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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
Hubi

Beitragvon Hubi » 27.05.2008 21:39 Uhr

Hallo,

mir gehört ein kleines 1-Familienhaus, 14 Jahre alt, so daß ich mir langsam Gedanken über einen Nachfolger der z. Z.noch tadellos funktionierenden Gasheizung machen muß (Parterre FBH, Rest "normale" Heizkörper).

Erdwärme liegt nahe, allerdings habe ich keine Ahnung davon - und auch keine Ahnung, wo ich anfangen kann, mir das notwendige Wissen anzulesen (aber bitte bloß nicht zu technisch : Mathe war noch nie meine Stärke ...!).

Derzeit interessieren ich zunächst einmal weniger die Kosten - so weit bin ich noch gar nicht - sonder in erster Linie,

- was gibt es überhaupt alles,
- was ist gut, was ist besser, was taugt nix,
- was geht bei mir überhaupt ?

Ich denke, bei einem Neubau läßt sich erheblich mehr realisieren als bei einem vorhandenen Gebäude ? Wo liegen die beonderen Schwierigkeiten, worauf muß man achten ?

Zu gut deutsch : Ich suche eine brauchbare Einführung in das Thema, nicht zu allgemein, aber auch kein Fachchinesisch !

Machbar ?

Wenn ja : Wie und ggf. wo ?

MTIA !

Joachim.

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Beitragvon Thomas Heufers » 28.05.2008 06:19 Uhr

Hubi hat geschrieben:....z. Z.noch tadellos funktionierenden Gasheizung....
Ein Systemwechsel löst nicht unbedingt das Problem. Solange die Gastherme funktioniert, sollte man die Amortisation mitnehmen. Am Anfang der energetischen Sanierung könnte dann die Dämmung der Gebäudehülle stehen.

Hubi hat geschrieben:Was gibt es überhaupt alles?
Was ist gut, was ist besser, was taugt nix?
Was geht bei mir überhaupt?
Die lokale Agenda-Gruppe 21 Umwelt/Energie in Lahr/BW hat sich mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Für und Wider! Feldtest zu Elektro-Wärmepumpen
Unter folgendem Link ist das Ergebnis und sind Handlungshinweise nachzulesen.

http://www.agenda-energie-lahr.de/WP_Jahresbericht2006_07.html

Hubi hat geschrieben:Ich denke, bei einem Neubau läßt sich erheblich mehr realisieren als bei einem vorhandenen Gebäude?
Dem kann man zustimmen. Beim Neubau kann mit wärmebrückenfreien Konstruktionen und mit sehr niedrigen U-Werten der Bauteile und mit Flächenheizsystemen etc. gute Ausgangsbedingungen für Wärmepumpen-Heizsysteme schaffen.

Funktion der Wärmepumpe - Siehe auch unter Wikipedia!
http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmepumpe

Gruß

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Beitragvon Hubi » 28.05.2008 09:29 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:
Hubi hat geschrieben:....z. Z.noch tadellos funktionierenden Gasheizung....
Ein Systemwechsel löst nicht unbedingt das Problem. Solange die Gastherme funktioniert, sollte man die Amortisation mitnehmen. Am Anfang der energetischen Sanierung könnte dann die Dämmung der Gebäudehülle stehen.


Hallo,

das ist klar - nur möchte ich mich bei Zeiten mit dem Thema befassen, damit ich "im Fall der Fälle" bereits vorbereitet bin und nicht auf der Suche nach Informationen Zeit verliere und/oder unter Zeitdruck einem "schwarzen Schaf" aufsitze bzw. Fehler mache.

Wie gesagt : Ich will mich in das Thema so weit einlesen, daß ich zumindest die Grundzüge kenne (und verstehe) und womöglich auch erkenne, wenn jemand Unsinn verzapft und/oder versucht, mich über den Tisch zu ziehen.

Gruß,

Joachim.
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Beitragvon Thomas Heufers » 28.05.2008 10:10 Uhr

@ Hubi
Dann bitte ich doch 'mal die Ergebnisse der lokalen Agenda-Gruppe 21 Umwelt/Energie in Lahr/BW zu lesen.

Gruß

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Beitragvon machtnix » 28.05.2008 12:45 Uhr

Eine schöne und hilfreiche Seite für Anfänger ist auch diese hier: http://www.awp.eu/

Ist ein Tochterunternhemen von Ochsner.Schön und verständlich erklärt.
Hubi

Beitragvon Hubi » 28.05.2008 12:51 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:@ Hubi
Dann bitte ich doch 'mal die Ergebnisse der lokalen Agenda-Gruppe 21 Umwelt/Energie in Lahr/BW zu lesen.


Soooo schnell bin ich dann auch wieder nicht ... ! :wink:

Gruß,

Joachim.

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Beitragvon Silke » 30.05.2008 07:33 Uhr

Hallo,
vor dem selben Problem standen wir auch.

Wir sind folgendermaßen vorgegangen:

1. Landratsamt/Wasserwirtschaftsamt- Klären ob eine Bohrung überhaupt durchgeführt werden darf (evtl. Wasserschutzgebiet oder Bodenverhältnisse für Bohrung nicht geeignet.

2. Neutralen Geologen suchen (Kann einem auch evtl. das Landratsamt empfehlen oder über Internet suchen).
Der würde im Bedarfsfall die Auslegung der Sonden, Grösse der Wärmepumpe, Überwachung der Bohrfirma übernehmen. Hätte so ca. 1000 € gekostet und sicherlich sehr gut angelegtes Geld.

Nun der zuständige Sachbearbeiter beim Landratsamt teilte uns gleich mit, dass wir im Muschelkalk sitzen, wir würden zwar die Genehmigung erteilt bekommen, aber die Bohrung könnte auch ganz schön in die Hose gehen, da Muschelkalk durchaus grössere Hohlräume aufweisen kann. Da man das erst merkt wenn man bohrt (Risiko bei Abbruch der Bohrung auf ca. 10.000,- € sitzen zu bleiben !)
Anruf beim Geologen, er sah das Problem jetzt nicht ganz so gravierend. Nur würde die Bohrung teurer weil evtl. mehr Material benötigt wird um die Löcher zu verpressen.
Wir werden das Risiko nicht eingehen, dazu ist uns die Sache einfach zu teuer.(ca. 18.000 € angesetzt für Bohrung, Pumpe ca. 10.000 €, Geologe etc.)
So schnell kann einem eine Entscheidung abgenommen werden !

Gruss
Hubi

Beitragvon Hubi » 30.05.2008 08:01 Uhr

Silke hat geschrieben:Hallo,
vor dem selben Problem standen wir auch.
(...) [Geologe]
So schnell kann einem eine Entscheidung abgenommen werden !


Hallo, Silke,

danke für Deinen Hinweis, aber so weit bin ich noch gar nicht !

Was ich suche sind eher Informationen dazu,

- wie das Heizen mit Erdwärme überhaupt funktioniert,
- was es dazu braucht und
- worauf man dabei achten muß.

In dem mir von Thomas Heufers (mehrfach ;)) empfohlenen Bericht der Agenda 21 ist z. B. davon die Rede, daß diese Systeme einen erheblichen Strombedarf haben, wes mich ziemlich überraschte, und leider ist an keiner Stelle erläutert - das wird zu meinem Bedauern immer vorausgesetzt - warum das so ist !?!

Das sind die (Basis-) Informationen, nach denen ich suche ! *)

Deine Hinweise würde ich erst unter den 3. Punkt subsummieren, oder seh' ich das falsch ?

Gruß,

Joachim.

*) Den Link von Matnix werde ich mir über's WE reinziehen ... !

P. S.: @ Thomas Heufers : Wenn ich ehrlich bin, interessiert mich die Öko-Bilanz erst in zweiter Linie. Primär interessiert mich die Frage, wie ich angesichts der unaufhaltsam steigenden Rohstoff- und Energiepreise preisgünstiger heizen kann ...
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Beitragvon machtnix » 30.05.2008 08:35 Uhr

Du kannst auch zum Bund der Energieverbaucher surfen.Dort wird dir dann mitgeteilt das Wärmepumpen ein Teufelszeug ist.

Nun ja,ich weiß nicht was besser ist,für 1500€ Energiekosten zu haben oder aber für 500€?
Kenne mich da zu wenig aus.
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Beitragvon Holzofenpyromane » 30.05.2008 09:26 Uhr

@hubi

nachdem Du dich ja wohl gegen eine Bohrung enschieden hast, empfehle ich über die Suchfunktion "holzofenpyromane" meine Berichte über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe aufzurufen.

Ich bin kein Theoretiker oder Beschützer, sondern Betreiber einer solchen Anlage.

Natürlich muß man die Verhältnisse vor Ort kennen, deshalb können alle Informationen hier nur "empfehlend" sein. Ein erfahrener Handwerksbetrieb ist notwendig, um die Entscheidung zu erleichtern. Konkrete Angaben machen und verbindliche Aussagen einfordern, dann kann die Entscheidung richtig werden.

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