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machtnix
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Beitragvon machtnix » 16.06.2008 19:11 Uhr

Wenn das Angebot sich definitv nur auf die Kollektoren den Puffer Zubehör und regelung beschränkt,ist die Anlage viel zu teuer,auch wenn es sich dabei um Röhrenkollektoren handeln sollte.

Ich habe gerade erst einem Kunden eine Röhrenkollektorenanlage mit 16,72m² = 4Felder mit 16Röhren, Puffer und Frischwasserstation und Regelung für knappe 15tsd. gemacht,inkl Arbeitszeit und MwSt.

Nein,die Solaranlage mit 12m² ist völlig überteuert.
Neues Angebot einholen.

pepeku18
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Beitragvon pepeku18 » 16.06.2008 22:51 Uhr

Hallo Leute
es freut mich, dass ihr euch so aktiv an diesem Thema beteiligt. Auch der Koll. Machtnix hat sich wieder auf eine sachliche Argumentation beschränkt und das ist dann auch in Ordnung.
Ich selbst habe meine Zweifel, wenn man das Rechenexempel aufmacht, ob sich die Investition in eine Solaranlage in Verbindung mit einer Pelletsheizung in einer annehmbaren Zeit rechnet. Auch wenn ich ein billigeres Angebot für die Solaranlage bekomme, steht die Ersparnis von ca. 30 % Heizkosten und damit von ca. 330 € im Jahr in keinem guten Verhältnis zur Investition.
Wenn ich da falsch liege, dann klärt mich über meinen Denkfehler auf.
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Beitragvon GMil » 17.06.2008 01:53 Uhr

Jep, die Crux liegt einfach darin, daß eine günstige Heizung die äquivalenten kWh-Kosten soweit drückt, daß keine Dämmaßnahme und keine noch so günstige weitere Zusatzheizung noch eine reelle Chance auf Wirtschaftlichkeit hat, einfach weil deren Anschaffungskosten zu hoch sind. So isses!

Heute habe ich meinen Energieberater "in Ehren entlassen". Der Mann ist fraglos gut in seinem Fach, aber auch das kann mich nicht über die ungenügende Wirtschaftlichkeit seiner Vorschläge hinwegtrösten. Dafür kann er nix; alles liegt daran, daß meine Wärmepumpe die Nutz-kWh auf ca. 5 ct gedrückt hat. Dabei kommt noch erschwerend hinzu, daß die KfW-Förderkredite gerade um 1 % in den Zinsen gestiegen sind. Damit ist das Thema Dämmung für mich erst mal tot!

Genauso erginge es bei mir einer Zusatzheizung, etwa Solarthermie. Das gilt selbst für die sehr preiswerten und wirkungsvollen Vakuum-Röhrenkollektoren von Solarpower, die ich für ca. 6.000 € für 6 qm (kpl. Anlage inkl. Edelstahlpuffer!) aufs Dach geschnallt bekommen hätte. Das wäre an sich eine tolle Sache gewesen (ich hatte schon ein Muster zur Erprobung da und kann die wirklich empfehlen, schon wegen der trockenen Anbindung!), aber noch nicht mal die rechnet sich bei mir jetzt noch :roll:
Gruß

Gerhard
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Beitragvon Silke » 17.06.2008 09:41 Uhr

..ich bemühe zur Wirtschaftlichkeitsberechnung folgenden Wirtschaftlichkeitsrechner
http://www.umweltinstitut.org/frames/all/m65.htm

So nach 20 Jahren sollte meine Investition wieder drin sein. Da von weiter steigenden Energiepreisen ausgegangen werden kann, denke ich gehts evtl. noch schneller.
Denn, welche Alternativen bieten sich derzeit ? Die Entwicklung ist erst am Anfang.
Wärmepumpen (Erdwärmepumpen) sind sicher interessant, aber auch Strombetrieben, die Preisentwicklung ist ebenfalls nicht absehbar. (Auch die Autoindustrie steigt ja jetzt gross in Elektromotoren ein...)
Einzig bei Solar ist sicher- Sonnenenergie wird nicht teurer. Hier haben die Speichermedien sicher noch Entwicklungspotential. Aber irgendwann muss man ja anfangen. Nur nicht zu jedem Preis. Und da hilft der Rechner oben zumindest bei der Entscheidungsfindung...
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Beitragvon GMil » 17.06.2008 21:26 Uhr

Silke hat geschrieben:..........Einzig bei Solar ist sicher- Sonnenenergie wird nicht teurer. ........


Im Prinzip ja, sagt Radio Eriwan..... :D

Dumm ist halt, daß eine Solarthermieanlage in unseren Breiten nicht zum (alleinigen) Heizen ausreicht, weil im Winter einfach nicht genug Sonne da ist! OK, ein Null- oder Plusenergiehaus dürfte damit prima bedient sein, aber wer hat das schon?

Prozentual wirtschaftlicher ist die Solarthermie allemal fürs Brauchwasser, aber eben auch nur dann, wenn die Hauptheizung vom fossilen Typ ist. Wer z. B. eine Wärmepumpe hat, erzeugt auch das Brauchwasser im Sommer so preiswert, daß keine Solarheizung ihren Anschaffungspreis wieder reinholen könnte.

Natürlich wird auch Strom teurer, aber sicher nicht so stark wie fossile Energien. Pellets haben für mich auch ein Fragezeichen an der Preisentwicklung, das haben die letzten Jahre gezeigt.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon Michael R. » 18.06.2008 07:47 Uhr

GMil hat geschrieben:Natürlich wird auch Strom teurer, aber sicher nicht so stark wie fossile Energien. Pellets haben für mich auch ein Fragezeichen an der Preisentwicklung, das haben die letzten Jahre gezeigt.


Bisher wurde jeder Energieträger teurer.
Vor 20 Jahren: Öl ist billig, kauft euch Ölheizungen. Damals kostete der Liter etwa 15 Cent, heute 80-90 Cent.
Vor 10 Jahren: Gas ist billig und dazu noch umweltfreundlich, blöderweise ist NUR in Deutschland der Gaspreis an den Ölpreis gekoppelt. Und die 3-4 Länder die große Gasvorkommen haben, sind/werden ein härteres Monopol als die OPEC werden.
Vor 5 Jahren: Pellets sind billig und umweltfreundlich: Pellets ziehen mittlerweile auch an.
Heute: Strom ist billig und sauber. In 10 Jahren wird Strom mindestens 100% , eventuell sogar 200% mehr Kosten wie heute.

Sicherlich mag eine WP eine komfortable, saubere und heute preiswerte Lösung sein. Nur ich möchte in meinem Haus noch in 40, wenn es geht 50 Jahren wohnen und bezahlbare Heizkosten haben. Deshalb hab ich ein Passivhaus gebaut, mit Solar und Kaminofen. Die 3-4 rm Holz die ich pro Jahr verbrauche für Heizung +WW, bekomm ich kostengünstig, teilweise sogar geschenkt. Durch das sägen und hacken spar ich sogar noch den Mitgliedbeitrag im Fitnessstudio. :wink:

Mein Traum wäre nun noch eine Photovoltaik-Insellösung. Dann wäre ich auch noch von den Stromanbietern unabhängig. Nur leider findet mich die Lottofee nicht.

Sicherlich kann man behaupten Strom wird nicht so steigen wie fossile Brennstoffe. Nur dachten da die Leute vor 20 Jahren genau das vom Ölpreis.

Gruß Micha

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Beitragvon Silke » 18.06.2008 18:39 Uhr

...wenn die Autoindustrie auf Elektromotoren setzt, dann kann man sich an fünf Fingern abzählen wie teuer der Strom wird...
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Beitragvon robasol » 30.06.2008 19:54 Uhr

Natürlich darf die Solaranlage nicht utopisch teuer sein und sie sollte sich in weniger als 10 Jahre amortisieren, ABER :

Wenn wir hier von kosten sprechen, wieviel Menschen fahren mit teuren (und schönen) Autos durch die Gegend und wer fragt da nach Kosten/Nutzen ??

Warum muss es denn ein A6 sein, reicht nicht doch der alte Passat Variant ?
Durch die Subventionen darf eine thermische Solaranlage nicht "teuer" sein, denn die Kollektoren sind nicht der preistreibende Faktor, sondern eher dqs drumherum.
Wenn wir einen saisonalen Pufferspeicher aufbauen, dann kostet das Zeit.
Der Speicher an sich (wir verwendenja keine Stahlspeicher mehr, sondern bauen die Speicher aus Styropor!) sind durchaus okay vom Preis, aber die Stunden müssen trotzdem auch bezahlt werden...
RoBaSol GmbH & Co.KG
Markus Rogowski
An der Landesstr. 3-4 (Solarpark)
34516 Voehl-Basdorf

http://www.robasol.de
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Beitragvon GMil » 30.06.2008 22:38 Uhr

Michael R. hat geschrieben:.......Bisher wurde jeder Energieträger teurer.........Heute: Strom ist billig und sauber. In 10 Jahren wird Strom mindestens 100% , eventuell sogar 200% mehr Kosten wie heute.

Sicherlich mag eine WP eine komfortable, saubere und heute preiswerte Lösung sein. Nur ich möchte in meinem Haus noch in 40, wenn es geht 50 Jahren wohnen und bezahlbare Heizkosten haben. ...........

Sicherlich kann man behaupten Strom wird nicht so steigen wie fossile Brennstoffe. Nur dachten da die Leute vor 20 Jahren genau das vom Ölpreis.

Gruß Micha


OK, jede Energie wird teurer, aber Strom wird immerhin auf verschiedenste Weise gewonnen und "verbraucht". Das sichert ihm eine relative Unabhängigkeit unter den Energieformen, die keine andere Energieform für sich in Anspruch nehmen kann. Vom Öl wußte man auch vor 20 Jahren schon, daß es zur Neige gehen würde.

Das mit den bezahlbaren Heizkosten ist relativ. Eine Heizung hält im Durchschnitt 20 Jahre, nicht 40 oder länger. Also muß sie sich auch in "nur" 20 Jahren rechnen. (Abgesehen davon, in 40 Jahren wäre ich 100....... :D)

Einen Neubau sehr gut zu dämmen, ist auf jeden Fall eine gute Idee, denn dabei kostet die Dämmung nur wenige Prozente Aufpreis gegenüber einer anderen Lösung. Ein Bestandshaus nachträglich so dämmen zu wollen, daß es einem gut gedämmten Neubau entspricht, ist dagegen absolut illusorisch. Das kann nur jemand vorschlagen, der die Kosten noch nie nachgerechnet hat.

Ach ja: auch fossile Heizungen wie der gute alte Kachelofen können künftig schnell teuer werden, wenn jetzt z. B. elektrostatische Feinstaubfilter in den Kaminen nachgerüstet und regelmäßig gewartet werden müssen! Was gerne übersehen wird, inzwischen aber doch ruchbar geworden ist, ist ja, daß unsere fossilen Heizungen bei weitem mehr Feinstaub ausblasen als alle zugelassenen Diesel-PKW zusammen!
Gruß

Gerhard
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Beitragvon hurican0815 » 27.11.2008 21:30 Uhr

hallo

unabhängige studien belegen alle das sich solaranlagen niemals rechnen.

geworben wird immer mit bis zu 60% einsparung wobei jedoch verschwiegen wird das sich diese zahl alleine auf das brauhwasser bezieht.

ihr könnt rechnen wie ihr wollt,es rechnet sich nicht.

und wenn ich lese das eine anlage sich nach 20-25 rechnet wird mir übel.

ist da auch der leistungsverlust oder der völlige ausfall der anlage berücksichtigt?

wie sieht es aus wenn man das geld spart und 25 jahre lang fest anlegt?

die ganzen positiven berechnungen sind alle nicht neutral sondern von irgendwelchen solarstrom verbänden.

wie wll man im winter mit solar heizen wenn die sonne kaum scheint ausser mit anlagen ab 20qm die unsummen verschlingen?

gruss:frank

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