Hallo zusammen,
wir planen den Bau eines KfW40-Hauses und fangen gerade an, uns mit den verschiedenen Heizvarianten zu beschäftigen, und sind als Anfänger in dem Gebiet etwas erschlagen von den zahllosen Möglichkeiten und Varianten, die uns der Bauträger vorschlägt. Sind daher für Eure Tipps und Hilfe dankbar!
Im einzelnen: Solarenergie kommt wegen Verschattung und Ausrichtung nicht in Frage. Angedacht ist Wärmerückgewinnung aus kontrollierter Be- und Entlüftung; diese Wärme verstärkt durch Erwärmung mit Strom (der aber angeblich einen hohen Wirkungsgrad hat - höher als Gas) kann dann zurückgespeist werden als
A) zentral oder raumweise über Heizregister erwärmte Zuluft aus fensternahen Bodenöffnungen oder
B) über mit niedrigen Wassertemperaturen (nämlich nur ca. 30 Grad) konvektionsfähigen Heizkörpern oder
C) über Fußbodenheizung.
Warmwassererwärmung soll über Abwasserwärmerückgewinnung erfolgen, Rest Strom. Als weitere Wärmeenergiequelle ist Erdwärme im Gespräch, aber nicht über Tiefenbohrung sondern mit "ein paar um den Keller gelegten Schlaufen". Optional steht noch ein abgeschlossener Kamin in Diskussion.
Meine Fragen hierzu:
1. Ist Strom wirklich besser als alternativ Gas für die Restenegiezuführung bei Heizung und Warmwasser (billiger, höherer Wirkungsgrad)? Braucht man bei 2 Arten der Rückgewinnung (Luft und Abwasser) und vielleicht zusätzlich etwas Erdwärme sowieso kaum noch Zusatzenergie für einen normalen Haushalt (wie der Bauträger behauptet), oder wäre trotz höherer Einmalkosten Gas als Zusatzenergie empfehlenswerter? Wäre ein Gasleitung nicht auch eine zusätzliche, ausbaufähige Sicherheit, falls die anderen Konzepte doch nicht voll tragen?
2. Sind die Heizlösungen A und B wirklich praxistauglich? A mit im Boden versenkten Heizregistern - hat jemand damit Erfahrungen? Und funktionieren in B mehr oder weniger normale Heizkörper gut mit so kaltem Wasser?
3. Für uns wichtig: Welche Temperaturdifferenzen kann ich in dem Haus zwischen den verschiedenen Zimmern erreichen, und mit welcher Lösung die höchsten? Und bringen die dezentralen Heizregister hier viel? Wir hätten halt gern so 21 Grad im Wohnzimmer, vielleicht 16 im Schlafraum. In dem Zusammenhang ist vermutlich entscheidend: Wenn ich nicht über die Zuluft aus der Be- und Entlüftung heize: Welche Temperatur hat die Zuluft dann eigentlich üblicherweise? Ist das einstellbar?
4. Kamin: Hilft das nicht auch zur Erreichung nur einzelner erwärmter Räume?
Danke für Eure Hilfe und viele Grüße
Andreas