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Eine konzertierte Aktion verschiedener Verbände soll der Automobilindustrie zeigen, dass der Kunde eben keinen SUV mehr will, sondern endlich den Elektroantrieb, ganz nach dem Motto: "Kunde droht mit Auftrag!"
http://www.e3-mobil.de/...
Eintragen und nachfragen!
Ein kleiner Ansporn:
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Ein interessanter Vorstoß! Für realisierbar halte ich das aufgeführte Lastenheft mit den heutigen Mitteln allerdings nicht. Z.B. ergibt die Forderung nach 120 km/h eine erforderliche maximale Motorleistung von mindestens 30 - 40 kW, wenn das Auto normale Kombi-Ausmaße haben und mit den heute üblichen Sicherheitsfeatures (Airbags, ABS etc.) ausgestattet sein soll (Gewicht!!). Damit dann mit 20 kWh 100 km weit zu kommen, erfordert neben einem hocheffizienten (und teuren!) Neodym-Gleichstrommotor mit elektronischer Kommutierung schon eine beachtliche "Schleichfahrt", um den Luftwiderstand niedrig zu halten. Die notwendigen LiPo-Akkus sind auch noch kein Schnäppchen, und sie sind heute für den Straßenverkehr m. E. noch etwas zu gefährlich (Selbstentzündung bei Überladung oder mechanischer Beschädigung). Wer fährt wohl gerne in einer Brandbombe spazieren?
Wer heute schon richtig sparen will, kann sein Auto auf Gas umrüsten und damit die Zeit überbrücken, bis E- oder H2-Autos (Brennstoffzelle) verfügbar werden.
Eines sollte dabei immer bedacht werden: alles, was mit chemisch gespeicherter elektrischer Energie fährt, braucht dafür erst einmal rund 1,4 mal mehr Energie als im direkten Strombetrieb. Man muß also schon allerlei Tricks anwenden, um z.B. in Hybridfahrzeugen wirklich sparsamer mit Primärenergie und Emissionen umzugehen als im reinen Benzinbetrieb!
Der Strom kommt auch erst aus der Steckdose, wenn er allerlei Ressourcen verbraucht und die dazu passenden Umweltschäden angerichtet hat. Das gilt auch und insbesondere für Bio-Energien, deren Erzeugung inzwischen den Menschen das Brot wegnimmt und die Lebensmittelpreise verteuert, von den notwendigen Urwald-Brandrodungen für die Gewinnung von Rapsfeldern mal gar nicht zu reden.
Wer also "unschädliche" Energieerzeugung will, die noch dazu sonnen- und windunabhängig funktioniert, der muß sich mit dem beschleunigten Ausbau der Kernkraftwerke anfreunden, wie das andere Länder inzwischen schon umsetzen.
_________________ Gruß
Gerhard
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Hallo Gerhard,
| GMil hat Folgendes geschrieben: | Ein interessanter Vorstoß! Für realisierbar halte ich das aufgeführte Lastenheft mit den heutigen Mitteln allerdings nicht. Z.B. ergibt die Forderung nach 120 km/h eine erforderliche maximale Motorleistung von mindestens 30 - 40 kW, wenn das Auto normale Kombi-Ausmaße haben und mit den heute üblichen Sicherheitsfeatures (Airbags, ABS etc.) ausgestattet sein soll (Gewicht!!). Damit dann mit 20 kWh 100 km weit zu kommen, erfordert neben einem hocheffizienten (und teuren!) Neodym-Gleichstrommotor mit elektronischer Kommutierung schon eine beachtliche "Schleichfahrt", um den Luftwiderstand niedrig zu halten.
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Ein Tesla Roadster mit seiner 450 kg schweren Batterie verbraucht ca. 20 kWh / 100 km ab Steckdose. Die geforderten Werte sind durchaus realisierbar, LiIon-Akkus vorausgesetzt.
| GMil hat Folgendes geschrieben: |
Die notwendigen LiPo-Akkus sind auch noch kein Schnäppchen, und sie sind heute für den Straßenverkehr m. E. noch etwas zu gefährlich (Selbstentzündung bei Überladung oder mechanischer Beschädigung). Wer fährt wohl gerne in einer Brandbombe spazieren?
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Das ist schon lange nicht mehr aktueller Stand. Die Entwicklung ist mittlerweile soweit vorangeschritten, dass explosionssichere LiIon-Akkus entwickelt worden sind.
| GMil hat Folgendes geschrieben: |
Wer heute schon richtig sparen will, kann sein Auto auf Gas umrüsten und damit die Zeit überbrücken, bis E- oder H2-Autos (Brennstoffzelle) verfügbar werden.
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Wenn Du mit Energieeffizienz argumentierst, sind H2-Autos die denkbar schlechteste Alternative. Mit aus regenerativ erzeugtem Strom durch Elektrolyse gewonnenem H2 landet man bei Brennstoffzellen bei einem Wirkungsgrad für Strom zum Rad von ca. 20%.
Derzeit wird H2 aus Erdgas reformiert, dann sogar noch lieber gleich das aktuelle Erdgasauto.
| GMil hat Folgendes geschrieben: |
Der Strom kommt auch erst aus der Steckdose, wenn er allerlei Ressourcen verbraucht und die dazu passenden Umweltschäden angerichtet hat. Das gilt auch und insbesondere für Bio-Energien, deren Erzeugung inzwischen den Menschen das Brot wegnimmt und die Lebensmittelpreise verteuert, von den notwendigen Urwald-Brandrodungen für die Gewinnung von Rapsfeldern mal gar nicht zu reden.
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Was liegt näher, als Strom für Elektrofahrzeuge solartechnisch zu erzeugen? Über Biosprit als Hauptenergiequelle für Mobilität rede ich schon gar nicht mehr
Sogar mit dem derzeitigen Strommix (520 g CO2/kWh) fährt ein elektrisch angetriebenes Auto mit weniger CO2 pro km als wenn es mit einem Verbrennungsmotor angetrieben würde.
| GMil hat Folgendes geschrieben: |
Wer also "unschädliche" Energieerzeugung will, die noch dazu sonnen- und windunabhängig funktioniert, der muß sich mit dem beschleunigten Ausbau der Kernkraftwerke anfreunden, wie das andere Länder inzwischen schon umsetzen. |
Falsch.
Was eine einfache Rechnung beweist: Wenn sämtliche(!) Autos in D mit ihrer Gesamt-Jahreskilometerleistung (530 Millionen Kilometer lt. Shell-Studie) komplett auf E-Antrieb umgerüstet würden, hätte man einen Mehrverbrauch an Strom von insg. 15% pro Jahr. Dieser Strom würde vorwiegend nachts angefordert, wenn die Leute ihre E-Autos laden. Also mitnichten mehr Kraftwerke und vor allem nicht mehr Kernkraftwerke. Der bestehende Kraftwerkspark würde besser ausgenutzt. Ein intelligentes automatisches Energielastverteilungskonzept zum nächtlichen Laden der E-Autos würde das Netz perfekt ausnutzen. Das Zeitfenster zum Laden eines E-Autos teilt dann der Energiekonzern automatisch zu.
Idealerweise hätte man serielle PlugIn-Hybride, die so nachts nachgeladen werden könnten, Strecken über 100 km per Range-Extender fahren können und so das Reichweitenargument elegant entkräftet wird.
90% der Autos in D fahren pro Tag unter 100 km. Dadurch können gigantische Mengen an Brennstoff eingespart werden. Die kleine noch nötige flüssige Brennstoffmenge kann durchaus in Form von aus Bioabfällen gewonnenem Methanol bereitgestellt werden. Freikolbenmotorgeneratoren wie z.B. der Stelzer-Motor laufen dann konstant mit 50% Wirkungsgrad und setzen diesen Kraftstoff in elektrische Energie für die Akkus um.
Fazit: Die Zukunft gehört dem seriellen PlugIn-Hybrid, der genau auf das Lastenheft passt. Sollte er auch etwas mehr als 20.000 € kosten, mir wärs egal.
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| Tachy hat Folgendes geschrieben: | | Ein Tesla Roadster mit seiner 450 kg schweren Batterie verbraucht ca. 20 kWh / 100 km ab Steckdose. Die geforderten Werte sind durchaus realisierbar, LiIon-Akkus vorausgesetzt. |
20 kWh mit dem aktuellen Primärenergiefaktor 2,7 multipliziert würde 5,4 l (Öl/Diesel) /100 km bedeuten. Aktuell fahr ich mit 4,5 l/100 meinen Golf III-TDI - vermutlich aber "etwas" umweltschädlicher wegen Rußpartikel. Oder passt meine Rechnung nicht.
| Tachy hat Folgendes geschrieben: | | Das ist schon lange nicht mehr aktueller Stand. Die Entwicklung ist mittlerweile soweit vorangeschritten, dass explosionssichere LiIon-Akkus entwickelt worden sind. |
Dann hoffen wir das nicht die zu ähnlichen Rückrufaktionen wie 2007 bzw. 2006 mit Laptop-Akkus kommt wegen Brand/Explosionsgefahr.
| Tachy hat Folgendes geschrieben: | | Fazit: Die Zukunft gehört dem seriellen PlugIn-Hybrid, der genau auf das Lastenheft passt. Sollte er auch etwas mehr als 20.000 € kosten, mir wärs egal. |
Dann hoff ich das in den nächsten Jahren der Durchbruch real kommt. Bräuchte in den nächstn Jahren ein neues Auto aber die Industrie hat nicht wirklich Fortschritt gemacht. Golf III, BJ 1997, Drittel-Mix 5,0 Liter Diesel, Golf V, BJ 2008, Normal-Modell: 5,0 Lieter Diesel, Erst die Blue-Tec-Diesel brauchen merklich weniger. Aber 15% reicht für 1 Jahre Preissteigerung.
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| bernhard geyer hat Folgendes geschrieben: |
20 kWh mit dem aktuellen Primärenergiefaktor 2,7 multipliziert würde 5,4 l (Öl/Diesel) /100 km bedeuten. Aktuell fahr ich mit 4,5 l/100 meinen Golf III-TDI - vermutlich aber "etwas" umweltschädlicher wegen Rußpartikel. Oder passt meine Rechnung nicht.
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Was für ein ominöser Primärenergiefaktor ist das denn? Ich rechne immer mit dem Strommix über das CO2: 520 g CO2/kWh, d.h. 20 kWh/100 km => 104 g CO2/km.
104 g entsprächen mit der Brennwertumrechnung (23,3 g pro Liter) 4,4 l Benzinäquivalent. Insofern ziehst Du mit diesem Beispiel für den normalen Strommix an Steckdose genau gleich.
Wobei der Golf dann sicher nicht in 4 sec. auf 100 km/h beschleunigen kann wie der Tesla
Man muss aber dabei bedenken, dass 1. der Strommix sich laufend in Richtung regenerative Energiequellen verschiebt, also sich nach unten korrigiert und 2. immer die Möglichkeit des Kunden besteht, sich die Energiequelle auszusuchen, er sein Auto also auch mit seiner heimischen Solaranlage dezentral speisen kann.
E-Antrieb bedeutet immer ein Stück Unabhängigkeit, und das gilt es hier anzustreben. Bei der zentralen Energiegewinnung bleibt der Dreck auch im Kraftwerk besser kontrollierbar, anstatt ihn wie bisher in zahllosen Einzelaggregaten in der Umwelt zu verteilen, die zudem u.U. noch falsch eingestellt sind und die Umwelt verpesten.
| Tachy hat Folgendes geschrieben: |
Dann hoffen wir das nicht die zu ähnlichen Rückrufaktionen wie 2007 bzw. 2006 mit Laptop-Akkus kommt wegen Brand/Explosionsgefahr.
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Gerade aktuell reingekommen:
http://www.wattgehtab.com/index.php/content/view/2010/25/...
| Tachy hat Folgendes geschrieben: |
Dann hoff ich das in den nächsten Jahren der Durchbruch real kommt. Bräuchte in den nächstn Jahren ein neues Auto aber die Industrie hat nicht wirklich Fortschritt gemacht. Golf III, BJ 1997, Drittel-Mix 5,0 Liter Diesel, Golf V, BJ 2008, Normal-Modell: 5,0 Lieter Diesel, Erst die Blue-Tec-Diesel brauchen merklich weniger. Aber 15% reicht für 1 Jahre Preissteigerung. |
Ich brauche 2011 auch ein neues, und das wird auf jeden Fall keins mehr mit klassischen Verbrennungsmotorantrieb sein
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Die Lithium-Technologie ist faszinierend, was den Energieinhalt betrifft, aber die Sicherheitsprobleme sind definitiv noch nicht für einen großtechnischen Einsatz ausreichend gelöst. (Wenn die ersten Zulassungen für Bordakkus für den Luftverkehr da sind, reden wir weiter). JEDER Lithium-Akku fackelt ab, wenn bestimmte Einflüsse auf ihn einwirken (Überladung, Gehäusebruch usw.). Wir haben das in der Modellfliegerei leidvoll erlebt. Natürlich ließe sich da mit einem dicken Stahlgehäuse und allerhand Sicherheitselektronik einiges retten, aber zu welchem Gewicht und zu welchem Preis?
Apropos Gewicht und Größe: der Tesla ist aber nicht der geforderte verkehrssichere (ABS, ESP, Airbags,.....) 5-sitzige Micro-Van mit der Möglichkeit, eine Waschmaschine einzuladen, oder?
Nächtliches Laden könnte eine leichte Entspannung bringen, aber es gibt nun mal jede Menge Leute, die nachts fahren müssen.
Der Strom wird angeblich in 2 Jahren schon Engpässe erleben, auch ohne weitere 15 % Verbrauchssteigerung.
20 kWh mit heimischen Solarzellen an einem Durchschnittstag (nicht Sonnentag!) einzuladen erfordert Solarzellen von ca. 20 kWpeak auf dem Dach. Die sind deutlich teurer als das Auto.
Das Laden geht zudem nur auf dem eigenen Grundstück, wenn man nicht die Infrastruktur dazu neu erfinden will (Stromtankstellen? Wie weit vom Wohnsitz wären die weg?)
Mein Fazit nach wie vor: die Sache wäre schon möglich, aber nicht für das geforderte Lastenheft, nicht zum erlaubten Preis und schon gar nicht in den nächsten 5 Jahren.
Dazu gibt es noch andere Aspekte: ich habe z. B. einen Prius gefahren. Nutzt man den in der Stadt rein elektrisch (das geht bis etwa 30 km/h, wenn der Gasfuß zahm eingesetzt wird), laufen einem die Leute unmotiviert vors Auto und erschrecken sich prompt fast zu Tode, weil sie es nicht hören! In unserem Vorstellungsbild sind quasi lautlose Autos eben (noch?) nicht verankert; man müßte also eine dauernde künstliche Geräuscherzeugung zu Warnzwecken vorsehen.
_________________ Gruß
Gerhard
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| Tachy hat Folgendes geschrieben: | | Was für ein ominöser Primärenergiefaktor ist das denn? |
http://hendrik42.twoday.net/stories/2648687/
| Tachy hat Folgendes geschrieben: | Wobei der Golf dann sicher nicht in 4 sec. auf 100 km/h beschleunigen kann wie der Tesla  |
Nö. Aber die ca. 8-9 Sekunden mit meinem 110 PS reichen mir auch.
| Tachy hat Folgendes geschrieben: | | ... und 2. immer die Möglichkeit des Kunden besteht, sich die Energiequelle auszusuchen, er sein Auto also auch mit seiner heimischen Solaranlage dezentral speisen kann. |
Was akutell bei der Einspeisevergütung jeder macht
| Tachy hat Folgendes geschrieben: | | E-Antrieb bedeutet immer ein Stück Unabhängigkeit, und das gilt es hier anzustreben. Bei der zentralen Energiegewinnung bleibt der Dreck auch im Kraftwerk besser kontrollierbar, anstatt ihn wie bisher in zahllosen Einzelaggregaten in der Umwelt zu verteilen, die zudem u.U. noch falsch eingestellt sind und die Umwelt verpesten. |
Bis auf den Faktor Unabhängigkeit stimm ich dir zu.
| Tachy hat Folgendes geschrieben: | Ich brauche 2011 auch ein neues, und das wird auf jeden Fall keins mehr mit klassischen Verbrennungsmotorantrieb sein  |
So lange sollte mein Auto auch noch halten.
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Ok, das bedeutet aber, dass auch regenerative Energie zum Primärenergiefaktor hinzuzählt, was auch den Unterschied im Vergleich zu meinem Weg über CO2-Berechnung ausmacht.
Verstehe ich das richtig, dass der Primärenergiefaktor eigentlich ein Maß für den Wirkungsgrad aller Kraftwerke in Bezug auf die jeweilige Primärenergie darstellt, also 1/2.7 = 37% ?
Besonders "nett" find ich ja an dieser Stelle den Unterschied zwischen politischem und realem Primärenergiefaktor... zu schön
Als Gütegrad für das Maß der regenerativen Stromerzeugung in D fände ich aber dann den Strommix per CO2-Ausstoß besser geeignet. Denn auf den kommts ja im Endeffekt an.
| bernhard geyer hat Folgendes geschrieben: | | Tachy hat Folgendes geschrieben: | Wobei der Golf dann sicher nicht in 4 sec. auf 100 km/h beschleunigen kann wie der Tesla  |
Nö. Aber die ca. 8-9 Sekunden mit meinem 110 PS reichen mir auch.
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Klar, wobei man für ein Auto dieser Fahrleistungen elektrisch sicherlich künftig keine 20 kWh pro 100 km mehr braucht.
| bernhard geyer hat Folgendes geschrieben: |
Bis auf den Faktor Unabhängigkeit stimm ich dir zu.
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Nun, betreibe ich mein Auto mit dem eigenen Solarpanel, bin ich doch ziemlich unabhängig. Gut, mit unabhängig meine ich eher die Unabhängigkeit Deutschlands von irgendwelchen Öl- und Gasförderstaaten.
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Zuletzt bearbeitet von Tachy am 03.05.2008 10:19, insgesamt einmal bearbeitet
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Hallo Gerhard,
| GMil hat Folgendes geschrieben: | Die Lithium-Technologie ist faszinierend, was den Energieinhalt betrifft, aber die Sicherheitsprobleme sind definitiv noch nicht für einen großtechnischen Einsatz ausreichend gelöst. (Wenn die ersten Zulassungen für Bordakkus für den Luftverkehr da sind, reden wir weiter). JEDER Lithium-Akku fackelt ab, wenn bestimmte Einflüsse auf ihn einwirken (Überladung, Gehäusebruch usw.). Wir haben das in der Modellfliegerei leidvoll erlebt. Natürlich ließe sich da mit einem dicken Stahlgehäuse und allerhand Sicherheitselektronik einiges retten, aber zu welchem Gewicht und zu welchem Preis?
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Und was ist beispielsweise mit dieser Entwicklung?
http://www.li-tec.de...
Continental wird denke ich kaum das Risiko und den Aufwand eingehen, LiIon-Akkus zu bauen, die sich genauso verhalten, wie LiPos in Modellfliegern.
| GMil hat Folgendes geschrieben: |
Apropos Gewicht und Größe: der Tesla ist aber nicht der geforderte verkehrssichere (ABS, ESP, Airbags,.....) 5-sitzige Micro-Van mit der Möglichkeit, eine Waschmaschine einzuladen, oder?
Nächtliches Laden könnte eine leichte Entspannung bringen, aber es gibt nun mal jede Menge Leute, die nachts fahren müssen.
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Wobei man nicht jeden Tag eine Waschmaschine transportieren muss - was hindert einen Autobauer daran, einen Kombi als seriellen PlugIn-Hybrid zu bauen, der auch die Leute zufriedenstellt, die mal nachts fahren müssen und denen der Strom ausgeht? So oft ist das sicherlich nicht.
| GMil hat Folgendes geschrieben: |
Der Strom wird angeblich in 2 Jahren schon Engpässe erleben, auch ohne weitere 15 % Verbrauchssteigerung.
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Wobei man hier sagen muss, dass der Stromverbrauch derzeit nicht steigt, sondern konstant bleibt.
| GMil hat Folgendes geschrieben: |
20 kWh mit heimischen Solarzellen an einem Durchschnittstag (nicht Sonnentag!) einzuladen erfordert Solarzellen von ca. 20 kWpeak auf dem Dach. Die sind deutlich teurer als das Auto.
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Natürlich, hier kommt auch wieder das Stromnetz ins Spiel, das den erzeugten Strom vernetzt zur Verfügung stellen soll. Das Stromnetz als Energienetz statt zentraler Energieverteiler. Gut, das wird das lokale Stromnetz leistungsmäßig noch nicht packen, aber der Bedarf ist ja nicht von heute auf morgen.
| GMil hat Folgendes geschrieben: |
Das Laden geht zudem nur auf dem eigenen Grundstück, wenn man nicht die Infrastruktur dazu neu erfinden will (Stromtankstellen? Wie weit vom Wohnsitz wären die weg?)
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Was beim Ansatz mit dem seriellen PlugIn-Hybrid durchaus reichen würde.
| GMil hat Folgendes geschrieben: |
Dazu gibt es noch andere Aspekte: ich habe z. B. einen Prius gefahren. Nutzt man den in der Stadt rein elektrisch (das geht bis etwa 30 km/h, wenn der Gasfuß zahm eingesetzt wird), laufen einem die Leute unmotiviert vors Auto und erschrecken sich prompt fast zu Tode, weil sie es nicht hören! In unserem Vorstellungsbild sind quasi lautlose Autos eben (noch?) nicht verankert; man müßte also eine dauernde künstliche Geräuscherzeugung zu Warnzwecken vorsehen. |
Nun, aber genauso gut könnte man in die Jahrhundertwende zurückschauen, wo sich die Menschen damals vor den stinkenden knatternden Autos erschreckt haben.
Da fällt mir ein Zitat von Martin Eberhardt ein, dem Erbauer des Tesla Roadsters:
»Ja, der Elektromotor klingt anders als ein Verbrennungsmotor. Er ist fast lautlos.«
Könnte das Autoliebhabern nicht fehlen?
»Als das Pferd durch das Auto ersetzt wurde, hat sich auch jeder daran gewöhnt, dass ein Auto nicht klippediklapp, klippediklapp macht.«
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| Tachy hat Folgendes geschrieben: | | Verstehe ich das richtig, dass der Primärenergiefaktor eigentlich ein Maß für den Wirkungsgrad aller Kraftwerke in Bezug auf die jeweilige Primärenergie darstellt, also 1/2.7 = 37% ? |
Von der ursprünglichen Primärenegie kommt nur ca. 37% beim Verbrauchen an.
| Tachy hat Folgendes geschrieben: | Besonders "nett" find ich ja an dieser Stelle den Unterschied zwischen politischem und realem Primärenergiefaktor... zu schön  | Evtl. wird ja der politische nur alle paar Jahre angepaßt (um dann ähnlich wie bei der Anpassung der Lohnsteuer von der größten Steuerentlastung zu sprechen)
| Tachy hat Folgendes geschrieben: | | Klar, wobei man für ein Auto dieser Fahrleistungen elektrisch sicherlich künftig keine 20 kWh pro 100 km mehr braucht. |
Eigentlich bräuchte ich so ein großes Auto nicht mehr. Das Familienauto ist mittlerweile ein Passat (da wirds nix mit 4,4 L/100km) und für mein Arbeitsfahrten (der nächste Bahnhof ist ca. 7 km entfernt wenn ich den rest mit Zug nehmen würde) würde ein Auto reichen das mich mit 1,85m Aufnimmt. Sollte als Neuwagen um einiges Weniger als das jetzige Auto verbrauchen.
| Tachy hat Folgendes geschrieben: | | Gut, mit unabhängig meine ich eher die Unabhängigkeit Deutschlands von irgendwelchen Öl- und gasproduzierenden Staaten. |
Als Staat betrachtet ist es immer Besser von Ölscheichs und Russischen Millartären Unabhängig zu sein. Öl kann man viel besser verwenden als Verbrennenn
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Ein Auto mit 3 Lietern Verbrauch wäre auch schon ein Fortschritt.
Wenn die Kraftstoffpreise weiter steigen hift nur noch Fahrgemeinschaften zu bilden, oder es lohnt sich einfach nicht mehr weite Wege zur Arbeit zu fahren.
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Hallo Tachy,
zu den LiPos: bisher hat es schlicht noch keine Firma geschafft, im obigen Sinne wirklich sichere und dennoch leichte (!!) Zellen herzustellen. Die Crux ist die chemisch bedingte prinzipielle Selbstentzündung des benutzten Materials bei bestimmten Bedingungen (mechanische Belastung, Perforation, Luftzutritt). Dort, wo es gewichtsmäßig geht, die Dinger stabil "einzupacken", ist das Risiko vermutlich beherrschbar, so daß nur bei wirklich schweren Unfällen ein Brandschaden eintritt.
Beim Transport hat sich der Umstand übrigens auch schon herumgesprochen: nach der Gefahrgutverordnung dürfen auch kleine Lithiummengen (z. B. größere Modellflug-Akkus ab etwa 7 Zellen) schon nicht mehr auf dem Postweg verschickt werden, während z. B. Schwarzpulver, Munition etc. auch in viel größerer Menge da noch keine Probleme machen.
Zur Sache mit dem fast lautlosen Antrieb: ich glaube nicht, daß man die Situation bei den ersten Autos, bei denen pro Monat vllt. eines zu sehen war, damit seriös vergleichen kann. Anders gesagt: wenn die ersten hundert Fußgänger unter die Räder von E-Autos gekommen sind, tritt wohl nicht der erhoffte Gewöhnungseffekt ein  , sondern die Dinger werden stattdessen schlichtweg verboten werden! Auf jeden Fall wird man dann einen elektronischen Geräuscherzeuger fordern, der im Stil der heutigen Modelldampfloks vllt. mit der Fahrgeschwindigkeit gekoppelt wird.......
_________________ Gruß
Gerhard
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| GMil hat Folgendes geschrieben: |
zu den LiPos: bisher hat es schlicht noch keine Firma geschafft, im obigen Sinne wirklich sichere und dennoch leichte (!!) Zellen herzustellen. Die Crux ist die chemisch bedingte prinzipielle Selbstentzündung des benutzten Materials bei bestimmten Bedingungen (mechanische Belastung, Perforation, Luftzutritt). Dort, wo es gewichtsmäßig geht, die Dinger stabil "einzupacken", ist das Risiko vermutlich beherrschbar, so daß nur bei wirklich schweren Unfällen ein Brandschaden eintritt.
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Evonik Industries / LiTec scheinen da wohl aber die Lösung gefunden zu haben.
| GMil hat Folgendes geschrieben: |
Anders gesagt: wenn die ersten hundert Fußgänger unter die Räder von E-Autos gekommen sind, tritt wohl nicht der erhoffte Gewöhnungseffekt ein , sondern die Dinger werden stattdessen schlichtweg verboten werden! |
Der Prius fährt (zumindest in der Stadt) genauso lautlos, seit 10 Jahren schon. Ich glaube nicht gehört zu haben, dass dieser schon verboten sei oder dass die Unfallzahlen Prius/Fussgänger häufiger seien als mit anderen Autos Und das beim gleichzeitig hohen Geräuschpegel, der durch die lauten Autos immer noch herrscht und man dadurch einen herannahenden Prius noch weniger hören sollte als sonst.
Dieses Gerücht halte ich also schlichtweg für FALSCH!
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| GMil hat Folgendes geschrieben: |
zu den LiPos: bisher hat es schlicht noch keine Firma geschafft, im obigen Sinne wirklich sichere und dennoch leichte (!!) Zellen herzustellen. Die Crux ist die chemisch bedingte prinzipielle Selbstentzündung des benutzten Materials bei bestimmten Bedingungen (mechanische Belastung, Perforation, Luftzutritt). Dort, wo es gewichtsmäßig geht, die Dinger stabil "einzupacken", ist das Risiko vermutlich beherrschbar, so daß nur bei wirklich schweren Unfällen ein Brandschaden eintritt.
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In der aktuellen Technology Review (http://www.heise.de/tr/) steht ein Artikel über das Akkuproblem im Automobilbereich
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| Tachy hat Folgendes geschrieben: | Der Prius fährt (zumindest in der Stadt) genauso lautlos, seit 10 Jahren schon. Ich glaube nicht gehört zu haben, dass dieser schon verboten sei oder dass die Unfallzahlen Prius/Fussgänger häufiger seien als mit anderen Autos Und das beim gleichzeitig hohen Geräuschpegel, der durch die lauten Autos immer noch herrscht und man dadurch einen herannahenden Prius noch weniger hören sollte als sonst.
Dieses Gerücht halte ich also schlichtweg für FALSCH!
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Mein Problem mit dem Prius in der Stadt waren nicht die lauten, vielfach genutzten Hauptverkehrswege (da guckt jeder!), sondern die ruhigen Wohngebiete. Dort schaut nämlich kaum jemand vor dem Betreten der Straße, ob ein Auto kommt, wenn er keines hört, weil die Umgebung so leise ist, daß man ein (Verbrenner-) Auto eben hören muß!
E-Autos wie der Prius sind heute noch zahlenmäßig so gering, daß nennenswerte Unfallzahlen sicher nicht vorliegen werden.
Um nicht falsch verstanden zu werden: ich möchte niemandem ein E-Auto ausreden oder es madig machen, im Gegenteil. Mein derzeitiger Kombi benötigt bei Vollgas immerhin gut 29 l Super Plus auf 100 km; da dürfte das Fahren ruhig etwas günstiger werden....
Für mich wäre das E-Mobil aber wohl erst dann interessant, wenn es neben der Zuverlässigkeit und der Batterielebensdauer (heute auch noch ein Problem bei LiXX-Akkus) in etwa die Fahrleistungen eines heutigen Mittelklasse-Autos zu ungefähr dessen Preis bieten würde, denn ich finde, Autofahren darf und soll ruhig weiterhin Spaß machen. Das kommt aber vllt. daher, daß ich als Rentner keine Berufsfahrten mehr habe.......
_________________ Gruß
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