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andi176
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Beitragvon andi176 » 21.05.2008 12:53 Uhr

Hallo,

ich habe in meinen Neubau eine Wärmepumpe über Flächenkollektoren installieren lassen. Durch die Firma wurde ein Kombispeicher der Firma TWL-Technologie GmbH geliefert. Der Speicher besitz intern einen Brauchwasserspeicher (als Kernspeicher)mit 200l. Dieser wird umschlossen von dem Heizungspeicher mit 600l. Beim ersten aufheizen des Brauchwassers konnte ich beobachten wie die Vorlauftemperatur der Heizung mit anstieg. Ich habe nun die Befürchtung, dass ich im Nachgang noch ein Dreiwegemischer nachrüsten muß um meine Fussbodenheizung vor Beschädigungen zu schützen. Weiterhin habe ich einen Bekannten, welcher die gleiche Heizungsanlage besitzt. Bei diesem konnte durch das System bei gleichzeitigen Betrieb von Heizung und Warmwasserverbrauch eine Temperatur von 44C nicht halten. Dieser hat nun durch eine andere Heizungfirma den Kombispeicher auswechseln lassen. Hier wurde ihm erklärt, dass der Lampda-Wert des Speichers zu gering sei. Für eine Reklamtion des Speicher benötige ich nun fachkundige Aussagen. Ich wäre für jeden Rat dankbar.
MfG Andreas

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Beitragvon machtnix » 21.05.2008 13:50 Uhr

Immer wieder der gleiche Pfusch,Drecksanlage Geld vom Kunden verbraten und das ende vom Lied beide Parteien unzufrieden und womöglich Anwalt.

Naja,in diesem Fall sollte man meinem Kollegen wohl den Meisterbrief entziehen,weil absolut keine Ahnung.

Ein Pufferspeicher noch dazu einen Kombispeicher,ist für eine Wärmepumpe sinnlose Geldverschwenderei,es sei denn es handelt sich um eine Luftwärmepumpe oder der Kunde heizt mit Heizkörpern.

Aber Vorsicht!
Wenn eine Solaranlage oder ein Holzofen mit geplant waren,dann kann sich der Kollege ganz schnell rausreden.
Aber auch in solchen Fällen nimmt man eigentlich immer einen Pufferspeicher mit Trinkwasserschlange im Durchlaufprinzip.

Hier habe ich zumindest bei meinen Kunden die besten Erfahrungen gemacht.Hier gehröt natürlich auch eine gute Regelungstechnik dazu,so das bei Warmwasseranforderung auch immer genügend Wärme im oberen Drittel des Speichers vorhanden ist.

In deinem Fall,Speicher raus,200 Liter Trinkwasserspeicher rein und gut is.
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Beitragvon andi176 » 21.05.2008 14:25 Uhr

Danke für die schnelle Antwort. Ist generell jeder Kombispeicher für eine Wärmepumpe ungeeignet oder nur dieser. Es war bei der Planung nie die Rede von einer Solaranlage. Ich wurde darauf hingewiesen, dass man eine anschliessen kann aber von mir wurde nie geäußert, dass ich so etwas vorhabe. Wie müsste ein Kombispeicher gebaut sein um effektiv mit der Wärmepumpe zu funktionieren?

Andreas
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Beitragvon machtnix » 21.05.2008 15:17 Uhr

Du hast einen Neubau,dann gehe ich mal davon aus das du Fußbodenheizung hast.Wenn das der Fall ist,so ist ein Pufferspeicher egal welcher Art,völlig überflüssig,da dein Estrich in diesem falle dein Speicher ist.

Also Puffer raus,200 Liter Trinkwasserspeicher rein und alles wird gut.
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Beitragvon andi176 » 22.05.2008 10:11 Uhr

Hallo

Ich habe heut eine Email an den Hersteller des Kombispeichers geschickt, mit der Bitte mir zu bestätigen, dass der Kombispeicher an einer Wärmepumpe betrieben werden kann(ohne Funktionseinschränkungen).Mal sehen was die mir zurück schicken.Wie könnte ich das Problem mit einem Tausch des Speichers umgehen?

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Beitragvon machtnix » 22.05.2008 12:08 Uhr

Die Mail hättest du dir sparen können.
Natürlich schreibt der Hersteller das das funktioniert,der wird sich hüten etwas anderes zu behaupten.

Das Problem zu umgehen geht nur mit Umbau der Hydraulik und einer guten Regelung.
Das muß dann so gebaut werden,das die WP voll in die Heizung reinfährt und der Speicher nur noch zur WW-Bereitung genutzt und aufgeheizt wird.
Allerdings wenn der riesen Puffer dann aufgeheizt wird,was meinst du wie lange das dauert?Dann hast du während der Aufheizphase keine Heizung.

Der Puffer ist vollkommen sinnlos und sollte ausgetauscht werden.

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Beitragvon GMil » 23.05.2008 01:22 Uhr

Hallo Andreas,

z. B. meine L/W-WP braucht und hat wegen ihrer technischen Auslegung genau einen solchen Kombispeicher, und für meine Hochtemperatur-Radiatoren ohne FBH, die exakt auf Brauchwasserniveau liegen, ist der auch höchst sinnvoll und notwendig, aber eben auch nur dafür!

Die Frage bei Dir ist dagegen nicht so sehr, welcher Kombispeicher denn geeignet ist, sondern wie Du Dein Brauchwasser übrhaupt sinnvoll erzeugen kannst, wenn doch die FBH nur niedrige Temperaturen haben will.

Technisch ist das natürlich relativ leicht mit einem Mischer hinter dem Kombispeicher zu erledigen, aber übertrieben wirtschaftlich ist es nicht, mit einer WP erst mal hohe Temperaturen zu erzeugen, um die dann zu 95 % des Tages künstlich wieder auf Gebrauchsniveau der FBH herunterzumischen.

Bei mir heizt sich z. B. der 550 l - Kombispeicher bei abgeschalteter Umwälzpumpe (sprich, im Warmwasserbetrieb) je nach aktueller Leistung meiner modulierenden Pumpe um ein halbes bis ein ganzes °C je Minute auf. Bei eingestellten ca. 5 °C Hysterese benötigt die Pumpe also nur zwischen 5 und 10 Minuten für das reine Nachheizen des Gesamtspeichers. Wird durch WW-Entnahme kaltes Wasser nachgeschoben, sind es für den gesamten (150 l -) BW-Speicher auch nur 15 bis 30 Minuten Laufzeit, denn der Mantel aus 400 l warmem Heizungswasser hilft natürlich kräftig mit.

Das Ganze spielt sich an normalen Tagen ca. einmal in 24 h ab, denn mehr als 150 l WW je Tag brauchen wir nicht. Ich hindere daher im Sommer meine WP durch periodischen Betriebsspannungsentzug künstlich daran, ihre Ölwanne für mehr als 23 Stunden pro Tag "nutzlos" warm zu halten, was samt Elektronik per se schon mal ca. 1 kWh / 24 h kostet. Meine Pumpe ist allerdings auch so schlau, nach dem Einschalten und vor dem Hochfahren des Verdichters erst mal ihr Öl aufzuheizen, wenn das zu kalt ist.

Eine WP betreibt also schon einen gewissen Overhead, wenn sie im Sommer nur Brauchwasser bereiten soll. Wenn dann auch noch wegen der FBH eine (ansonsten natürlich vorteilhafte) Niedertemperatur-WP verbaut ist, wird der Gesamtwirkungsgrad nochmals etwas schlechter, wenn die plötzlich 50 °C heißes Wasser erzeugen soll. Da ist es dann schon eine Überlegung wert, das BW gleich anders zu erzeugen, z. B. über einen zentralen Durchlauferhitzer.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon andi176 » 29.05.2008 14:22 Uhr

Hallo

Danke für die schnellen Antworten. Ich ahbe nun endlich eine Mail bekommen, dass der Kombispeicher für eine Wärmepumpe geeignet ist. Dies hat mich drei nervige Emails und zwei Telefonate gekostet. Also kann ich ja jetzt schon davon ausgehen, dass der Hersteller des Kombispeichers von der Problematik mit WP weis und nicht wirklich davon überzeugt ist, dass es effektiv funktioniert. Der Monteur der WP hat mich auch schon angerufen und meint er stelle mir alles so ein dass es keine Probleme gibt. Habe jetzt in der Fawa Studie gelesen, dass ein Kombispeicher nicht viel Sinn macht. Ich werde diese Fakten dem Monteur auch mal mitteilen, mal sehen was er dazu meint. Mit dem Kombispeicher als Energiespeicher kommt meine Anlage nie auf eine COP-Zahl von 4,3 (wie im Prospekt beschrieben). Hat noch jemand eine Idee wie ich dem Heizungsmonteur begreiflich machen kann, dass er sich in der Auswahl der Komponenten geirrt hat?

MfG Andreas
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Beitragvon machtnix » 30.05.2008 07:55 Uhr

Da wirst du wohl leider schlechte Karten haben.
Anscheinend hast du das Angebot des Installateurs ja so angenommen.Dann wird er als Argument anführen das die Anlage ja funktioniert,was ja wohl auch der Fall ist.

Es steht auf einem ganz anderem Blatt wie sie funktioniert.
Didl
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Beitragvon Didl » 31.05.2008 14:17 Uhr

Wo kann man die Studie nachlesen?

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