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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Risiko Wärmepumpe?!

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Semtex

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Beiträge: 3
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Günstig Warmwasser mit Wärmepumpen

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo liebe Gemeinde,

wir planen in kürze den Bau eines Hauses. Dämmungsstandard wird sehr hoch liegen. Fussbodenheizung ist geplant. Wohnfläche ca. 200qm + Keller.

Habe mich schon einigermaßen schlau gemacht bezüglich eines Heizsystems. Es kommt entweder die Erd-Wärmepumpe in Betracht oder eine kombination aus Pellet+Solar. Was würdet Ihr eher empfehlen? Bei der Erdwärmepumpe besteht die Gefahr der hohen Stromkosten bzw. eines schlechten Verhältnisses zwischen Input und Output. Man kann doch vorher eigentlich das Verhältnis kaum vorhersagen oder etwa doch? Da baut man dann das teure Ding dahin und dann hat man so hohe Stromkosten. Ein Risiko oder? Und was ist bei einem Stromausfall? Dann sitzt man doch auch in der Kälte?

Was denkt Ihr...?
Gruß
Semtex

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roro

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.11.2006,
Beiträge: 946
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* Bei einer Wärmepumpe ist die Planung und Auslengung vom Gesamtsystem sehr wichtig (Nur ein Tausch Pellet gegen WP, ohne das ganze Haus noch einmal zu optimieren, führt meistens zu hohen Verbrauch). Folgende Punkte sind zu beachten
- Benötigte Heizleistung. Je geringer um so besser. KfW60 oder besser sollte an sich bei einem Neubau Standard sein
- FBH: Die FBH sollte auf maximal 35 Grad besser noch auf 30 Grad ausgelegt sein.
- Auswahl der WP: Die WP sollte gut nach Heizleistung und Auslegung FBH ausgewählt werden. Jedes KW zu wenig aber auch jedes KW zuviel führt zu Mehrverbrauch
- Abgleich FBH: Es ist besser eine WP ohne zus. Speicher zu betreiben. Das funbktioniert aber nur richtig, wenn ein korrekter hydraulischer Abgleich durchgeführt wird.

Wenn das alles erfüllt ist, dann ist eine WP eine angenehme und sparsame Heizung. (z.B. ich habe eine 7 kW Siemens LWP und habe im letzten Jahr für WW für 4 Personen und 185 qm Wohnfläche knapp 2700 kWh an Strom benötigt).

Bzgl. Stromausfall: AFAIK gibt es an sich keine Heizung mehr die ohne Strom funktioniert.

Ich kann Dir nicht raten, was besser ist, denn ich bin vor ein paar Jahren vor der selben Entscheidung gestanden (Pellets oder WP) und ich habe mich dann für die WP entschieden, da dieses System viel weniger Platz benötigt und an sich vollkommen wartungsfrei ist.
Von den Betriebskosten her, wäre kein großer Unterschied gewesen.
Eine WP ist korrekt eingestellt unf geplant eine unkomplizierte und günstige Heizung, im Vorfeld muss man aber etwas mehr nachdenken als bei anderen Heizungen.

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fdl1409

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Anmeldedatum: 02.12.2006, Wohnort: Bad Laasphe
Beiträge: 286
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Hallo Semtex,

bei einem Stromausfall sitzt du auch mit einer Pelletheizung mit Solar im Kalten. Die Umwälzpumpen stehen nämlich dann ;-(

Risiko gibt es mit Wärmepumpe keins. Bei einer Sole-Wasser-WP mit Erdsonde kannst du MINDESTENS eine Arbeitszahl von 4 erreichen - die brauchst du auch für den Zuschuß. Mit etwas Ehrgeiz und guter Planung kann man aber auch mehr schaffen, ab Arbeitszahl 4,7 gibt es mehr Geld vom Staat.
Bei guter Dämmung gehe ich mal von KfW50 aus. Dann brauchst du mit Warmwasser für deine 200m2 12.500 kWh Wärme und solltest nicht mehr als 3.000 kWh Strom brauchen incl Nebenaggregate. Da lohnt sich nicht einmal ein separater Wärmepumpentarif, würde das über gemeinsamen Zähler mit dem Haushaltsstrom laufen lassen und einen günstigen Tarif für das ganze Paket suchen. Für den Bafa-Zuschuß und zur Kontrolle brauchst du einen geeichten Zwischenzähler.

Allzu teuer wird das auch nicht vom Invest. Du brauchst höchstens eine WP mit 8 kW, günstig als Kombiaggregat mit WW-Speicher wie Testsieger Vaillant Geotherm Exclusiv und bei normalen geologischen Bedingungen eine 100m Bohrung. Platzbedarf im Hauswirtschaftsraum 1m2. Sollte incl Montage schlüsselfertig unter 20.000 Euro zu haben sein abzüglich Förderung. Dazu kommt noch die FBH, aber die brauchst du bei jedem System.

Grüße
Frank

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Semtex

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Anmeldedatum: 13.03.2008,
Beiträge: 3
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Super, danke erstmal für die informationen. Very Happy

was ist eigentlich, wenn es ein kleines erdbeben gibt...kann dann die erdwärmepumpe mit tiefenbohrung schaden nehmen? kann man denn vor dem wärmepumpenbau irgendwie feststellen wie hoch die output leistung ist?

danke und gruß

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machtnix

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Beiträge: 1587
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Was ist eigentlich wenn dir der Himmel auf den Kopf fällt?Hirnschaden?
So einer wie du ist völlig wärmepumpenungeeignet.(tolles Wort)
Du brauchst ein Lagerfeuer im WigWam.

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bernhard geyer

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Beiträge: 1153
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Semtex hat Folgendes geschrieben:
was ist eigentlich, wenn es ein kleines erdbeben gibt...kann dann die erdwärmepumpe mit tiefenbohrung schaden nehmen?

Vermutlich stürzt eher dein Haus ein als das die Tiefenbohrung nicht mehr zu gebrauchen ist.

Semtex hat Folgendes geschrieben:
kann man denn vor dem wärmepumpenbau irgendwie feststellen wie hoch die output leistung ist?

Grobe abschätzung geht über geologisches Gutachten (Beurteilung von Bohrungen in der Nähe). Genau über Probebohrungen. Alles 'ne Frage der Kosten die du im Vorfeld zusätzlich investieren.

Die größte Gefahre einer Tiefenbohrung ist auf mit Wasser gefüllte Hohlräume unter Druck zu stoßen. Hatte das Bohrunternehmen das auch bei mir war.

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GMil

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.02.2008, Wohnort: Nähe Fürth / Bayern
Beiträge: 671
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Also bei dem Nicknamen "semtex" fällt mir schlagartig ein, warum es dort ein kleines Beben geben könnte......... Very Happy (wer es nicht weiß, darf trotzdem mitschmunzeln: Semtex ist ein hochbrisanter Sprengstoff)

Spaß beiseite: mir wurde für den Fall einer Erdbohrung vorher unbedingt zu einem geologischen Gutachten geraten, das die Sache allerdings weiter verteuert hätte. Das Problem scheint ja auch ohne Hindernisse primär die Bodenbeschaffenheit zu sein, weil davon hauptsächlich die thermische Leitfähigkeit und damit der nötige Wärmenachschub abhängt. Prinzipiell funktionieren wird es immer; notfalls muß das Loch eben tiefer werden, oder ein zweites muß her. Damit steigen aber in jedem Fall auch die Erstellungskosten. Für 10.000 € Bohrloch bekomme ich zumindest heute über 66.000 kWh Strom; da darf z. B. eine Luftpumpe schon etwas weniger Wirkungsgrad haben.

Das Ganze war mir zu heikel, deshalb wurde es bei mir eine Luftpumpe. Die geht samt Montage zum Festpreis und bringt eine genau vorhersagbare Funktionalität, allerdings ohne Rekordwerte im Wirkungsgrad. Wer nur hinter diesen Rekorden herjagt, muß eh noch 3 -5 Jahre warten, bis ein ganz neues Prinzip Wärmepumpe marktreif sein wird, das auch direkt mit Gas betreibbar sein wird (ohne Umwege über Gasmotoren etc.).

Das Thema WP ist für mich das gleiche wie beim PC; der ist auch beim Kauf schon veraltet. Also nehme ich das, was momentan den geringsten Aufwand macht und dennoch im Unterhalt günstiger ist als Fossilbrennstoffe. Das genügt mir.

_________________
Gruß

Gerhard

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Semtex

Erfahrung:
Anmeldedatum: 13.03.2008,
Beiträge: 3
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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Warmwasser mit Wärmepumpen

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
vielen dank für die ausführlichen antworten. Very Happy

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