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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Kosten und sonstiger Aufwand für Wärmepumpe

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command

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 26.03.2008,
Beiträge: 7
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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Heizen mit Erdwärme

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hi, hatte meine Frage schon mal unter der Rubrik "Pelletheizung" gestellt. Da wurde mir beschienigt, dass die Anlage wohl zu teuer würde. Daher hier jetzt noch einmal:
Bin gerade dabei mir ein Haus zu kaufen und stehe dann vor dem Problem, welche Heizung ich einbaue - ich denke, dass man mir hier im Forum helfen kann:

Das Haus wurde 1910 erbaut.
Wohnfläche: 100 qm (Haupthaus)
35 qm (Nebengebäude)
6 Personen

Das Haus verfügt über keine besondere Isolierung, lediglich doppelt verglaste Fenster. Zum Dach hin wird die Decke isoliert.

Zurzeit ist im Haupthaus eine Gaszentralheizung (25 Jahre alt)
Im Nebenhaus ist eine Ölheizung (die muss auf jeden Fall weg!)

Unser Plan ist, mit der Heizung aus dem Hauptgebäude auch das Nebengebäude (ist ca. 10 m vom Hauptgebäude entfernt - da müssten natürlich Leitungen gelegt werden) mit zu versorgen. Evtl. kommen im Nebengebäude noch ca. 20 qm dazu.
Die Heizung soll außerdem für Warmwasser sorgen.

So das war's erst mal, was mir dazu einfällt. Jetzt bin ich froh um jeden Tipp, den man uns geben kann.
Ach ja, wir haben so ca. 15.000 Euro für die Heizung veranschlagt - ist das realistisch?
Nach Möglichkeit wollen wir die alten Heizkörper drin lassen.

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roro

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.11.2006,
Beiträge: 946
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Ich würde Dir einmal folgenden Thread
neue-luftwaermepumpe-macht-uns...ftwaermepumpe-macht-uns-kummer
empfehlen.

Der Einbau einer WP ohne Änderung des Gesamtsystems ist weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll. Es ist leider nur mit dem Tausch der Heizungsanlage nicht getan.

Zitat:
Nach Möglichkeit wollen wir die alten Heizkörper drin lassen.


Das ist vollkommen unmöglich, dann kannst Du Dir gleich eine Stromheizung einbauen. Welche Heizlast und welche VL-Temperatur ist notwendig?

BTW: Ich rechne, dass Dir die ganze Sache mehr als 15000,00 EUR kosten wird, und eine Pelletsheizung eher das günstigere sein wird. Hier können nämlich die Heizkörper bleiben.

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Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Mach dir die Erkenntnisse aus dem Forenbeiträgen zu Nutze und beauftrage einen einen unabhängigen Energieberater. Man muss sich vor Ort einen Gesamteindruck machen und kann dann ein ausgereiftes Sanierungskonzept vorschlagen.
Dies sollte eigentlich vor jedem Erwerb einer Altbau-/Bestandsimmobilie selbstverständlich sein. Der Energieberater nennt dann auch einen etwaigen Kostenrahmen und geht auf Schwächen des Gebäudes ein. Vielleicht ist dann das vermeintlich Schnäppchen aus objektiven Gründen ausgeschieden.

Die Verbraucherzentralen bieten diesen Service gegen geringe Gebühr an.
http://www.verbraucherzentrale...erzentrale-energieberatung.de/


Gruß

Thomas Heufers

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KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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GMil

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.02.2008, Wohnort: Nähe Fürth / Bayern
Beiträge: 671
Benutzer-Profile anzeigen Antworten mit Zitat
roro hat Folgendes geschrieben:
.........................
Zitat:
Nach Möglichkeit wollen wir die alten Heizkörper drin lassen.


Das ist vollkommen unmöglich, dann kannst Du Dir gleich eine Stromheizung einbauen. ........


Das mit der Unmöglichkeit der WP-Nutzung im Bestandshaus sehe ich nach wie vor nicht so, denn z. B. bei mir wurde auch kein Heizkörper getauscht! Es gibt heute sehr wohl Luft-Wasser-Wärmepumpen, die bei Vorlauftemperaturen um 60°C herum wirtschaftlich arbeiten, und ich bin sicher, gerade dieser Zweig ist zukünftig wirtschaftlich viel bedeutender als das vergleichsweise ausgereizte Niedrigtemperaturgeschäft beim Neubau.

Man muß sich nur mal das riesige Feld der Bestandshäuser anschauen, das doch vergleichsweise sehr viel größer ist als das der Neubauten. Sollen die denn alle auf fossilen Heizungen "sitzen bleiben"? Wohl kaum jemand wird ein bestehendes Haus z. B. auf FBH umrüsten, wenn es "ohne" auch geht. Natürlich würden Niedrigtemperatur-WPn noch etwas effizienter arbeiten können, aber zu welchem Preis (des Gesamtsystems)?

Nehmen wir mal an, ein Hausherr würde sein gesamtes Bestandshaus auf FBH / Niedrigtemperatur-Radiatoren umrüsten lassen und dafür 20 k€ ausgeben (mit Räumung des kompletten Hauses während der Umbauphase, Einlagern der Möbel, Wohnen im Hotel etc.). Eine WP für dieses Haus, egal, ob HT-oder NT-Ausführung, würde etwa gleich viel kosten. Die NT-WP hätte eine JAZ von 3, die HT-WP eine von 2 (bewußt schlecht gerechnet!) ; der Wärmebedarf des Althauses beliefe sich vorher wie nachher auf 30.000 kWh/a; die kWh würde 15 ct kosten.

Damit kostet die HT-WP im Jahr 2.250 € an Strom; die NT-WP nur 1.500 €. Die Differenz beträgt mithin 750 €/a. Die Umbaukosten von 20 k€ nur für die FBH würden sich erst nach 27 Jahren amortisieren, wenn man Kreditkosten einerseits und Stromverteuerung andererseits mal wegläßt.

Es ist also für die sinnvolle Nutzung einer WP statt Fossilbrennstoffen keineswegs immer die Radikal-Komplettlösung (Keller, Fassade, Dach, Fenster, FBH,.........) erforderlich, die am besten die Runderneuerung des gesamten Hauses beinhaltet, eine Bewohnung während der Umbauphase praktisch ausschließt und Beträge kosten kann, für die man das Haus auch verkaufen und ein neues, aktuell gedämmtes erstellen könnte.

Fossilbrennstoffe sind heute viel zu wertvoll, um sie einfach zu verheizen. Strom läßt sich dagegen effizient und umweltschonend auch anderweitig erzeugen. Frankreich und England werden z. B. neue AKWs bauen; angesichts der CO2-Debatte sicher eine bedeutend sinnvollere Lösung als die bei uns geplanten Braunkohle-Anlagen. Ökonomisch ist das AKW sowieso die beste Lösung für uns Kunden, denn AKWs können so kostengünstig betrieben werden, daß man sich davon am ehesten einen flacheren Anstieg der Energiepreise erhoffen kann.

_________________
Gruß

Gerhard

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roro

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.11.2006,
Beiträge: 946
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JUNKERS Wärmepumpen


Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Zitat:
Es gibt heute sehr wohl Luft-Wasser-Wärmepumpen, die bei Vorlauftemperaturen um 60°C herum wirtschaftlich arbeiten, und ich bin sicher, gerade dieser Zweig ist zukünftig wirtschaftlich viel bedeutender als das vergleichsweise ausgereizte Niedrigtemperaturgeschäft beim Neubau.


Zeig mir eine LWP die beim Betriebspunkt -10/60 einen COP von > 2 erreicht.
Außerdem gibt es hier ein physikalischen Problem.

Die max. COP einer jeden WP ist beschränkt durch COP < T_max/(T_max - T_min) daher ist beim Beitriebspunkt -10/60 keine COP von größer 4,75 möglich, selbst bei einem optimalen System ohne Verluste.

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