Hallo Güni,
das Thema WP-Unterstützung bei einer Radiatorenheizung will hydraulisch und schaltungstechnisch vorab gut überlegt sein, wenn es effizient sein soll, aber funktionieren kann es.
Normale (= Niedertemperatur-) L/W-WPn heizen das Wasser am liebsten nicht auf mehr als 35°C auf. Gemeint ist damit die absolute Temperatur, nicht etwa die Temperaturerhöhung des Wassers! Es bringt also i.d.R. nix, eine solche WP etwa in den Rücklauf einer Ölheizung zu hängen, weil das Wasser i.d.R. dort schon mit mehr als 35 °C ankommt.
Also muß eine Hochtemperatur-WP her. Wenn die effizient sein soll, muß sie modulierend (=drehzahlgeregelt) ausgelegt sein. Typisch dafür sind die Inverter-Split-Klimaanlagen-Außengeräte mit separatem Innen-WT. Die bringen auch bei über 50°C Heizwasser noch COPs > 3, wenn es draußen nicht allzu kalt ist. Wird es zu kalt, muß eben die Ölheizung alleine ran.
Hat man eine solche WP, kann man sich eine komplizierte Hydraulik sparen und WP und Ölbrenner einfach parallel auf den gleichen Puffer arbeiten lassen. Das Gerät mit der minimal höher eingestellten Kesseltemperatur "gewinnt". Wird jetzt die WP so eingestellt, daß sie nur bis z. B. - 5 °C arbeitet, übernimmt bei kälteren Außentemperaturen automatisch die Ölheizung. Natürlich kann man den Bivalenzpunkt auch auf jede andere Temperatur legen; die WPn arbeiten z. T. bis -25 °C (ohne Heizstab!), sind dann aber nicht mehr so effizient wie eine gute Ölheizung (falls der Ölpreis nicht noch weiter steigt...

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