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akhaas
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Beitragvon akhaas » 24.04.2008 21:19 Uhr

Hallo Miteinander,

ich habe seit ca. 5 Jahren 50 Heat-Pipe Röhren der Fa. Suncharger auf meinem Dach. Seit Beginn habe ich im Gegensatz zu den Anlagen bei meinen Nachbarn eine erhebliche Temperaturdifferenz nach unten (ca. 20°C). Im Hochsommer erreiche ich max. 70-75°C bei direkter Sonneneinstrahlung, in der Übergangszeit sowie im Winter keine Chance auf Leistung. Ausrichtung ist im 45° Winkel direkt nach Süden in Nordbayern. Freie Sicht. Der Händler (Solarzentrum Weissenburg) ist insolvent, weshalb ich keine Ansprüche mehr stellen kann. Ortsansässige Firmen lehnen es mehr oder weniger deutlich ab, die Situation zu untersuchen, da die Anlage von einer Fremdfirma verbaut wurde und deshalb keine Analyse durchgeführt werden kann.

Meine Fragen:

a) Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit diesem Produkt?
b) Kennt jemand den Hersteller der Röhren?
c) Kann ich selbst irgendwie testen, ob die Röhren in Ordnung sind?
d) Gibt es vielleicht alternative Röhren, die ich Step by Step einsetzen
könnte in den Sammelkasten?

Im Moment bin ich ziemlich ratlos, was ich noch tun kann.

Die Alternative, die ich momentan sehe, ist: Abbauen und neue Anlage aufbauen. Ist aber nicht so richtig der Wunsch meines Geldbeutels.

Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.

Schöne Grüße

GMil
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Beitragvon GMil » 24.04.2008 23:31 Uhr

Sind die Röhren trocken oder naß angebunden? Bei trockener Anbindung käme es auf den Durchmesser des Wärmeübertragungsteils an und natürlich auf die Länge der Röhren.

Ich habe mir als gebürtiger Oberfranke die Solarpower-Röhren aus Plauen mal näher angeschaut, bevor ich wegen des Einbaus einer WP auf zusätzliche Solarthermie komplett verzichtet habe. Diese Röhren sind trocken angebunden (sprich: einfach in den Halter eingeschoben). Daher habe ich mir mal kostenlos und unverbindlich eine solche Röhre geben lassen und deren Temperaturverhalten bei mir auf der Terrasse überprüft (Abgabetemperatur an einem Herbsttag ohne Sonne über 100 °C). Das geht sehr leicht, weil die Röhre ja auch als Einzelstück ohne Einbau voll funktionsfähig ist. Bei nasser Anbindung ist dagen die Überprüfung nur im eingebauten Zustand möglich.

Ideal wäre es, wenn das Übergangsstück dieser Röhren, die ja problemlos und kostengünstig einzeln erhältlich sind (m.W. deutlich unter 20 € pro Stück), in die vorhandenen Aufnehmer passen würde, aber soviel Glück wird man kaum haben. Aber auch wenn die Aufnehmer z. B. größer sind, wäre mit passenden Distanzhülsen aus Kupfer (und der obligatorischen Wärmeleitpaste) noch ein akzeptabler Wärmeübergang zu schaffen. Der untere Teil des Röhrenrahmens dürfte sich ja hoffentlich leicht an die ggf. andere Röhrenlänge anpassen lassen. Notfalls zersägt man ihn und montiert ihn dahin, wo er paßt.

Wenn das Dach vom Laien begehbar ist, läßt sich der gesamte Umbau somit leicht in Eigenleistung oder Nachbarschaftshilfe stemmen, da zum einen keine schweren Teile transportiert werden müssen und zum anderen kein besonderes Fachwissen und auch keine Spezialwerkzeuge erforderlich sind. Lediglich für die ggf. erforderlichen CU-Distanzhülsen bräuchte man jemanden mit wenigstens einer einfachen Bastler-Drehbank und minimalen Kenntnissen im Umgang damit. Somit ließe sich den unwilligen Fachfirmen vor Ort leicht ein Schnippchen schlagen :wink:

Aber Achtung: eine zu geringe Leistung kann natürlich auch andere Ursachen haben ("Kreislauf-Störungen" bautechnischer Art , Entlüftung, Pumpe, Steuerung,......
Gruß

Gerhard
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Beitragvon akhaas » 28.04.2008 20:35 Uhr

Hallo,

herzlichen Dank für die Nachricht. Meine Röhren sind trocken angebunden, also mit Wärmeleitpaste in den Sammler geschoben. Beim Durchlesen habe ich mich daran erinnert, dass ich noch zwei Ersatzröhren im Keller stehen habe. Die werde ich jetzt einmal messen (Temperatur) und dann mit anderen Röhren vergleichen. Vielleicht bekomme ich da mehr Erkenntnisse. So kann ich auch ideal die Abmessungen abnehmen.

Aber was könnte es sonst noch sein, dass oben auf dem Dach nur max. 70°C bis 75°C Temperatur bei besten Bedingungen im Hochsommer ist?
Mit Durchflussmenge- und -geschwindigkeit habe ich schon experimentiert. Auch habe ich die ursprünglich 30 Röhren noch auf weitere 20 Röhren erweitern lassen, da ich dachte, das Feld ist eventuell zu klein. Die Ableitung in den Keller ist ca. 10m, jedoch fast ohne Temperaturverlust (zumindest zeigt meine Anzeige unten fast die temperatur von oben an). Dort geht es über einen Wärmetauscher in einen 500l Schichtenspeicher vom Typ LATENTO.

Schöne Grüße
GMil
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Beitragvon GMil » 28.04.2008 21:15 Uhr

akhaas hat geschrieben:Hallo,

herzlichen Dank für die Nachricht. .........Aber was könnte es sonst noch sein, dass oben auf dem Dach nur max. 70°C bis 75°C Temperatur bei besten Bedingungen im Hochsommer ist?...........Schöne Grüße


Wenn das zutrifft, ist die betreffende Röhre m. E. entweder falsch installiert (sprich, in der Halterung nicht so gedreht, daß die Aufnehmerfläche in der Röhre genau zur Sonne zeigt), ohne Wärmeleitpaste eingeschoben, defekt, oder sie hat sogar konstruktive Mängel (sprich: hat noch nie richtig funktioniert). Vakuumröhren könnten auch Luft gezogen haben; das müßte aber an der normalerweise spiegelnden Getterschicht zu sehen sein, die dann stumpf und bröselig wird!

Nimm doch einfach eine Ersatzröhre, lege sie in der richtigen Lage (und Drehrichtung!!) zur Sonne schräg auf einen Terrassenstuhl o.ä. (wichtig, da nur in Schrägstellung eine Konvektion des Wärmemedium stattfinden kann) und ermittle die Temperatur am Wärmeübergang. Bei voller Sonne sollten das sehr schnell wenigstens 140 °C sein. Aber Vorsicht: eine aktuelle Hochvakuum-Röhre würde auf diese Art überhitzen und ggf. platzen, da ja die Wärme nicht abgeführt wird! Daher sofort nach dem "Installieren" kontinuierlich die Temperatur messen und den Test bei Überschreitung von ca. 150 °C sofort abbrechen! Im Hochsommer können diese 150°C in weniger als einer Minute erreicht sein! Die Glasröhre selbst bleibt dabei immer kalt, ist also kein Maßstab für die Funktion.
Gruß

Gerhard
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Beitragvon akhaas » 28.04.2008 21:47 Uhr

Hallo,

danke für die Tipps. Also Wärmeleitpaste wurde da verwendet. Mit der Ausrichtung der Röhren könnte es etwas zu tun haben. Ich habe aber gerade meine Röhren angesehen und keine Unterschiede festgestellt, wenn ich diese drehe. Ich bin der Meinung, bei diesen Röhren ist es egal, wie man sie dreht.
Defekt wird wahrscheinlich auch ausscheiden, denn dann müssten ja so ziemlich alle bzw. viele defekt sein. So kann dann eigentlich nur ein konstruktiver Fehler eine Möglichkeit sein.
Ich bin jeden falls einmal gespannt, welche Temperatur meine zwei Ersatzröhren bei Sonnenschein anzeigen werden. Werde dann auch enmal versuchen, diese zu drehen.
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Beitragvon jojo1956 » 31.07.2008 03:33 Uhr

Da eine Vacuumröhre je nach Länge 10 bis 15 l Inhlalt hat und 1 Liter Luft 1,3 Gramm wiegt,
ist die Röhre bei Vacuumverlust entsprechend schwerer.

Ob das Vacuum noch vorhanden ist kann man auch daran feststellen,
dass die Röhre im Betrieb äusserlich kalt bleiben sollte.

Grüsse Jochem


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