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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
torx
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Beitragvon torx » 12.06.2008 13:07 Uhr

Hallo,

ich stehe kurz vor einem Hauskauf, und habe noch das Problem mit der Heizung.

2FH Bj. 1960, zwei Wohnungen (ca 2*80m²) + Dachgeschoss ca. 30m².
Das Haus wird komplett renoviert, das heißt unter anderem auf jeden Fall Isolation von Dach und Fassade!

Es ist eine alte Ölheizung drin die aber komplett erneuert werden muss. Ein Gasanschluss liegt vor der Haustüre. Tendenziell würde ich mich für eine Gasheizung entscheiden, leider kenne ich mich leider nicht allzu gut mit den verschiedenen Heizsystemen aus, und brauche deswegen eure Hilfe!

Ist es sinnvoll eine Gasheizung zu installieren, oder sollte man auf eine alternative Energie zurückgreifen (Erdwärme,...).

Ich wäre wirklich über jeden Tipp dankbar!
Wenn das jemand überschlagen kann, wäre natürlich auch eine Hausnummer der kosten interessant.

gruß
Steffen

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Beitragvon Silberlocke » 12.06.2008 14:06 Uhr

Hallo torx,
Öl und Gas ist mittlerweile zu teuer und auch nicht umweltfreundlich.
Die Zukunft ist auf jeden Fall Strom. Erdwärme heizt warscheinlich am kostengünstigsten. Die Anschaffung ist aber sehr,sehr teuer. Ich rate dir zur Infrarotwärmewellenheizung. Ich habe eine seit 2 Jahren und meine Heizkosten liegen ca. 50% unter dem aktuellen Heizölpreis. Der Anschaffungspreis ist auch günstiger als eine neue Öl- oder Gasheizung. Siehe unter www.Redwell.de und lass dir von dort und auch von Erdwärme ein Angebot machen. Zudem kommen in naher Zukunft Geräte zur kostenloser Stromerzeugung durch Wind auf den Markt. Siehe unter www.airmax24.ch
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 12.06.2008 19:40 Uhr

So gut wie möglich dämmen bzw. die Sanierungsplanung auf gute Dämmwerte ausrichten. Nachdem man den zukünftigen energetischen Zustand des Gebäudes bestimmt hat, kann man die Wärmetechnik festlegen. Je besser der U-Wert, desto niedriger ist der Wärmebedarf und desto kleiner kann die Heizlast und die Heiztechnik (kW-abhängig) ausfallen.

Energieeinsparung geht nur über eine gut gedämmte Gebäudehülle. Die Besitzer von Passivhäusern sind vor einigen Jahren für ihre Bauweise belächelt worden. Heute wird klar, dass sie die richtige Entscheidung getroffen haben.


In jedem Fall würde ich das Heizkonzept nochmal von objektiver Seite überprüfen lassen.
Die Verbraucherzentralen bieten gegen geringes Geld eine individuelle Energieberatung an.
http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/



Gruß

Thomas Heufers

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http://ecotec-energiesparhaus.de/
http://ecotec-energiespartechnik.de/
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Beitragvon GMil » 14.06.2008 00:18 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:..............Energieeinsparung geht nur über eine gut gedämmte Gebäudehülle. Die Besitzer von Passivhäusern sind vor einigen Jahren für ihre Bauweise belächelt worden. Heute wird klar, dass sie die richtige Entscheidung getroffen haben.

Gruß

Thomas Heufers


So gut und richtig eine umfassende Dämmung für einen Neubau ist, so aufwendig und problematisch ist die Dämmungsverbesserung im Bestandshausbau, wenn man die wirtschaftliche Seite beleuchtet. Man sollte nicht vergessen, daß die Totalsanierung eines Bestandshauses auf Niedrigenergie-Standard teurer käme, als ein komplettes neues Niedrigenergiehaus zu errichten!

Aber Energieeinsparung ist das eine, Energiekostenverminderung das andere. Wenn die Energieeinsparung an die wirtschaftliche Grenze stößt (was im Altbau sehr schnell passieren kann), bleibt immer noch der Weg, die Energie billiger zu "produzieren".

In solchen Fällen gilt es daher, die wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen genau auszuloten. Ebenso wichtig ist es aber, in eine Heizung zu investieren, die jede kWh an Heizenergie deutlich kostengünstiger zur Verfügung stellt, als das eine konventionelle Heizung tut.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon bernhard geyer » 14.06.2008 07:19 Uhr

Lass dir mal einen unabhängigen Energieberater kommen und dir das Haus energetisch Bewerten lassen mit entsprechenden Hinweisen auf die primären Schwachpunkte des Hauses und den damit verbundenen durchzuführenden Dämmmaßnahmen mit Kosten.

Alternative umweltschondenere Heizungen wären z.B. Wärmepumpe, Pellets oder "normal" Holz (falls vorhanden), Latentwärmespeicher (falls Betrieb in Umgebung sowas anbietet) oder Fernwärme (falls hier ein ehrlicher Anbieter vorhanden ist).

Und wenn Silberlocke wieder mit seiner Redwell-Heizung kommt: Strom wird auch nicht günstiger und selbst erzeugten Strom wird man auch in den nächsten Jahren noch günstiger ins Netz einspeißen als selbst verbrauchen. Ganz zu schweigen von den nötigen Bufferspeichern die man benötigen würde wenn man das nicht macht (ode wie sollte man 1 Woche bei -10 bis -20 Grad überstehen wenn in dieser Woche kein Wind geht ...). Und von evtl. 2000 € Kosten einer veralteten Ölheizung auf 1000 € bei Strom herunter zu kommen ist kein Problem (wenn man dazu nur evtl. 500-600 € bei Pellets oder WP hätte - und hier wäre schon die WW-bereitstellung auch mit möglich). Alles nochmal mit den wahrscheinlichen Steigerungsraten der nächsten Jahre verrechnet dann lohnt sich ein WP oder Pelletsheizung trotz der hohen Investitionskosten trotzdem.

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