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Hallo,
ich habe für eine Wärmepumpe einen Tiefbrunnen 25m tiefe Grundwasserhöhe 1m ( Brunnenrohr steht bis 1m unter der Erdoberfläche unter Wasser )Die Tauchpumpe verursacht durch ihren Anlaufimpuls ständig ein Lösen der Verschraubungen des PVC-Förder-rohres. Ist es möglich anstelle der Tiefbrunnenpumpe zB das Wasser durch eine Übererdisch stehende Kreisel-pumpe zu ersetzten?
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen
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Danke , Aber mich interessiert mehr der Unterschied zwischen Tauch und Kreiselpumpen , insbesondere wenn der Grundwasserspiegel sehr hoch ist ( ich habe ein Grundstück am See)
J.
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Dazu wäre zweierlei zu sagen:
1. Der Luftdruck in Bodennähe beträgt angenähert ein Bar, das entspricht etwa 10 m Wassersäule. Aus diesem Grund kann man keine Pumpe bauen, die Wasser aus einer größeren Tiefe als 10 m ansaugen könnte, wenn sie an der Oberfläche steht, denn schon für 10 m müßte sie ein absolutes Vakuum wie im Weltraum erzeugen können! Gute ( = mehrstufige) Kreiselpumpen schaffen 0,8 Bar Unterdruck, können also bis aus 8 m Tiefe ansaugen. Ganz anders ist die Sache beim Überdruck, wenn die Pumpe unten im Brunnen angebracht ist: Es gibt heute Pumpen für Drücke bis mehrere 1000 Bar, die könnten theoretisch Wasser einige 10 km hoch pumpen!
Aus diesem Grund sind alle Pumpen für Förderhöhen über ca. 8 m entweder Tauchpumpen, oder sie stehen trocken in der Tiefe, weil das Grundwasser vllt. so niedrig ist.
2. Einen Unterschied zwischen Tauchpumpen und Kreiselpumpen gibt es nicht, denn die meisten herkömmlichen Tauchpumpen sind Kreiselpumpen! Tauchpumpe heißt eine Pumpe dann, wenn sie direkt in der Flüssigkeit steht; sprich eintaucht. Welche Pumpentechnik dahintersteckt (Kreiselpumpe, Jet-Pumpe, Kolbenpumpe, Turbopumpe, Menbranpumpe usw.), spielt zunächst keine Rolle.
Die Tiefbrunnenpumpe ist eine Tauchpumpe, die einen höheren Druck als üblich erzeugen kann, damit sie die Flüssigkeit aus größerer Tiefe hochpumpen kann. Auch das kann eine (mehrstufige) Kreiselpumpe sein, die aber meist besonders schlank gebaut ist, um auch in engen Röhren verwendet werden zu können.
_________________ Gruß
Gerhard
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Hi , Danke für die Antwort , aber mein Ansaugrohr steht doch bis auf 1m unter Wasser also müsste die Kreiselpumpe doch eigentlich nur 1m fördern auch wenn das Rohr 25 m in die Tiefe reicht, da das Wasser im Saugrohr ja immer wieder nachsteigt ( bis auf Grundwasserniveau oder?
J.
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Hallo,
die Vorteile der Tauchpumpe sind nun einmal, dass sie keine Luft zieht und daher immer funktioniert. Ich würde die Tauchpumpe immer einer Saugpumpe vorziehen, besonders dann, wenn sie schon eingebaut ist.
Dein Problem scheint aber der Anlaufruck der Pumpe zu sein und damit die gelösten Verschraubungen.
Hier hilft eine kleine elektronische Steuerung, ein "Sanftanlaufgerät". Dieses Gerät begrenzt die Leistung der Pumpe in der Anlaufphase. Google mal mit dem Begriff "Sanftanlauf" oder frag einen Elektriker.
Gruß
Hubert
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Stimmt, die Ansaughöhe ist auf etwa 8m begrenzt.
Zur Ansaughöhe zählt einerseits die geodätische Förderhöhe, also die Differenz zwischen Wasserspiegel und Aufstellungshöhe der Saugpumpe.
Dazu kommen aber noch diverse Druckverluste. Zum Beispiel der Druckverlust der 25m tiefen Saugleitung plus Entfernung bis zur Pumpe. Je nach Durchmesser können das einige Meter Druckverlust sein. Dazu kommen noch Druckverluste für Rückschlagventil, Absperrarmaturen, Filter ( wenn er vor der Pumpe sitzt ) uvm. Das alles muß auf jeden Fall berechnet werden, damit es keine bösen Überraschungen gibt.
Vom Wirkungsgrad sind die Saugpumpen tendenziell etwas besser, weil sie mit Trockenläufermotoren arbeiten.
Ein ganz wichtiger Unterschied : sie sind L A U T !!!!!! Im Heizungskeller will man die nicht haben, wenn der in der Nähe von Wohnräumen ist.
Würde hier im Prinzip zu einer Verbesserung der vorhandenen Anlage raten. Man kann übrigens auch den Stromverbrauch in den meisten Fällen deutlich senken.
Dazu brauchen wir genaue Angaben über die Anlage. Welche Leistung hat die WP? Welche Tauchpumpe ist da genau eingebaut?
Wie groß ist die Entfernung vom Brunnen zur WP und von dort zum Schluckbrunnen?
Wie hoch steht die Oberkante der WP über dem Erdboden?
Wichtig : welchen Durchmesser haben die Leitungen ganz genau, also bitte nicht 1/2 Zoll sondern Innendurchmesser in mm. Den braucht man zur Berechnung des Druckverlusts in der Leitung.
Grüße
Frank
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| zahnarzt-frahm hat Folgendes geschrieben: | Hi , Danke für die Antwort , aber mein Ansaugrohr steht doch bis auf 1m unter Wasser also müsste die Kreiselpumpe doch eigentlich nur 1m fördern auch wenn das Rohr 25 m in die Tiefe reicht, da das Wasser im Saugrohr ja immer wieder nachsteigt ( bis auf Grundwasserniveau oder?
J. |
Prinzipiell ja, aber dazu müßte zum einen das Wasser vom See wirklich entsprechend schnell nachlaufen; zum anderen simuliert ein 25 m-Rohr (abhängig von seiner Weite) noch ein paar Meter Saughöhe durch Strömungsverluste, wie hier auch schon angeklungen.
Den Lärm von Kreiselpumpen halte ich dagegen bei den hier vermutlich benötigten Leistungen (max. 1 kVA) für erträglich. Unser Hauswasserwerk (1,3 kVA; fünfstufige Kreiselpumpe, 8 m Saughöhe) gibt zwar ein deutlich hörbares Sirren ab; mit einer Entkopplung über Schwinggummis und natürlich Gummischlauch-Anschlüssen anstelle fester Rohre ist aber bei geschlossener FH-Türe außerhalb des Raumes kaum noch was zu hören.
_________________ Gruß
Gerhard
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Antwort
Danke , Aber mich interessiert mehr der Unterschied zwischen Tauch und Kreiselpumpen , insbesondere wenn der Grundwasserspiegel sehr hoch ist ( ich habe ein Grundstück am See)
J.
Meine Antwort war bereits bei www.stuewa.de... nachsehen. Die verkaufen ja Unterwasserpumpen und Kreiselpumpen da gibt es den Prospekt und die techn. Beschreibung per PDF Datei zum herunterladen.
Gruß Denkedran
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