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Hallo!
Wir überlegen neu zu bauen und ein Wärmepumpe zu installieren. Meine Fragen:
1. Benötigen wir zwingend notwendig Fußbodenheizung? Wir hätten gerne im Wohnbereich Fussbodenheizung ansonsten Heizkörper...
2. Muß das Haus extra gedämmt werden? Oder genüngt das KFW 60 Paket?
Danke
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Im Neubau gehört nur noch Fußbodenheizung.
Heizkörper gehören in den sozialen Wohnungsbau.Wir schreiben das Jahr 2008.
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meine Frage war nicht ob es reingehört oder nicht. meine frage war, ob es möglich ist die Wärmepumpe mit herkömmlichen Heizungen zu nutzen!
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Möglich Ja aber Verbrauchs- und Kostentechnisch betrachtet ist es nicht sinnvoll (Kleinerer COP - höherer Stromverbrauch - höhere Heizkosten).
Ach ja. Kfw60 dürfte in den nächsten jahren Mindestandard werden. Wenn du schon baust dann ist eigentlich KfW40 pflicht, besser gleich noch kontrollierte Wohnraumbelüftung und in Richtung Passivhaus planen. Falls der Bauträger/Anbieter exorbitante Aufschläge (>10.000 €) verlangt anderen Anbieter suchen.
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Hallo Michael,
natürlich ist das möglich. Auch mit gutem Wirkungsgrad. Betreibe selbst seit gut einem Jahr eine Sole-Wasser-WP in einem sanierten Altbau mit Radiatoren. Arbeitszahl bisher 4,09 incl aller Nebenaggregate. Das liegt über dem Schnitt dessen, was in Feldtests bei Anlagen mit Fußbodenheizung gemessen wird.
Wichtig ist aber sorgfältige Auslegung. Du solltest nach Möglichkeit mit nur einem Heizkreis arbeiten, sonst leidet die Effizienz des Gesamtsystems.
Würde in dem Fall die Heizkörper auf eine maximale Vorlauftemperatur bei Auslegungstemperatur von höchstens 40° auslegen. Die FBH würde ich dann so auslegen oder herunterdrosseln daß sie mit den gleichen Temperaturen gefahren werden kann. Das muß hydraulisch und energetisch genau berechnet werden.
Grüße
Frank
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Hallo Michael,
ich kann Frank nur zustimmen: die effiziente Nutzung der (richtig gewählten und richtig ausgelegten) Wärmepumpe im Altbau mit Heizkörpern ist möglich! Da hat sich in den letzten anderthalb Jahren sehr viel am Markt getan, was offenbar noch nicht flächendeckend bekannt ist. Selbst reine Radiatoren-Häuser sind heute mit einer WP effizient zu heizen, wenn es nicht gerade die uralte Auslegung mit 75°C/60°C sein muß!
Ob eine FBH anno 2008 in einem Neubau wirklich in allen Räumen "Pflicht" ist, kann ich nicht beurteilen. Ich selbst würde das jedenfalls nicht mögen, weil man in der Wahl des Bodens doch etwas eingeengt ist: dicke, edle Teppiche z. B. isolieren zu gut für eine FBH, und Heizwände helfen nur, wenn keine großen Möbel davor stehen. Für eine moderne EFH-Einrichtung mag das belanglos sein; der Liebhaber von Stilmöbeln etc. dürfte weniger zufrieden sein. Das spielt heute bei der richtigen WP keine Rolle mehr: wo eine FBH unerwünscht ist, hat man die Alternative.
Mein Tip zur Auswahl, geboren aus eigenen Fehlversuchen: eine WP ist vom Wesen her ein Aggregat aus der Kältetechnik, also ist man damit als Kunde beim Klimaanlagenbauer / -Hersteller in der Regel besser aufgehoben als beim Heizungsbauer / -Hersteller. Auch ein Mikrowellengerät ist schließlich global gesehen ein Ofen, dennoch käme niemand auf die Idee, sowas beim Ofenbauer zu kaufen, oder?
_________________ Gruß
Gerhard
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Vielen Dank für die Antworten. Damit kann ich wenigstens was anfangen...
Ich hab noch eine Frage, die Wärmepumpe steht doch im Garten oder? Ist die sehr laut?
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Geben Sie mal den Suchbegriff "Holzofenpyromane" ein. Die finden dann meine Erfahrung in mindestens 2 Berichten. Ich betreibe eine LuftWasser-WP für mein Haus und habe entsprechende Erfahrung, die nicht aus Prospekten stammt.
Lassen Sie sich von erfahrenen Handwerksbetrieben beraten, die entsprechende Anlagen berechnet und installiert haben.
FJB
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Im Garten steht nur der Verdampfer einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, bei einem Splitgerät. Es gibt auch Sole-WP mit Außenaufstellung, davon würde ich aber abraten.
Gerade wenn du mit Radiatoren arbeiten willst würde ich dir von einer Luftpumpe abraten und eine Sole-WP empfehlen. Braucht deutlich weniger Strom. Weiterer Nachteil: mit Luft brauchst du in jedem Fall bei dir einen Pufferspeicher. Das würde erheblichen Platzbedarf nach sich ziehen.
Noch mal zum Anfangsthema. Negativbeispiel wäre wenn du mit 2 Heizkreisen auf 2 verschiedenen Temperaturen arbeitest, z.B. 30° in der FBH und 50° in den Radiatoren. Das Heizwasser würde dann von der WP auf einen Pufferspeicher gehen und dann mit zwei weiteren Umwälzpumpen und Mischern auf die Heizkreise verteilt.
Das wäre teuer und ineffizient.
Du solltest das so auslegen daß du nur mit der internen Heizkreispumpe der WP auskommst ohne zusätzliche Mischer, also mit gleicher Temperatur in FBH und Radiatoren. Bei richtiger Auslegung geht das auch ohne Puffer. Die WP sollte dazu so klein wie möglich sein. Die Fußboden- und Radiatorkreise müssen genau berechnet sein. Es muß ständig eine gewisse Anzahl von Kreisen geöffnet sein. Bei richtiger Justierung regelt sich die Raumtemperatur fast perfekt über die Heizkurve und die Ventile müssen nur wenig eingreifen.
Wenn du in der Peripherie diese Sorgfalt anwendest kannst du ein kompaktes Kombiaggregat verwendet, wie z.B. Testsieger Vaillant Geotherm Plus. Braucht weniger als 1m2 Platz, Warmwasserbahälter ist drin. Das Gerät gehört in einen Kellerraum oder Hauswirtschaftsraum. Möglichst nicht unmittelbar neben einen Schlafraum.
Aufstellungsort sollte so nahe wie irgend möglich an den Zapfstellen für Warmwasser sein. Zum Beispiel im HWR direkt neben der Küche und unterhalb Bad. Die WW-Leitungen sind dann nur wenige Meter lang, können auch sehr dünn sein , 12- 15mm. Hast dann sehr schnell warmes Wasser ohne Zirkulation. Mehr Komfort, weniger Installationskosten.
Würde zu einer Erdsonde raten, wenn die Geologie nicht dagegen spricht. Bei guter Dämmung kommt man in einem Haus durchschnittlicher Größe mit einer kleinen 6 kW WP und einer 100m Sonde aus. Die sollte dann noch vor der Bodenplatte direkt am späteren Aufstellungsort der WP gemacht werden. Brauchst dann weder Verbindungsleitung noch Sammler.
Wenn man das so macht kosten WP und Sonde fertig installiert unter 15.000 € minus Förderung, ohne FBH und Radiatoren. Gar nicht so viel mehr als eine Luftpumpe.
Wird sehr sparsam sein. Wenn du kühlen willst brauchst du aber statt normaler Plattenheizkörper Gebläsekonvektoren.
Grüße
Frank
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Hallo.
fdl1409 weist darauf hin dass es auch SOLE-WP als Aussenaufsteller gibt. Mir sind die nicht bekannt. Vielleicht wird hierbei die DIREKT-VERDAMPFUNGS-WP als Aussenaufstellung verwechselt? Wenn ja, kann ich der Meinung von Frank nicht zustimmen. Ich habe genau eine solche Anlage (renovierter Altbau mit integriertem Neubau) seit 1 Jahr am laufen - ohne jegliche Probleme. Es muß natürlich ein Heizungspuffer rein (wegen der unterchiedlichen VL-Temperaturen) Lass Dir ruhig mal ein Angebot über eine DV-Aussenaufstller-WP machen. Wo liegt Deine Baustelle? Gib mal Informationen über Dein Haus bekannt (dann besteht die Chance konkrete Auskünfte zu bekommen)
Tschüß - Kurt Gergen
_________________ Gergen-Erdwärme
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Also grundsätzlich gilt für alle Wärmepumpen, je niedriger die Vorlauftemperatur ist um so besser die Arbeitszahl (bei gleichbleibender Wärmequelle).
In sofern ist eine optimal dimensionierte Flächenheizung heute eigentlich Standard. Sollte dies, aus welchen Gründen auch immer, in dem einen oder anderen Zimmer nicht möglich sein, rate ich zu Klimakonvektoren. Durch ihren Umluftventilator arbeiten sie mit gleicher Vorlauftemperatur wie eine Fussbodenheizung. Mit normalen Konvektionsheizkörpern ist dies nicht möglich.Aus Preisgründen auf Fussbodenheizung zu verzichten lohnt sich mit Sicherheit nicht da die schlechtere Jahresarbeitszahl (sprich höhere Heizkosten) den eingesparten Betrag innerhalb kürzester Zeit übersteigen wird.
Gruß Klimahansel
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Hallo zusammen,
zum Thema Fussbodenheizung oder Radiatoren:
Du weißt das es noch andere Möglichkeiten gibt um die Wärme im Haus zu verteilen?
Eine Wandheizung zum Beispiel, das ist eine an die Wand gestellte Fußbodenheizung, wer Angst hat das er einen Nagel in ein Röhrchen klopft kann auch den Hypothermalziegel nehmen, der ist innen hohl, so dass die warme Luft die unten erzeugt wird in diesem Stein zirkulieren kann, ähnlich einen Hypokaustenheizung. Wer seine Heizung nicht so verbauen will, dass man sie nicht mehr sehen kann, dem empfehle ich Heizleisten, großzügig ausgelegt können auch sie mit niedriger Vorlauftemperatur betrieben werden.
Gebe die SChalgworte mal bei Google ein und informiere Dich, Dein Heizi wird Dir nur das gerne verkaufen was er gut kennt: Heizkörper und Fußbodenheizung!
Über die Vor und Nachteile der einzelnen Systeme können wir gerne noch mal im Forum sprechen!
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@Jens der Heizer
Ich hätte mit Deinen Aussagen keine Probleme. Meine LW-WP versorgt sowohl Radiatoren (allerdings nicht aus der Steinzeit) sondern auch einen Fußbodenheizungsbereich (Bad) und eine Deckenheizung in der abgehängten Decke (war in der Küche nicht anders möglich)
Funktioniert prächtig, ohne kochende Füße oder heißen Kopf. Die einzelnen Bereiche sind doch heute exakt regelbar, obwohl alles aus einer zentralen Versorgung stammt.
Übrigens, meine LW-LP versorgt insgesamt 220 qm Wohnfläche (Bausubstanz von 1962, leidlich wärmegedämmt) und das im Sauerland, in dem die Temperaturen "geringfügig" unter der Durchschnittstemperatur von Mallorca liegen.
Selbsts die so oft gescholtene "elektrische Zusatzheizung" kann man wegen "Geringfügigkeit" vergessen.
Man muss eben ganz realistisch an die Sache rangehen, man braucht erfahrene Handwerker, einen gesunden Menschenverstand und darf nicht alles glauben.
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