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m.lamprecht
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Beitragvon m.lamprecht » 30.04.2008 00:20 Uhr

Grüß euch!

Mein Vater spekuliert damit irgendeinen neuartigen hyperdrüberholzofen zu kaufen(ca.7000€)...ich hab gesagt er solle lieber unsere kollektoren erneuern...problem:einfamilienhaus, in einem schlechten winter ca 4000l Ölverbrauch...also unmengen an sinnlos verbratenem geld(weil scheichs umso reicher usw*ggg*)...
nun meine frage wieviel eine vergleichbare solaranlage kosten würde und welche fläche ich dafür bräuchte...

dank euch im vohinein

GMil
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Beitragvon GMil » 30.04.2008 01:07 Uhr

Uups; Solaranlage....?

Solarthermie (also wassergefüllte Röhren am Dach) ist in unseren Breiten als alleinige Heizung definitiv nicht aureichend. Als Brauchwasser-Zuheizung (ca. 2-3 qm / Person) ist sie dagegen sehr gut geeignet und als Heizungsunterstützung (ab 20 qm) immerhin brauchbar, wenn die Größe stimmt.

Bleibt in beiden Fällen die Frage nach der Hauptheizung. Das kann der Super-Holzofen ebenso sein wie eine Pelletsheizung, Gastherme oder eine neue Brennwert-Ölheizung anstelle des alten Brenners.

Nimmt man dagegen z. B. eine Wärmepumpe anstelle der Ölheizung als Hauptheizquelle, rentiert sich sogar die zusätzliche Solarthermie nicht mehr. Die WP ist nämlich in der Übergangszeit und im Sommer so sparsam, daß die Beschaffungskosten für die Sonnenkollektoren nicht mehr hereingespart werden können, selbst wenn man sich den Puffer erspart, weil der ja bei der WP schon dabei ist.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon Wasserwärmer » 11.05.2008 18:24 Uhr

Das ist so nicht ganz richtig!

Solarthermische Kollektoren bringen auch im Winter und erst recht in der Übergangszeit bei Sonnenschein einen durchaus nicht zu vernachlässigenden Ertrag und die Sonne schickt keine Rechnung. Die Kombination Solar + WP kann schon sehr sinnvoll sein, die Gesamtanlage muss nur ordentlich geplant werden!
Viele Grüße aus dem sonnigen Norden
(Rügen Hiddensee und Darß)
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Beitragvon GMil » 14.05.2008 23:37 Uhr

Wasserwärmer hat geschrieben:Das ist so nicht ganz richtig!

Solarthermische Kollektoren bringen auch im Winter und erst recht in der Übergangszeit bei Sonnenschein einen durchaus nicht zu vernachlässigenden Ertrag und die Sonne schickt keine Rechnung. Die Kombination Solar + WP kann schon sehr sinnvoll sein, die Gesamtanlage muss nur ordentlich geplant werden!


Und dennoch rechnet es sich m.E. nicht! Die Sonne schickt tatsächlich keine Rechnung (auch nicht für die rund 2/3 bis 3/4 der Energie, die die WP aus der Luft oder der Erde gewinnt :wink: ), aber der Hersteller der Solarthermie-Anlage dafür erst recht!

Eine Solarthermieanlage nur fürs Brauchwasser wurde mir z. B. für ca. 8.000 € angeboten. Selbst wenn ich jetzt mal unterstelle, daß die KEINE Verbrauchskosten hätte -was natürlich wegen der Umwälzpumpe nicht stimmt-, müßte sie in ca. 15 Jahren (durchschnittliche Lebensdauer der Kollektoren) diese 8000 € reinsparen. Das wären 533 € pro Jahr, und für die bekomme ich fast 4.500 kWh Strom; das ist weit mehr, als ich mit der WP fürs Brauchwasser ausgeben muß!

Solarthermie für Heizungsunterstützung rechnet sich in Verbindung mit einer WP noch weniger, denn die kommt per se noch einmal in die Preislage der WP, kann aber ihren Vorteil nur im Frühjahr und Herbst ausspielen. Im Winter hilft sie gar nix, weil das Wasser damit einfach nicht warm genug wird, und im Sommer ist sie -bis auf den Brauchwasserteil- überflüssig!

Um nicht falsch verstanden zu werden: bei fossilen Heizanlagen (Öl oder Gaskessel etc.) ist die Solarthermie eine feine Sache, die sich absolut rechnet. Bei WP-Einsatz ist das aber nicht mehr der Fall, deshalb raten auch alle seriösen WP-Hersteller vom gleichzeitigen Einsatz ab.

Gruß

Gerhard

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