anzeige

News, Fachberichte, Pressemeldungen Termine, Veranstaltungen Marktplatz: Jobs, Immobilien, Firmen, Anzeigenmarkt, Produkte Serviceleistungen: Webmaster, Angebotsservice, Newsletter Energie, Bau & Haustechnik Community ENERLIX Gewerbekunden Marktplatz B2B
Übersicht & Forum  |   Forumsuche  |   Blogs  |   Fotos  |   Videos  |   Experten  |   Verbrauchs-Datenbank









Sie sind hier: Start > Community & Forum > Diskussionen: zurück


Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Eis in der Wiese

|

chgeis

Erfahrung:
Anmeldedatum: 23.05.2008,
Beiträge: 1
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
Hallo Erdwärmefans,
im Jahre 2004 haben wir uns bei unserem Neubau im Westerwald für eine Erdwärme Heizung entschieden. Nachdem wir dann die Tiefenbohrung nach 30 m wegen Ton und Lehm abbrechen mussten, wurden von dem Heizungsbauer 6 ReproSol-Matten II auf einer Fläche von ca. 60 m² in einer Tiefe von ca. 1,6 m verlegt. Die Heizleistung unserer Waterkotte Anlage beträgt 5,6 KW.
Diesen Winter ist unsere Wiese ca. 15 cm hoch gekommen. Nach einem Probeaushub haben wir festgestellt, dass sich in 1 m Tiefe ein riesiger Eisklotz gebildet hat, der das ganze Erdreich mitsamt Terrasse angehoben hat. Laut Heizungsbauer ist es normal, dass sich im Winter Eis im Erdreich bildet, das im Sommer wieder zurückgeht.
Hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht ?

Nach oben
fdl1409

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 02.12.2006, Wohnort: Bad Laasphe
Beiträge: 286
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
Daß sich Eis um den Kollektor bildet ist normal. Jedoch darf dies nicht ein solches Ausmaß annehmen, daß der Boden sich hebt.
Die Fläche ist hier viel zu klein. Eine 5,6 kW Wärmepumpe hat eine Kälteleistung von etwa 4,3 kW. Bei üblicher Auslegung mit 25 Watt/m2 braucht man da eine Kollektorfläche von 170m2.
Jetzt kann man einerseits bei einem Kollektor, der aus Matten statt Rohren besteht eine kleinere Fläche nehmen. Andererseits ist der Westerwald ja nicht gerade für mildes Klima bekannt, sodaß man die Fläche eigentlich vergrößern sollte.
Mit diesem Ergebnis ist es ganz eindeutig daß die Kollektorfläche hier viel zu klein gewählt wurde. Dabei hatten wir sogar noch einen eher milden Winter. Wundert mich daß du nicht schon 2006 Probleme hattest.
Für den Stromverbrauch ist das auch nicht gut. Wirst die meiste Zeit Soletemperaturen im Minusbereich haben.
Denke da muß was passieren.

Grüße
Frank

Nach oben
bernhard geyer

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 22.06.2006,
Beiträge: 1153
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
Eine Tiefenbohrung wegen Ton und Lehm abbrechen? Was war das für ein Bohrunternehmen? Oder waren hier Lufteinschlüsse vorhanden so das die Gefahr bestand auf einen Hohlraum zu stoßen.

Ansonsten: Wenn der Heizungsbauer diese Dimensionierung mit 60m2 vorgeschlagen hat bzw. durchgeführt hat wäre es u.U. sinnvoll einen Rechtsanwalt wegen grober Baumängel einzuschalten. Als Hausbauer muss man nicht unbedingt wissen das dies nicht reicht, als Heizungsbauer ist das Grundwissen das 60m2 für 4,3 kW Kälteleistung vieleicht in Spanien aber nicht in der BRD ausreicht.

Nach oben
klimahansel

Erfahrung: ***
Anmeldedatum: 06.06.2007, Wohnort: Cochem
Beiträge: 49
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.kaelte-bleser.de Antworten mit Zitat
Das sich Eis um einen Flächenkollektor bildet ist absolut nicht normal. Dies geschieht nur dann wenn der Fläche mehr Wärmeenergie entnommen wird als nachgeführt werden kann. Oder einfach ausgedrückt: Die kollektorfläche ist einfach zu klein. Eine leichte Bereifung ist beim DV- Kollektor üblich und auch erwünscht da der Reif die Oberfläche der Rohre erhöht und damit der Wärmeübergang besser wird.
Bildet sich aber Eis, so verkehrt sich das ganze ins Gegenteil. Durch die Eisschicht verringert sich die Oberfläche und der K-Wert des Kollektors wird schlechter. Dies führt zu einer immer größeren Vereisung da die Anlage durch Laufzeitverlängerung versucht doch noch die erforderliche Wärme zu liefern. Bestes Beispiel ist da die heimische Tiefkühltruhe. Die läuft auch um so länger je mehr sie vereist ist. Erst durch komplettes abtauen kann man wieder die gewünschten Werte erhalten.
Und für die Zukunft sollten sie vielleicht einen Fachmann nehmen der sich mit sowas auskennt.

Gruß Klimahansel Idea

Nach oben
GMil

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.02.2008, Wohnort: Nähe Fürth / Bayern
Beiträge: 671
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
klimahansel hat Folgendes geschrieben:
.........
Und für die Zukunft sollten sie vielleicht einen Fachmann nehmen der sich mit sowas auskennt.

Gruß Klimahansel Idea


Das ist zweifellos ein guter Rat, nur ist er schwer zu befolgen, denn erstens kann kaum ein Bauherr beurteilen, ob sich der Heizungsbauer nun wirklich auskennt oder nicht (Wärmepumpen sind Kältemaschinen und keine Heizungen!), und zweitens sind mir -sorry- bisher noch kaum Heizungsbauer begegnet, die sich nach meiner bescheidenen Meinung wirklich mit dem Thema auskennen.

Für mich fehlt bei uns der Berufszweig des "Wärmepumpen-Fachmanns" (oder wie immer der Begriff heißen soll), der sich mit Kältemaschinen und Heizungen gleich gut auskennt, der also einen hydraulischen Abgleich hinbekommt, aber gleichzeitig auch weiß, was eine Taupunktwanderung im WT ist und wie die Kältemittel-Bemessung einer Splitanlage richtig durchgeführt wird. Wenn er dann noch den elektrischen Anschluß der Anlage normgerecht hinbekommt und die Programmierung der Steuerung richtig ausführen kann, ist er für mich eine 100%-ige Besetzung. Gemäß unseren beruflichen Gepflogenheiten sind das immerhin 3 komplette Ausbildungszweige, die er durchlaufen haben sollte!

_________________
Gruß

Gerhard

Nach oben
klimahansel

Erfahrung: ***
Anmeldedatum: 06.06.2007, Wohnort: Cochem
Beiträge: 49
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.kaelte-bleser.de Antworten mit Zitat
In Ihrer Region ist das gar kein Problem. Der Denkedran Herbert Piergalski wohnt in Manching und ist Elektromeister und Kälteanlagenbauermeister und baut seit fast 30 Jahren Wärmepumpenanlagen komplett wie Sie es wünschen.
Wie Sie schon geschrieben haben, man findet solche Leute nicht vor jeder Haustüre aber es gibt sie.

Gruß Klimahansel

Nach oben
denkedran

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 22.06.2006, Wohnort: 85077 Manching
Beiträge: 384
Benutzer-Profile anzeigen http://www.Piergalski.de XING Profil des Benutzers besuchen Antworten mit Zitat
Hier findet man auch noch weitere Kompetenz

http://www.vdkf.de/daten_fakten.html...


Gruß Denkedran

Nach oben

Neues Thema eröffnen Dieses Thema ist gesperrt, du kannst keine Beiträge editieren oder beantworten. Antwort für Gäste, ohne Registrierung

Antwort für Gäste (ohne Registrierung)
Bitte schreiben Sie bei einer NEUEN Frage immer einen neuen Beitrag. Lediglich wenn Ihr Beitrag eine Antwort auf obigen Beitrag ist, antworten Sie als Gast ohne vorherige Registrierung direkt in diesem Formular.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   

 





ÄHNLICHES IM WISSENSBEREICH