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machtnix
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Beitragvon machtnix » 31.05.2008 14:53 Uhr

Welche Studie?

andi176
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Beitragvon andi176 » 02.06.2008 12:55 Uhr

Ich habe eine Studie gefunden die aus der Schweiz stammt. Diese nennt sich Fawa, einfach mal bei Google suchen. Der Installateur hat mir ja aber auch eine Arbeitszahl von 4,3 garantiert und diese kann er mit dieser Anlage defenitiv nicht schaffen. Er macht sich somit sogar wegen Subventionsbertug strafbar(habe eine Förderung über die Bafa).Egal ob hier Vorsatz oder Fahrlässigkeit vorliegt. Er ist der Fachmann und hat die beworbenen Daten zu erfüllen. Durch meine Mängelanzeige ist er ja nun schon auf den Fehler aufmerksam gemacht worden. In einem anderen Fall hat der Bauherr gleich Geld einbehalten und eine andere Heizungsfirma zur Fertigstellung der Anlage beauftragt.
machtnix
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Beitragvon machtnix » 02.06.2008 13:16 Uhr

Immer schön langsam,
dann würde der andere Bauherr sich bei mir die Zähne ausbeißen.
Den würde ich mal ganz schön rund machen so das der nicht mal mehr weiß ob er Männchen oder Weibchen ist.
Auch als Unternehmer hat man Rechte und nicht nur Pflichten.

Wenn die Kollegen allerdings wirklich so dämlich sind und Garantien abgeben,dann ist denen natürlich auch nicht mehr zu helfen.

Bei mir gibt s keine Garantien auf irgendwelche COP's oder JAZ.
Woher soll ich das Heizverhalten des Kunden kennen?

Diese Angaben sind in der Regel ja wohl Herstellerangaben die in den Technischen Datenblättern zu finden sind.

Habe die Studie gefunden und ist mir ehrlich gesagt irgendwie wurscht.
Was die Schweizer machen geht mir am verlängerten Rückgrat vorbei.

Normalerweise gibt es doch überhaupt keine Schwierigkeiten wenn das Anlagenkonzept paßt.
FBH wird so ausgelegt:10m² ein Heizkreis,Verlegeabstand 10cm,im Bad vielleicht 7,5cm oder sogar 5cm.
Wenn WP dann keinen Pufferspeicher,es sei denn der Kunde will auf Verlangen Solar oder Kaminofen mit anschließen.

Es ist also alles nicht schlimm,man muß es nur so bauen.
Wenn der Kunde sagt es ist ihm zu teuer dann Bedenkenanmeldung raus und unterschreiben lassen.

Also nochmal mit dem Kollegen reden,ob er niciht doch einen normalen Speicher einbauen will.
Ist für beide Seiten sinnvoller als den Herren Rechtsanwälten die Kohle in den Rachen zu schmeißen.Alles Mumpitz.
Speicher zurücknehmen,normalen Wasserspeicher einbauen.
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Beitragvon roro » 02.06.2008 13:23 Uhr

Der Installateur hat mir ja aber auch eine Arbeitszahl von 4,3 garantiert


Schriftlich!?
Da war er recht unvorsichtig, denn das kann er gar nicht.

Ich würde bei einer Klage oder beim Rückhalten von Geldern vorsichtig sein, denn normalerweise bekommst Du eine funktionierende, aber nicht unbedingt eine sparsame Heizung.
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Beitragvon andi176 » 02.06.2008 16:29 Uhr

Hallo
Ich dachte immer die Kunden haben auch irgendwelche Rechte. Durch die Bafa wird doch vom Fachunternehemen ein COP-Wert verlangt, diesen muß doch die Anlage erfüllen oder? Wozu sonst sollte man einen Wärmenmegenzähler in die Anlage verbauen, wenn der erforderte COP-Wert nichts aussagt. Die Anlage sollte doch im ganzen so erstellt werden das geringe Rücklauftemperaturen erreicht werden um das ganz Potential der Wärmepumpe zu erreichen. Ich dachte immer in so einem Zusammenhang hätte der Endverbraucher auch Rechte. Der Autohersteller muß doch auch den Durchschnittsverbrauch eines Fahrzeuges angeben bei Abweichungen von mehr als 10% hat der Kunde das Recht das Fahrzeug zu Wandeln. Hier hängt es doch auch nicht vom Fahrverhalten ab des Käufers ab.
Mir geht es doch nur darum, dass ich nicht eine Anlage von einem Fachunternehmen installiert bekommen habe, mit welcher ich Stromkosten verursache die nicht sein müssen. Ich verlasse mich doch auf die Fachkenntnisse von Experten.
MfG Andreas
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Beitragvon machtnix » 02.06.2008 17:26 Uhr

Du hast das Recht eine Heizung zu bekommen die warm macht,mehr nicht.
Wie der Kollege das baut,steht auf einem ganz anderem Blatt.

Im Moment sieht es so aus das die erstellte Anlage warm macht,Punkt.
Der Herstellergibt in seinen Technischen Unterlagen an welche JAZ die installierte WP hat.
Die Herstellerangaben werden dann in die Unternehmerbescheingung eingetragen,fertig.
Wie die Anlage gebaut ist damit tatsächlich die angegeben JAZ rauskommt,steht auf einem ganz anderem Blatt.

Also,reden,reden,und nochmals miteinander reden.
Das kann doch wohl nicht so schwer sein.

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Beitragvon roro » 02.06.2008 18:23 Uhr

Der Autohersteller muß doch auch den Durchschnittsverbrauch eines Fahrzeuges angeben bei Abweichungen von mehr als 10% hat der Kunde das Recht das Fahrzeug zu Wandeln.


Wusste gar nichts, dass das möglich ist, ist aber insofern ein schlechter Vergleich, da Du ja sowohl vom Hersteller der WP als auch übertragen durch den Heizungsbauer nur einen COP bekommst. Das ist ein Wirkungsgrad an einem (oder an mehreren) Betriebspunkten.

Bzgl. JAZ wird Dir höchstwarscheinlich nie etwas garantiert, diese ist auch von vielen anderen Punkten abhängig, auch wenn in der Werbung gerne etwas anderes suggeriert wird.

Beim Hausbau (soferne du Bauherr warst) bist immer Du schlussendlich für alles verantwortlich, da Du die einzelnen Gewerke beauftragt hats. Und ich bin mir relativ sicher, dass Du nur eine funktionierende Heizung mit WP beauftragt hast. Allen Zusagen, die Du bekommen hast, welche aber nicht schriftlich festgehalten sind, kannst Du ganz einfach vergessen.
Die Baufirmen und die dazugehörigen Gewerke leben recht gut damit, dass Du nur einmal baust, und selbst eine negative Kritik recht schnell verschwindet.
Ich will die einzelnen Gewerke nicht schlecht machen, ich selbst hatte z.B. einen Installateur (Wasser, Heizung, Strom strukturierte Verkabelung) der mich sehr positiv überrascht hat (Er hat uns auf Mängel unserer Planung aufmerksam gemacht, der Verbrauch meiner WP ist deutlich unter dem, was berechnet wurde, es wurden gute Dinge gemacht, die nicht schriftlich vereinbart waren, ...) dafür hatte ich mit div. anderen Gewerken einige Probleme, das plötzlich mündlich vereinbarte Dinge nicht mehr gültig waren, Mengenberechnungen von Baustoffen (Schotter für die Trainage) um gut 100% zu gering waren (auch hier habe ich mich auf das "Expertenwissen" verlassen) und ich vor die Entscheidung gestellt wurde, mehr zu zahlen, oder eine möglicherweise nicht funktionierende Trainage zu bekommen, aber alles im allem ist es noch recht gut abgegangen.

Beim nächsten Hausbau würde ich vieles anders machen, aber es wird keinen nächsten Hausbau geben. Das ist ein großer Vorteil für die Baubranche.
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Beitragvon GMil » 02.06.2008 23:48 Uhr

andi176 hat geschrieben:Hallo
.........Der Autohersteller muß doch auch den Durchschnittsverbrauch eines Fahrzeuges angeben bei Abweichungen von mehr als 10% hat der Kunde das Recht das Fahrzeug zu Wandeln. Hier hängt es doch auch nicht vom Fahrverhalten ab des Käufers ab.
.....MfG Andreas


Den Autoherstellern werden vor Lachen die Tränen kommen bei diesem Satz, denn jeder lernt doch in der Fahrschule, daß genau das eigene Verhalten den Spritverbrauch um bis zu 30% und mehr beeinflussen kann! Der Normverbrauch des Autos ist ein reiner Laborwert, der in bestimmten (theoretischen) Fahrzyklen ermittelt wird und in der Realität auch mal um das Doppelte überboten werden kann!

Jetzt bitte aufgemerkt: nur dann, wenn dieser theoretische Wert in einem 2. Labor beim Kunden unter genau gleichen (genormten) Bedingungen eine Abweichung von mehr als 10 % erfährt, DANN (und nur dann!) darf der Kunde wandeln! Wie sich das Auto auf einer realen Straße benimmt, interessiert dagegen beweistechnisch überhaupt nicht.

Es ist in Deutschland leider eine sich immer mehr verbreitende Unsitte, Sachverhalte immer gleich auf dem Klageweg regeln zu wollen! Wenn irgendwo in Europa jemand auf einer Bananenschale ausrutscht, steht er schnell wieder auf und guckt sich um, ob es niemand gesehen hat. Nur der Deutsche bleibt erst mal liegen und ruft mit dem Handy nach seinem Anwalt :roll: !

Z.B. zum COP: das ist auch so ein theoretischer Wert, den eine Anlage unter ganz bestimmten Umständen erbringt, die pro Jahr vielleicht 10 Minuten lang exakt eintreten. Seine Aussagekraft ist daher ähnlich der des Normverbrauchs beim Auto: zum Vergleich zweier Anlagen vllt. ganz brauchbar, zum Nachvollziehen in den eigenen 4 Wänden absolut ungeeignet.

Soweit ich von meinem Energieberater gehört habe, will man daher auch bei der Förderung den COP wieder gänzlich streichen. In einem anderen Forum gab es nämlich schon "Anleitungen", wie man z.B. durch sommerliches Gartengießen mit Warmwasser ( :shock: ) den COP künstlich in die Höhe treiben kann, um damit die Subventionen zu erschleichen. DAS ist bei mir dann Subventionsbetrug!

Meine Golden Energy schwankt als modulierende WP nach eigenen Messungen beim COP zwischen Werten von 2 (strenger Frost) und etwa 15 - 20 (Hochsommer), je nach Außentemperatur und Einstellung. Der Hersteller tut m.E. in dieser Situation das einzig Vernünftige: er gibt den COP gar nicht erst an!
Gruß

Gerhard
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Beitragvon roro » 03.06.2008 07:03 Uhr

Meine Golden Energy schwankt als modulierende WP nach eigenen Messungen beim COP zwischen Werten von 2 (strenger Frost) und etwa 15 - 20 (Hochsommer),


Bei welchen Temperaturen (Luft/Wasser)?
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Beitragvon Fanatic » 03.06.2008 22:00 Uhr

Bei Verdampfungstemperaturen über 25grd unf Kond.temp unter 40grd steigt der COP laut Berechnungsprogramm in diesen Bereich.Also wenn die Anlage sich darauf einstellt(und das macht die GE mittels variabler Einspritzung und Komp.drehzahl) ist dieser Bereich durchaus ereichbar.
Übrigens unterstreicht dieses Beispiel die wirtschaftliche Sinnlosigkeit der Kombination von effizienten WP mit Solarthermie.

Gruß Fanatic

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