur über eine optimal gedämmte Gebäudehülle. Die komplette Bauteilgruppe in Dach und Wand sollte am besten einem mittleren U-Wert von unter 0,13 W/m²K haben. Man kann auch Bauteile mit einem U-Wert unter 0,10 W/m²K herstellen. Niedriger U-Wert gleich niedriger Energiebedarf. Das ist die Zukunft des Bauens.


Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon bernhard geyer » 19.06.2008 06:38 Uhr

Michael R. hat geschrieben:
Ein 3-Liter-Viebrockhaus (KfW Ökologisch bauen) verbraucht nur 30 kWh,
ein 2-Liter-Viebrockhaus (KfW 60) 20 kWh und
ein 1-Liter-Viebrockhaus (KfW 40) lediglich 10 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr.


Das 1-Liter-Viebrockhaus soll nur 1l/m²a verbrauchen, ist aber nur ein KfW40-Haus bzw. das 2-Liter-Haus nur ein KfW60.

Gruß Micha

Ich denke mal das sol 30 kWh/(m2*Jahr). Hört sich für mich nach Marketing-Schönrechnen aus. Eher schon fast nach Kundenverar... .

Um 10 kWh Strom zu erzeugen benötigt man nach aktuellen Strommix 27 kWh Primärenergie = 2,7 l Öl -> 30 kWh * 2,7 = 8,1 l Öl/m2. Dazu noch den Strombedarf für Warmwasser => Ist nicht gerade ein günstiges Haus. Dürfte in 2-3 Jahren nicht mehr gebaut werden da der Primärenergiebedarf zu hoch ist!

Ich würde wenn du dich darauf einäst darauf achten das Kf40 (besser wäre eigentlich Passivhaus) auch im Vertrag drin steht. Die Eigenbezeichnungen sind praktisch nix wert.
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Beitragvon machtnix » 19.06.2008 07:14 Uhr

Das ist ja wohl der größte Krampf den ich jemals lesen mußte.

Zwei Wärmepumpen!Aber sonst geht's noch gut,oder was?

Jeder Bauherr versucht seine Kosten in Grenzen zu halten aber bei Viehbrock bauen die Trottel zwei Wärmepumpen und warten auf Kunden die nicht so hell auf der Platte sind.

Vielleicht wäre es besser sich mal bei dem örtlichen Bauunternehmen umzuschauen oder auch mal den örtlichen Heizungsbauer fragen.
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Beitragvon gixxergoop » 19.06.2008 14:55 Uhr

machtnix hat geschrieben:Zwei Wärmepumpen!Aber sonst geht's noch gut,oder was?


Wo siehst du zwei Wärmepumpen?


Verbaut wird die FIGHTER 640P von NIBE... hat jemand Erfahrung mit diesem Gerät?

Weiterhin werden bei einem 1,5 Liter Haus (ist bei dem Link leider nicht aufgeführt) keine Herzkörper mehr verbaut, sondern lediglich Fußbodenheizung für alle Räume, rechnet sich das?
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Beitragvon roro » 19.06.2008 16:15 Uhr

FBH ist in Ordnung, Radiatoren haben in einem Neubau nichts verloren.

FIGHTER 640P: Vergiss das bei diesem Haus, die ist viel zu schwach und Du kannst davon ausgehen, dass bei ca. 0 Grad der E-Stab die Arbeit machen muss (Und dass wird teuer).

Abluftwärmepumpen haben nur in einem Passivhaus eine Existenzberechtigung.
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Beitragvon machtnix » 19.06.2008 19:22 Uhr

Die Antwort hast du dir doch schon selber gegeben:
Jetzt frage ich mich die ganze Zeit, wie effizient ist dieses System wirklich? Es gibt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe die bis 3 Grad Außentemperatur funkioniert (so heißt es). Ab 3 Grad Außentemperatur (heißt es weiter) schaltet sich die im Garten verbuddelte erdwärmeheizung hinzu und gleicht den Leistungsmangel der Luft-Wasser-Wärmepumpe aus. So habe ich das zumindest verstanden.

Dann schau dir mal die Zeichnung vom 2Liter Haus nochmal an.Das Hybridmodul ist eine Wärmepumpe mit Erdkollektoren und die nennen es nur Hybridmodul,denn jeden Tag steht ein dummer auf und davon leben die.
Absolute Kundenverarsche.

Also hier ist Vorsicht geboten.

Nimm eine Direktverdampfer-Wärmepumpe und eine kontrolierte Wohnraumlüftung und alles wird gut.

Ich hoffe du hast noch keinen Vertrag unterschrieben.
Gehe zum örtlichen Bauunternehmer und Heizungsbauer,da bist du wahrscheinlich besser aufgehoben.

In welchem PLZ-Gebiet soll denn das Häuschen wohnen?
gixxergoop

Beitragvon gixxergoop » 19.06.2008 20:59 Uhr

was ist der Vorteil einer Direktverdampfer WP? Wichtig ist ja die Kosten-Nutzen Rechnung. Mein Budged ist nicht grenzenlos. Eine Tiefenbohrung ist zum Beispiel sehr teuer. Wenn ich durch ein System mit einer Tiefensonde ein effizienteres System habe, ich dadurch im Jahr aber "nur" ein paar Euros spare, ich jedoch, weil ich mir dieses teure System geleistet habe, ein kleineres Haus bauen muss, dann bin ich durchaus bereit, im Jahr etwas mehr zu Zahlen, und dafür mein großes Haus zu genießen. Wie gesagt, die Kosten Nutzen müssen eben stimmen.

Wieviel also bringt mir ein Direktverdampfer?

Bisher bin ich mit dem Service von Viebrock sehr zufrieden. Was die auf der Homepage vorschlagen, ist EINE Möglichkeit, zugegebenermaßen diejenige, die die favorisieren. Man kann in die Viebrock Häuser jedes Heizsystem einbauen das man will, ist eben nur eine Preisfrage (womit man wieder beim Kosten Nutzen wäre).

Aber ich bin für Vorschläge immer offen... :D
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Beitragvon bernhard geyer » 20.06.2008 06:12 Uhr

gixxergoop hat geschrieben:was ist der Vorteil einer Direktverdampfer WP?

Höherer "Wirkungsgrad"/COP, da hier ein Wärmetauscher und eine Umwälzpumpe wegfällt. Nachteil: Warmwasser mus über durchlauferhitzer erwärmt werden. Der Vorteil von modernen durchlauferhitzern ist aber das Bereitstellungsverluste und Vorlauf bis Warmes wasser kommt (wenn keine Umwälzpumpe mit den entsprechenden Verlusten verbaut ist).

gixxergoop hat geschrieben:Bisher bin ich mit dem Service von Viebrock sehr zufrieden.

Du hast ja auch noch nicht unterschrieben. Die Qualität des Service zeigt sich erst dann wenn der Vertrag unterzeichnet ist.

gixxergoop hat geschrieben:Was die auf der Homepage vorschlagen, ist EINE Möglichkeit, zugegebenermaßen diejenige, die die favorisieren.

Wenn diese u.U. wegen fehlender größer der WP alles andere als gut ist dann ist das nicht gerade von Vorteil.

gixxergoop hat geschrieben: Man kann in die Viebrock Häuser jedes Heizsystem einbauen

Kann man so ziemlich in jedes Haus. Flächenheizung (Fußboden, Wand oder Decke) sollten aber das Ziel sein.
gixxergoop

Beitragvon gixxergoop » 20.06.2008 13:09 Uhr

danke dir!

Nachdem ich mittlerweile soviel über Energie- und Heizsysteme gelesen habe, steht eins schonmal fest: Fußbodenheizung und ne gute Dämmung sind auf jeden Fall in meinem Haus mit dabei! (dahingehend auch nochmal danke für eure Ratschläge) Was das Heizsystem selber angeht... mal sehen was die noch so anbieten (oder was ihr noch so schreibt) und was das alles kosten soll... zum einen in der Anschaffung und zum anderen natürlich in der Unterhaltung.
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Beitragvon oakgast » 03.01.2010 20:23 Uhr

Kommentar von "Andreas Nr.58" erstellt am 03.01.2010,20:23
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Wir haben ein Classico 400 mit Erwärme (2x 60m) und sind sehr zufrieden damit. Die Bude ist mit Heizkörpern sehr schön gleichmäßig warm und wir haben ca. 600 € Heizkosten pro Jahr. Was will man denn noch mehr? Das Haus ist 2007 geplant. Also kein Hybridhaus.

Link
http://aufdenklippen.de/blog/2009/11/16 ... literhaus/
<a href='http://www.energieportal24.de/b2b/rating/mail_extern_2.php?id=414' target='_blank'>Mail an Andreas Nr.58</a>

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