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Thema: Sammelthread für el. Energiespeicherung/Ideen

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rap

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Anmeldedatum: 30.11.2005,
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Hallo

Wegen Umweltzerstörung durch die Energieerzeugung und der Wichtigkeit von Energiespeichern als Teillösung (zB praktische Nutzbarmachung von Solarenergie) wollte ich hier mal einen Sammelthread anfangen.
Viele Hirne bringen immer mehr zustande Smile

Die Frage ist wie kann man Strom effektiv speichern?

Ich sehe den Wert der Energiespeicherung darin daß man vorhandene Kraftwerke immer konstant im Punkt des höchsten Wirkungsgrades betreiben kann (weniger Primärenergieverbrauch) und stark variable Quellen wie Wind oder Sonne erst richtig nutzbar werden und damit auch langfristig (zusammen mit starken Einsparungen durch materielle Bescheidenheit und Effektivitätserhöhungen) eine energetische Unabhängigkeit und Eigenverantwortung erreicht werden kann.

Eine Möglichkeit wäre die Speicherung in mechanischer Form durch Umwandlungen per E-Motor und Generator.

Pumpspeicherkraftwerke haben zB sehr hohe Wirkungsgrade bis 85%.
Leider gibt es sehr wenige und offensichtlich wenig Willen neue zu bauen.
Ist im flachen Norden wo viel Windenergie anfällt auch nicht so einfach, man könnte allerdings tiefe Löcher bohren oder alte Bergwerksstollen nutzen um ein Gefälle zu erreichen. Ist aber wohl eher teuer.
Keine Ahnung jedenfalls wird diese eigentlich fast perfekte Speicherform wohl nicht ausgebaut.
Ein Argument ist immer die Beeinträchtigung der Natur durch die Speicherbecken etc.
Die Beeinträchtigung der Natur dadurch daß sie nicht gebaut werden ist imho höher (Klimaverschiebung, 3. Weltkrieg durch knapp werdenden Ressourcen etc).
Abgesehen davon hat sich auch keiner Gedanken gemacht wie zB Autobahnen (die eine riesige tödliche Fläche darstellen) oder Strommasten die Gegend verschandeln.
Da sowiso zerstört wird, sichbar oder unsichtbar (zB durch CO2) kann man sowas imho an einer nützlichen Stelle mal durchziehen wenn dadurch anderweitig viel größere Zerstörungen vermieden werden können.

Mein nächster Favorit wäre die Druckgasspeicherung, am einfachsten in Form von Druckluft.
Ist ein rein mechanisches Verfahren für das das Rad wohl nicht neu erfunden werden muß. Prinzipiell einfach ist imho immer gut Smile

Leider hat die Kompression von Gasen den Nachteil daß ca die Hälfte der Kompressionsenergie in Wärme umgesetzt wird.

Wenn wir also komprimieren und die Wärme in die Atmosphere ablassen geht uns beim entspannen die Hälfte der gespeicherten Energie verloren da sich das Gas im Motor sehr stark abkühlt.
Ohne Wärmezwischenspeicherung ist das also eher uneffektiv.
Das haben sogar die Stromerzeuger erkannt Wink und entwickeln jetzt Druckspeicherwerke mit Wärmespeicherung.
Wie sehr die Energiespeicherung mit Druckluft noch in den Kinderschuhen steckt zeigt die Tatsachen daß es wohl weltweit erst 2 solcher Anlagen gibt. Ohne Wärmespeicherung.
Eine in den USA und eine hier (290MW).
Das sagt mir auch was über die "zukunftsgerichtete" Politik der Stromerzeuger. Ich hab keine Ahnung was die mit ihren Wahnsinnsgewinnen anstellen aber viel neues Produktives ist bisher nicht rausgekommen.
Und irgendwelche zentralen Riesenkraftwerke die nichtregenerativ befeuert werden sind eher ein Verbrechen an der Menschheit als konstruktive Energieversorgung.

Da sie ihnen offensichtlich (wie auch die Politik) an Willen und auch nötigen Kreativität mangelt den aktuellen und zukünftigen Problemen zu begegnen müssen wir wohl selbst was unternehmen.....

Also: wer baut den ersten Druckluftspeicher mit Kompressionswärmespeicherung?
Ziel ist ein adiabatischer Prozeß ohne große Energieverluste.
Oder auch isotherm, also ohne die Erhitzung bei der Kompression und die Abkühlung bei der Entspannung im Motor durch Wärmeab- und Zufuhr beim Prozeß.

Wenn beide Prozesse unendlich langsam ablaufen würden könnte man die Atmosphäre als Wärmepuffer verwenden.
Die Wärme die beim Komprimieren abgegeben wird würde die Umgebung erwärmen und durch diesselbe würde bei der Wiederverwandlung in Strom eine Abkühlung der expandierenden Luft verhindern.
Wenn das optimal gelingt könnten wohl Wirkungsgrade wie bei den Speicherkraftwerken möglich sein.

Da es solche Prozesse praktisch nicht gibt muß man die Wärme in einem Kompakten Medium speichern.
Am einfachsten könnte man das im kleinen Format wohl durch Druckluftflaschen und Kompressor/Motor im Wasserbad erreichen.
Alle wärmerelevanten Teile stecken in einem größeren, gut isolierten, Wasserbehälter der die Wärme des Kompressionsprozesses aufnimmt und beim Expandieren eine starke Unterkühlung der Luft verhindert.
Da Wasser eine sehr hohe Wärmekapazität hat ist wohl keine riesige Menge davon als Puffer nötig. Je größer aber der Puffer um so geringer die längerfristigen Wärmeverluste durch geringere Verluste.

Da sich die Luft bei einer Kompression auf 300 bar in einem Schritt schlagartig auf 1400°C aufheizen würde kann man sie auch in mehreren Schritten komprimieren und Speicherbatterien auf verschiedenen Druckniveaus anlegen.

Ich schätze das so ein Konzept im Prinzip durchführbar wäre und sich für eine Speicherung von Strom eignen würde.

Dann könnte man mit den Stromkonzernen einen Vertrag über Energiespeicherung schließen der uns einen Gewinn durch die Differenz der Stromerzeugungskosten von Grund- und Spitzenlast bringt.

Firmenidee: man kauft Strom bei Niedriglast von den Konzernen zu deren Selbsterzeugungspreisen und verkauft ihn dann wieder zu Spitzenlastzeiten unterhalb deren Spitzenstromerzeugungskosten.
Das sollte auch im Interesse der Strommultis liegen da es deren Kosten senkt und vielleicht ist sowas per Spezialvertrag möglich.

So jetzt müssen wir nur noch den ultimativen Druckluftspeicher bauen. Erst klein, dann immer größer.
Ein zukunftsgerichtetes Konzept!

Die technischen Ausführungen muß man sich erarbeiten. Ich habe keine Ahnung in wie weit Teilbereiche schon kaufbar (und bezahlbar, in Deutschland... Confused ) sind.
Wenn ich eine große Scheune hätte würde ichs mal im kleinen probieren. Zeit hätte ich (bin arbeitslos).
Ein paar gebrauchte Druckluftflaschen und den Rest muß man sich überlegen. Kompressor, Wärmeübertragung, Druckluftmotor, Generator....

Am besten man könnte die E-Motor/Kompressoreinheit auch als Motor/Generator betreiben.....


Heute morgen ist mir noch eine Idee gekommen die eine Parallele zu den Latentwärmespeichern darstellen würde.

Propangas wird ja flüssig gespeichert.
Ich schätze (ich habe Thermodynamik früher eher gehaßt) das Prinzip ist ähnlich wie bei Eiswasser nur auf den Druck bezogen.
Eine Mischung aus Eis und Wasser bleibt ja immer auf 0°C bis alles Eis geschmolzen ist. Erst danach kann man es erhitzen.

So wohl auch bei Flüssiggas.
Man entnimmt Gas und der Druck bleibt solange konstant bis alle Flüssigkeit weg ist. Der Druck hängt natürlich von der Temperatur ab.

Gasspeicherung in Flüssigkeitsform hätte den Vorteil daß die Dichtesteigerung natürlich enorm ist (und damit die Energiedichte) und die Temperaturunterschiede die man puffern muß wegen des wesentlich geringeren Druckunterschiedes entsprechend geringer sind so daß man vielleicht mittels großer (bestenfalls passiver) Wärmetauscher die Atmosphäre wieder als Puffer benutzen kann.

Ich hatte da so an Kohlendioxid gedacht (gibt ja immer mehr davon, sollte zu beschaffen sein...Wink).
Unser Problem als Problemlöser Very Happy

Hab eben mal bei Linde gegoogelt.

Flüssiges Kohlendioxid hat bei 20° einen Dampfdruck von 57bar. Und eine kritische Temperatur von 31°C.
Sind also alles überschaubare Fakten die sich in userem normalen Lebensumfeld finden zumindest das Kohlendioxid und die Anwendungstemperaturen.
Flüssiges Kohlendioxid hat eine ca 500 mal so hohe Dichte wie gasförmiges, ist nicht brennbar.
60 bar ist nicht 300 bar so könnte ich mir vorstellen das es ein brauchbares Speichermedium abgeben könnte.
Ich denke gut sind immer Prozesse die sich möglichst dicht an unsere Lebensbedingungen halten.
Als was stark davon abweicht wird immer irgendwie gefährlich oder anderweitig kritisch.

Leider ist das alles Neuland für mich deshalb stelle ich es fürs Brainstorming mal hier rein Smile

Vielleicht hat hier ja schon mal einer einen Kohlendioxid-Energiespeicher gebaut Cool wohl eher Confused Wink

Flüssigkohlendioxid kennt jedenfalls jeder aus den CO2-Patronen für die verschiedensten Anwendungen.
Bei mir wars zu letzt ein CO2 Gewehr (statt Luft als Antrieb), beliebt sind ja diese Sprudler in denen ja unser Zielobjekt steckt: eine Flasche Flüssig-CO2.
Jetzt brauche wie "nur" noch Kompressoren und Motoren um die Energieumwandlungen zu vollziehen Wink

Entspannen wollte ich das CO2 in einen großen, großen, mehr oder weniger atmosphärendruckgefüllten Behälter damit das CO2 in einem geschlossenen Kreislauf bleibt.

Also Butter bei die Fische: wer hat was dazu zu sagen?
Da könnte ein Nobelpreis warten (wenn man auf sowas Wert legt....)

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machtnix

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Guckst du in deine pn.

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rap

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Hm die Ideenflut ist überschaubar....

Naja neue Idee: riesiges liegendes Rad, möglichst im Vakuum, das mittels außen fast anliegenden E-Spulen wie ein Linearmotor angetrieben wird und wie ein Lineargenerator den Strom wieder abgeben kann.
http://de.wikipedia.org/wiki/Linearmotor...
http://de.wikipedia.org/wiki/Lineargenerator...

Bei Stromüberschuß bringt man das Ding auf Drehzahlen wie den Transrapid auf Tempo.
Da das Rad ziemlich groß ist (100m?) ist es an einer Stelle außen fast flach. Daher Lineartechnik.
Wenn man Strom braucht benutzt man es als Generator.
Man kann natürlich auch ringförmige Normaltechnik an der Achse benutzen wen das besser ist.
Muß mal ausrechnen wieviel Energie man damit speichern kann.
Schätze man braucht viele Räder und hohe Drehzahlen, mechanische Speicherungen haben geringe Speicherdichten.

Leider bin ich in Physik den elektromagnetischen Dingen mangels Anschaulichkeit immer aus dem Weg gegangen.
Wird wohl Zeit mal wieder einen Blick reinzuwerfen.
Da dürfte modellmäßig doch was gehen....

Komisch das die Konzerne nicht mal was neues bringen, ich höre immer nur neue Kraftwerke

"Interessante" Links zur Energiesituation:
http://www.internationalepolitik.de/archiv/jahrgang-2008/april/editori...
http://www.n-tv.de/939588.html...

Kontrast: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27663/1.html...

und noch nicht aktuell, erst wenn die Spannungen wegen Verknappung überhand nehmen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,546088,00.html...



PS der Internet Explorer 8 Beta 1 ist rausgekommen (ich schreibe das hier damit) und ist sehr schnell gegen den bisherigen 7er, bisher kaum Probleme:
http://www.microsoft.com/germany/windows/products/winfamily/ie/ie8/def...

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lmr

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Aktueller Stand zum CAES-Kraftwerk in Huntorf:

http://www.bine.info/pdf/publikation/projekt0507internetx.pdf...

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GMil

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Wenn man nicht mit Anlagengrößen ab Fußballstadien aufwärts ins Rennen gehen will, bleibt aus meiner Sicht nur die chemische Speicherung jeder Art, entweder per Akku oder z. B. per Wasser-Elektrolyse mit Speicherung und späterer Verbrennung des Wasserstoffs via Brennstoffzelle. Das wäre immerhin die einzige Verbrennung, die schadstofffrei und CO2-neutral wäre. Den Sauerstoff könnte man alternativ auch speichern und der Industrie zuführen; die Brennstoffzelle kann sich ja aus der Luft welchen besorgen.

_________________
Gruß

Gerhard

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rap

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Fußballstadiengröße könnt Ihr kriegen Smile
(die Abbaustätten der klassischen Brennstoffe sind doch auch [wohl millionenmal] fußballfeldgroß)

Mit einer selbstgestrickten Formel (falls hier jemand richtig Ahnung von Mathe/Maschbau hat kann/sollte er die gerne überprüfen) hab ich errechnet daß man in einem Ring aus Kohlefaser (ich habe mal 2000 N/mm^2 als Maximallast angenommen) mit 100m Durchmesser und einem Querschnitt von 5x5m 2,2 MWh unterbringen kann.

Letze Version war witzigerweise: Wmax = 1/2 x V x Pmax
V ist das Volumen des Rotors Wink, Pmax die maximale Belastung, Streckgrenze gibts wohl nicht bei Kohlefaser, hab einfach mal 2000 angenommen

Begonnen hatte das mit amax = 2 x Pmax / (Rho x D)
amax die maximal zulässige Radialbeschleunigung, Rho die Dichte des Werkstoffes, D Durchmesser des Rings

Ring in kleine Stücke schneiden, Kräftedreieck an den Schnittflächen ansetzen, dann die Anzahl der Stücke gegen unendlich schicken, Grenzwert bestimmen
Alles ewig her, ich hoffe das stimmt ungefähr.... hab damals nach dem Grundstudium Maschbau aufgegeben


Der Ring hat nach der Aufladung aber auch einen schönen Speed (außen mehrfache Schallgeschwindigkeit, ist heute aber schon üblich, sie peilen 2000 m/s als Umfanggeschwindigkeit an) und muß magnetisch gelagert sein und in einem Vakuum laufen.

Meine Vorstellung: ein Ring (ohne Nabe wegen der sonst statischen Unmöglich den Raum zu evakuieren) der auf Magnetlagern läuft und quasi transrapidmäßig angetrieben wird.

Also Linearmotor/generator. ZB 2 Stationen außen gegenüberliegend um eventuelle Kräft auszugleichen.

Da sollte man mal die Jungs vom Transrapid anrufen. Die dürften am meisten Erfahrung mit der Lineartechnik im größeren Maßstab haben.
Ich bísher noch nicht. Hab gerade im I-Net ein paar kleine Supermagnete bestellt um die magnetische Lagerung im kleinen und Lowtechbereich mal auszuprobieren


Man kann natürlich auch zB 1000 Tonnen 1000m in einem Bergwerksschacht runterlassen und heben. Bringt Speichermäßig 2,7 MWh. Also etwa so viel wie der Ring oben

Um die einstündige Leistung eines AKW aufzunehmen braucht man aber 450 Anlagen.
Aber manchmal bringen es auch kleinere Speicher, kommt auf die Anwendung an.

Am besten läßt man die Gewichte von Schiffen runter, da muß man keine Löcher bohren Cool

Aber leider ist das Wasser nur da tief genung wo man keine Energie hat oder braucht.

Schwieriges Thema.
Wird Zeit da mal was anzukurbeln

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GMil

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Vllt. sollte man vor der Speicherung doch noch mal bei der Erzeugung ansetzen. Interessant ist da die Grundlast-Versorgung, also ein Kraftwerkstyp, der rund um die Uhr Strom liefern kann, ohne knappe Ressourcen zu fressen. Neben den "üblichen Verdächtigen" würde ich da verstärkt auf die Kernfusion setzen. Die Energiequelle Wasser haben wir nun wirklich reichlich, das "Abfallprodukt" Helium wäre gut zu gebrauchen und die prinzipielle Machbarkeit ist ja wohl durch die Wasserstoffbombe vergleichsweise eindrucksvoll bewiesen. Noch dazu ist die Sache weitestgehend strahlungsfrei und kommt ohne per se giftige oder gefährliche Stoffe aus. (Was bei der H-Bombe den radioaktiven Fallout erzeugt, stammt i.w. von der kleinen Atombombe, die zu ihrer Zündung nötig ist).

Was derzeit noch fehlt, ist die Stabilhaltung der Fusion in kontrolliertem Umfang und Ablauf, weil die Temperaturen im Fusionsbereich so hoch sind, daß kein Feststoff sie auch nur annähernd aushalten kann (mehrere Millionen °C). Man muß also mit elektromagnetischen Fesselfeldern arbeiten.

Experimentell ist diese kontrollierte Fusion ja auch bereits gelungen; zumindest über sehr kurze Zeitspannen. Was fehlt, ist die dauerhafte Funktion und vor allem dann die großtechnische Nutzbarmachung. Klar kann das noch ein paar Jährchen Entwicklungarbeit kosten, aber wenn man unsere Ressourcen in Europa mal bündeln würde, wäre die Zeit m.E. überschaubar.

Wenn solche Meiler verfügbar sind, können wir die Überlegungen zu Speichertricks in die 2. Prio zurückstufen, denn dann käme es auf ein paar Terawatt hin oder her wohl nicht mehr so an. Zudem würde dieser Kraftwerkstyp ja wohl ähnlich funktionieren wie heute die AKWs, die relativ zügig regelbar sind und nicht wie Sonne und Wind Strom bevorzugt dann liefern, wenn ihn keiner braucht. Wenn man die Energieerzeugung gleich bedarfsnah steuern kann, benötigt man schließlich keine Speicher mehr!

_________________
Gruß

Gerhard

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lmr

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Die Kernfusion wäre bereits seit Jahrzehnten nutzbar als genügend kleine unterirdische Explosionen in genügend großen Kavernen, die gleiczeitig auch als Speicher fungieren.

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rap

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Wenn die Kernfusion nicht bessere Wirkungsgrade hätte als die Kernenergie wäre sie auch kontraproduktiv da unsere Flüsse (sehr vorsichtig formuliert) keine reinen Wärmeabführkanäle darstellen.
Alles was ja von der erzeugten Wärme nicht in Strom umgesetzt wird landet ja standardmäßig in denselben....

Die Beschränkung liegt bei kernreaktoren in der Temperatur und Druckbeständigkeit des Reaktorgefäßes. Das versprödet ja auch im Laufe der Zeit durch die große Strahlung.
Leider hängt der Wirkungsgrad hauptsächlich von der maximalen Dampftemperatur ab die ein Kernkraftwerk auf 28% runterzieht.
Heißt 72%! der erzeugten Wärme landet im Rhein....
AKW, die Tauchsieder der großen Flüsse Sad Evil or Very Mad

Da ein Fusionsreaktor bisher auch nur eine Dampfmaschine mit anderer Wärmequelle wäre und die Prozesse noch viel komplexer, die Werkstoffe noch viel exotischer, wären glaube ich eher daß sich die Probleme die schon im Fissionsreaktor da wären verstärken würden.

Die sollten mal mehr Startrek gucken, wenigstens ein MHD-Generator oder so was sollte doch wohl drin sein Wink
Dampf ist imho eher out.
Aber mit der Dampfmaschine haben unsere aktuellen Probleme (cO2) angefangen.

Außerdem wäre Fusionskraftwerke so teuer daß sie nur eine exclusive Lösung? für reiche Länder darstellen würden.
Das würde die globalen Probleme nicht lösen.

Über Risiken und Nebenwirkungen ist auch noch nicht viel bekannt.

Und wie das so ist würden sie vermutlich erst mal gebaut und mit den Folgen müßte die Nachwelt leben....

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TheRealBarni

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gerade den fusionskraftwerken stehe ich sehr kritisch gegenüber, da man doch deutlich mehr braucht, als nur wasser und deutlich mehr entsteht als nur helium. dies bezieht sich auf den ersten post hier zu dem thema.

des weiteren fände ich eine anpassung des stromverbrauchs an die gelieferte menge mindestens genauso sinnvoll wie die erschaffung von speicherkapazitäten. afaik arbeitet die uni hagen an einem system, dass es ermöglicht geräte gezielt zu- und abzuschalten, sodass der verbrauch angepasst wird. beispielsweise waschen die deutschen waschmaschinen dann vermehrt, wenn viel wind weht (sehr oberflächliches beispiel um das prinzip zu verdeutlichen).
einen weiteren ansatz sehe ich hier darin, einen flexiblen strompreis einzurichten: also tendenziell bei sinkender erbrachter strommenge z.b. aus den regenerativen energiequellen den strompreis leicht zu erhöhen und bei steigender menge den preis wieder zu senken. verbraucher haben eine anzeige in ihrem haus und werden automatisch weniger strom verbrauchen, wenn der preis steigt.

besonders den ansatz mit der elektrolyse von wasser und der anschließenden chemischen speicherung des wasserstoffs, sowie der abschließenden verbrennung in einer brennstoffzelle finde ich sinnvoll. hier muss aber deutlich mehr geforscht werden.

ferner ist der ausbau von pumpspeicherkraftwerken in deutschland wahrscheinlich nicht mehr möglich; die standorte sind einfach erschöpft. andererseits bietet norwegen hier besonders günstige möglichkeiten, mit großen höhendifferenzen in der nähe des meeres, um eventuell dort welche zu errichten und energie auszulagern. vielversprechend?

ich finde auch die idee interessant, energie in form von chemisch-biologischen verbindungen zu speichern. wenn es gelingt mit strom aus luft zucker zu machen und diesen anschließend wieder zu verbrennen und dabei noch einen halbwegs ordentlich wirkungsgrad zu erreichen, dann ist unser speicherproblem wohl gelöst.

lg,
barni

_________________
I look to the future because that's where I'm going to spend the rest of my life.

George Burns

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GMil

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Beiträge: 671
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Die Anpassung des Verbrauchs an die (regenerativ) gelieferte Menge wäre an sich nicht schlecht, doch weiß ich nicht recht, wie das gehen soll: Waschmaschinen, Herde etc. nur bei Sonne oder Wind zu benutzen, kann man getrost vergessen, denn das Ergebnis (Essen, frische Wäsche) soll ja zeitnah vorliegen. Die Industrie ist i.d.R. auch an feste (Arbeits-) Zeiten gebunden. Selbst der Freizeitkonsum (Fernsehen etc.) ist nicht zeitverschieblich.

Lediglich Geräte mit eigenem "Speicher" wie etwa Gefriertruhen könnten in beschränktem Maß so ertüchtigt werden, daß sie Lasttäler oder Angebotsspitzen ausnutzen könnten.

Viel sinnvoller wäre es m.E., durch eine globale Stromvernetzung genügend Sonnen- und Windenergie rund um den Erdball zu nutzen und den Strom lastabhängig passend zu verteilen. Das wird wohl aber schon deshalb nix werden, weil auf dieser Erde wir Menschen leben, die alles andere als eine solche Gemeinschaftsleistung im Sinn haben.

Über Nachteile, Wechselwirkungen etc. einer industriell nutzbaren Kernfusion zu parlieren lohnt m.E. erst, wenn diese Nutzung zumindest zur Erprobung vorliegt. Dazu fehlen aber noch etliche Jahre Entwicklung. Die einzige bisher erprobte "großtechnische" Anwendung der Fusion ist die Wasserstoffbombe, und die ist reichlich unbrauchbar, solange sie immer noch einen Nuklearzünder benötigt, dessen Spaltprodukte durch die Explosion in alle Winde verteilt werden. Außerdem wäre die Energiegewinnung auf diese Art ja wohl doch etwas zu ruckartig für die meisten praktischen Einsätze..... Twisted Evil

_________________
Gruß

Gerhard

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