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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: empfehlenswerte Luftwärmepumpen-Hersteller?

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highBeta

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Beiträge: 16
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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Heizen mit Erdwärme

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Liebe Experten,

wir informieren uns gerade über die Umrüstungsmöglichkeiten unserer 15 Jahre alten Ölheizung (Fußboden- und Heizkörper). Nun scheint es ja viele Wärmepumpenhersteller zu geben, die sicher auch unterschiedliche Qualität bieten. Hinzu kommt, daß wir wohl etwas nehmen müssen, was die Handwerker der Gegend vertreten, denn sonst gibt es sicher im Servicefall Probleme.

Könnt Ihr mir positive oder negative Erfahrungen mit diversen Herstellern berichten?

Vielen Dank und schönes Wochenende

highBeta

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kältebauer

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Anmeldedatum: 09.01.2008, Wohnort: rinteln/bei Hannover
Beiträge: 283
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Hallo

Wo wohnt ihr denn und habt ihr einen betrieb in der nähe der sich mit Heizung und Klima bzw. Kältetechnik auskennt?

Gruss Dirk

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Frostbeule

Erfahrung:
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Beiträge: 2
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Hallo,

genau mit diesem Thema beschäftige ich mich auch im Moment. Bei mir war letzte Woche ein Heizi im Haus der Luftwärmepumpen der Firma Dimplex verbaut. meinte damit er mit diesem hersteller die beste erfahrung gemacht hat. hab jetzt leider nicht nachgefragt ob die möglichkeit besteht wärmepumpen anderer herstellen verbauen zu lassen...verlangen schon einen stolzen preis für eine mitteltemperatuwärmepumpe.
Weiß da evlt. jemand bescheid ob die Hersteller mit den Heizis Verträge aushandeln?
Oder heißt es da "anderer Hesteller = anderer Heizi"?

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GMil

Erfahrung: *****
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Beiträge: 671
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Im letzten Jahr habe ich mich mit dem Thema recht ausführlich beschäftigt, weil ich eine L/W-WP für mein 20 Jahre altes EFH gesucht habe.

Meine Erfahrung: die HB meiner Umgebung sind i.w. mit je einem WP-Hersteller verbandelt. Andere Fabrikate würden sie auch installieren, aber nicht gerne. Einige HB rieten mir überhaupt von der WP ab (sie sei nur was für "Grüne" etc.) und stattdessen zu einer Ölheizung! Das Ganze, ohne mein Haus zu kennen, wohlgemerkt! Hätten sie es gekannt, hätten sie sicher noch mehr abgeraten Smile .

Mein Wunsch nach Kostenvoranschlägen / Angeboten wurde von keinem der angesprochenen HB erfüllt, obwohl wenigstens zwei davon sogar mein Haus unter die Lupe genommen hatten!! Meine Nachfrage ergab, daß sie meine Anfrage einfach an ihren jeweiligen WP-Lieferanten weitergegeben hatten! Diese hatten mir natürlich kein spezifisches Angebot geschickt (wie sollten sie auch?), sondern bestenfalls Prospektmaterial.

Meine 1. Erkenntnis: so wird das nix!

Also habe ich einen "Wärmepumpentag" in Nürnberg besucht; eine Ausstellung verschiedener Fabrikate. Dort habe ich mich mit technischer Literatur, Planungs- und Installationshandbüchern ausgestattet (auf Nachfrage bekommt die auch der Endkunde, und sogar kostenlos!). Andere Hersteller-Daten habe ich mir aus dem Internet gezogen.

Meine 2. Erkenntnis nach dem Durcharbeiten der z. T. 200-Seiten-Werke: mein Haus ist nahezu ungeeignet für eine WP. (20 Jahre alt, keine FBH, Dämmung nicht verbessert, Radiatoren mit Einrohr-System). Wenn es überhaupt mit einer WP geht, darf ich mir keine Wunder erwarten. Aber schließlich ist mein Ölverbrauch heute auch nicht gerade niedrig.

In Frage kam auf Grund der technischen Unterlagen nur noch eine Außen-Mittel- bzw. -Hochtemperatur-L/W-WP (Platzproblem bei Innengeräten, keine Lust auf teure Erdbohrungen mit zweifelhaftem Ausgang). Mit diesem Wissen habe ich die Daten gesiebt.

Meine 3. Erkenntnis: es gibt 2 Gruppen von WP-Antrieben; ungeregelte und geregelte. Geregelte Antriebe haben mannigfache Vorteile gegenüber Start-Stop-Anlagen (Anlaufstrom, Verschleiß, Wirkungsgrad (JAZ), Geräuscherzeugung; automatische Leistungsanpassung usw.); also soll es eine "modulierende" WP werden.

Meine 4. Erkenntnis: fast alle WPn verlangen nach einer zusätzlichen Wärmequelle für Tieftemperaturen (Bivalenz). Der Umschaltpunkt / Zuheizpunkt liegt je nach Typ zwischen +2 und -7 °C, also bei Temperaturen, die bei uns durchaus öfter erreicht werden. In den meisten Fällen wird dazu ein Heizstab benutzt. Ein Heizstab ist für mich aber nix anderes als eine "Wärmepumpe" mit dem (schlechten) Wirkungsgrad 1,0, also nicht erstrebenswert.

Meine 5. Erkenntnis: von allen WPn, die ich mir angesehen habe, arbeiten nur die Modelle von Golden Energy (GE) völlig ohne 2. Heizquelle, und das lt. Hersteller bis unter -20°C (oder waren es sogar -25 °C?).

Damit war die Typen-Entscheidung gefallen und es kam die Phase der Installationsüberlegungen sowie der Kontakt zum GE-Vertrieb (damals ENSOLUWA, heute SOLUWA), um meine Erkenntnisse verifizieren zu lassen. Der Kundenberater legte mir bereits kurz nach seinem Besuch ein konkretes Angebot für mein Haus vor. Nachdem ich beim Hersteller vor Ort noch ein Gerät in Aktion angesehen hatte, schlug ich zu.

Beschaffung und Installation klappten problemlos. Nachdem inzwischen noch ein offenbar seltener Fehler gefunden und behoben wurde (tlw. Verstopfung eines Rohres; möglicherweise bei der Montage passiert), der die Heizleistung negativ beeinflußt hatte, bin ich mit dem Gerät durchaus zufrieden (der Hersteller-Service arbeitet übrigens europaweit). Ich denke, damit eine maßgeschneiderte Anlage für mein Haus gefunden zu haben.

_________________
Gruß

Gerhard

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highBeta

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@ Kältebauer

wir leben im Raum Stuttgart

@ GMil

vielen Dank für Deine schnelle, ausführliche Antwort, ist wirklich sehr nett, daß Du Dir die Zeit nimmst und uns Wärmepumpeninformationssuchende durch Deine kompetenen Beiträge aus der Praxis an Deinen Erkenntnissen teilhaben läßt.

Schönen Tag noch

highBeta

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GMil

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@ highBeta: Danke für die Blumen..... Very Happy Als Neurentner habe ich ein bissel Zeit und konnte mich daher relativ ausführlich in das Thema einarbeiten.

Inzwischen könnte ich so ein Ding berechnen, konfigurieren, installieren und in Betrieb setzen, aber jetzt brauche ich keine mehr..... Rolling Eyes Very Happy

_________________
Gruß

Gerhard

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kältebauer

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@GMil

Wir suchen noch Leute Bzw. ich Rentner ist doch langweilig Laughing

Gruss Dirk

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kältebauer

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@highbeta

Wohnst leider zu weit weg aber ich könnte da was machen bist du in der lage eine Wärmepumpe selbst anzuschließen?

Gruss Dirk

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kältebauer

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@Frostbeule

Was wollte der so haben für eine Dimplex? Kannst gern eine Persöhnliche Nachricht schreiben.
Gruss Dirk

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GMil

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kältebauer hat Folgendes geschrieben:
@GMil

Wir suchen noch Leute Bzw. ich Rentner ist doch langweilig Laughing

Gruss Dirk


Hallo Dirk,

danke fürs Angebot. Leider wohnst Du doch ein paar Meter wech..... Very Happy

Aber eins kann ich sagen, langweilig isses mir garantiert nicht (Fotografieren, Modellflug, Stories über Wärmepumpen.....)

p.s.: mein Avatarbildchen ist ein 14-Zylinder-Doppelsternmotor für Flugmodelle. Mit den rund 25 PS könnte man einen dicken Scrollverdichter antreiben.... Twisted Evil

_________________
Gruß

Gerhard

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highBeta

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kältebauer hat Folgendes geschrieben:
@highbeta

Wohnst leider zu weit weg aber ich könnte da was machen bist du in der lage eine Wärmepumpe selbst anzuschließen?

Gruss Dirk


Hallo Kältebauer,

ich wollt ich könnt, aber ich kann gerade mal einen 10l Eimer heben (Temperatur egal) und bin leider mit einem technisches Spatzenhiren ausgestattet, genetisch bedingt, bin nämlich weiblich ,wenn auch nicht blond Laughing . Ich sammle Infos, die ich an meinen Göttergatten weiterreiche, der sich derzeit in Meßwerterfassungen und Kennlinien ergeht, ich kann so etwas von den Erfahrungen anderer einbringen, ist doch auch schon ein Beitrag zur Entscheidungsfindung denke ich.

Schönen Tag

highBeta

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Holzofenpyromane

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Ich will hier gerne meine persönlichen Erfahrungen einstellen, um Entscheidungen zu erleichtern.

Bausubstanz
Bungalow von 1962, leidlich gut wärmegedämmt, große Fensterflächen (natürlich Isolierverglast), 220 qm Wohnfläche, Wärmebedarf 19,60 kW, früher Heizöl, Menge: über 10 Jahre gemittelt 6.000 Liter pro Jahr mit der Maßgabe, auch im Winter nicht mit Wintermantel im Wohnbereich sitzen zu wollen.

Installation der WPL 33 durch erfahrenen Elektroinstallationsbetrieb, der einen Heizungsbaumeister beschäftigt und der Erfahrung mit verschiedenen Fabrikaten hat.

Maschine steht vor der Haus. Pufferspeicher für Raumwärme 750 Liter + WW-Standspeicher 400 Liter im Keller

In der ersten Heizsaison (mit tageweise -15 Grad) Energieverbauch ca. 20.000 kWh mit HT und NT bedeutet Heizenergiekosten incl. WW ca. 2.000 Euro + Mwst. Die beiden letzten Jahre: ca. 16.000 kWh

Die Maschine steht ca. 10 Meter vom Haus meines Nacchbarn entfernt. Er ist tolerant. Ob man 40 dBA hört, ob das stört oder nicht, entscheidet keine Norm sondern ausschließlich Ihr Nachbar. Nehmen Sie ihn deshalb im Bedarfsfall mit an eine laufende Anlage. Geben Sie ihm eine Chance zur Selbstbeurteilung. Die Anluftseite ist gering leiser als die Abluftseite. Luft (ca. 3.500 qbm/h) die man führt, wehrt sich in Form von Geräuschen. Die Kompressoren dagegen hört man kaum. Bei hoher Luftfeuchte um Temperaturen zwischen + 5 und +/- Null "taut die Maschine gelegentlich ab" In dieser Zeit läuft die Maschine "rückwärts" Diese Brummgeräusche hört man für ca. 2 - 3 Minuten.

Meine Maschine amortisiert sich in einigen Jahren. Bewertet man Heizöl mit heutigen Preisen, (6.000 x -,80 ct = 4.800 Euro), dann habe ich eine gute Entscheidung getroffen. Ich würde meine WPL 33 jedenfalls immer wieder kaufen.

Zur Komplettierung meiner Energierechnung werden ich mir noch einen wasserführenden Kaminofen VARESE HFW von Drooff kaufen und Energie in die bereits vorhandenen Puffer einspeichern. Damit verbessert sich meine Bilanz noch einmal, vor allen Dingen in den sog. "Zwischenheizzeiten" im Frühjahr und im Herbst.

Noch Fragen?

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highBeta

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@ Holzofenpyromane

vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht, solche Erfahrungen runden doch die "Prospektweisheiten" bestens ab.

Schönen Abend bei loderndem Feuer wünscht Dir

highBeta

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Holzofenpyromane

Erfahrung: ***
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Beiträge: 39
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Ein kurzes Nachwort noch zu meinem Bericht von gestern.

Das Thema "elektrische Zusatzheizung" scheint ja "panische Angst" auszulösen (siehe an anderer Stelle im Forum).

Im der Heizsaison 2005/2006 hatten wir im Sauerland etliche Tage mit Temperaturen von - 15 Grad. Bei meiner Anlage hatte ich den Bilvalenzpunkt (von hier an holt sich die Anlage gezielt den Heizstab) auf - 8 Grad eingestellt. Nach 12 Monaten zeigte mir der Wärmepumpenmanager, daß über diese Zeit, bezogen auf die gesamten Laufstunden der Anlage an 2,5 % aller Laufstunden der elektrische Heizstab 2 "geholfen" hat. Da diese Leistung auch über den Wärmepumpenstrom bei mir läuft, halte ich das für durchaus vertretbar. Jeder strenge Winter verursacht nun mal höhere Heizkosten, unabhängig davon, ab Sie mit Gas oder Öl heizen.

Ich kann z.B. nur über meine Anlage und meine Erfahrung berichten und hoffentlich ist das gelegentlich hilfreich zur Bildung der eigenen Meinung.

Wie Sie Ihre "Zusatzhilfe" für Ihre Anlage gestalten, liegt bei Ihnen. Wenn Sie z.B. einen wasserführenden Kaminofen (VARESE HFW von Drooff) mit einbinden, hilft das auch. In solchen Fällen sollte Ihnen das Heizen mit Holz Spaß machen. Bei weiteren Fragen zu speziell diesem Thema: www.drooff-kaminofen.de...

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GMil

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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Warmwasser mit Wärmepumpen

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
kältebauer hat Folgendes geschrieben:
@Frostbeule

Was wollte der so haben für eine Dimplex? Kannst gern eine Persöhnliche Nachricht schreiben.
Gruss Dirk


Hallo Dirk,

den Post hatte ich ganz überlesen. Ich habe mir damals auch eine Dimplex (LA17 PS) zum Vergleich anbieten lassen; die wäre etwa 2000 € günstiger gewesen als die GE.

_________________
Gruß

Gerhard

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