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Biogas, Biogasanlagen, Fermenter
aup
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Beitragvon aup » 26.02.2008 17:25 Uhr

Hallo,

wie ein aktueller Bericht aus der Süddeutschen aufzeigt sollte die Forcierung der Biomassenutzung grundsätzlich neu überdacht werden.

Siehe: http://www.sueddeutsche.de/,tt6m1/ausla ... 91/160354/

Wir sollten endlich nicht mehr dem Glauben verfallen, dass wir unseren exorbitanten Energie- und Materialverbrauch - auch nur teilweise - durch Biomasse substituieren können, ohne dabei negative Folgen in der Nahrungsmittelversorgung, Natur und Umwelt billigend in Kauf zu nehmen.

Jedenfalls mit "Bio" wird die ganze Entwicklung in Zukunft nichts mehr zu tun haben, wohl eher mit Raubbau!

Grüße
aup

rap
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Beitragvon rap » 05.03.2008 12:22 Uhr

Das hier finde ich Bio http://www.wald21.com/

Infos http://www.wald21.com/Flyer.pdf

Schnellwachsendes Holz im Feldanbau, wo soll das Problem sein?

Hanf brint auch Spitzenerträge an Fasern etc ohne Pestizide usw. Das wächst so schnell daß es das "Un"kraut erstickt.
Im Krieg habe sie es angebaut wie blöd als sie Rohstoffe "brauchten".
Hanfpapier, Hanfklamotten, Hanfwaschmittel etc
Leider ;) gehen die Hanfklamotten kaum kaputt, die robusteste Pflanzenfaser, die erste Jeans war aus Hanf.... Baumwollbau verbraucht 1/3 der weltweit eingesetzten Pestizide :(
Und wozu hier Arbeitsplätze schaffen durch eine Neuauflage von Kleidungsherstellung?

Menschliche Nahrungsmittel zu mißbrauchen ist imho sinnlos.
Genau wie Tiere mit menschlichen Nahrungsmittel zu füttern.
Schweinehaltung ist sinnlos.

Gras können Menschen nicht essen insofern ist eine Umwandung in Milch, Fleisch nützlich.

Pro kJ Fleisch braucht man 7 kJ Futter fürs Futter, ist also Nahrungsmittelvernichtung wenns nicht was ist was wir nicht essen können.
Dazu kommt noch daß wir das Futter zum Vieh bringen und ihm quasi noch den A**** abwischen anstatt die Viecher einfach in die Sonne auf die Wiese stellen und rumrennen! lassen.

So wird die Energieeffizienz immer schlechter.
Der ursprüngliche Sinn der Landwirtschaft lag ja darin Energie (Essen) zu schaffen nicht sie zu verbrauchen.
Wir verbrauchen inzwischen das vielfache dessen was wir unterm Strich herausbekommen.
Das heißt dann Fortschritt und Effizienzsteigerung.
Ist wie bei Effinzeinsteigerung bei Computereinsatz.
Ein Computer verbraucht für seine Herstellung soviel Energie wie ein 8-Literauto für 40.000km.
Das muß der Mitarbeiter (50 Watt Leistung, 1 Liter Benzin = 200 Stunden Arbeit) schon eine Weile (wohl das viel mehrfache seiner Lebenserwartung) ranklotzen das das noch effizient wird.

Aber von so banalen Weisheiten ist unsere Landwirtschaft sowieso schon lange weg.
Das machen nur die "rückschrittlichen" armen Länder weil sie sich unseren "Fortschritt" nicht leisten können. Wir übrigens auch nicht aber wir wissen es noch nicht.

Naja den Vogel schießt ja die Hochseefischerei ab: der Energieverbrauch derselben beträgt das zwanzigfache des eßtechnischen Energieinhalts des Fischs.

Im Moment fällt mir in unserer Gesellschaft nix wirklich effizientes mehr ein außer zu Fuß gehen (aber die Nahrung die man dafür braucht hat schon das vielfache der Energie für die Herstellung verbraucht).....

Am besten ist es nicht zu arbeiten (außer rein manuell) wenn man lebenstechnisch ohne Geräte auskommt. so macht man am wenigsten kaputt.
Sobald man arbeitet wird alles durch den zwangsläufigen Einsatz von verschiedensten Maschinen automatisch pervertiert.

Das Problem gabs vor 200 Jahren noch nicht.

Im Moment sehe ich keinen konkreten Ausweg.
Auch wegen der Trägheit der politischen und anderer Instanzen.
Die haben eh andere Probleme. Sich selbst.
Das wird wohl knallen. Und die "Armen" triffts wohl mal wieder als erstes...


PS ich sitze hier zwar an einem Rechner mit Notebookprozessor aber das macht den Braten nicht fett.
Angesichts des Ressourceneinsatzes bei der Herstellung spielt das keine Rolle mehr.
Und es ist noch die Frage wie man meine "Arbeit" daran (zB hier) energetisch bewerten möchte...

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