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pepeku18
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Beitragvon pepeku18 » 15.06.2008 17:01 Uhr

Hallo Leute
bin gerade dabei eine neue Heizung zu planen. Meine Entscheidung für eine Pelletsheizung ist gefallen. Nun stellt sich die Frage, ob ich diese mit einer Solaranlage kombinieren soll. Ich habe ein Angebot für eine Solaranlage mit Heizungsunterstützung für ca. 19000 €. Abzüglich der förderung wäre ich immernoch mit ca. 16500€ dabei. Durch solch eine Anlage würde ich ca. 30 % Energiekosten sparen. Dies wäre bei uns (ca. 3000l Heizöl im Jahr= 6 t Pellets) im moment ca. 330 € im Jahr.
Damit würde sich die Anlage in ca. 50 Jahren rechnen (Zinsen für die Finanzierung nicht mitgerechnet).
Bei einer Solaranlage zur reinen Brauchwassererwaärmung ist die Berechnung ähnlich (Ersparnis ca. 15 %=166 € geteilt durch ca. 6000 € Investition=36 Jahre)
Ich weiß jetzt nicht, ob ich ein Rechen- oder Denkfehler gemacht habe, aber bei dieser Berechnung habe ich große Zweifel, diese Investition zu tätigen.
Was meint ihr dazu?

Peter

machtnix
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Beitragvon machtnix » 15.06.2008 17:08 Uhr

Solaranlagen nur für Brauchwasser sollten meiner Meinung nach verboten werden.Alibi-Kinderspielzeug,um dem Nachbarn den grünen Daumen vorzugakeln.

Wenn Solar dann richtig.Heizungsunterstützung.

Der Pelletskessel wird wohl eh auf einen Puffer fahren,dann sollte der natürlich jetzt schon mit einem Solarwärmetauscher ausgestattet sein.
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Beitragvon bernhard geyer » 15.06.2008 17:08 Uhr

Du hast ein Angebot wo die Mehrkosten bei Heizungsunterstützung 19.000 € Betragen und die Mehrkosten bei reiner WW-Unterstützung 6000 €? Entweder will dich hier jemand übers Ohr hauen oder du hast Mehrkosten mit Gesamtkosten verwechselt.
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Beitragvon pepeku18 » 15.06.2008 19:05 Uhr

Das Angebot zur Solaranlage mit Heizungsunterstützung ist auf eine Kollektorflache von 12 m ein Pufferspeicher 1000 l und einen Einbau ins Dach bezogen. Dies sind nicht Mehrkosten, sondern die Gesamtkosten für diese Anlage.
Das andere Angebot war eine reine Brauchwasseraufbereitung ohne Pufferspeicher.
Meine Frage ist damit aber nicht beantwortet. Kann es sein, dass solche Anlagen sich erst nach 50 Jahren bzw. 36 rechnen?
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Beitragvon machtnix » 15.06.2008 19:19 Uhr

Wenn ich das wieder lesen muß wan sich was rechnet,kriege ich nen dicken Hals.
Ich würde vorschlagen du verkaufst dein Auto,und holst dir ne Seniorenkarte für den öffentlichen Personennahverkehr.
Mit dem was dein Auto kostet,kannst du mit Sicherheit dein Leben lang mit dem ÖPNV günstiger fahren.

Eine Solaranlage,eine Pelletsheizung,oder irgendeine andere Heizform rechnet sich nie.Man muß immer Geld mitbringen.

Eine Solaranlage kann den Geldbeutel höchstens entlasten,aber umsonst bekommst du diese nie.
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Beitragvon sc59er » 15.06.2008 20:51 Uhr

Hallo,
ich hatte mich im Jahre 2006 auch mit der Frage, ob sich eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung lohnt, an die Forumsteilnehmer gewandt. Ich betreibe zur Zeit noch eine Ölheizung, Niedertemperaturkessel. In meinem Bestandshaus hatte ich einen Jahresverbrauch von 2500-2800 Litern Heizöl, je nach Winter. Durch die Solaranlage hat sich mein Jahresverbrauch um gut 500 Liter gesenkt. Bei den jetzigen Heizölpreisen eine absolut richtige Investition. Bei der Frage nach der Amortisationszeit ist dabei die künftige Preisentwicklung beim Heizöl (nach oben natürlich) nicht mit eingerechnet, so dass sich meine Anlage nach spätenstens 10 Jahren bezahlt macht.
Meine Solaranlage ist von Viessmann mit 750 l Schichtenspeicher und 10 qm Kollektorfläche und kostete 7300 € (inclusive Einbau). Hiervon ging nochmal die Förderung ab.

Also ich stehe heizungsunterstützenden Solaranlagen aus eigener Erfahrung sehr positiv gegenüber. :lol:

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Beitragvon pepeku18 » 15.06.2008 22:16 Uhr

Hallo machtnix
deine Anwort kannst du dir in dieser Art und Weise sparen. Was du schreibst ist unsachlich, denn mein Geldbeutel wird nicht entlastet, wenn ich auf der einen Seite relativ viel investiere und sich das überhaupt nicht rechnet. Ich dachte, dass man hier vernünftige Anworten bekommt und nicht angepöbelt wird.
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Beitragvon GMil » 15.06.2008 22:31 Uhr

machtnix hat geschrieben:Wenn ich das wieder lesen muß wan sich was rechnet,kriege ich nen dicken Hals............Eine Solaranlage,eine Pelletsheizung,oder irgendeine andere Heizform rechnet sich nie.Man muß immer Geld mitbringen..........


Das sehe ich absolut anders. Jeder praktisch denkende Mensch interessiert sich doch vorrangig für das Kosten-Nutzenverhältnis einer jeden Baumaßnahme, oder etwa nicht? Natürlich gibt es Idealisten, die etwas nur der Umwelt zuliebe tun, egal, was es kostet. Diese Haltung dürfte aber wohl nur eine verschwindende Minderheit der Bauherren einnehmen, egal, wie man "politisch" dazu stehen mag!

Für mich "rechnet" sich eine Investition dann, wenn sie die Mehrkosten für die Anschaffung innerhalb ihrer statistischen Lebenserwartung wieder hereinspielt.

Und jetzt der positive Aspekt: natürlich (oder leider?) rechnet sich inzwischen eine "günstige" Heizform, wenn man sie mit den explodierten Ölpreisen oder den noch explodierenden Gaspreisen vergleicht! .

So wird sich der Mehrpreis meiner Wärmepumpe im Altbau, gerechnet gegenüber einer eh fälligen neuen Ölheizung, jetzt schon in knapp 8 Jahren WIRKLICH amortisiert haben, wenn die Preisschere zwischen Öl und Strom nicht sogar noch weiter aufgeht (ich hatte noch mit 15 gerechnet).

Ebenso rechnen sich aber z. B. teure Dämm-Maßnahmen im Altbau NICHT, solange nicht auch noch der Strompreis explodiert! Realistisch gerechnete Amortisationszeiten von mehr als 20 Jahren sind nun mal für jede Baumaßnahme unrentabel, wenn eine Erneuerung nicht aus bautechnischen Gründen sowieso ansteht.

Zurück zum Thema: in Verbindung mit einer Fossilheizung, bei der die kWh inzwischen die 10 Cent-Marke überschritten hat, rechnet sich m.E. Solarthermie durchaus, auch wenn sie für die Heizungsunterstützung m.E. weniger rentabel ist als fürs Brauchwasser. Bei einer WP mit kWh-Kosten in Höhe von 5 Cent oder weniger (oder ähnlichen Heizungen) rechnet sich die Solarthermie m.E. nicht, weil eben die Anschaffungskosten in der erwarteten Lebensdauer der Anlage nicht mehr hereingewirtschaftet werden können.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon Michael R. » 16.06.2008 07:21 Uhr

Hallo Peter,

19K für eine 12m² Anlage ist ganz schön fett. Da hol dir mal noch andere Angebote ein.

Ich habe für meine Wagner-Anlage mit ca. 15m² (6 Kollis), 1000l Puffer (mehr ging leider nicht durch die Tür) und einer UVR1611 so um die 14K oder 16K bezahlt. Weiß nicht mehr genau. Ich hab eine Aufdachvariante, wobei im Nachhinein die "Solarziegel" (also die Durchführungen) mich das gekostet haben, was der Mehrpreis für Indachvariante war.) :?

Aufgrund von Flächenheizung mit Vorlauf von 30°C bringt die Anlage schon einiges. Genau beziffern kann ich es nicht, da ich keinen Wärmemengenzähler drin hab. Anhand der UVR mit Datenlogger und Auswertsoftware seh ich aber, was meine Anlage so anstellt.

Übrigens, am 20.04. hab ich das letzte mal geheizt (wegen Brauchwasseranhebung). Seit dem übernimmt die Sonne alles.

Gruß Micha

PS: Meine Erfahrung mit Heizungsfirmen in puncto Solar? Erschreckend.
Oft wusste ich als Laie mehr über die Funktion einer Anlage, als die "Fachmänner". Ich hab mich dann für eine vom Hersteller empfohlene Solarfirma entschieden.
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Beitragvon Silke » 16.06.2008 18:50 Uhr

Hallo,

seit letzter Woche liegt mir ebenfalls ein Angebot bzgl. einer thermischen Solaranlage mit Heizungsunterstützung vor.

Ebenfalls 12 m², 750 l Kombispeicher etc. Aufdach Preis: 12000,- €- da ist der Unterschied zu 19000,- € doch recht gross. Wir sind hier im wilden Süden (Nähe Stuttgart). Oder macht das die Indachvariante ?

Leider muss ich sagen, dass ich auch über den Anbieter entäuscht war. Ich erhielt zwei Angebote- eins nur für Brauchwasser.
Ein Angebot wurde mit Flachdach, das andere als Schrägdachvariante ausgearbeitet ?? Wir haben gar kein Flachdach. Dann irgendwelche Kollektoren die als OEM Versionen über einen Grosshandel bezogen werden- wer weiss was man da aufs Dach bekommt und in 10 Jahren, nach mir die Sinnflut ?- aber "Originalton " Solateur- die seien vom Design viel toller als so olle Wagner-Kollektoren- aha.
Scheinbar kaufen die Leute derzeit alles und der Laden brummt, wozu dann ein Angebot auf den Kunden abstimmen-die Leutchen nehmen wohl ohne Nachfrage alles und zu fast jedem Preis.
Bin grad ziemlich stinkig. Sorry.

Gruss

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