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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Welche Wärmepumpe soll ich einsetzen?

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HRohde

Erfahrung:
Anmeldedatum: 07.12.2007, Wohnort: Duisburg
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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Warmwasser mit Wärmepumpen

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo Zusammen

Leider muss ich feststellen das ich bei der Auswahl einer geeigneten Wärmepumpe immer wieder auf Probleme seiten der Anbieter stosse.
Zuvor erstmal ich baue neu freistehen mit 143 qm Wohnfläche und Keller.
Mit im Paket ist eine Solaranlage mit Regelung und 300 l Speicher.
Der Heizwärmebedarf des Hauses liegt bei 48,45 kwh/qma laut Energiebedarfsberechnung.
Als erstes wurde mir eine Wärmepumpenleistung von ca.8 KW angeboten.
Laut meiner Berechnung liegt die Leistung ohne Warmwasser aber nur bei 3,84 KW.
Weiter wurden mir unterschiedliche System mit teilweise exorbitat hohen Preisen angeboten.
Z.B. eine Sole/Wasserwärmepumpe mit Bohrung wo allein die Bohrung 12000 Euro kosten soll.
Was mir am Sinnvollsten erschien war eine Wasser/Wasserwärmepumpe
Aber auch da wurde mir abgeraten weil der Schluckbrunnen Probleme bereiten würde und die Wasserqualität sehr gut sein müsste.

Meine Fragen an die Experten hier:

Wer kann mir einen Rat geben welche preisgünstige Anlage ich einsetzen kann
Ist meine Berechnung der Heizleistung richtig

Was ist von einer Wasser/Wasserwärmepumpe zu halten

Vielen Dank im Voraus für die Antworten

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GMil

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.02.2008, Wohnort: Nähe Fürth / Bayern
Beiträge: 671
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Meine Laienantwort zum Punkt Wasser-Wasser-WP: in den meisten Fällen ist wohl nicht die Wasserqualität der ausschlaggebende Faktor, sondern die zu geringe Menge (abgesehen von der notwendigen wasserwirtschaftlichen Genehmigung). Zwischen Saug- und Schluckbrunnen müssen m.W. je nach Größe der WP einige tausend Liter Wasser pro Stunde fließen können, ohne daß ein Rücklauf vom Schluck- zum Saugbrunnen stattfindet. Wer also nicht mal eben einen unter- (oder ober-!) -irdischen Flußlauf im Grundstück hat, wird sich da schwertun, die notwendigen Wassermengen herzubekommen.

Die Bohrlochproblematik hat auch mich von der Sole-WP abgehalten, da die notwendige Bohrtiefe (und damit die Kosten) sehr von der Bodenbeschaffenheit abhängt. Was blieb, war die unproblematische und vor allem preislich genau kalkulierbare Luft-Wasser-WP. Damit stellt man sicher keine Wirkungsgrad-Rekorde auf, aber für die bei der Beschaffung gesparten Tausender kann man doch allerhand Strom zukaufen.

_________________
Gruß

Gerhard

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gergenerdwaerme

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Anmeldedatum: 14.08.2006, Wohnort: voelklingen
Beiträge: 166
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HRohde:
Über eine interessante Variante solltest Du Dir mal ein Angebot machen lassen: Direktverdampfer-WP. Wenn Du Adressen von Fachfirmen benötigst - einfach posten.
Direktverdampfer-WP sind preisgünstig und extrem wirtschaftlich!
Kurt Gergen

_________________
Gergen-Erdwärme

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kältebauer

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 09.01.2008, Wohnort: rinteln/bei Hannover
Beiträge: 283
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.nature-waerme.de Antworten mit Zitat
Hallo

Eine Wasser-Wasser Wärmepumpe ist wohl die beste Wahl aber wie du schon erwähnt hast,die brunnen musst du regelmäßig rückspülen und den schluckbrunnen gegebenfalls auch mal aussaugen lassen wenn man pech hatt sitzt der in 2-3 jahren zu und muss gereinigt werden.
wenn du sehr eisenhaltigeswasser hast ist das nicht so gut für deinen Wärmetauscher da würde ich einen vorwärmetauscher setzen.
Das ganze musst du dir durchrechenen ob nicht vieleicht auch eine lutpumpe in frage kommt, bei 1-2 arbeitszahlen die die schlechter ist kannst du für die brunnen und pumpe,rohrleitung usw.... den mehrverbrauch einer luftpumpe lange lange auffangen.

Gruss Dirk

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machtnix

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Beiträge: 1587
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Deine Wärmebedarfsrechnung stimmt wohl so nicht.
Bei 143m² würde ich mal von ca.40W/m² ausgehen dann wären das mal so über den Daumen 5720Watt die du an Heizleistung benötigst.
Dann kommen noch 20% aufschlag wegen der EVU Abschaltung dazu dann wären das mal überschlägig 6864Watt.
Genaueres kann natürlich nur eine Heizlastberechnung nach EN12831 ergeben.
Diese kannst du hier www.waermebedarfservice.de... in Auftrag geben.

Da der Bagger eh schon bei einem Erdaushub da ist,soll er doch gleich den Garten mit ausheben damit du dir Direktverdampfer Kollektoren legen lassen kannst.
www.sofath.com... da wird dir geholfen.

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Shark

Erfahrung: ***
Anmeldedatum: 02.04.2006,
Beiträge: 28
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Zitat:
Meine Laienantwort zum Punkt Wasser-Wasser-WP: in den meisten Fällen ist wohl nicht die Wasserqualität der ausschlaggebende Faktor, sondern die zu geringe Menge (abgesehen von der notwendigen wasserwirtschaftlichen Genehmigung). Zwischen Saug- und Schluckbrunnen müssen m.W. je nach Größe der WP einige tausend Liter Wasser pro Stunde fließen können, ohne daß ein Rücklauf vom Schluck- zum Saugbrunnen stattfindet. Wer also nicht mal eben einen unter- (oder ober-!) -irdischen Flußlauf im Grundstück hat, wird sich da schwertun, die notwendigen Wassermengen herzubekommen.


Stimmt nicht, wir haben seit zwei Jahren ein WW-WP und hatten noch nie Problem mit zuwenig Grundwasser. Vorteil dieser WP`s ist der sehr hohe Nutzungsgrad, da auch im Winter rel. stabile Wassertemperaturen vorhanden sind. Bei uns steht das GW auf 3,5m und hat immer so um die 13/14°.

Viele Grüße
Shark

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GMil

Erfahrung: *****
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Beiträge: 671
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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Shark hat Folgendes geschrieben:
..........Stimmt nicht, wir haben seit zwei Jahren ein WW-WP und hatten noch nie Problem mit zuwenig Grundwasser. Vorteil dieser WP`s ist der sehr hohe Nutzungsgrad, da auch im Winter rel. stabile Wassertemperaturen vorhanden sind. Bei uns steht das GW auf 3,5m und hat immer so um die 13/14°.

Viele Grüße
Shark


Keine Frage, wenn eine solche Pumpe einsetzbar ist, ist der Wirkungsgrad sehr hoch. Dabei geht es weniger um die Grundwasser-Höhe als um die Nachfließgeschwindigkeit. Es muß einfach die von der Pumpe pro Zeiteinheit benötigte Wassermenge im Saugbrunnen aus der Umgebung nachfließen können und im Schluckbrunnen verschwinden können, ohne von dort zum Saugbrunnen zurückzufließen. Würde das passieren, würde die WP das Grundwasser immer mehr abkühlen und den Wiirkungsgrad zunehmend verschlechtern. Die Pumpe funktioniert dann noch, nur lange nicht so gut, wie sie unter besseren Bedingungen könnte.

Bei uns im Grundstück gibt es z. B. auch einen unterirdischen "Bachlauf", der als Sickerwasser unsere Baugrube füllte und uns zu speziellen Isoliermaßnahmen zwang; u.a. zu einem Drainagebrunnen. Der Zufluß dort erreicht aber gerade mal 50 l/h, was für eine WP unmöglich ausreichen würde. Würden wir also die (geschätzt) 800 l des Drainagebrunnens dafür nutzen wollen, müßten wir das Wasser "flußaufwärts" wieder einspeisen, damit es nach einiger Zeit wieder im Brunnen ankommen und so die Zuflußmarge erhöhen würde.

Damit würden wir die Wasser-Wasser-WP zu einer verkappten Sole-Wasser-WP mit erdoffenem Kreislauf umfunktionieren, und das Brunnenwasser könnte sich u.U. einen Teil der in der Pumpe verlorenen Wärme auf dem "ewigen" Kreislauf durchs Grundstück aus der Erde zurückholen, bis die auch einen konstanten Kältestand erreicht hat.

Das hätte also auch bei uns durchaus funktionieren und auch wirtschaftlich sein können, aber ich wollte mich nicht darauf einlassen. Wegen der für die wasserwirtschaftliche Genehmigung notwendigen Begutachtung sollte das Vorhandensein der notwendigen Wassermenge aber sowieso vorher festgestellt werden.

_________________
Gruß

Gerhard

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