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chemnitzgroup
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Beitragvon chemnitzgroup » 02.02.2008 15:57 Uhr

hallo liebe leut.

ich hab vor, bei uns ein windrad zu installieren. ich werde erstmal ein jahr lang den wind messen, damit ich reale daten zur leistung hab.

wir wollen außerdem eine wp kaufen, um vom öl weg zu kommen. jetzt stellt sich mir die frage, wie groß ich das windrad dimensionieren soll? ein kleines was nur über die heizpatrone den speicher aufheizt oder eine größere anlage, um gleich den strom für die wp zu produzieren. ist es überhaupt sinnvoll, noch strom für die wp zu produzieren, wenn ich eine heizpatrone hab? der größte heizbedarf besteht natürlich, wenn die fiesen winterstürme über uns herein brechen.

kann mir da jemand weiterhelfen?

mfg der philipp

cerco
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Beitragvon cerco » 02.02.2008 18:49 Uhr

Moin! Das Ding bei einer Kleinwindanlage ist neben der am Standort vorherschenden durchschnittlichen Windgeschwindigkeit vor allem (!) der
Standort selbst ! Dazu wäre ein Foto vom geplanten Standort in Richtung der Hauptwindrichtung sehr hilfreich.. Die entnehmbare Energie bemisst sich an der Qualität der Abstimmung von Rotor und Generator und eben auch sehr stark daran , ob der Wind aus der Hauptwindrichtung (mindestens) frei anströmen kann.Hier kann ein Standort am Hang (fahre bisweilen die B 95 von Chemnitz Richtung Erzgebirg) sehr helfen. Hier spielt dann die beschaffenheit des Geländes bis reichlich 250 Meter vor dem Standort eine grosse Rolle...Und die Höhe des Hanges ist auch sehr wichtig zur Bewertung.Daher fällt die klare Aussage zum Ertrag ohne Kenntnis des Geländes sehr schwer. Soweit erstmal.. sonst mal Kontakt unter 0172/5420385..cerco
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Beitragvon cerco » 02.02.2008 20:51 Uhr

..und die Sache mit Wp und Windrad sehe ich am guten Standort positiv.: hier kann der Umwelt am meisten genutzt werden. Wenn der Strom FÜR DIE Wp auch sonst aus erneuerbarer Energie KOMMT. Ansonsten machen sich die großen VERLUSTE BIS DER Strom VOM Kraftwerk in der Wp. ankommt in der ökologischen BILANZ NEGATIV BEMERKBAR. Zur Größe des Windrades weiß ich : alles was über 2 Meter Durchmesser liegt-gibt in manchen Gemeinden doch evtl. Schwierigkeiten. Ich rate die Leistung bei 5 m/sec. und DIE PREISE+ Ausstattung zu vergl. Mfg.cerco
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Beitragvon Energiesparer » 03.02.2008 18:55 Uhr

Das Windrad sollte man entsprechend groß bauen, so das der erzeugte Strom auch verheizt werden kann.

Eine Wärmepumpe arbeitet im Winter wenn der größe Wärmebedarf besteht mit sehr schlechten Wirkungsgrad.
(woher soll die Wärmepumpe auch die Wärme nehmen, wenn es schon kalt ist..)
chemnitzgroup
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Beitragvon chemnitzgroup » 03.02.2008 19:03 Uhr

hallo cerco,

ich werd morgen mal ein pic vom standort machen. Ist eine Hanglage, wo der Wind über sagen wir 10km immer höher gedrängt wird. In der näheren umgebung ist in der hauptwindrichtung nichts hinderliches.

eigentlich möchte ich zweigleisig fahren. zum einen privat eine kleine(re) Anlage wie beschrieben entweder heizpatrone oder wp. weiterhin beschäftige ich mich schon seit einer weile mit einem richtig großen windrad um mir geschäftlich ein neues standbein aufzubauen.

folgender gedanke bringt mich auch zu so einer "riesenanlage": normal refinanziert sich eine kleiner anlage ja aus dem gesparten öl und/oder strom den man nicht mehr von woanders beziehen muss. ich hatte mir überlegt, eine anlage so groß zu dimensionieren, dass ich den privaten teil für strom/ heizung entnehmen kann, sich dass prozentual aber kaum in der einspeisung auswirkt. z.b. mal aus der luft gegriffen haben wir mit einer 600kW anlage einen ertrag von 1.000.000kWh/a verbrauchen privat 15.000kWh (alles keine realen zahlen!!!) dann könnte man den privaten teil vernachlässigen und die anlage trägt sich in der investition selbst. so hat man einen vierfachen effekt: man tut was für die umwelt, hat irgendwann einen gewinn nach dem ende der finanzierung, hat seinen eigenen ökologischen strom umsonst und hat ein fast autarkes system und ist somit nur noch minimal von irgendwelchen konzernen (strom/öl) abhängig.

kennst du dich mit großen wka aus?

wenn du mal wieder in der gegend bist, bist du gern auf einem kaffee eingeladen. ruf einfach an 0179 - 21 48 235

@all hat jemand erfahrungen, ob man einfach zu seinem nachbar eine leitung legen kann, damit dieser auch den selbst produzierten strom nutzen kann?

mfg der philipp
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Beitragvon chemnitzgroup » 03.02.2008 19:12 Uhr

@energiesparer

ich bin halt hn und her gerissen, ob ich den strom übe heizpatrone direkt in den speicher pack, dann brauch ja die wp gar nicht erst anlaufen. oder sollte ich den strom für die wp über die wka bereitstellen?

Uwe Hallenga
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Beitragvon Uwe Hallenga » 03.02.2008 20:22 Uhr

chemnitzgroup hat geschrieben:@all hat jemand erfahrungen, ob man einfach zu seinem nachbar eine leitung legen kann, damit dieser auch den selbst produzierten strom nutzen kann?


Das ist leider nicht erlaubt, da der örtlich Stromversorger gleichzeitig die Versorgungshoheit hat. Sonst könnte man sich ja auch recht einfach in Mehrfamilienhäusern die Grundgebühr und Zählermiete sparen.

Gruß Uwe
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Beitragvon chemnitzgroup » 03.02.2008 21:04 Uhr

Hallo Uwe,

der gedanke ist, auch in bezug auf eine große wka, dass sich leute ja zusammen tun könnten z.b. in einer dörflichen gemeinschaft, um ein möglichst autarkes system zu errichten. der eine ist bauer und hat ein haufe gülle, mit der man über bhkw strom und wärme produziert, der andere hat einen geeigneten hang für ein windrad für den strom... aber wie du schreibst, wäre die einzige möglichkeit, damit viele in der gemeinschaft teilhaben könnten, über ein kleineres fernwärmenetz. oder?

wo finde ich gezetzmäßigkeiten, die sowas regeln? wer sollte mir verbieten als stromproduzent ein eigenes netz aufzubauen und meinen strom selbst zu vermarkten? die endkunden haben ja mittlerweile die freie wahl des energieunternehmens. warum sollten sie nicht mich auswählen können. wenn nicht genug gülle oder wind und damit strom zur verfügung müßte man sich den einkaufen. wenn sich aber 100 leute zusammen tun und eine einkaufsgemeinschaft bilden, könnte man in solchen zeiten den strom vielleicht noch günstig mit mengenrabatt erwerben. im telekomunikationsbereich bauen ja mittlerweile auch andere unternehmen als die telekom breitbandnetze auf.

ich will halt einfach nur noch weg von irgendwelchen konzernen.

mfg der philipp
Uwe Hallenga
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Beitragvon Uwe Hallenga » 04.02.2008 10:35 Uhr

Gut gedacht, aber nicht leicht gemacht.
Es gibt da die Versorgungshoheit und damit verpflichtend die Versorgungssicherheit und Garantie für die Verbraucher (selten so gelacht, nun ja... steht ja nicht drin für welchen Preis). Aus gleichem Grund haben sich einmal die kleinen Strom-Genossenschaften gebildet, von denen es immer noch welche gibt. Wie das allerdings mit deren tatsächlichen "Unabhängigkeit" gestellt ist, ist eine andere Frage.

Es ist wohl in der Tat nicht so einfach eine Genossenschaft zu gründen. Kommunen mit ihren Stadtwerken haben es aufgrund der Gebietshoheit und der Gebietsrechte leichter.

Anstatt so was selbst zu stricken, könntest Du aber auch selbst Dich bei einem Stromversorger anmelden, der die Alternativen mehr fördert und somit Deiner Grundidee auch weiterhelfen (zB. Stadtwerke Schönau).

Zur großen Windanlage noch etwas. Aufgrund der Leistung und der Systemsapnnung werden solche Windanlagen (>50kW) in der Regel nicht mehr über das Hausnetz an das öffentliche Netz angebunden, sondern mit einem eigenen Anschluß an die passende Nieder- oder Mittelspannungstrasse. Rein praktisch ändert sich allerdings in Bezug auf die Selbstversorgung in beiden Fällen aber nichts, da wenn das öffentliche Netz ausfällt, aus Sicherheitsgründen die Windanlage stehen bleibt und PV-Anlagestehen auch nichts mehr ins Netz drückt. Es sind halt Netzverbundsysteme und kleine Inselsysteme.

Anders sieht es auch rechtlich bei kleinen Wärmenetzen aus (Bekannte haben das gemacht mit einer Biogasanlage und ca. 8 Häusern), aber wie das im Detail aussieht, müssen andere Spezies hier klären.

Gruss Uwe
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Beitragvon chemnitzgroup » 04.02.2008 11:58 Uhr

danke für deine gedanken, uwe.

um mal auf das ursprüngliche thema zurückzukommen. ist es sinnvoller ein windrad via heizpatrone in den speicher einzubinden? oder sollte ich das windrad zur stromerzeugung nutzen, um damit eine noch zu installierende wp zu betreiben?

wir haben zwar eine solarthermische anlage auf dem dach, aber nach 13 jahren sind die röhren durch. ich sage das nur in bezug auf einen möglichen heizbedarf. ohne einsparung durch die röhren wäre der heizbedarf im jahr 30 000 kWh. bei einer wp mit einem wirkungsgrad 3 bräuchte ich im jahr demnach 10 000 kWh an strom für die wp. Ich hab mal eine solche wp angesetzt, weil das haus so alt ist und durch denkmalschutz auflagen ans erscheinungsbild vorgegeben sind. dadurch sind in dämmung etc die aktivitäten beschränkt.

für solch eine dimension sollte ich wohl mein augenmerk in die bis 5 kW klasse legen. (zB. die windsinus5000) wenn man den jahresdurschnitt bei 5m/s ansetzt und dabei ca 1 kW schafft, sollten bei den 8772 stunden im jahr an die 6000 - 10000 kWh zu schaffen sein. lieg ich da von den grundüberlegungen richtig?

eins noch, der standort ist ca 150m vom haus weg. können da probleme entstehen?

ich hoffe, ich schaffe es bis heute abend fotos hier rein zu stellen.

mfg der philipp

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