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Forum Haustechnik: SHK

Thema: Altbau modernisieren-Wo soll ich nur anfangen...

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mf2008

Erfahrung:
Anmeldedatum: 26.05.2008,
Beiträge: 4
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Hallo,
habe mir vor etwa 7 Jahren ein 1964 erbautes Mittenreihenhaus gekauft, dessen Energiehunger erschütternt ist.
Hier mal ein paar Daten:

Baujahr 1964
Wohnfläche ca.74 qm
Ölzentralheizung wurde 1968 nachgerüstet
Brenner wurde 1992 erneuert. Brennkessel noch von 1968.
Laut Schornsteinfeger hat die Heizung immer noch erstklassige Emisionswerte.
Allerdings müssen demnächst Reperaturarbeiten für etwa 600 Euro durchgeführt werden. Mein Heizungsmonteur sagt, das lohnt eigendlich bei dieser Heizung nicht mehr, und empfahl mir ein Gesamtaustausch.

Außerdem sind im Haus nur Fenster mit Einfachverglasung vorhanden.
Auch durch die Haustür zieht es, da sie sich scheinbar inzwischen etwas verzogen hat, und nur noch mit etwas Kraft zu öffnen und schließen ist.
Das Dach ist nicht Isoliert. Also vom Dachboden schaue ich direkt auf die Dachziegel. Auch das müsste mal erneuert werden.
Das Haus ist Vollunterkellert. Der Heizungsraum kann sicher nach entsorgung der Öltanks als Pelletlager genutzt werden.
Der Keller ist allerdings nicht beheizt.

Ich bewohne das Reihenhaus alleine, und habe einen Ölverbrauch von etwa 2000 Liter im Jahr. Mein Stromverbrauch liegt bei etwa 1800Kw/h.
Wasserverbrauch etwa 3qm.

Also, wo soll ich anfangen.
Am liebsten wäre mir die große Lösung:

1. Fenster und Türen neu.
2. Pallet oder Erdgasheizung mit Sonnenkollektoren auf dem Dach.
3. Dach neu eindecken/Isolieren.

Mit welchen kosten muss ich rechnen?
Nur mal so am Rande: Ich müsste alle Modernisierungskosten finanieren bei einer Belastung von zusätzlich max. 100 Euro/Monat.
Was ist da überhaupt drinn?

Loht sich bei meiner Hausgröße überhaupt eine Pelletanlage?
Loht sich für mich überhaupt Sonnenenergie?
Oder kommt sogar eine andere alternative Energiequelle in Frage?
Ist es zu riskant Sonnenkollektoren auf mein altes Dach zu setzen, falls das Geld nicht für die Dachmodernisieung reicht?

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Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

mf2008 hat Folgendes geschrieben:
....Fenster mit Einfachverglasung vorhanden...
Hier ist Sofortaustausch der Fenster gefordert! Speziell im Winter neigen diese Fenster zu starker Schwitzwasserbildung und vereisen sehr stark. Die Einfachverglasung liegt im U-Wert bei ca. 5,2 W/m²K, das ist dreimal schlechter als der EnEV-Standard für Fenster.

mf2008 hat Folgendes geschrieben:
....Ölverbrauch von etwa 2000 Liter im Jahr....
Bei 74 m² in einem Mittenreihenhaus, das entspricht ca. 270 kWh pro m² und Jahr, da ist schon ein beachtlich hoher Wert.

mf2008 hat Folgendes geschrieben:
....Belastung von zusätzlich max. 100 Euro/Monat....
Ganz überschlägig. Bei 100 € im Monat über eine Laufzeit von 20 - 25 Jahren stehen maximal 15. - 18.000 € zur Verfügung. Das ist für die erforderlichen Maßnahmen sicherlich nicht ausreichend. Hinzurechnen sollte man aber auch die Einsparungen. Entsprechend der monatlichen Einsparungen könnte man die monatlichen Belastungen erhöhen. Grundsätzlich sollte man einen Sachverständigen ( evtl. über die Verbraucherzentrale ) ins Haus holen und eine Bilanzierung des Verbrauchs (vorher zu nachher) mit einem Energieberater durchsprechen, der nennt auch Förderprogramme ( EnEV-Neubau-Niveau etc. ).

mf2008 hat Folgendes geschrieben:
....Lohnt sich bei meiner Hausgröße überhaupt eine Pelletanlage?....
Das kommt darauf an. Pelletsheizsysteme haben eine gute CO2-Bilanz, und die wird bei KfW-Programmen besser bewertet.

mf2008 hat Folgendes geschrieben:
....Lohnt sich für mich überhaupt Sonnenenergie?....
Wohl eher nicht. Aber eine Solarthermie ist quasi CO2-neutral. Vorteil für KfW-Programme.


BAFA - Basis- und Bonusförderung im Marktanreizprogramm 2008 erneuerbarer Energien für ist möglich.
http://www.bafa.de/bafa/de/ene..._basis_und_bonusfoerderung.pdf

KfW - Förderung der energetischen Sanierung auf Neubau-Niveau nach EnEV oder besser
http://energie-effizientes-hau...uden%20auf%20Neubau-Niveau.pdf


Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...


Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 27.05.2008 20:02, insgesamt 2-mal bearbeitet

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machtnix

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Beiträge: 1587
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Also ich bin eher davon überzeugt das Dach zuest zu machen,denn dort geht am meisten Energie verloren,bis zu 30%.
Dann Fenster und alles andere.

In welchem PLZ-Gebiet wohnt denn dein Häuschen?
Energieberater kommen lassen,der kann dir auch sagen welche Fördertöpfe für dich gelten.

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mf2008

Erfahrung:
Anmeldedatum: 26.05.2008,
Beiträge: 4
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Ich werde erstmal mit meiner Sparkasse sprechen, was finanziell überhaupt zu machen ist.

Wohne übrigens im Kreis Rotenburg /Wümme.
Das ist zwischen Hamburg und Bremen.
Zu meinem Ölverbrauch: Welcher Verbrauch wäre den bei einem Altbau normal?
Also die Fenster/Türen muss ich unbedingt bis zum Winter erneuern. Das wären 7 Fenster (ca.100x100), eine Terassentür und eine Haustür.
Was würde sowas incl. Montage kosten?
Denke auch das meine Heizkörper ungünstig (gegenüber der Fensterwand) angebracht sind. Sollten die nicht unter den Fenstern sein?

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machtnix

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.06.2006,
Beiträge: 1587
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Die Heizkörper würde ich gegen Klimakonvektoren austauschen,so kannst du problemlos mit einer Wärmepupe arbeiten und hast sogar noch die Möglichkeit einer Kühlfunktion.
www.aermec.com...

Wenn dir Hamburg nicht zu weit ist,dann schaue dir doch mal das Häuschen und die Anlage vom Kollegen Thomas Rawe an.Der hat im letzten Jahr etwas ähnliches saniert.
http://www.rawe-sanitaer.de/...

Der Kollege hat dort auch eine Baubeschreibung von seinem Projekt hinterlegt.
Den Thomas kannste ruhig mal anrufen,der freut sich immer wenn er jemandem seine Anlage zeigen kann.

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mf2008

Erfahrung:
Anmeldedatum: 26.05.2008,
Beiträge: 4
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Habe für die Heizungsanlage die ersten Kostenvoranschläge bekommen.
Gasheizung mit Solaralage für Brauchwassebereitung und Heizungsunterstützung:
Buderus GB152-16kw
4 Sonnenkollektoren Logasol SKS 3.0-S
750l Heizungspuffer/Wasserspeicher Logalux P750
Will aber nicht alle Posten aufführen. Das sind wohl die 3 Wichtigsten.
Es ist eine Komplettanlage incl. Montage, Gasanschluss, Altanlagenentsorgung.
Preis 14950 Euro . Ist es Richtig, das ich dafür 2050 Euro BAFA Bundesförderung bekomme (Steht so im Angebot).

Eine normale Gasbrennanlage ohne Solar würde mir laut eines anderen Angebotes 7500 Euro kosten:

Falls ich für die Solaranlage wirklich 2050 Euro Fördergelder bekommen würde wäre der Aufpreis etwa 5500 Euro.
Würde das bei meinen Singlehaushalt (Mittenreihenhaus,ca.80qm) überhaupt Sinn machen, oder sollte ich den Aufpreis lieber anderwaltig verwenden.
Auch eine Dacherneuerung und Fenster/Türenaustausch ist beschlossen.

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Michael R.

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 01.01.2007,
Beiträge: 135
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Hallo mf2008,

ich bin eigentlich ein Verfechter der erneuerbaren Energien, aber da wo es Sinn macht.

Bei einem 1-Personen-Haushalt rechnet sich eine Solaranlage nach meiner Ansicht nicht. Lass dir vom Heizungsbauer mal vorrechnen, wie viel Energiekosten du mit seiner Anlage im Jahr realistisch sparen kannst. Das wird in deinem Fall so viel nicht sein. Zu berücksichtigen wäre noch dein Alter (wie lange kannst du das überhaupt noch nutzen?).

Meine Empfehlung:

als erstes Wärmeschutzmaßnahmen, wie

1. moderne Heizung, in deinem Fall wohl eine Gasheizung. Für Wärmepumpe vermute ich fehlt dir die Fläche für die Kollektoren. Lass dir keine Luft-WP aufquatschen.
2. Fenster erneuern (ich kann gar nicht glauben das es heute noch einfache Ein-Scheiben-Verglasung in Wohngebäuden gibt) Hol dir zur Übersicht erst einmal Angebote ein.
3. Dach dämmen, auch sehr wichtig (siehe machtnix) hier kann man auch viel selber machen und somit Kosten sparen.
4. Kellerdecke dämmen, wenn es nicht mehr fußkalt ist, senkt man die Raumtemp. von selbst. kann man auch selbst machen.

Alles so wie es finanzierbar ist. Die ersten Einspareffekte stellen sich dann bald ein.

Gruß Micha

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GMil

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.02.2008, Wohnort: Nähe Fürth / Bayern
Beiträge: 671
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Nachdem ich mir gerade Angebote zu Kellerdeckendämmung und Fenstern habe machen lassen, kann ich da Ca-Preise nennen:

1 normalgroßes Fenster (ca. 120 x 120 cm) etwa 400 - 450 €.

100 qm Kellerdecke ca. 2.500 €.

Eine Fassadendämmung würde ca. 80 € / qm kosten.

Einem Energieberater, der diesen Namen verdient, müßte es gelingen, ALLE Maßnahmen über Förderkredite (ca. 2,3x %) zu finanzieren, wenn mindestens 3 davon GLEICHZEITIG beauftragt werden und das Haus damit bestimmte Standards erreicht. Die Hausbank bleibt da also außen vor; sie spielt nur den Mittler zur KfW.

Bei diesem Haus rate selbst ich zu einer Sanierung, bevor eine moderne Heizung, Wärmepumpe etc. eingebaut wird Wink . Ach ja: laß' Dich nicht bangemachen vor einer Luft-WP: inkl. Betriebskosten ist die allemal billiger als eine Gasheizung. Denke an die geplanten 40 % Gaspreiserhöhung..... Rolling Eyes

_________________
Gruß

Gerhard

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