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gergenerdwaerme
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Beitragvon gergenerdwaerme » 11.01.2009 09:14 Uhr

@trebor: Beschäftige Dich doch mal näher mit dem Vorschlag von machtnix: DIREKTVERDAMPFER-WP. So schreibt AVENIR z.B. vor dass man für ca. 9 kW Heizleistung nicht mehr als 200 qm Gartenfläche benötigt um 'heizstabfrei' mit der WP Dein Haus zu beheizen.
Die Meinung von 'gastherme' sollte man nicht allzu ernst nehmen: der WP-Verkauf rührt von den inzwischen bekannt gewordenen VORTEILEN her und ist nicht durch die Politik in Gang gekommen. Auch sollte gastherme sich mal fragen auf welchem Weg das 'günstige' Gas aus Russland kommt (wenn es denn kommt) Ohne Energieeinsatz, ohne Umweltverschmutzung? Letztlich sollte er sich mal fragen wie er ein Wohnhaus mit 190 qm (einschl. WW-Bereitung) für nur € 444 im Jahr mit 'ner Gastherme heizen will.
Lass Dich nicht verrückt machen: besorg die Angebote und vergleiche (und unterhalte Dich mit Kunden die die jeweiligen DV-WP in Betrieb haben)
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Beitragvon machtnix » 11.01.2009 09:26 Uhr

Dieser Thread ist doch schon Uralt und somit wohl nicht mehr zu gebrauchen,außer natürlich für unsere gastherme.

:shock:
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Beitragvon GMil » 11.01.2009 23:31 Uhr

Huch, was habt ihr denn da für eine alte Möhre ausgegraben?

Außer für einen kleinen "Stellungskrieg" Gas kontra WP kontra Dämmung kontra (vllt.) IR-Heizung dürfte der alte Thread kaum mehr für irgend etwas zu gebrauchen sein :wink: .
Gruß

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Beitragvon gastherme » 12.01.2009 23:22 Uhr

Ein Thread wird doch nicht schlecht, nur weil er schon etwas älter ist. Sucht mal in Google nach "Gastherme" und "Wärmepumpe". Dieser Thread kommt an zweiter Stelle. So bin ich hierhier gekommen. Zugegeben, mein "Nickname" klingt im Kontext dieser Diskussion etwas provokant. Aber das war nicht beabsichtigt.

Wenn man eine Wärmepumpe einbauen will, dann sollte man vorher den Bericht lesen

http://www.agenda-energie-lahr.de/WP_Su ... nisse.html

Zitat: "Luft-Wärmepumpen erreichen dagegen im Mittel das Klimaschutzziel bei weitem nicht. Im zentralen Teil Deutsch- lands und in einem Normaljahr beträgt die System-Jahresarbeitszahl nur etwa SJAZ =2".

Das bedeutet: wer eine WP will, sollte sich auch konsequent für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe entscheiden. Allerdings können die teuren Bohrungen eine Amortisationszeit von 70 Jahren haben. Dann vielleicht doch lieber das Geld in bessere Dämmung und eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung stecken, so dass der Heizwärmebedarf sinkt? Dadurch kann man eine kleinere WP nehmen oder vielleicht sogar eine Gastherme, denn der Unterschied ist marginal. Zumindest schließt auch das Passivhaus-Institut den Einsatz einer Gastherme nicht kategorisch aus: "Idee 4"

http://www.passivhaustagung.de/Passivhaus_D/Kompakt.htm


Aber ihr habt ja Recht, es geht hier ja "nur" um ein KfW40-Haus. Daher ein Kompromissvorschlag: Gas-Wärmepumpe 8)


PS: Infrarotheizung empfehle ich nur oberhalb des Wickeltisches. Sehr angenehm für den Säugling. :wink:
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Beitragvon gergenerdwaerme » 13.01.2009 09:38 Uhr

Hi Gastherme.
Deiner Bewertung der Wirtschsaftlichkeit von Luft-WP kann man nicht widersprechen. Aber: warum sagst Du nichts über die Wirtschaftlichkeit einer DIREKTVERDAMPFER-WP? Du verweist lediglich auf die teuren Erdsondenbohrungen - richtig. Die entfallen komplett bei einer DV - deshalb ist diese Technik so preiswert und in anderen Ländern an der Spitze der verkauften WP-Anlagen.
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Beitragvon Thomas Heufers » 13.01.2009 09:38 Uhr

Richtig, Luft-/Wasser-Wärmepumpen sollten möglichst nicht zum Einsatz kommen. Die Ergebnisse der lokalen Agenda 21 - Gruppe Energie, Lahr (Schwarzwald) zum Feldtest mit Elektrowärmepumpen basieren auf Praxisdaten und nicht auf vollmundige Werbeaussagen oder allgemeinen physikalischen Annahmen.

Man sollte aber darauf hinweisen, dass dem Einsatz einer Luft-/Wasser-Wärmepumpen aus ökologischen und ökonomischen Aspekten dann nichts entgegen steht, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:
* besonders gut gedämmte Gebäuden
* Primärenergiebedarf für Heizung und Warmwasser unter 35 kWh/m² Jahr
* sehr niedrige Heizlast
* mittlere Kubatur < 700 m³
* kontinentale Klimaregion - Deutschland - Jahresmitteltemperatur 7 - 10° Celsius)
* richtige Auslegung mit einer Arbeitszahl größer 3

Aber gut, mit dem gewissen Mehrpreis kann man die Arbeitszahl über die solegeführte Anlage nochmal verbessern.

Die lokale Agenda 21 - Gruppe Energie, Lahr (Schwarzwald) wird aber auch bestätigen, und so ist es in vielen Beiträgen der Agenda nachlesbar, dass es immer besser ist, den Energieverbrauch zu vermeiden. Sie sagt zum Beispiel auch, dass es widersinnig ist, eine Fotovoltaikanlage auf Dach zu legen, wenn die möglichen Effizienzpotentiale im darunterliegenden Haushalt vollkommen außer Acht gelassen werden. Auf dem Dach hole ich beispielsweise einen Ertrag von 1.000 kWh Strom pro Jahr ein und im betreffenden Haushalt werden Jahr für Jahr möglicherweise 1.000 kWh an Einsparpotential nicht genutzt.
Wer also ein sehr energiesparendes Gebäude umsetzt und dies auch noch mit energiesparender Technik ausstattet, hat immer das Richtige getan. Was nützt einem die beste Arbeitszahl von über 4, wenn ich am Jahresende einen Stromverbrauch von > 5.000 Kilowattstunden habe.
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Gruß

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Beitragvon gastherme » 13.01.2009 22:26 Uhr

gergenerdwaerme hat geschrieben:warum sagst Du nichts über die Wirtschaftlichkeit einer DIREKTVERDAMPFER-WP?
Dazu kann ich nichts sagen, weil ich die Vor- und Nachteile einer Direktverdampfer-WP nicht kenne.

Aber folgendes: Bei einer "indirekt" verdampfenden WP hat man im Erdwärmekollektor die gleiche Flüssigkeit wie im Solarkollektor. Stimmt doch, oder habe ich da was falsch verstanden? Man hat also die Möglichkeit, den Solarkollektor an den Erdwärmekollektor anzuschließen, so dass im Sommer überschüssige Energie über den Erdwärmekollektor im Erdreich deponiert wird.

Ich kenne jemanden, der baut so. Zusätzlich sogar noch mit Bauteilaktivierung der Bodenplatte. Also die Solartherme auf dem Dach speist zuerst den Pufferspeicher. Ist der voll wird per Ventil umgeschaltet und die Bodenplatte leicht erwärmt (nicht mehr als auf 32°C) und dann umgeschaltet auf Erdwärmekollektor. Klingt für mich genial. Problem ist nur, er baut den Erdwärmekollektor unter die Bodenplatte. Nicht gerade revisionsfreundlich.
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Beitragvon Thomas Heufers » 14.01.2009 08:20 Uhr

Unterhalb des Baukörpers sollte man keine Wärmespeicherung ausführen, das führt zu Problemen mit der Bauphysik. Eine starke Wärmeentwicklung unterhalb der Bodenplatte hat langfristig Einfluss auf die Gründung.

Gruß

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Beitragvon Biotron » 08.02.2009 13:03 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:Richtig gestellt, müsste es im angeführten Zitat heißen:
Bei schlecht gedämmten Häusern werden die NACHTEILE der Wärmepumpe dagegen viel deutlicher.

...

Thomas Heufers[/color]


Der Sinn dieses Satzes erschliesst sich mir leider nicht.
Nach allen obenstehenden Rechnungen ist es genau anders.
Die Rechnungen oben machen in meinen Augen Sinn.
Haben sie eine Rechnung die Ihrer Aussage Sinn verleiht, oder habe ich irgend etwas übersehen?
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Beitragvon Thomas Heufers » 08.02.2009 13:49 Uhr

@ Biotron

Hast Du diesen Bericht denn auch gelesen?
Feldtest zu Wärmepumpen der lokalen Agenda-Gruppe 21 Umwelt/Energie Lahr/BW
http://energie-effizientes-haus.de/Daten/WP-Bericht-2006-07.pdf

Google doch mal bitte die Begriffe "Stiftung Warentest", "Ökotest", "Bund der Energieverbraucher", "Verbraucherzentrale" mit dem Kombinationsbegriff "Wärmepumpe" und lies dort, welche Einsatzbedingungen gegeben sein sollten.
Die Beratungsportale können sich doch nicht alle geirrt haben.

Gruß

Thomas Heufers


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