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Hallo,
auch nach dem Lesen der Beiträge im Forum zweifle ich immer noch stark daran, ob wir die Elektroheizung im erworbenen Haus behalten oder im Zuge der anstehenden Renovierung vor unserem Einzug ersetzen sollen. Für jede Idee und weiterführende Hinweise wäre ich SEHR dankbar.
Unsere Situation stellt sich folgendermaßen dar:
Haus von 1970, 230 qm beheizte Wohnfläche, 2006 neue Fenster mit Dreifachverglasung. Das Haus ist eine DHH mit sehr guter Ausrichtung nach Süden (unverschattet).
Der gesamte Stromverbrauch (Heizung, Warmwasser, übriger Strom) beläuft sich nach Einbau der Fenster auf gut 21.000 kw/h pro Jahr. Wenn ich davon ausgehe, dass ein 4-Personen-Haushalt im Jahr 4.000 kw/h an Strom braucht, bleiben für Warmwasser und Heizung 17.000 kw/h übrig. Ich kann selbst überhaupt nicht einschätzen, ob das ein hoher Verbrauch ist oder nicht.
GEGEN einen Wechsel sprechen m.E. die erheblichen Umbauarbeiten (Verlegen der Heizungsrohre, Gasanschluss legen etc.) sowie die Kosten, die sich wohl erst nach 10 Jahren oder später amortisieren - und bis dahin brauche ich wohl wieder einen neuen Brenner, wohingegen die Elektroheizung seit 1970 klaglos ihren Dienst versieht.
FÜR einen Wechsel sprechen Umweltschutzgesichtspunkte und, vielleicht, ein Spareffekt? In Frage käme ein Kondensations-Gaskessel, ggf. in Verbindung mit Solarzellen zur Erwärmung des Brauchwassers. Wäremetauscher entfallen wohl, da wir keine Fussbodenheizung verlegen werden.
Hat jemand schon Erfahrungen mit dem Ersatz von Elektroheizungen und dem nachträglichen Einbau eines "normalen" Systems gemacht? Wie kann ich am besten errechnen, ob sich das Ganze rentiert?
DANKE im Voraus!
Stephan
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| roro hat Folgendes geschrieben: | 17000 kWh Wärmebedarf (kw/h gibt es nicht) sind für ein Haus aus 1970 an sich ein sehr guter Wert.
Was ist schon vorhanden?
Radiatoren, FBH, ... |
Na, wenn ich es richtig kapiere, sind eben Kabel vorhanden statt Rohre; schließlich ist es eine E-Heizung. Vermutlich werden es Nachtspeicheröfen sein oder Fußboden-Elektroheizschlangen. Ergo müßte für jede andere Art von Heizung erst mal das gesamte Haus verrohrt werden.
Bei 230 qm schließe ich auf ein mehrstöckiges Haus; damit reicht die sonst probate Lösung nicht aus, die neuen Rohre einfach an der Kellerdecke zu verlegen und jeweils am Ort des geplanten Heizkörpers durch die Decke ins Erdgeschoß zu gehen. Immerhin könnte man das Erdgeschoß wenigstens auf diese Art verrohren, ohne zuviel Aufwand für das Verlegen und Verdecken der Rohre zu treiben. Das Obergeschoß könnte man vllt. in ähnlicher Weise vom Dach aus versorgen; das würde nur eine Steigleitung fürs gesamte Haus erfordern.
Da die Versorgungsrohre je Raum dann aber von der Decke kämen statt aus dem Fußboden, müßte man mehr Aufwand für die Verkleidung aufwenden oder ggf. deckenhohe Design-Flachheizwände benutzen. Aber für machbar halte ich die Sache schon, sogar in Eigenleistung.
Eine Alternative könnte ein Wärmepumpentarif für die vorhandene E-Heizung sein, falls nicht eh schon ein Sondertarif besteht. Bekanntlich darf jede fest angeschlossene E-Heizung per WP-Tarif betrieben werden, und Nachtspeicheröfen sind prädestiniert für solche Spezialtarife, weil sie auch die Sperrzeiten bestens überbrücken (besser als jede WP).
_________________ Gruß
Gerhard
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Da es sich offensichtlich um veraltete Elektroheizungen handelt, die sicherlich im Verbrauch sehr hoch zu Buche stehen, würde ich in jedem Fall über eine Erneuerung nachdenken.
Wie mein Vorredner schon sagte, sind ja Elektroanschlüsse vorhanden und sicherlich auch ein separater Stromkreis für die Heizungen. Eine Installation eines "fremden" Heizsystems würde ich also ausschliessen, allein wegen der Installationskosten und des Aufwandes.
Ist eigentlich ein klassischer Fall über eine moderne Infrarot-Wärmewällenheizung nachzudenken. Die vorhandenen Anschlüsse können genutzt werden, man heizt ökonomisch, hat keinerlei Wartungskosten und die Einsparung dürfte erheblich sein... sollte man sich mal ausrechnen lassen.
_________________ René Schneider
Es ist eigentlich ganz einfach Energie zu sparen...
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na die ratschläge halten sich hier ja noch in grenzen.
die elektroheizung (nachtspeicher) würde ich auf alle fälle nicht beibehalten und auch nicht mit etwas ähnlichem erneuern.
ab 2020 ist sowie so mit speicherheizungen schluss und es ist absehbar, dass die nachtstomtarife ständig teuerer werden. Eine direk-stromheizung wie es wohl eine infrarot-wärmewellenheizung ist bekommt wohl auch nur einen hohen stromtarif und ist außerdem nicht gerade ökologisch.
mein rat: auch wenn' schwer fällt, einbau einer warmwasser-heizung, rohrleitungen, eventuell flächenheizung und als wärmeerzeuger ev. ergas-brennwerttechnik mit solarer heizungsunterstützung (gute fördermöglichkeiten)
als erstes noch versuchen den gebäudewärmebedarf zu senken z.b. durch dämmung außenwände wdvs.
ein gebäude-energieberater kann hier am besten beraten und die jeweiligen fördermöglichkeiten erklären.
gruß fathomas
_________________ fathomas
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Also wir stehen zurZeit auch vor diesen Problem.
Wir könnten aktuell das Haus von meinem Vater kaufen. (Meine Eltern sind geschieden und mein Vater kann das Haus nicht mehr alleine tragen und muss es somit verkaufen).
Eigentlich sind wir jetzt noch gar nicht auf einen Hauskauf ausgerichtet gewesen und haben bisher 0 Eigenkapital. Müssen also ne erhebliche Summe aufnehmen.
Das komplette Haus ist mit Nachtspeicheröfen bestückt. Es gibt keinerleich Vorrichtungen für eine alternative, andere Heizung.
Aber: Er hat das Haus wirklich sehr gut isoliert, und die Heizkörper mit einer Elektronik ausgestattet, die sich dem Wetter und den temperaturen automatisch anpasst. Der Verbrauch dieser Nachtspeicheröfen ist daher eigentlich ganz ok.
Natürlich möchten wir auch an die Umwelt denken. Nachtspeicheröfen sind definitiv Stromfresser und jeder der jetzt die Möglichkeit hat (und auch die finanziellen Mittel), der sollte die Dinger möglichst schnell austauschen!
Bei uns ist das Problem, dass wir aktuell am finanziellen Limit angekommen sind. Selbst mit Fördergeldern oder Krediten mit geringen Zinsen, irgendwann ist einfach Schluss bei ner bestimmten Gehaltsklasse.
Daher überlegen wir im Moment die Öfen noch ein paar Jahre im Haus zu lassen und dann in 6-10 Jahren aus zu tauschen.
Ich bin mir halt momentan sehr unschlüssig welche Heizung sonst alternativ für uns in Frage käme.
Irgendwie kommen jedes Jahr wieder andere Anforderungen und Kostenerhöhungen auf einen zu.
(Z.B. vor einiger Zeit wurden die Pelletsheizungen noch hochgelobt. Jetzt sollen die auf einmal auch die Umwelt belasten! Wärmepumpen verbrauchen angeblich auch zu viel Strom, Öl und Gas sind keine nachwachsenden Rohstoffe... und und und.).
Auch wenn's naiv klingt, ich hoffe einfach darauf dass in den nächsten 6-10 Jahren etwas mehr Klarheit und Erfahrung auf dem Heizungsmarkt herrscht.
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ich würde mich nicht verrückt machen lassen wegen der dauernden Änderungen bei den Empfehlungen.
Das mit der Verteuerung und der Umweltbelastung durch die Pellets war abzusehen, denn sie durchlaufen einen aufwendigen Herstellungsprozeß und erzeugen natürlich CO2, wie alles, das verbrennt. Immerhin verbrennen sie relativ sauber.
Was jetzt noch (oder wieder?) kommt, sind Stirling-Heißluftmotoren als BHKW in Verbindung mit Pellets. Hochinteressant, aber m.E. noch nicht ganz serienreif (Sunmachine wird da wohl widersprechen.....).
Also, wie ich schon schrieb, eine Wärmepumpe könnte das Problem lösen, wenn man den Aufwand für die Verrohrung treiben will. Öl oder Gas wäre mir viel zu teuer und vor allem zu schade, Pellets nur verheizen auch. Pellets + Stirling könnte interessant werden.......
_________________ Gruß
Gerhard
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Hallo zusammen,
wir haben so einen Umbau schon durchgeführt.
Die Nachtspeicheröfen wurden durch Klimakonvektoren ersetzt und als Heizsystem wurde eine Luft WP eingesetzt. Ob das bei euren Objekten geht, und wenn ja wie muß vor Ort geklärt werden.
Gruß Volker
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@experte-j
Darf man fragen wie viel das im groben bei Euch gekostet hat? Ich weiß, man kann das nicht auf andere Gebäude etc. umrechnen, aber einfach nur mal um eine grobe Hausnummer zu bekommen.
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Hallo Kracks,
Die Klimakonvektoren kosten pro Stück ca 400- 600 €.
Die WP ca 10 T€.
Zubehör ( Pumpen Puffer usw) 2-6 T€
Einbau ab ca 5 T€ je nach Aufwand.
Wo bist du zu Hause? Schicke mal PN.
Als ca Werte zu betrachten!!!
Gruß Volker
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Hallo aktuelle und zukünftige Energiesparer/Innen,
ich bin neu in Eurem Forum und hoffe, Ihr heißt mich mit meinem ersten Beitrag willkommen.
Also es geht um das zweietagige und unterkellerte Doppelhaus (Haus 1 mit 100qm/Etage, Haus 2 mit 2 Wohnungen 50&70qm) meiner Eltern, welches ca. 1980 ohne vernünftige Installation von wasserführenden Leitungen außer Kaltwasserrohren vom Vorbesitzer erbaut und von meinen Eltern 1987 gekauft wurde. Heißt also nur Nachspeicheröfen von Asbest-Malag und 'ne Menge Durchlauferhitzer.
Einziger Wehrmutstropfen ist, dass ein großes Bad und das darunterliegende kleine Bad über einen Boiler aus dem Keller Warmwasser erhalten und dass das mäßig steile Dach genau nach Süden zeigt und eine Menge Sonne abbekommt. Weiterhin gibt es in der Mitte des Haupthauses einen großen Kamin mit offener "Feuerstelle". Da würde vielleicht ein Kachelofen angebaut werden können, der dann zwei Etagen erwärmen würde. Nur so ein Idee...
Im Moment wohnt meine Mutter in dem riesen Haus und klagt über enorme Stromrechnungen für die Heizung (230 €/Monat nur Heizung) und die Mieter nebenan sind auch nicht glücklich.
Ich finde diese Energiesituation völlig inakzetpabel und mache mir richtige Sorgen über den unnötigen Verschleiß.
Hat jemand eine gute Idee, wo & wie ich mit energiebewussten Umbaumaßnahmen beginnen kann.
Bis gestern schwebte mir noch die Lösung vor einfach Solarzellen/Photovoltaik aufs Dach zu "knallen" und dann einigermaßen autark den Strom zu produzieren. Von diesem naiven Gedanken habe ich mich jedoch nach Durchkämmen einiger Internetbeiträge verabschiedet. Strom scheint zur Wärmeerzeugung im Haus ziemlich ineffektiv.
Die Erzeugung von Warmwasser über Solar ist vorerst auch sinnlos, weil wir keine warmwasserfürhenden Leitungen im Haus haben.
Was evtl. noch gehen könnte, wäre eine Nachrüstung von Rohren in der Decke, weil dort eine Menge Platz im Haus ist, denn die Etagen und Dachbalken sind offen und könnten nach der Installation abgehängt werden. Es würde jedoch ein Mordsaufwand.
Weiterhin habe ich das mit den Klimakonvektoren überflogen, aber dazu weiß ich noch zu wenig.
Für jeden konstruktiven Hinweis bin ich offen!
Bitte um Hilfe!
Ciao
Jdz
Zuletzt bearbeitet von Judaszeuger am 17.07.2008 14:36, insgesamt einmal bearbeitet
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Hallo Jdz,
Verstehe ich das richtig? Haus 1 hat 3x 150m² oder 1x150m² auf drei Etagen verteilt.
Wissenwert wäre der Jahresheizenergieverbrauch und wie der Wand/Dachaufbau dämmtechnisch aussieht.
_________________ Gruß Michael
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Hallo Michael,
danke für Deinen Beitrag!
Also das Haus hat einen Keller und ein Erdgeschoss mit je ca. 100, die 1. Etage hat ca. 80 und der unbewohnbare Speicher kA. Ich habe mit 150 etwas pro Etage übertrieben... Es sind auf jeden Fall viele Zimmer pro Etage mit je einem Nachtspeicherofen, Parterre (5 Zimmer+Wintergarten+Bad+Küche), 1. Stock (5 Zimmer, Diele, 2 Bäder) und Keller (6 Zimmer, Sauna&Bad) . Das Dach ist innen mit Glaswolle zwischen den Balken isoliert und über die Wände weiß ich leider wenig, nur dass sie dick sind. Die Fenster sind Doppelglas mit Holzrahmen.
Wie kann ich denn etwas über die Isolation der Wänder herausfinden?
Die kWh bringe ich bis heute Abend in Erfahrung, bisher weiß ich nur etwas über die monatlichen Kosten.
Ciao und danke
Jdz
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Hi noch mal,
also ich habe jetzt genauere Angaben:
Gesamtenergiebedarf der Nachtspeicheröfen im Jahr: 20300kWh
So nun zur Wohnfläche, was ich selbst nicht glauben kann, aber meine Mutter meinte, dass dies so wäre. Gesamtwohnfläche (mit Treppenhaus) 560qm, ist mir schon fast peinlich.
Ich bin alle Zimmer "im Geist" durchgegangen:
Wir haben drei Größen an MALAG-Öfen, alle wie es ausschaut mit Asbest. das ist echt schlimm.
- EG: 4 große, 4 mittlere, 1 kleiner Ofen bzw. Öfen
- 1. Etage: 3 große, 4 mittlere
- Keller: 3 große, 1 kleiner
Und ich kann kaum glauben, dass ein Mal im Jahr ein Elektriker kommt, die Öfen auseinanderbaut und dann von Staub befreit. Da wird bestimmt ´ne Menge Asbest frei... Unverantwortlich!
Hat jemand einen guten Tipp für mich?
Ciao
Jdz
PS: Skizze des EG mit Paint:
...
Der 1. Stock und der Keller haben etwa dieselbe Größe, jedoch ohne Wintergarten.
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