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Max71
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Beitragvon Max71 » 09.04.2008 17:13 Uhr

Hallo,
nach dem ich nun schon eine ganze Weile die Beiträge in diesem Forum verfolge, möchte ich selbst eine Frage stellen.

Wir bauen derzeit ein EFH in der Nähe von Ludwigshafen (Pfalz). Der Rohbau (36,5er BISOTHERM-Steine), samt Dach (Aufdachdämmung) und Fenster (3-fach Verglasung) steht bereits. Offen ist allerdings noch das Thema Heizung. Ursprünglich war/ist eine Gasbrennwert-Heizung und Solar für das Brauchwasser sowie eine Fußbodenheizung im ganzen Haus vorgesehen. Eine Wärmpumpe hatten wir zunächst wegen der hohen Kosten ausgeschlossen. Diese Entscheidung, möchte ich nun aber nochmals in Frage stellen.

Laut der ENEV-Berechnung kommen wir auf einen Primärenergieverbrauch von ca. 60 KwH/qm/a (bei ca. 230 qm). Der Heizungsbauer hat einen Wärmebedarf von 8.820 W ausgerechnet. Diese Werte müssen wohl nach oben korrigiert werden, da wir statt eines Dämmputzes einen "normalen" Putz auftragen werden.

Das WP-Angebot des Heizungsbauers sieht eine Viessmann-WP mit 9,7 KW (mit Erdsonde) vor. Die Kosten inkl. Bohrung liegen mit 32.000 EUR ca. 17.000 EUR über den Kosten der Gasheizung (.

Nachdem ich nun einiges über die verschiedenen Heizungssysteme gelesen habe, weiss ich weniger als zuvor. Jeder empfiehlt etwas anderes.

Nun die Fragen:
Welches Heizungssystem würdet Ihr uns empfehlen?
Ist das Angebot unserers Heizungsbauers Wärmepumpe angemessen und kann sich das amortisieren?

PS: Die Solaranlage für das Brauchwasser ist bereits installiert.

Vielen Dank schon mal!

Grüße
Frank

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 09.04.2008 18:46 Uhr

Bitte tut euch den Gefallen und dämmt euer Haus mit einem diffusionoffenen Wand- und Dachaufbau!
Eine gut gedämmte Gebäudehülle vermeidet von vornherein unnötigen Energieverbrauch. Die Kosten für Dämmung sind beim Neubau nicht so gravierend. Bessere Dämmung ist gleich niedrigerer Energiebedarf, das senkt die Energiekosten und ermöglicht den Einbau einer kleineren Heizungsanlage (kW-abhängig), dies senkt auch die Investitionskosten für die Heiztechnik.

Im günstigsten Fall ist das Haus so gut gedämmt, dass eine Wärmepumpe die wirtschaftlich und ökologisch beste Lösung (hohe Jahresarbeitszahl) ist. Dies ist nämlich entscheidend davon abhängig, wie die energetischen Werte (niedrige Transmissionswärmeverluste, geringe U-Werte der Außenbauteile, kleiner Wärmebrückenanteil) des Gebäudes sind.

Die U-Werte der Außenwände und der Dachflächen sollten mindestens unter 0,16 W/m²K liegen, gegen Erdreich unter 0,22 W/m²K. Das wäre eine gute Ausgangsbasis für eine energiesparende Bauweise.

Eine technische Lösung bei Wärmebrücken im Massivbau ist ein Wärmebrückendämmstein. >>
http://energie-effizientes-haus.de/html/infos_prospekte_versandservice.html#FOAMGLAS-Wae rmebrueckendaemmsteinPerinsulSL


Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon gergenerdwaerme » 15.04.2008 09:59 Uhr

Hallo Max
Lass Dir unbedingt ein Angebot über eine Direktverdampfer-WP machen - dann wirst Du sehen welche großen Preisunterschiede bestehen! Dein 'Heizi' kann sich wegen näherer Infos gerne an mich wenden.

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