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Hallo Leute,
als erstes möchte ich mich bei euch hier Bedanken. Ich lese hier eifrig mit um unsere neue WP möglichst korrekt auszulegen. bis vor zwei WOchen wäre ich glaube ich noch der typische Kandidat gewesen der sich ne riesige WP mit viel zu viel Speicher gekauft hätte...
ABer jetzt hab ich dennoch einige Fragen:
1. Ein WP Hersteller hat mir trotz der 130qm FBH in meinem 140qm Haus einen 200l Pufferspeicher empfohlen "um bei einer Luft WP auch die Abtauenergie zur Verfügung zu stellen".
Ich hab davon noch nie was gelesen. Stimmt das wirklich? Ich dachte die WP wird elektrisch abgetaut?
2. So eine Luftt WP muss ja takten wenn man sie nicht gerade im Bivalenzpunkt betreibt und das Haus kalt ist. Wo muss ich denn meinen Bivalenzpunkt hinlegen dass ich eine sinnvolle Lebensdauer und Wirkungsgrad der WP erreiche? Weil je tiefer ich den Bivalenzpunkt lege desto größer wird meine WP und desto öfters geht die natürlich bei mittleren Temperaturen an und aus...??
Danke schonmal,
Gruß Bini
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Bei FBH und korrekt ausgeführten Abgleich vergiss den Pufferspeicher.
130 qm FBH mit 6 cm Estrich haben ca. ebensoviel Speichermasse wie 4000l Wasser. Was soll da ein Pufferspeicher bringen.
Eine WP taktet nicht, wenn das System WP-FBH korrekt abgeglichen wurde. Hier liegt immer ein Mangel beim HZB vor.
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Hi,
ok danke.
Ok, ich meine folgendes: Ich hab ne Umwälzpumpe geplant die permanent das Wasser durch die FBH pumpt. Alles ist ideal abgeglichen.
Aber ich benötige doch im Frühling kaum Heizleistung, weil die Außentemperatur entsprechend hoch ist. Das bedeutet doch daß die WP kaum noch an geht. Eben nur dann wenn meine gewählte FBH Temperatur (entspr. der Spreizung) unterschritten wird geht die WP kurz an. Im Winter entsprechend öfter mit größeren Laufzeiten, weil das Haus ja schneller auskühlt. Das verstehe ich unter Taktung.
Und wenn die WP immer an ist dann heizt die ja immer. Und das brauch ich ja im Frühling nicht...
Gruß Bini
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130 qm um 6 cm haben eine Speicherkapazität von knapp 5 kWh pro Grad K.
Welche Hysterese und welche Leistung hat Deine WP?
Bei 1 Grad Hysterese (und das ist eher wenig) und 10 kW Leistung müsste die WP selbst ohne Energieverlust eine Stunde durchlaufen.
Es ist schon richtig, dass eine WP im Winter länger läuft als im Sommer, aber wenn die durchschnittlichen Laufzeit unter einer Stunde wäre, dann stimmt im Gesamtsystem etwas nicht.
| Zitat: | | Wo muss ich denn meinen Bivalenzpunkt hinlegen dass ich eine sinnvolle Lebensdauer und Wirkungsgrad der WP erreiche? |
Der Bivalenzpunkt ist an sich der Punkt, an dem die WP nicht mehr alleine arbeiten kann, und hat mit der Laufzeit relativ wenig zu tun. Sollte relativ niedrig gelegt werden, hängt aber davon ab, welche Heizlast Dein Haus hat und wie die WP ausgelgt wurde. Bei mir liegt der Bivalenzpunkt bei -14 Grad C.
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Hi,
die Auslegungsberechnung auf der Dimplex Homepage hat eine 11kW Heizung ausgespuckt. Allerdings weiß ich auch nicht ob man der Berechnung so glauben kann. Aber der Vergleich mit anderen Leuten hier aus dem Forum hat ergeben daß es wohl in etwa so hinkommen könnte.
Als Hysterese habe ich 2 Grad K angenommen.
Die volle Stunde Laufzeit von dir ist ja für 2°K gerechnet.
Naja der Bivalenzpunkt hat indirekt schon was damit zu tun, denn wenn ich den niedriger wähle, dann spuckt mir die Berechnung eine 16kW Heizung aus (klar denn ich will bei niedriger Außentemp. ohne Heizstab auskommen). Und damit kann ich ja schon 3°K in einer Stunde aufheizen. Das heißt wenn ich nur 2°K eingestellt habe ist die Heizdauer (Laufzeit) kürzer wobei dann aber die Stillstandzeit der WP genauso lange ist wie vorher . Und das ist ja dann genau das was man nicht haben möchte....oder?
Gruß Bini
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11kW bzw. 16 kW bei 130 qm. Ich hoffe es handelt sich hier nicht um einen Neubau. (zum Vergleich ich habe 185 qm und eine 7 kW-LWP)
Außerdem sollte nicht eine Auslegungsrechnung auf der Homepage eines Hersteller verwendet werden, sondern eine korrekte Heizlastberechnung durchgeführt werden.
Ich (bzw. meine WP) gehe bei eine Hysterese von 1 von +/- 1 Grad aus, also insg. 2 Grad, richtig.
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Hi,
mhmm sollte ich mir jetzt Gedanken machen? Es handelt sich in der Tat um einen Neubau.... Also gut, dann rechne ich mal neu...
Aber deswegen bin ich ja hier. Noch kann ich mir die Heizung aussuchen... Ich stecke noch in den Planungen...
Wie ist denn dein Haus gedämmt? ich tippe mal auf KFW40??
Gruß Bini
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Es handelt sich um ein gutes KfW60-Haus. KfW-40 wurde nicht erreicht.
KfW-60 sehe ich als Standard an, vor allem wenn man eine LWP einbauen möchte, da man sonst immer Problem mit der VL-Temperatur bekommt. Wie wurde die FBH ausgelegt. Mehr als 35 Grad (besser noch max. 30 Grad) sollte es nicht sein. Für ein KfW60 solltes Du bei 130qm nicht mehr als 6-7 kW Heizlast benötigen, sonst wird sich das nie ausgehen.
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wir sind irgendwo zwischen KfW60 und EnEV. Die Vorlauftemp wird irgendwo bei 28° liegen. WW braucht ja auch nochmal ca. 2kW bei 4 Personen hab ich gelesen. Und dann sind wir bei 9kW Heizlast. (DIe 7kW Heizlast hatte ich auch so rausbekommen) 9KW Heizung gabs da nicht also 11KW. Die 16 kamen mir auch viel zu viel vor...
Na dann sind die 11kW doch garnicht so daneben...
Daß die 28° VL reichen sehe ich bei zwei bekannten. Beide haben ein Haus mit EnEV Mindestdämmung also 70 kWh/m²a
Gruß Bini
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| Zitat: | | Daß die 28° VL reichen sehe ich bei zwei bekannten. Beide haben ein Haus mit EnEV Mindestdämmung also 70 kWh/m²a |
Wenn Du zwischen 5-10 cm verlegst oder die Wände mitbeheizt kann es sich ausgehen, sonst wage ich es zu bezweifeln. Oder es war noch nicht richtig kalt. Bei 7 kW Heizleistung und 28 Gtrad VL kannst Du von einem benötigen Umlaufvolumen von gut 40l/min ausgehen, bei ca. 2l/min pro Kreis sind das 20 Kreise bzw. ein durchschnittlicher VL-Abstand von 6,5 cm. (Alles ziemlich überschlagsmäßig).
| Zitat: | | WW braucht ja auch nochmal ca. 2kW bei 4 Personen hab ich gelesen. |
Ist aber sehr gut gerechnet. Normalerweise reicht hier 1 kW auch, außer Ihr braucht sehr viel WW.
7 kW Heizlast bei 130 qm sind über 50 W/qm, was für einen Neubau sehr hoch ist.
Wie schon gesagt: Ohne eine genaue Heizlastberechnung und sinnvoller Auslegung der WP würde ich keine WP auswählen. Und ich würde, falls es noch möglich ist, den Dämmstandard verbessern. Die beste Heizung ist die, die man nicht benötigt.
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Mal zurück zur Eingangsfrage mit dem Abtauen: eine gute Luft-WP hat eine Heißgas-Abtauung, d.h. sie taut sich mit dem heißen Teil ihres eigenen Kältemittels ab. Das geht in wenigen Minuten und ist nur insoweit "elektrisch", als der KM-Kreislauf kurz umgedreht wird. Es wird also nicht etwa elektrisch geheizt. Ein Pufferspeicher ist dazu nicht nötig.
Eine gute Luft-WP ist außerdem modulierend ausgelegt; sie paßt also Drehzahl und Leistung an den Bedarf an. Das führt dazu, daß sie auch bei höheren Außentemperaturen nicht gleich taktet, sondern erst mal einfach langsamer läuft. Erst wenn die Außentemperaturen auch dafür zu hoch werden, beginnt sie zu takten (einstellbar).
Das Gleiche gilt für den Bivalenzpunkt: eine gute Luft-WP hat sozusagen keinen! Sie läuft bei hohem Leistungsbedarf einfach schneller und gleicht damit die gelieferte Leistung an den Bedarf an. Erst wenn das nicht mehr reicht, kann / muß eine 2. Heizquelle zugeschaltet werden. Dieser Punkt ist -abhängig von der Leistungsauslegung- ebenfalls einstellbar und kann bei modernen WPn bis -25 °C reichen; d.h. diese Pumpen sind in unseren Breiten monovalent zu betreiben. Dazu ist allerdings die Pumpe in der Leistung an den höheren Bedarf anzupassen. Im Gegensatz zu Constant-speed-Pumpen ist das aus den o.g. Gründen bei wenig Leistungsbedarf kein Nachteil; d.h. (nur) diese Pumpensorte bleibt auch bei (mäßiger) Überdimensionierung wirtschaftlich.
_________________ Gruß
Gerhard
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Ahh, super Danke....
Und welcher Hersteler baut eine solche "gute", modulierende WP?
Gruß Bini
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