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Forum Solaranlagen: Photovoltaik & Solarthermie

Thema: Ölheizung 10 Jahre alt mit Solarthermie unterstützen

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ontario00

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Anmeldedatum: 11.06.2008,
Beiträge: 4
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Hallo,
ich stehe vor der Kaufentscheidung für ein Haus Bj. 1968 mit einer Ölheizung.
Im zuge der anstehenden Renovierungen (Aufdachdämmung 16cm, Fassadendämmung 10cm) bräuchte ich mal ein paar Tipps ob sich der Einbau von Kollektoren und Pufferspeicher zur unterstützung der Heizung überhaupt rechnet und sinnvoll ist.
Das Haus hat eine Wohnfläche von 175qm. Der Jahresölverbrauch betrug immer so 3000l/Jahr. Wir würden das Haus mit 3-4 Personen bewohnen. Soviel wie ich weiß beträgt die Kesseltemperatur 70 C°. Die Heizleistung in kw weiß ich leider nicht.
Ich bin für jeden Tipp dankbar.

Gruß

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machtnix

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Anmeldedatum: 29.06.2006,
Beiträge: 1587
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3000 Liter Öl im Jahr entspricht einer Heizleistung von ca.10kW.

Soll alles so bleiben wie es ist,oder wird noch umgebaut?

Man kann die Heizkörper z.B. durch Gebläsekonvektoren ersetzen und dann mit einer Wärmepumpe arbeiten,aber das muß man sich vor Ort anschauen.

Bevor ich Solar auf's Dach mache,würde ich das Geld dann lieber in eine Pelletsheizung oder Wärmepumpe stecken.
Erts mal eine gescheite Heizung rein,bevor unnötig in Solar investiert wird.

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Thomas Heufers

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Beiträge: 1982
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Je stärker gedämmt, desto niedriger ist der Energiebedarf.
Wenn Du jetzt schon den Aufwand betreibst, dann solltest Du bei der Materialstärke nicht sparen. Die ganzen Ausgaben, wie Gerüstgestellung, Montage, Putzarbeiten etc. fallen so oder so an. Die Kosten für eine stärkere Dämmung sind unterproportional.
Je besser gedämmt, desto niedriger die Energiekosten und die Investition für die Heiztechnik, beispielsweise fällt die Heiztechnik bei abnehmenden Energiebedarf viel kleiner aus.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
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ontario00

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Beiträge: 4
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machtnix hat Folgendes geschrieben:
3000 Liter Öl im Jahr entspricht einer Heizleistung von ca.10kW.

Soll alles so bleiben wie es ist,oder wird noch umgebaut?

Man kann die Heizkörper z.B. durch Gebläsekonvektoren ersetzen und dann mit einer Wärmepumpe arbeiten,aber das muß man sich vor Ort anschauen.

Bevor ich Solar auf's Dach mache,würde ich das Geld dann lieber in eine Pelletsheizung oder Wärmepumpe stecken.
Erts mal eine gescheite Heizung rein,bevor unnötig in Solar investiert wird.


Also Innen sollen nur ein paar Wände verschoben werden. Ansonsten würde ich alles so lassen. Über eine Wärmepumpe habe ich auch schon nachgedacht aber ich denke das die Anschaffung einer WP die Kosten der Solar bei weiten übersteigt. Eine Solaranlage für das Haus würde so ca. 6000,- bis 7000,- € kosten( laut Fachmann der die Heizung eingebaut hat).
Im Haus sind auch nur Heizkörper und die brauchen doch eine Vorlauftemperatur von 55C° glaube ich. Ob da noch eine WP in frage kommt weiß ich nicht!

Gruß

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GMil

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Beiträge: 671
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ontario00 hat Folgendes geschrieben:
............Eine Solaranlage für das Haus würde so ca. 6000,- bis 7000,- € kosten( laut Fachmann der die Heizung eingebaut hat).
Im Haus sind auch nur Heizkörper und die brauchen doch eine Vorlauftemperatur von 55C° glaube ich. Ob da noch eine WP in frage kommt weiß ich nicht!

Gruß


Das mit der WP bei 55 °C Vorlauf geht prima, wenn man die richtige hat; das weiß ich aus eigener Erfahrung. Die Solaranlage rechnet sich dagegen nur, wenn die Ölheizung bleibt. Sie taugt auch nur fürs Brauchwasser, und auch da nur von ca. April bis September. Solarthermie zu Heizzwecken im Winter ist in Deutschland de facto nicht möglich, egal, wie groß man die Anlage wählt.

Klar ist die WP teurer (als Ersatz für 3000 l Öl / a würde ich eine Hochtemperatur-WP mit einer Nennleistung von 14 kW nehmen, die kostet ca. 19.000 €), aber dafür ersetzt sie ja auch die Ölheizung UND eine Solaranlage, denn sie erzeugt das Brauchwasser im Sommer so günstig, daß sich eine Solaranlage nicht mehr rechnet.

Nix gegen eine gute Dämmung, aber Vorsicht bei der Wirtschaftlichkeit! Ich würde zunächst prüfen, ob und wann sich die Dämm-Maßnahmen rechnen, speziell beim WP-Einsatz. Wer nämlich seine Heizkosten durch eine WP schon deutlich gesenkt hat, der spart natürlich auch deutlich weniger Heizkosten durch weitere Maßnahmen!

Wenn meine neue Dämmung die Heizkosten z. B. um 40 % senkt, sind das bei 3000 l Öl / a derzeit immerhin 1.140 € Ersparnis im Jahr. Habe ich zu dem Zeitpunkt die Ölheizung aber schon durch eine WP ersetzt, die das alte, ungedämmte Haus mit 12.000 kWh / a heizt (der Vergleich ist realistisch), beträgt meine zusätzliche Ersparnis durch die Dämmung nur noch 720 € per anno. Die Dämmung kostet aber natürlich immer das gleiche Geld, somit sinkt die Wirtschaftlichkeit deutlich ab. Wenn die Hütte also nicht eh eine neue Fassade oder eine Dachreparatur benötigt, kann man aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten solche Maßnahmen getrost aufschieben, zumal moderne modulierende WPn ihren guten Wirkungsgrad kaum verschlechtern, wenn sie im Teillastbereich benutzt werden. Die Angst vor der wachsenden Überdimensionierung durch weitere Dämmungen ist daher weitgehend unbegründet.

WENN man aber dämmen will, dann gleich richtig, denn die Aufpreise für die nächstbessere Dämmung sind vergleichsweise gering, und ein paar € kann man dann bei der WP-Größe auch noch sparen.

_________________
Gruß

Gerhard

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robasol

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[quote="ontario00"] Solarthermie zu Heizzwecken im Winter ist in Deutschland de facto nicht möglich, egal, wie groß man die Anlage wählt.

[/quote]

Da muss ich Dich korrigieren !
Wenn der Pufferspeicher richtig dimensioniert ist ( bei uns 250qm Wohnfläche mit 60000l Styroporspeicher in einem Kellerraum und 40qm kollektorfläche), komme ich locker auf 50% solare Gesamtdeckung und streiche noch den Innovationsbonus ein !
Man muss sich immer die Frage stellen, ob ich bereit bin, dafür auch zu investieren - ohne Investition hat noch keiner einen Gewinn herausgeholt.
All die Menschen, die sich in den letzten Jahren einen dicken A6 TDI mit 180PS in die Garage gestellt haben, werden wohl kaum nach der Wirtschaftlichkeit des Autos gefragt haben " Wann rechnen sich die 180PS A6" ??? Wink

Meiner Meinung nach sollte das Bewusstsein in der Welt sich gerade in solchen Fragen ändern und wer ein Haus besitzt und nicht gerae einen Kellerraum als Pufferspeicher "übrig" hat, kann doch anbauen und das Haus ein bischen erweitern.
Mit viel Eigenleistung ist das auch bezahlbar.

_________________
Projektmanagement der RoBaSol GbR
Markus Rogowski
An der Landesstr. 3-4 (Solarpark)
34516 Voehl-Basdorf

www.robasol.de...

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GMil

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[quote="robasol"] ...........Wenn der Pufferspeicher richtig dimensioniert ist ( bei uns 250qm Wohnfläche mit 60000l Styroporspeicher in einem Kellerraum und 40qm kollektorfläche), komme ich locker auf 50% solare Gesamtdeckung und streiche noch den Innovationsbonus ein !.......

All die Menschen, die sich in den letzten Jahren einen dicken A6 TDI mit 180PS in die Garage gestellt haben, werden wohl kaum nach der Wirtschaftlichkeit des Autos gefragt haben " Wann rechnen sich die 180PS A6" ??? Wink ........

Mit viel Eigenleistung ist das auch bezahlbar.[/quote]

Also bescheidene 50% Gesamtdeckung trotz riesigem 60 cbm Puffer (nutzt ihr den gleich noch als Pool ? Twisted Evil ) wären mir fast etwas wenig, speziell, wenn man dazu noch anbauen muß. Das mag vllt. bezahlbar sein, aber es rechnet sich doch nie, weil man ja für die anderen 50 % noch eine normale Heizung (samt Heizraum) braucht. Und was machen all die Leute, auf deren Grundstück kein Platz für sowas ist? Ich hätte z. B. trotz 500 qm Grund baurechtlich keine Chance dafür (Überschreitung der Größe für die Grenzbebauung).

Übrigens: ein AUDI A6 TDI (Avant) ist für seine Größe ein extrem sparsames und "vernünftiges" Auto, wenn auch mit 180 PS nicht besonders spritzig. Aber da gibts ja noch die größeren Varianten; z. B. den 8-Zyl.-Benziner......

_________________
Gruß

Gerhard

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robasol

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Hallo Gerhard,

die 50% spuckt die Simulation aus, aber wir wissen ja alle von derPhotovoltaik, dass die Simulationsergebnisse viel zu konservativ ausfallen. Die Sim zeigt bei meiner Pv-Anlage 8050kWh/kWp, real kommen aber immer über 950 heraus, das sind über 10% bessere Ergebnisse !
Was den A6 angeht : Man sollte generell alle Fahrzeuge, die mehr als 3l verbrauchen so hoch steuerlich einstufen, dass sich das kein Privatmensch mehr erlaubt.

Die Zeiten ändern sich und jeder MUSS sparen, egal wo.
Der Autowahnsinn treibt die Menschen wirklich in den Wahnsinn ... Berufsverkehr : Fast jedes Fahrzeug ist mit einer Person besetzt, nur jedes 6. oder 7. Fahrzeug hat 2 oder mehr Insassen.
Das zeigt doch ganz klar, dass Autofahren noch viel zu billig ist !

Ich selbst habe übrigens auch ne PS-Schleuder, aber ich beziehe mich ja in die Kritik mit ein und ich ärgere mich schwarz, dass wir den Wagen gekauft haben.
Die 170 PS sind mir mittlerweile sowas von egal und unnütz.

Leider komme ich vom Thema ab Rolling Eyes


Nochmal zurück: Der einzige Weg, hier bei uns die Sonne bestmöglich zu nutzen, ist mit einem saisonalen Pufferspeicher.
Alle anderen Technologien, Wärmepumpe besonders, sind ineffizient.
(www.agenda-energie-lahr.de) --> Sehr nette Ergebnisse contra Wärmepumpen !
Eine Wärmepumpe brnötigt eine Mindest Jahresarbeitszahl von 2.7, um ökologisch genau so effizient zu sein, wie ein Gas-Brennwertkessel.Allein hier fallen fst alle Luft-WP durch den rost, wie dieverse Feldtests belegen.


Wenn ich ein bestehendes Haus habe, was nicht gerade die besten Voraussetzungen hat, dafür aber Fussbodenheizung/Wandflächenheizung, kann ich durch entsprechende Dimensionierung der thermischen Solaranlage eine ganze Menge sparen.
Diese "ganze Menge" kann man leider nicht pauschal dimensionieren, weil es immer auf den einzelfall ankommt.

Wir werden bei uns jedenfalls das Ganze durchziehen und ich erwarte einen deutlich besseren Ertrag, als es die Simulation zeigt !

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Projektmanagement der RoBaSol GbR
Markus Rogowski
An der Landesstr. 3-4 (Solarpark)
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hurican0815

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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Heizen mit Erdwärme

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
machtnix hat Folgendes geschrieben:
3000 Liter Öl im Jahr entspricht einer Heizleistung von ca.10kW.

Soll alles so bleiben wie es ist,oder wird noch umgebaut?

Man kann die Heizkörper z.B. durch Gebläsekonvektoren ersetzen und dann mit einer Wärmepumpe arbeiten,aber das muß man sich vor Ort anschauen.

Bevor ich Solar auf's Dach mache,würde ich das Geld dann lieber in eine Pelletsheizung oder Wärmepumpe stecken.
Erts mal eine gescheite Heizung rein,bevor unnötig in Solar investiert wird.


und die nachteile dieser konvektoren wie zb. Zugerscheinung, Geräuschbelästigung, Staubverwirbelungen?

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