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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Neubau EFH und ich bin verunsichert !

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carl1856

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 05.06.2008,
Beiträge: 10
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Hallo,

wir bauen ein neues EFH mit ca. 220 m² Wohnfläche.

Lt. Energieberater ein gut gedämtes Haus, dass wohl KFW 40 Stadart entspricht.

Der Energieberater hat mir aber letztendlich keine optimale Empfehlung geben können und ich glaube, dass dieser eng mit einem Heizungsbauer zusammenarbeitet und Ihm gerne Aufträge zuschustert.

Also habe ich versucht mich hier zu informieren, aber auch das klappt nur bedingt.

Mein Vorhaben war eigentlich eine Sole-Wärmepumpe mit Tiefenbohrung.

Ich möchte zukünftig möglichst autark sein und nicht von russischen Gasversorgern. Auf der anderen Seite möchte ich ein System haben, das sicher funktioniert und an dem nicht dauernd "rumgetüteld" werden muss, damit es funktioniert. Ebenso sollte es wartungsarm und nicht defektanfällig sein.

Könnt Ihr mir hier eine Empfehlung geben, ob ich mit meinem Vorhaben richtig liege, ob und wann sich so etwas rechnet usw.

Der Energieberater geht von Mehrkosten von ca. 14000 € gegenüber einer Gasanlage aus. Hiervon können 2000,00 € Förderung abgezogen werden und weitere 2000,00 € Förderung, sofern eine bestimmte Kennzahl errecht wird.

Was meint Ihr ??

Bauvorhaben in Norddeutschland. In unserem jetzigen Haus (Baujahr 1999) haben wir eine Gasheizung mit ca. 110,00 € Gaskosten pro Monat über sJahr hinweg gerechnet. Strom ca. 90,00 € (Wasserbettheizung / viel Trockner usw.).

Danke im voraus für die Hilfe.

P.S. die Luft-Wärmepumpe hat mich nach allem was ich gelesen habe nicht überzeugt.

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machtnix

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.06.2006,
Beiträge: 1587
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Du nimmst eine Direktverdampfer-Wärmepumpe mit Erdkollektor und alles wird gut.
Es werden ca. 220m² Fläche benötigt.

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Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Wir bauen... Das klingt so, als ob ihr gegenwärtig dabei seid und das Bauvorhaben schon voll im Gange ist. Dann ist es eigentlich schon zu spät, Fragen zur Heizungstechnik zu stellen. Dies sollte im Vorfeld geklärt werden.

...wohl KfW 40-Standard... Für die Erfüllung des Standards "Energiesparhaus KfW 40" gibt es eine ausführliche energetische Berechnung. Die Bandbreite für KfW 40-Wohnhäuser ist groß, ein wichtiger Einflussfaktor bei der Berechnung ist der Primärenergiefaktor. Die Primärenergiezahl hängt stark von den CO2-Emmissionen der Heizungstechnik ab; CO2-neutraler sind Solar und Pellets, im Gegensatz dazu sind Öl, Gas und Strom eher CO2-problematischer. - KfW 40 ist nicht gleich KfW 40 -
Folgende Lektüre erklärt warum. Energiesparhäuser und Passivhäuser? Auf den Punkt gebracht!
http://energie-effizientes-hau...%20den%20Punkt%20gebracht..pdf

Interessant sind natürlich die Angaben zu den gemittelten U-Werten der einzelnen Bauteile. Vielleicht kannst du hierzu mehr sagen.
Energie sparen geht nur über die Absenkung des Energiebedarfs, das geht nur über eine hoch wärmegedämmte (kältegeschützte) Gebäudehülle.


Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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klausamsee

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 23.03.2006, Wohnort: Bodensee
Beiträge: 187
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Hallo Carl,

ich habe eine Sole-WP mit Tiefenbohrung, 950l Schichtenspeicher und 9m² WW-Kollektoren. Heizung nur über FBH. Dazu ein kontrolliertes Wohnraumlüftungssystem mit Sole-EWT. KfW40-Haus.
Auch wenn es hier im Forum gegenteilige Meinungen zu der Kombination gibt: ich bin zufrieden.
Seit einigen Wochen läuft die Wärmepumpe gar nicht, wir decken den gesamten Wärmebedarf aus den Sonnenkollektoren, und das kostet mich grad mal den Strom von der kleinen Solepumpe.
Im Winter war gut zu sehen, wie WP und Solar im geschichteten Speicher zusammengearbeitet haben. Hätte ich nicht für möglich gehalten.
Gegenüber der alten Mietwohnung bin ich erstaunt, wieviel "Grundwärme" es hier gibt. Insbesondere vom KWL bin ich begeistert und kann jedem nur dazu raten, so etwas einzubauen (wir haben Flexrohre in den Betondecken). In der alten Mietwohnung gab es immer abgestandene Luft, wenn man mal über Tag weg war, so etwas gibts hier nicht mehr. Selbst der Geruch vom "großen Geschäft" auf dem WC ist innerhalb kürzester Zeit weg.
Also alles richtig gemacht? Nein, bestimmt nicht. Schaue jedem Handwerker penibel auf die Finger und mach dich selbst schlau, was wie gemacht wird. Das nervt zwar die Handwerker, zahlt sich aber aus. Leider sind einige Handwerker mit den modernen energiesparenden Anforderungen (noch) überfordert. Ich habe einiges an Pfusch am Haus und muß nachbessern lassen - das nervt.

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gergenerdwaerme

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 14.08.2006, Wohnort: voelklingen
Beiträge: 166
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Hallo Carl:
Aus Erfahrung kann ich der Meinung von machtnix nur zustimmen: eine presiswertere und wirtschaftlichere Anlage wie eine Direktverdampfung wirst Du nicht finden. Lass Dir Angebote machen und vergleiche - so einfach ist das. Die Fördergelder bekommst Du dafür natürlich auch. Die erhöhte Effizenz (> 4,7 JAZ) wirst Du mit der Direktverdampferanlage einfacher erreichen als mit anderen Systemen, da stromfressende Umwälzpumpen entfallen! Adressen von Fachbetrieben kann ich Dir gerne angeben - einfach wieder posten.
Kurt Gergen

_________________
Gergen-Erdwärme

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KLAUMI

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 30.05.2008,
Beiträge: 5
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carl1856 hat Folgendes geschrieben:
Der Energieberater geht von Mehrkosten von ca. 14000 € gegenüber einer Gasanlage aus. Hiervon können 2000,00 € Förderung abgezogen werden und weitere 2000,00 € Förderung, sofern eine bestimmte Kennzahl errecht wird.




Mehrkosten bezogen auf was? Erschließungskosten Gas eingerechnet? Förderung, denk auch an die Finanzierung mit KFW Mitteln . Wenn wirklich 110 Euro pro Monat bleibt immer noch die Frage, wie sich der Gaspreis entwickelt.
Ich habe mir folgende Frage gestellt:

Will ich die Abhängigkeit auch in Zukunft beibehalten, oder kalkulierbare Kosten auch noch in 10 Jahren haben. Und die neuesten Nachrichten heute geben mir wieder Recht.

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