Hallo miteinander,
wir sind eine kleine Familie (in Zukunft irgendwann 4 Personen), die im Mai diesen Jahres mit dem Neubau eines KfW40-Hauses beginnen möchte.
Ich weiß, dass hier im Forum etliche ähnliche Beiträge gebracht werden bzw. wurden. Mittlerweile habe ich auch schon Stunden in den einschlägigen Foren verbracht und bin nun immer noch nicht schlauer wir vorher.
Daher bitte ich euch um Mithilfe bei der Planung bzw. um eure ehrlichen Meinungen bezüglich unserer Gedanken.
Hier nun die Fakten:
Geplant ist ein KfW40-Haus ohne Keller, Wohnfläche ca. 190-210 m2 (abhängig von den benötigten Abstellräumen).
Vordergründig steht die Dämmung an. Hierfür möchten wir einen 24er HLZ mit einer 200mm Mineralwolledämmung nehmen. Eventuell auch nur 160mm, kommt ganz darauf an, ob die 4cm zusätzlich wirklich so viel Unterschied ausmachen.
Im ganzen Haus ist Fußbodenheizung geplant, zusätzlich soll eine Belüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut werden (evtl. von pluggit).
Die Gegend ist Unterfranken am oberen Ende Bayerns, das Haus wird zu ca. 70% in der Sonne stehen, die anderen 30% sind verdeckt durch ein anderes Haus.
Geplant sind zwei Vollgeschosse mit einer maximalen Traufhöhe von 5,50m bei einer Dachneigung von 20°.
Folgende Fragen stellen sich uns nun:
1. Rechnen sich die Mehrkosten für eine 200mm-Dämmung gegenüber einer 160mm-Dämmung überhaupt? Wenn ja, wie hoch sind denn dann die Unterschiede zwischen Mineralwolle (Steinwolle) und Polystyrol pro m2.
2. Heizung: Zuerst war ich auf eine Wärmepumpe aus (Luft-Wasser), mittlerweile denke ich zwecks der Anschaffungskosten schon wieder über eine Gasbrennwerttherme nach. Würde hier denn wahrscheinlich eine elco Thision 9 ausreichen (mit 300l Speicher)? Für die KfW40-Förderung müssten wir diese dann wahrscheinlich mit einer Solaranlage kombinieren, die dann mit ca. 3000-4000€ zusätzlich zu Buche schlagen dürfte. Damit wäre ich ja beinahe bei den Anschaffungskosten für eine anständige Luft-Wasserwärmepumpe. Habt ihr hier Vorschläge für eine vernünftige Luft-Wasserwärmepumpe? (Stiebel Eltron, Ochsner mit Splitausführung, Dimplex…).
Gibt es bekannte Probleme bei einer Fußbodenheizung unter Teppichboden in Kinderzimmern?
3. Belüftungsanlage: Wärmerückgewinnung ist klar, Erdwärmetauscher auch möglich. Kann mir jemand einen ordentlichen Hersteller nennen bzw eine konkrete Anlage empfehlen? Mit ist bewusst, dass es hierbei vor allem auf die richtige Auslegung und Einstellung der Anlage ankommt. Wie viel Luftaustausch ist denn für das geplante Haus notwendig? Würden Wärmepumpe und Belüftungsanlage getrennt laufen, oder gibt es Möglichkeiten diese beiden zu kombinieren? Die Anlagen von Pluggit sollen ja in die Stiebel Eltron integriert werde können. Ist das bei anderen Luft-Wasserwärmepumpen auch der Fall?
4. Ein Freund von mir hat mir gesagt, dass ich die Bodenplatte mit Schaumglasschotter dämmen sollte, so müsste nicht so viel Erde ausgehoben werden um frostsicher zu gründen. Ist dies sinnvoll oder gibt es auch noch günstigere Alternativen um die Platte gut zu dämmen?
5. Habe ich nun wichtige Überlegungen vergessen?
Es wäre nett, wenn einige von euch mir helfen könnten. Das muss auch nicht auf jede Frage sein.
In der nächsten Woche haben wir ein Gespräch mit einem Architekten, den wir bis zur Genehmigungsplanung mit einbeziehen möchten.
Geplant ist viel Eigenleistung, da das Geld leider nicht im Überfluss vorhanden ist. Sonst würde ich auch bohren lassen und eine Sole-Wasser-Wärmepumpe installieren.
Viele Dank schon einmal für eure Bemühungen
Heiko Menzel