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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Luft oder Erdwärmepumpe?

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robert_b

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Beiträge: 3
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ANZEIGEWärme fürs Leben
Günstig Heizen mit Erdwärme

Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Hallo liebe Forumsteilnehmer,

ich brauche euren Rat.

ich bin momentan am Planen eines KFW60-Einfamilienhauses für mich. Es wird ca. 150 m² Wohnfläche haben und auf einem 632 m² großen Grundstück stehen.

Der Standort ist im Landkreis Altötting, also Südost-Bayern - Voralpenland(ca. 8 °C Jahresdurchschnittstemperatur, über 500m ü. NN).

Einen vorab gefragte Baufirma (und deren Heizungsbauer) hat mir zu einer Luftwärmepumpe geraten.
Von einer Erdwärmepumpe haben sie aus folgenden Gründen abgeraten.

1. Es wächst auf dem Boden fast nichts mehr. Wenn, dann nur noch Gras. Boden kalt. Bäume usw. kann man vergessen.

2. Es besteht das Risiko, dass der Boden, wo die Rohre verlegt sind, absitzen könnte. d. h. unebenheiten entstehen mit den jahren.

3. Höhere Kosten bei der Erdwärmepumpe: Bohrung kostet ca. 14000 €.
Flächenkollektoren erfordern umfangreiche Erdarbeiten.


Ich persönlich bin mittlerweile auf Erdwärmepumpen mit Direktverdampfertechnik aufmerksam geworden.

Was würdet ihr mir raten!?

Auch von den Kosten her....wie hoch sind die Mehrkosten einer Erdwärmepumpe mit DV-technik gegenüber einer Luft-Wärmepumpe...unterm Strich natürlich, also inkl. Erdarbeiten. (Eigenleistung kann aber auch geleistet werden)
klar, muss nicht auf heller und pfennig sein, aber ungefähr.

Dankeschön schon mal für die Antworten.

Grüße
R. B.

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denkedran

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Schau mal unter www.sofath.com... und www.geothermie.net... nach.

Wir bauen Direktverdampfungs Anlagen und es gibt bundesweit eine Reihe von Kollegen.
Bringt auch einen höheren Zuschuß
Gruß Denkedran

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bernhard geyer

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zu 1: Nur bei zu kleiner Kollektorfläche besteht diese Gefahr. Bäume sind möglich, solange es keine Tiefwurzler sind welche die Leitungen beschätigen können.

zu 2: Passiert nur wenn zu schlecht verdichtet wurde bzw. die kollektorfläche zu klein dimensioniert wurde und damit vereissunge auftreten.

zu 3: Welche Heizleistung wird der benötigt? Hört sich ca. nach 16 und mehr kW an und ist m.E. vermutlich viel zu hoch. Ich würde eh in 2008 mindestens KfW40 oder Passivhaus planen. Damit kann auch die Heizlast geringer ausfallen und damit auch die Bohrtiefe.

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robert_b

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Beiträge: 3
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die Heizleistung weiß ich noch nicht, da wir momentan erst am plan zeichnen sind.

die 14000 € wurden uns von einer Baufirma genannt, allerdings nicht auf unser Haus bezogen, sondern als Richtwert.

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machtnix

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Beiträge: 1587
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Hallo Robert,

du bist ja gar nicht weit weg von mir.Kannst dir also mal eine Anlage mit DV von mir anschauen,kein Problem.
Dann sprichst du mit dem Kunden und bildest dir dein eigenes Urteil.
Die Baufirma scheint mir hier wenig kompetent zu sein,und den Kollegen mit seinen Aussagen kannst gleich mal knicken.

Wie heißt das schöne Sprichwort in Bayern:
Was der Bauer nicht kennt,frißt er nicht.

Schick mir ne pn mit deinen daten und du kannst am Wochenende mal bei meinen Kunden vorbeifahren,wenn du Lust hast.

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Thomas Heufers

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Bei einer durchschnittlichen Jahresmitteltemperatur von 8° Celsius und einem geplanten Energiesparhaus KfW 60 (150 m²) würde ich die Luft-/Wasser-Wärmepumpe nicht empfehlen.

Die "Datenbank - Vergleich der Verbrauchsdaten zu verschiedenen Wärmepumpensysteme" gibt Aufschluss darüber.
http://ecotec-energiesparhaus....sdatenWaermepumpenGoogleSpread

Grundsätzlich gilt, dass eine Wärmepumpe Ihren Wirkungsgrad am besten entfalten kann, wenn das Gebäude sehr gut gedämmt ist und die Vorlauftemperatur im untersten Bereich liegt.
Deshalb ist die Überlegung von "Bernhard Geyer" auf einen besseren Standard zu wechseln richtig, zumal man damit auch den Energiebedarf zusätzlich absenken kann.

Energiesparhäuser und Passivhäuser? Auf den Punkt gebracht!
http://ecotec-energiesparhaus...._-_Auf_den_Punkt_gebracht..pdf

@ R. B. - Wie sind deine Gebäudeparameter (U-Werte der Außenbauteile)?


Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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fdl1409

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Hallo Robert,

die Angaben über Bohrkosten sind völlig unsinnig. Ein KfW60 mit 150m2 braucht mit Warmwasser etwa 11.000 kWh Wärme pro Jahr. Bei durchschnittlichen Bedingungen kommst du da sehr locker mit einer einzigen 100m-Bohrung aus zum Komplettpreis von 7.000 Euro.
Die Bohrung sollte schon vor der Bodenplatte genau am späteren Standort der WP gemacht werden.
Die WP selbst ist eher etwas günstiger als eine Luftpumpe. Ein Kombiaggregat mit 6 kW Leistung ( reicht für dich ) mit integriertem Warmwasserspeicher wie Testsieger Vaillant Geotherm Exclusiv kostet im www gut 6.000 Euro. Da sämtliche Nebenaggregate schon drin sind ist die Montage sehr preiswert. Sonde, Strom, Wasser und Heizung anschließen, fertig. Platzbedarf wie ein Kühlschrank, kannst du im Hauswirtschaftsraum aufstellen neben der Waschmaschine. Bei Luftpumpen gibt es übrigens öfters Zoff mit dem Nachbar wegen Lärm.

Die Gesamtkosten sind dann vielleicht 5.000 € höher als bei einer Luftpumpe. Davon mußt du noch die höhere Förderung abziehen.

Beim Stromverbrauch liegt die Sole-WP weitaus günstiger als eine Luftpumpe. Bei deiner Lage in 500m Höhe gibt es häufig Temperaturen im Minusbereich, bei denen die WP einen schlechten Wirkungsgrad hat. Du mußt mit Heizstabbetrieb rechnen. Schätze daß bei solchen Bedingungen die Stromkosten mindestens 50% höher liegen als bei einer Sole-WP.
Die hat den Zusatzvorteil daß du im Sommer kühlen kannst wenn du möchtest.

Zwischen Luftpumpe und Bohrung besteht qualitativ ein sehr beträchtlicher Unterschied. Die Einmalkosten einer Bohrung mußt du auf viele Jahrzehnte umlegen, dann rechnet sich der Mehraufwand sogar recht gut. Wenn du langfristig denkst fällt es nicht schwer eine Entscheidung zu treffen.

Bei genügend Platz können auch Flächenkollektoren ähnlich gut sein wie eine Bohrung, also entweder DV oder Sole-WP mit Flachkollektor.
Auch hier mußt du das örtliche Klima bedenken. Der Boden friert in kalten Wintern tief, es kann lange Zeit eine Schneedecke liegen. Du brauchst hier mehr Fläche, der Kollektor sollte auch tiefer liegen. Günstig wäre ein steinfreier Boden, man spart den Aufwand fürs Einsanden.
Wenn der Kollektor groß genug ist und tief genug verlegt merkst du an der Oberfläche nichts mehr davon. Es gibt aber sicher besser geeignete Standorte für einen Flachkollektor, wenn man das Klima bedenkt.
Gut wäre eine Talaue mit hohem Grundwasserstand.

Grüße
Frank

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robert_b

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@ Hr. Heufers. Die weiß ich leider nicht. im bin noch ziemlich am Anfang. Baubeginn soll mai 2009 sein.
Ziegel wahrscheinlich porotont9. Aber wie gesagt. das ist alles noch nicht fix.


Soweit ich weiß ist der Boden bei uns annähernd steinfrei. hauptsächlich lehmboden.

danke fdl für die detaillierten infos über die ungefähren preise. jetzt verliert die Erdwärme und die Bohrung langsam ihren schrecken.

und das mit der lärmbelästigung zum nachbarn hab ich schon mehrmals gelesen.

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fdl1409

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Hallo Robert,

wohne in sehr ähnlichen klimatischen Bedingungen, Jahresdurchschnittstemperatur eher noch geringer. Beheize einen sanierten Altbau mit 8 Wohnungen mit einer Sole-Wasser-WP. Dämmung ist eher schlechter als in einem Neubau wegen unvermeidlicher Wärmebrücken. Außerdem sehr hohe Verschattung in Kerbtal.
Den Wärmebedarf von 90.000 kWh pro Jahr decke ich mit 3 Bohrungen a 150m ab, also sehr hohe spezifische Belastung. Sonden sitzen im Festgestein.

Hatten zum Beispiel im Februar 13 Nächte kälter als -6°, davon 4 zwischen -10 und -12,5°, und das war ein milder Winter. Mit einer Luftpumpe kriegt man da keine gute Leistungszahl.
Meine Soletemperatur hatte einen Tiefstwert von +2°.

Der Leistungsbedarf wird oft viel zu hoch eingeschätzt. Hatte an den kältesten Tagen mit -12° und Mitteltemperatur etwa -7° einen Wärmebedarf von 480 kWh für Heizung und Warmwasser. Bei 720m2 Nettowohnfläche ( ohne Treppenhäuser und Nebenräume ) waren das nur knapp 28 Watt je m2 über 24 Stunden gemittelt. Meine WP hat 28 kW, das sind knapp 39 Watt je m2. So komme ich zu der Einschätzung daß 6 kW bei dir ausreichend sind. Die meisten werden dir was anderes erzählen.
Habe keinen Wärmepumpentarif, sondern heize 24 Stunden durch. Bei mir hat das u.a. Komfortgründe, habe Radiatorheizung. Bei dir wird sich ein WP-Tarif gar nicht lohnen wegen der Grundgebühr, würde das über den Haushaltsstrom mitlaufen lassen.

Grüße
Frank

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bernhard geyer

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robert_b hat Folgendes geschrieben:
Ziegel wahrscheinlich porotont9. Aber wie gesagt. das ist alles noch nicht fix.

Bei Ziegeldämmsteinen solltest du dann sehr auf einen dickeren und gute angebrachte Außenputz achten. Hier in der Nachbarschaft kann man bei einigen in den letzten Jahren gebauten Häußern schon von außen erkennen das sie mit Ziegel gebaut wurden da sich die Steine von außen im Putz abzeichnen.

Nimm lieber eine 17er/24er tragenden "billigen" Ziegelstein und pack 20 cm Vollwärmeschutz drauf.

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machtnix

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Vaillant Geotherm Exclusiv kostet im www gut 6.000 Euro. Da sämtliche Nebenaggregate schon drin sind ist die Montage sehr preiswert.

Ja dann würde ich den schrägen Deppen von fdl1409 doch mal zur Montage einfliegen lassen.Mal sehen ob er dann immer noch so eine große Klappe hat.

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GMil

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@ Thomas Heufers:

"Wärmepumpen sind nur für gut gedämmt Energiesparhäuser sinnvoll. Luft- / Wasser - Wärmepumpen sind zu vermeiden....."

Das sind 2 Sätze, die ich immer wieder lese, die m. E. aber so pauschal einfach nicht stimmen.

Natürlich ist es richtig, daß ein gut gedämmtes Haus mehr Energie spart als ein weniger gedämmtes. Mit dem Heizungstyp hat das aber schlicht gar nix zu tun; auch bei Öl würde man hier sparen können oder draufzahlen müssen. Auch stimmt es, daß eine WP umso günstiger arbeitet, je niedriger die Vorlauftemperatur sein darf. Aber auch das hat mit dem Haustyp nicht sehr viel zu tun, sodern mehr mit der Art bzw. dem Vorhandensein einer Fußbodenheizung.

Außerdem gibt es WPn, die speziell auf hohe Temperaturen optimiert sind. Zwar ist deren maximaler Wirkungsgrad schlechter als der einer optimalen Niedertemperatur-WP in einem dazu passenden Haus, aber günstiger als eine Ölheizung sind sie auch bei Hochtemperatur allemal, denn auch eine Ölheizung würde dort stärker gefordert werden.

Die Luft-Wasser-WP hat m.E. überall dort ihre Berechtigung, wo ein anderer Typ nicht oder nur mit (zu) hohem Aufwand einsetzbar wäre. Wer will denn z. B. ein begrüntes Grundstück mit Heizschlangen verwüsten? Wer riskiert schon eine teure Tiefbohrung bei ggf. zweifelhafter Bodenbeschaffenheit?

Will man das schon pauschalieren, kann man es z. B. vom Haustyp dergestalt abhängig machen, daß ein Altbau (Sanierung) bevorzugt mit L/W-WP, ein Neubau bevorzugt mit einer anderen Variante geplant werden sollte. Aber eine Alternative zu Öl und Gas sind WPn, auch L/W-WPn, in jedem Haus, neu oder alt, gedämmt oder ungedämmt. Meines ist das beste Beispiel dafür.

Ein bedenkenswertes Hindernis für den Einsatz einer L/W-WP könnte aber das Laufgeräusch sein. Das sollte bei der Standortwahl auf jeden Fall berücksichtigt werden.

_________________
Gruß

Gerhard

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fdl1409

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@GMil,

so falsch sind die pauschalen Aussagen nicht.
Luftpumpen bereiten mir schon im Neubau mit Fußbodenheizung Bauchschmerzen. Da arbeiten sie aber immerhin bei der üblichen FBH auf der Heizungsseite in einem günstigen Bereich. Außerdem ist der Wärmeverbrauch ingesamt niedrig, zumindest bei einem KfW40.

Wenn man sich die Ergebnisse diverser Feldtests ansieht dann haben Luftpumpen im Mittel eine Arbeitszahl von 2,6. Unter Berücksichtigung des Kraftwerkswirkungsgrades sind sie dann gerade noch im Vorteil gegenüber einer Gasbrennwertheizung. Grund zum Jubel gibt es aber nicht.

Ganz grausam wird es aber, wenn man eine Luftpumpe in einem höheren Temperaturbereich betreiben muß, vielleicht sogar noch als Hochtemperatur-WP bis 65°. Die Werbung suggeriert immer daß mit diesen Geräten hohe Temperaturen kein Problem mehr seien, schließlich sind sie speziell dafür ausgelegt.
Ja, aber du bekommst dann eine Jahresarbeitszahl von etwa 2. Die Wärmepumpe wird dann von einem Umweltengel zu einer Umweltsau.

Du hast Recht daß nicht überall eine Bohrung oder Flächenkollektor möglich sind. Luftpumpen sind aber m.E. überhaupt nur akzeptabel, wenn sie in einem Haus mit niedrigem Energieverbrauch und niedrigen Heizwassertemperaturen betrieben werden. Dann noch möglichst als drehzahlvariable WP, so können sogar recht gute Arbeitszahlen erzielt werden. Wobei ich das momentan nur dem Hersteller Heliotherm zugestehe.
Den Einsatz einer Luftpumpe in einem unsanierten Altbau lehne ich kategorisch ab, so etwas sollte verboten werden. Auch den Standort sollte man genau betrachten, im kalten Bergklima sieht die Luftpumpe auch alt aus, selbst in einem Neubau. Man darf die Auswirkungen auf den Kraftwerkspark nicht vergessen. Bei -15° läuft eine Luftpumpe auf Heizstab oder in einem Wirkungsgradbereich der dem nahe kommt.
Man stelle sich einmal vor was in einem richtig strengen Winter passiert wenn Millionen Luftpumpen installiert werden....

Wärmepumpen werden von manchen verteufelt, von anderen gelobt. Beide Seiten haben Recht. Eine Wärmepumpe kann die Umwelt sehr entlasten - aber nur dann wenn sie mit hohem Wirkungsgrad arbeitet. Es muß oberste Priorität sein, die Arbeitszahl zu optimieren. Luftpumpen haben da einen fast uneinholbaren Nachteil.

Grüße
Frank

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GMil

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@Frank:

Eine Wärmepumpe ist für mich heute zuvorderst eine Alternative zu fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas, deren Ende nun wirklich absehbar ist. Warum in aller Welt soll diese Möglichkeit nur energetisch aktuellen Neubauten vorbehalten sein, während die große Mehrheit der Bestandshäuser das Öl oder Gas weiter verbrennen müssen, und das wegen der veralteten Dämmung auch noch in besonders großer Menge?!

Von einer vorherigen Generalsanierung eines älteren Hauses (Kellerdämmung, Dachdämmung, Fassadendämmung, neue Fenster, Nachrüstung FBH, Heizwände usw.), wie sie da gerne ins Feld geführt wird, darf man nämlich nach meinen Recherchen getrost Abstand nehmen; der Aufwand käme fast einem Abriß und Neuaufbau gleich!

Es hat daher für mich auch aus Umweltgesichtspunkten durchaus einen Sinn, daß der Gesetzgeber L/W-WPn auch in Bestandshäusern fördert, OHNE zuvor auf Dämmungsverbesserungen zu bestehen.

Natürlich kommt für mich der Strom nicht nur aus der Steckdose, aber er läßt sich immerhin halbwegs effizient und umweltgerecht mit verschiedenen Alternativen erzeugen, von denen einige durchaus ohne fossile Energieträger und ohne CO2-Erzeugung auskommen. Obendrein wäre selbst eine deutliche Aufstockung der heute erzeugten Energiemengen relativ problemarm möglich; speziell dann, wenn man z. B. die geradezu psychotische Angst vor der Kernenergie aufgeben würde. Daher wäre für mich auch eine E-Heizungs-Energiebilanz <1 (inkl. Kraftwerk) bei z. B. -20°C durchaus noch akzeptabel; Öl und Gas sind prinzipbedingt noch viel schlechter! Länder wie die Schweiz mit ihrem billigen Strom machen das heute schon vor; WPn haben dort m.W. einen Anteil von 50% aller Heizsysteme.

Überspitzt formuliert, wäre für mich daher sogar ein Umbau aller Bestandshäuser in D auf reine E-Heizung aus Umweltsicht auch schon ein deutlicher Vorteil! Ökonomisch wäre das so natürlich reiner Unsinn. Wenn jetzt aber eine (fast) überall ohne größere Probleme einsetzbare WP-Type auf dem Markt ist, die das deutlich besser kann als der Heizstab, ist das ein Zusatznutzen des Prinzips E-Heizung, der diese sogar ökonomisch mit der fossilen Heizung mindestens gleichziehen läßt. Was bitte will man im Bestandshaus mehr?

Gut, wer neu und besonders umweltschonend bauen will, soll und darf von mir aus gerne noch effizientere Systeme benutzen (Sole-WP, Erd-WP usw.); keine Frage. Ich würde das in dieser Situation vermutlich auch tun. Alle anderen aber tun -selbst außerhalb reiner Umweltüberlegungen- gut daran, die kritischen fossilen Energieträger wie z. B. Rohöl denjenigen Anwendungen zu überlassen, die darauf weit schwerer verzichten können als simple Heizungen. Ich persönlich benutze das verbleibende Öl jedenfalls lieber im KFZ, im Flugzeug oder in der Petrochemie, als es simpel zu verbrennen und für alle Ölprodukte deshalb immer höhere Preise zu bezahlen.

Ach ja: wenn in einem strengen Winter "Millionen von Luftpumpen" anlaufen und deshalb das Netz zusammenbricht (woran ich nicht glaube), wird wenigstens meine Hütte (inkl. WP!!) noch von einem simplen einphasigen Baumarkt-Notstromaggregat versorgt..... Very Happy

_________________
Gruß

Gerhard

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denkedran

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
@fdl1409
Sind deine Patinten nun alle gliechzeitig Krank ? Hast Du zu viel Arbeit ?
Man vermisst deine weisen Beiträge schon im andern Forum. Hilf doch mal deinem Kollegen Ritt.... aus der Patsche.

Gruß Denkedran

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