Da ein Computer für seine Herstellung riesige Mengen an (bisher nichterneuerbaren) Ressourcen verschlingt ist imho nur ein nicht gebauter Computer ein guter Computer.
Ein kompletter Rechner verbraucht ca (sehr dicker Daumen, es gibt kaum Ökobilanzen

) die Energie die ein 8-Literauto verbraucht um einmal die Erde zu umrunden (Luftlinie, 40.000km), 33.000 Liter Wasser und 19 Tonnen Grundmaterial, darunter viele giftige und seltene Stoffe.
Der Verbrauch im laufenden Betrieb fällt dagegen kaum ins Gewicht, besonders deswegen nicht weil die meisten Rechner ja weit vor ihrer technischen Lebensdauer von 10-12 Jahren weggeworfen werden.
Durch künstliche Verlangsamungen der Rechner (Vista &Co) und schlechte systembremsende Software (Virenscanner, Internetsecutity Suites!!!!!!, Handysoftware etc, etc alles was man (bestenfalls( rechts unten sehen kann) wird heute imho eine künstliche Nachfrage an neuen Rechnern geschaffen.
Für mich vorstellbar (Optik etc sind mir egal aber es gibt sicher noch viel mehr Gründe

) gibt es 2 Gründe einen neuen Rechner zu kaufen:
1. Mehr Leistung ist erwünscht
2. Kompabilität/Komfortgewinn, zB durch USB 2.0 und Fronteinschübe etc.
Die Arbeitsgeschwindigkeit eines Rechners ist von vielen Faktoren abhängig. Es gibt meist einen limitiernden Faktor.
Außerdem ist die Frage wieviel Arbeitsgeschwindigkeit man eigentlich wirklich braucht.
Reine CPU-Leistung braucht man eigentlich selten.
Wenn man kein Hardcore-Spieler oder Multimediafreak ist der Video/Audio-Aufnahme und Bearbeitung macht braucht man erstaunlich wenig MHz.
Imho ist erstmal der verfügbare Arbeitsspeicher wichtig.
Grundsätzlich nimmt die benötigte Arbeitsspeichergröße von Version zu Version der benutzten Software, voran das Betriebssystem, zu (Fortschritt).
Ich beschränke mich hier auf die Windows32 Versionen. Alle imho.
Windows 95 lief incl Anwendungen mit 64MB Ram eigentlich prima
Windows 98 brauchte 98MB, Windows 2000 128MB.
XP braucht schon fast 256 nur für sich, bei Vista (geraten, ich vermeide es) dürfte sich das schon stärker in Richtung 512 ausbreiten.
Wenn der Arbeitsspeicher zu klein ist werden nicht benötigte Programmteile ständig auf die Festplatte ausgelagert die aber viel langsamer als der Arbeitsspeicher ist und außerdem verschleißt (hatte die letzte Zeit einige defekte HDD´s ersetzt

).
Für ein flüssiges Arbeiten kann man kaum genug Ram haben das die Verwaltung desselben nicht so optimal zu sein scheint.
Mindestempfehlungen für flüssiges arbeiten: Win 2000 256MB, XP 512, Vista 1 GB
Ironie: Unter Win3.11 mit 8 MB Ram gab es auch schon leistungsfähige Textverarbeitungen, eben die Vorgänger der heutigen, man vergleiche den quasi gleichen Output (natürlich gibt es heute viel mehr Möglichkeiten, wenn man sie denn benutzt....) mit den Systemvoraussetzungen.....
Arbeisspeicher (Ram) ist durch nichts zu ersetzen als durch mehr Ram
Mein derzeitiger Rechner hat (durch Musiksoftware bedingt) 2 GB und die Auslagerungsdatei ist deaktiviert.
Der erste Schritt ist es also den Arbeitsspeicher zu erweitern.
Bei älteren Rechnern muß man herausfinden was man so maximal reinstecken kann. Ist nicht so einfach das Ganze und es funktionieren auch nicht mehr alle Riegel. Ich empfehle die Aufrüstungsaktion in einem Fachgeschäft durchzuführen, dann kann man probieren (lassen) und hat (hoffentlich) Fachleute an der Hand.
Mit genügend Ram kann man auch meistens das Betriebssystem upgraden ohne danach in Zeitlupe arbeiten zu müssen.
Wie gesagt, für normales arbeiten reichen auch 500 MHz.
Bei Speichermangel kann man auch die Festplatte gegen ein größeres und schnelleres Exemplar tauschen.
Der größte Rest ist die Konfiguration der Software.
Man muß vermeiden daß überflüssige Programme mit Windows gestartet werden, die Dienste reduzieren und eine feste (unfragmentierte) Auslagerungsdatei einrichten damit Windows im Laufe der Zeit nicht langsamer wird wie es das im Serientrimm tut.
Inzwischen will auch jedes wichtige und weniger wichtige Stück Software ständig nach Hause telefonieren und/oder schmeißt einen Scheduler oder Updater oder sonstwas in den Windows Autostart. Leider meist nicht in die Autostartgruppe. Dann muß man msconfig oder die Systemstartfunktion von Spybot Search&Destroy (empehlenswert, schützt ohne aktiv sein zu müssen) benutzen und mit Augenmaß die unwichtigsten Sachen davon abhalten überflüssigerweise Rechenzeit zu schnorren.
Bei nur internetverbundene Einzelplatzrechnern (wohl der Normalfall bei ptrivatrechnern) kann man auch einen guten Teil der Systemdienste deaktivieren was sich mit einem deutlich spontaneren Ansprechverhalten (subjektive Rechnergeschwindigkeit) äußert
Ist aber kniffelig (gibt auch massig Webseiten dazu) und man sollte gutes Grundwissen besitzen und sich Änderungen notieren! falls später was nicht funktionieren sollte und man wieder was rückgängig machen muß.
Leider ist nicht wirklich sicher zu bestimmen welcher Dienst sich wie irgendwo einmischt und so kann trotz logischer Überlegung (nützt bei PC´s oft nichts) plötzlich was ganz anderes nicht funktionieren was scheinbar mit diesem Dienst gar nichts zu tun haben kann.....
Die Abhängigkeitsdarstellung bei den einzelnen Diensten gibt auch nur rudimentäre Abhängigkeiten wieder.
Schön wäre es von Microsoftseite eine Konfigurationswahl abhängig von der späteren Benutzung zu haben.
Der Standardfall Einzelrechner mit DSL-Anschluß benötigt viele laufende Dienste nicht.
Hin und wieder sollte auch mal die Festplatte defragmentiert werden.
Es liegt auf der Hand das eine Datei die in 1000 Einzelstücken von der Festplatte gelesen werden muß spürbar länger braucht bis sie zur Benutzung verfügbar ist.
Es gibt auch viele direkt bremsende Software.
An erster Stelle muß ich leider Virenscanner und noch schlimmer Internet Security Suites nenne.
Mach die Norton Internetsecurity Suite drauf und Dein Rechner läuft nur noch halb so schnell.....
Ein sehr schneller Profi-Virenscanner (falls es sowas gibt) der auch ältere Rechner kaum belastet ist der (weitgehend unbekannte aber meist Testsieger, wenn er mitgetestet wird) Nod32 (benutze ich auch, scannt 3 mal schneller als zB der Kaspersky und findet noch doppelt so viele Probleme) . Am Besten bei Ebay kaufen, wenn möglich im Viererpack für die Familienrechner und die Kumpels, ist viel billiger. Ich arbeite nicht für den Hersteller

hab nur die beschriebenen Erfahrungen damit gemacht die speziell für alte Rechner wichtig sind.
Es gibt auch zB Windows 2000 Systeme wo zB die eingebaute Windows Updatefunktion wegen einers Fehlers den Rechner praktisch lahmlegt. Da muß man dann erstmal drauf kommen..... ist aber selten.
Fast jeder Rechner ist ein Unikat....
Ist für die Industrie natürlich praktisch. Der Rechner wird (durch die Standardeinstellungen von Windows) immer langsamer (kann man rückgängig machen), man installiert irgendwann die neueste Version von ...Office oder sonstwas und kauf dann einen neuen Rechner weil man mit dem alten nicht mehr zügig arbeiten kann....
Man glaubt nicht wie flott man einen 600 MHz-Rechner durch Konfiguration kriegen kann.
Ein Punkt sind noch neue wesentlich schnellere Schnittstellen wie USB 2.0, imho heute unverzichtbar.
Das kann man bai allen Rechnern nachrüsten in Form einer PCI-Karte die hinten auf das Mainboard gesteckt wird. Kosten 10-20€. Am besten darauf achten daß sie auch einen internen! USB-Anschluß für den Froneinschub hat. Bei neueren Windowsversionen braucht man noch nicht mal extra Treiber dafür.
Dazu passend noch ein Fronteinschub für das gleiche Geld damit man alle seine nun schnellen USB-Geräte auch beqem von vorne am Rechner anschließen kann.
So ausgerüstet kann man die Rechner noch lange betreiben.
Macht ja keinen Sinn einen Rechner der die durchschnittliche Prozessorauslastung von 2% hat (kann man im Taskmanager überprüfen) durch einen zu ersetzen der dann 1% hat.
In Wirklichkeit ist alles vielleicht nicht ganz so einfach aber machbar.
Ich schätze daß man die meisten alten Rechner durch eine Investition von <100€ gut benutzbar incl Komfortsteigerung/Lärmreduzierung etc halten kann.
Teilweise brauchen neuere Programme ein gewisses Maß an grafischen 3D-Fähigkeiten die besonders bei alten Officerechnern, die mit den beliebten Rage 3D Chips (kann alles nur kein 3D

) bestückt waren, nicht vorhanden sind.
Da kann man auch noch für ein paar Euro die langsamste käufliche Grafikkarte in den Rechner stecken die man findet. Es geht hier icht ums Spielen, da braucht man teilweise die schnellsten und teuersten Systeme.
So aufgerüstet klappt dann auch Google Earth
Ein Rechner besteht aus vielen Einzelteilen die größtenteils wie ein Baukasten einfach gegen neure ersetzt werden können (in gewissen Grenzen natürlich, Prozessoren etc).
Man muß nur gucken wo es hängt und gezielt aufrüsten.
Ich schließe hier mal ab, es könnte in Details noch seitenweise weitergehen.