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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Erdwärme mit Solarthermie???

machtnix
*****
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Vielleicht sollte man sich einmal über eine Brauchwasserwärmepumpe Gedanken machen.Also zwei Maschinen.

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Hallo!

Aus heutiger Sicht rechnet sich eine Solarthermie in unseren Breiten (Mitteldeutschland) nicht unbedingt. Ökologisch ist es wohl unstrittig die bessere Alternative. Eine solarthermische Warmwasserbereitung ist eher zu empfehlen als eine Heizungsunterstützung.

Abhängig vom Anlageaufbau und von der Programmeinstellung kann man die hohe Taktung vermeiden. Die Taktung sollte nicht das Problem sein!

2.500 - 3.000 Euro inkl. Montage, Steuerung, Aufständerung, Speicher, Module für eine Solarthermie (Warmwasser) erscheint mir recht günstig.

Ich höre aus deinem Beitrag heraus, dass es sich nicht um ein Neubauvorhaben handelt.
Kannst du uns bitte etwas über den Istzustand des Gebäudes und den Wärmeenergiebedarf mitteilen?


Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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machtnix
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Eine solarthermische Warmwasserbereitung ist eher zu empfehlen als eine Heizungsunterstützung.
Was ist denn das wieder für eine Blödsinnsaussage?
Genau umgekehrt ist es zu empfehlen.

Für eine Solaranlage zur Brauchwassererrwärmung kann ich allerhöchstens 6% einsparen,bei Heizungsunterstützung bis zu 20% oder mehr.

Hier wäre wohl eine Brauchwasserwärmepumpe gar nicht mal so schlecht.

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@machtnix - Im Gegensatz zu Ihnen, trete ich nicht als Anonym auf und beleidige keine Forumteilnehmer.

Ihr Zitat "Für eine Solaranlage zur Brauchwassererrwärmung kann ich allerhöchstens 6% einsparen,bei Heizungsunterstützung bis zu 20% oder mehr." ist definitiv falsch.
In folgendem Infoblatt des BINE Informationsdienst ist der Sachverhalt wiedergegeben. http://www.bine.info/pdf/publikation/ba0403internet.pdf
Die Einsparpotentiale sind auch von vielen Einsatzbedingungen (Standort, Gebäudeparameter, Speicher, Steuerung, etc.) abhängig. In einem Passivhaus kann man wesentlich höhere Einsparpotentiale bei der Heizungsunterstützung realisieren als in einem ungedämmten Altbau.

Gehen wir 'mal hypothetisch nicht von Ihren 6 % aus, sondern von realistischen 25 % Ersparnis für eine Warmwasser-Solarthermie. Dann sind das in unserem Fall 75 Euro pro Jahr. http://ecotec-energiesparhaus.de/html/energieverbrauch_waermepumpe.html
Die solarthermische Anlage hat ca. 4.000 Euro gekostet. Gehen wir 'mal von einer Lebensdauer von 30 Jahren aus. 75 Euro mal 30 Jahre, das sind 2250 Euro Energiekostenersparnis. Anlagekosten 4.000 Euro minus Eenrgiekosteneinsparung 2250 Euro, das sind unwiederbringliche 1.750 Euro. Zinsen und Wartung sind noch nicht eingerechnet. Aus ökonomischer Sicht nicht empfehlenswert. Das ist unser Beitrag zum Klimaschutz.


Gruß

Thomas Heufers

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machtnix
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Sehr geehrter Herr Heufers,
ich kann leider nix dafür das Sie keine Ahnung davon haben.

Solche Kinderanlagen baue ich meinen Kunden erst gar nicht.

Mit einer Wärmepumpe kann ich das Warmwasser für ein Jahr mit ca.100€ Kosten bereitstellen.
Nehmen wir mal an das der Kunde für die WW-Bereitung 200€ braucht,dann kann er aber höchstens und nur wenn es eine Topanlage ist und das Wetter im Jahr mitgespielt hat von diesen 200€ nur 60% reinholen.
Die Anlage kostet mit Montage und allem drum und dran
sagen wir mal 3500€,dann würde man ca. 29 Jahre brauchen damit man das einigermaßen wieder drin hat.
Ja ne is klar,Hauptsache den grünen Daumen drauf.
UUps hätte beinahe die fette Förderung vergessen.Wir verkaufen ja heute Förderungen und Rabatte anstatt gute Anlagen.

Da Sie ja anscheinend nur Kaufmann sind,müssen Sie sich den Kundenärger auch nachher nicht antun.
Also lieber mal Finger still halten wenn ich zu dem Thema nichts gscheit's Beitragen kann.

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i.d.R. lohnt sich bei WP mit Tiefenbohrung oder Kollektor keine Solaranlage.
Das Takten der WP kann im Sommer mit einfachen Einstellungen an der WP wirkungsvoll vermieden werden. Ein Vorteil wäre das im Sommer die WP komplett aus sein könnte.

Trotzdem wäre die Einsparung sehr gering, da in unseren Breiten max. 60 % des Warmwassers erzeugt werden könnten und bei den paar Sonnentagen im Winter lohnt sich in einem gut gedämmten Neubau keine Heizungsunterstützung da über die Fensterflächen eh schon viel Wärme ins Haus kommt und die Solarwärme nicht großartig gespeichert werden kann.

Ohne Solar kann man auf einen Pufferspeicher verzichtet werden da die Estrichmasse bei FBH einen ausreichend großen Puffer darstellt. Unbedingt auf die Größe der WP achten und wenn möglich keine größere Heizleistung wählen als die Heizlastberechnung nach DIN sagt. ca. 80 % aller Heizungsanlagen sind massiv überdimensioniert und man hat erst recht Probleme mit den takten. Meine WP hat 8,3 kw, die Heizlast sagt 6,4 und zusätzlich kommt über die Wärmerückgewinnung der Lüftung mind. 50 % der Lüftungsverluste wieder zurück.

Ist die WP richtig dimensioniert ist die Kälteleistung kleiner ( damit Tiefenbohrung oder Kollektor kleiner) und der Heizstrom geringer, die WP taktet kaum und ist sehr sparsam.

Ergo: ne Solaranlage bringt zwar ein gutes Gefühl rechnet sich aber wirtschaftlich nicht innerhalb eines relevanten Zeitraums. Mit einer richtig geplanten und dimensionierten Heizungsanalage kann man mehr Geld einsparen.

Christian

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@ machtnix

es gab erst im letzten Jahr nen großen WP- Feldtest wobei festgestellt wurde das zwei WP jeweils für Heizung und Warmwasser schlechter abschnitten als ein Kombigerät. Außerdem sind zwei Geräte teurer und brauchen meht Platz.

Christian

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LSKill
****
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Hallo

Also ich muss machtnix schon doch auch recht geben.
Nur für Brauchwassererwärmung allein lohnt sich das ganze kaum (es sei denn man hat ein Mehrparteienhaus mit entsprechendem Brauchwasserbedarf).
Heute ist es dank moderner Speichertechnik doch so, dass ich mit modernem Schichtpufferspeicher mit innenliegendem Edelstahlwellrohr für Trinkwasserbereitung kaum noch Mehrkosten für die Heizungsunterstützung habe. Im Winter arbeitet die Solaranlage für Heizungsunterstützung wesentlich effektiver (wegen niedrigeren Temperaturen). Da die WP eh heizen muss (weil Solar es nicht ganz schafft) und bei einer Heißgasentwärmung das warme Wasser fast kostenlos miterhitzt (siehe System Bartl www.bartwp.de)... hat man so ein ideales System.
Ist halt teurer als ein 08/15 System von der Stange, aber nachweislich gut und günstig im Verbrauch. Für zwei Leute im 100m² Häuschen lohnt der Aufwand natürlich nicht, aber für eine größere Familie ists ideal.

Gute Planung steht halt am Anfang. Das perfekte System für alle gibts nicht und wirds auch nie geben.
Pauschalaussagen zu treffen kann nur zu unwahrheiten führen.
Deshalb guten Heizungsbauer oder kompetenten Fachplaner suchen.

P.S.:
Ich bin sehr zufrieden mit meienr WP und Solarer Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung.
7 Leute und 300 m² Wohnfläche für 600€ im Jahr ist nicht ganz schlecht denk ich.

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Hallo Bolide!

Der Hinweis mit dem Altbau (ca. 25.000 kWh pro Jahr) ist ganz entscheidend.


Folgende Punkte sind beim Einsatz einer Wärmepumpe in der Planungsphase zu berücksichtigen:
Bei Altbauten muss das Wärmepumpensystem richtig auf den Gebäudeenergiestandard abgestimmt werden. Wurden Dämmmaßnahmen am Gebäude durchgeführt, oder sind solche vorgesehen, müssen Sie dies bei der Dimensionierung der Wärmepumpe und Wärmequelle berücksichtigen.
Im Rahmen einer Energiediagnose kann überprüft werden, ob der Einsatz einer Wärmepumpe im Altbau möglich und sinnvoll ist.
Zur Größenbestimmung (Nennwärmeleistung) der Wärmepumpe muss im Vorfeld die Heizlast des Gebäudes berechnet werden.
Zur genauen Dimensionierung des Heizungssystems wird bei Neubauten außerdem eine raumweise Heizlastberechnung benötigt.
Bei Altbauten ist eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Heizkörper erforderlich.
Lassen Sie überprüfen, ob die Wärmeabgabefläche der Heizkörper für das geringere Temperaturniveau der Wärmepumpe ausreicht.
Die Effizienz der Wärmepumpe ist abhängig von der Temperaturdifferenz, die sie überwinden muss. Vorteilhaft sind daher Niedertemperaturheizsysteme mit geringen Vorlauftemperaturen. Hierfür sind Fußbodenheizungen und Wandflächenheizungen mit Vorlauftemperaturen von ca. 35°C besonders geeignet.
Die Voraussetzungen zur Nutzung von Erdwärme hängen von den geologischen Verhältnissen ab und können in starkem Maße schwanken. Informationen zur Geologie und Nutzung erhalten Sie beim Landratsamt oder Umweltamt ihrer Stadt.
Sondenbohrungen sind genehmigungspflichtig. An manchen Orten, z.B. in Wasserschutzgebieten, sind Bohrungen nicht zulässig. Zur Klärung wenden Sie sich bitte frühzeitig an Ihre Untere Wasserbehörde im Landratsamt oder Umweltamt.
Klären Sie, ob die Platzverhältnisse auf dem Grundstück zur Erschließung von Erdwärmesonden geeignet sind.
Sofern eine Erdwärmesondenbohrung nicht möglich ist, können Sie bei Neubauten den Einsatz von horizontal verlegten Erdreichkollektoren oder von Energiekörben prüfen. Auch die Wärmequelle Luft kann genutzt werden, bietet aber vor allem bei niedrigen Außentemperaturen eine geringere Energieausbeute.
Für Wärmepumpen (und seit kurzem auch für Bohrfirmen) existiert ein so genanntes „Gütesiegel“. Geben Sie diesen Fabrikaten bzw. Unternehmen den Vorzug.
Erkundigen Sie sich bei Ihrem Stromversorger nach speziellen Wärmepumpentarifen. Berücksichtigen Sie dabei mögliche Abschaltzeiten. (In Abhängigkeit des Heizungssystems ist in der Regel ein Pufferspeicher zur Überbrückung erforderlich.)
Wärmepumpen mit Erdwärmesonden oder Erdkollektoren sind nicht zur Bauaustrocknung von Neubauten geeignet. (Hierzu werden zusätzliche Trockenheizungen benötigt).
Die Wärmepumpe sollte auch zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden. Eine separate elektrische Warmwasserbereitung ist energetisch ungünstiger. Nur wenn die benötigten Temperaturen nicht erreicht werden, sollte elektrisch nachgeheizt werden (Elektroheizstab).
Eine Solaranlage ist auch in Kombination mit einer Wärmepumpe grundsätzlich sinnvoll. Aufgrund geringer Betriebskosten der Wärmepumpe ist das Gesamtsystem mit einer Solaranlage allerdings weniger wirtschaftlich.
Quelle: http://ecotec-energiesparhaus.de/html/produktbroschuren_datenblatter.html#Waermepumpen-Checkliste


Objektive Beratung ist in jedem Fall einzuholen. Ich empfehle auch eine unabhängige Bau-/Energieberatung bei einer Verbraucherzentrale. http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/


Gruß

Thomas Heufers

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http://energiesparprojekte.info/...

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