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Na so ein Nonsens, ist doch nur ne Frage der Zeit, bis das CO2 wieder nach oben steigt. Dass es dafür Genehmigung gibt-dzdzdz, man könnte meinen, wir sind in einer Bananenrepublik.
Naja, wenn die Temperaturen weiter steigen, können wir sie bald bei uns anbeuen
_________________ Kaum macht man's richtig, schon geht's.
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Das befürchte ich auch. Man stelle sich vor allen Dingen vor, alle würden ihr CO2 in die Erde leiten, wer weiß was dann passiert! Vielleicht explodiert die Erde irgendwann
Aber mal im Ernst: es ist wirklich ein Trauerspiel! In Brandenburg freut man sich, dass ein Kohlekraftwerk das CO2 in die Erde leitet statt es in die Luft zu pusten. Eigentlich möchte man die Abgase nämlich gar nicht haben. In anderen Städten (bei mir in Mainz zum Beispiel) können sich Bürgerinitiativen wie Kohlefreies Mainz engagieren soviel sie wollen: hier wird das CO2 nicht mal in die Erde gepumpt, hier ist es gleich egal. Hier plant man mal eben ein Kohlekraftwerk und fragt nicht mal, ob es effizient ist, ob es umweltfreundlich ist, ob es 'alternativen gibt. Hier ist gleich alles egal. Na vielen Dank!
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Tja, und wo kann das mit dem vermehrten Kohlekraftwerksbau denn wohl herkommen?  Vllt. haben wir ja doch alle zu laut "NEIN" geschrieen, als man statt der Kohlenrußschleudern neue Kernkraftwerke bauen wollte. Die wären immerhin mal völlig CO2-frei gewesen, und mit vernünftigen statt hysterischen Bürgern ließe sich selbst das Endlagerproblem zufriedenstellend lösen, wie in anderen Ländern auch.
Heute haben wir leider die einzige vergleichsweise saubere Stromgewinnung verteufelt, die man zu jeder Tages- und Nachtzeit per Knopfdruck an- und abschalten kann. So bleibt uns wohl nix anderes, als sich da an die eigene Nase zu fassen und Ruß, CO2 und abgrundtief schlechte Wirkungsgrade beim Verbrennen fossiler Energieträger in Kauf zu nehmen.
_________________ Gruß
Gerhard
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| GMil hat Folgendes geschrieben: | | ... neue Kernkraftwerke bauen wollte. Die wären immerhin mal völlig CO2-frei gewesen, und mit vernünftigen statt hysterischen Bürgern ließe sich selbst das Endlagerproblem zufriedenstellend lösen, wie in anderen Ländern auch. |
Gibt es in anderen Ländern solche Endlager? Das BRD-Endlager in Asse ist ja zu einem großen Problem geworten. Und das gegenüber der Halbwertszeit der AKW-Abfälle Wimpernschlag-Zeit. Und wie lange reichen eigentlich die Uranvorräte?
| GMil hat Folgendes geschrieben: | | Heute haben wir leider die einzige vergleichsweise saubere Stromgewinnung verteufelt, die man zu jeder Tages- und Nachtzeit per Knopfdruck an- und abschalten kann.... |
Wenn man die Entsorgung und die katastrophale Umweltverschmutzung bei einer Supergau nicht betrachtet ja.
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Warum gibt es denn bei dir nur Kohle oder Atom??? Das eine ist genauso schlimm wie das andere! Das erste verursacht zuviel Dreck und das zweite birgt gewisse Risiken und wohin mit dem Brennmaterial weiß man doch nicht wirklich. Selbst die sogenannten Endlager sind doch keine Lösung!
Für mich gibt es eigentlich nur eine Alternative: langsam aber sicher auf erneuerbare Energie umsteigen!
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| biologischpraktischgut hat Folgendes geschrieben: | | .........Für mich gibt es eigentlich nur eine Alternative: langsam aber sicher auf erneuerbare Energie umsteigen! |
Da gebe ich Dir praktisch zu jedem Wort recht; speziell zu dem Wort "LANGSAM"! Schnell geht ein solcher Umstieg z. B. auf Windkraft, Gezeitenkraft etc. nämlich leider nicht; da vergehen 20 Jahre wie nix! In der Zwischenzeit müssen wir uns nun mal mit aktuellen Techniken über die Runden bringen, und da sind die Kernkraftwerke aus meiner Sicht die denkbar kleinsten Übel! Auf jeden Fall sind sie im Mittel deutlich weniger schädlich als alles, was Materialen verbrennt.
Klar gibt es ein gewisses Risiko, aber das wird m.E. deutlich überschätzt. Wenn im Kohlekraftwerk eine Heißdampfleitung platzt (6 Tote!), ist das eine Meldung auf Seite 3. Fällt dem Aufseher im Kernkraftwerk der Kuli aus der Hand und der Mensch ist so dumm und vertuscht das nicht, ist das ein "AKW-Störfall" auf Seite 1 mit Protesten von Umweltgruppen usw. usw.
_________________ Gruß
Gerhard
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| GMil hat Folgendes geschrieben: | | Klar gibt es ein gewisses Risiko, aber das wird m.E. deutlich überschätzt. Wenn im Kohlekraftwerk eine Heißdampfleitung platzt (6 Tote!), ist das eine Meldung auf Seite 3. Fällt dem Aufseher im Kernkraftwerk der Kuli aus der Hand und der Mensch ist so dumm und vertuscht das nicht, ist das ein "AKW-Störfall" auf Seite 1 mit Protesten von Umweltgruppen usw. usw. |
Es reicht 1 größerer AKW Unfall ala Tschernobyl um Schäden in 3-4 Mrd.Bereich und mehr zu verursachen. Stell dir vor so ein Kraftwerk würde im Ruhrgebiet ähnliche Schadstoffmengen wie in Tschernobyl freisetzen? Halb Deutschland und Teile Frankreichs sowie große Teile der Beneluxstaaten wären für Jahre unbewohnbar. Das Schadenspotential von AKW's ist riesig und auch multipliziert mit der Wahrscheinlichkeit das sowas passiert sollte jedem klar machen das man hier keine Lösung hat. Und das wird von manchen Politikern propagiert um erstmal die Anstrengungen bezüglich Wechsel der Energieerzeugung schleifen zu lassen.
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| bernhard geyer hat Folgendes geschrieben: | | ......Es reicht 1 größerer AKW Unfall ala Tschernobyl um Schäden in 3-4 Mrd.Bereich und mehr zu verursachen. .......... |
Das ist richtig, und deshalb darf ein solcher Unfall auch nicht passieren! Das gelingt auch, wenn sich alle Beteiligten vernünftige Regeln geben und sich daran halten. Daß das ein Problem ist, weiß ich; doch Probleme sind zum Lösen da.
Die Welt hat bekanntlich auch Kernwaffen, und die sind sogar speziell zum Töten gebaut, ganz im Gegensatz zum KKW. Es sind sogar so viele davon da, daß die Erde damit -zigmal komplett vernichtet werden könnte. Dennoch haben sie unter Garantie mehr als einen großen Krieg verhindert. Sind sie nun eher nützlich oder eher schädlich?
Es ist nicht die Waffe, die tötet, sondern der Mensch. Es ist auch nicht das KKW, das Menschen in hoher Zahl gefährdet, sondern wieder der Mensch, der damit umgeht! Also ist es nicht logisch, die Waffe oder das KKW zu beseitigen, solange beide auch Nutzen haben, sondern man muß den Menschen dazu bringen, damit verantwortungsvoll umzugehen.
Das ist leicht gesagt; ich weiß. Es gibt da auch kaum Patentrezepte, aber es gibt immerhin Vorgehensweisen, die bei richtiger Einhaltung und wirksamer Kontrolle ein so hohes Maß an Sicherheit schaffen, daß man damit leben kann. In vielen Ländern ist das akzeptiert.
Bei uns unterscheide ich i.w. 3 Gruppen: die eine, die bei dieser Technik in Verantwortung steht, und die andere, die sie nicht haben will (ohne jedoch eine wirklich praktikable Alternative aufzeigen zu können!). Die 3. Gruppe ist die gern zitierte "breite Masse" ohne spezielle Vorlieben, aber beeinflußbar.
Gruppe 2 schaut der Gruppe 1 auf die Finger (was per se nicht mal schlecht ist) und bauscht jede gefundene Mücke zum Elefanten auf in der Hoffnung, die "breite Masse" auf ihre Seite zu ziehen. Gruppe 1 erleidet dadurch div. Nachteile politischer und finanzieller Art, und sie verliert an Ansehen. Daher neigt sie dazu, kleinere Störfälle möglichst zu verheimlichen.......
Bis hierher wäre alles noch soweit OK, aber genau da beginnt jetzt das Problem: wann ist ein Störfall so bedeutsam, daß er gemeldet werden muß; und zwar nicht, damit die Öffentlichkeit ihn erfährt (das gehörte in meinen Augen sogar verboten; ja! ), sondern damit Experten ihn bewerten sowie Abhilfemaßnahmen planen und durchführen können!! Wenn DAS faktisch der Mensch entscheiden kann (dürfen tut er das eh nicht!), der die Anlage betreibt, dann haben wir einen schweren Systemfehler!
Ich wünsche mir ein KKW (und eine Atomwaffen-Lagerstätte!), das / die alle gefundenen Probleme vollautomatisch und vor allem am Betreiber vorbei an eine Aufsichtsstelle weitermeldet, die sie wissenschaftlich / technisch bewertet und die Befugnis hat, beim Betreiber auf passende Veränderungen zu dringen und diese zu kontrollieren! Wenn wir das haben, darf und soll jeder Störfall von mir aus gerne als Firmen- oder Staatsgeheimnis behandelt werden.
_________________ Gruß
Gerhard
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Hallo
GMil
Ich muss dir, als Befürworter von Atomenergie, leider widersprechen. Es ist die gefährlichste und teuerste und keinesfalls CO2-freie Energie. Es entstehen enorme Belastungen schon bei der Förderung, Aufbereitung und Transport des Urans. Bisher wurde die Atomenergie mit über 40 Milliarden Euro subventioniert - von unserem Geld als Steuerzahler. Dann kommen die Entsorgungstranporte in sogenannte Zwischenlager (Kastortransporte)hinzu, es werden Milliarden von Euro zu Be-und Überwachung benötgt - über Jahrtausende. Die Anbieter von Atomstrom brauchen ihre Gewinne nicht zu versteuern. Es gibt bisher weltweit kein einziges geeignetes Endlager. Bei einem Unfall wie in Tschernobil würde im dicht besiedelten Mitteleuropa die Wirtschaft und alles andere zusammen, grosse Gebiete wären für Jahrhunderte unbewohnbar. Ich bin auch nicht unbedingt ein Befürworter von Kohlekraftwerken aber wenn schon welche gebaut werden gibt es sicher auch Filteranlagen um den Schadstoffausstoss stark zu reduzieren - das kostet halt Geld. RWE kauft sich zB. in China Verschmutzungsrechte für einen höheren Schadstoffausstoss von Kohlekraftwerken und die Chinesen investieren das dann in Wasser-und Windkraftwerke - schon seltsam.
Gruss
ruwer54
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Hallo Ruwer54,
stünden wir heute noch einmal vor der Frage, mit der Kernenergie-Nutzung zu beginnen, sähe das Thema auch von meinem Standpunkt aus etwas anders aus.
Nun haben wir aber die KKWe, die Zwischenlager und auch die Endlager (wenn auch letztere nicht in D) und damit die Kosten dafür am Hals. Da wäre es zumindest unrentabel, diese Energienutzung zu beenden, bevor geeignete Alternativen in ausreichender Größenordnung zur Verfügung stehen. Das ist aber nach Meinung aller Experten frühestens in 20 Jahren der Fall und wohl auch nicht zu beschleunigen.
Bei fast allen von Dir aufgezählten Kostenpunkten kommt es zudem so gut wie nicht auf die Menge des radiaoktiven Materials an, das davon betroffen ist; von der reinen Gewinnung vllt. mal abgesehen. Wir wären also m.E. top-schlecht beraten, gerade jetzt von dieser Energieform abzulassen, wo wir zwar die Kosten alle schon am Hals haben, den Nutzen aber noch nicht ausreichend "genießen" können. Den CO2-Ausstoß bei Gewinnung und Transport von Uran können wir übrigens getrost vergessen; der ist bei Kohle schon wegen der benötigten Menge viel höher!
Da ist es doch viel vernünftiger, die geplanten CO2-intensiven Kohle-KWe eben nicht zu bauen und stattdessen die alten KKWe noch 20 Jahre hin zu retten, bis z. B. Offshore-Windparks etc. auch wirklich in jeder Lage den steigenden Energiebedarf decken können.
_________________ Gruß
Gerhard
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In Mainz zum Beispiel ist der Fall aber noch einmal komplizierter. Bei uns ist die Frage nicht unbedingt: wir haben zu wenig Strom, was machen wir nun? Denn ein Kohlekraftwerk würde viel zu viel Strom erzeugen und ein wesentlich effektiveres Gas- und Dampfturbinenkraftwerk verdrängen. Die Frage bei uns in Mainz ist wirklich schlicht und ergreifend: wie verhindern wir das Kohlekraftwerk? Denn mit der Stromversorgung in Mainz sieht es gut aus, wir haben einen guten Mix mit erneuerbaren Energien und trotzdem soll ein Kohlekraftwerk gebaut werden. Das ist der eigentliche Skandal. Deshalb sind die Bürger so aufgebracht, es gibt Bürgerinitiativen wie Kohlefreies Mainz (www.kohlefreies-mainz.de) und auch die Parteien sind schon vollkommen zerstritten.
Wer also eine zündende Idee hat: nur hervor damit
Viele Grüße von
biologischpraktischgut
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Danke, wenigstens kommen wir so wieder auf das eigentliche Thema zurück.
Wie ist denn der derzeitige Stand in Mainz, konntet ihr etwas erreichen?
In Mannheim spielt sich ähnliches ab. Sachen die die Welt nicht braucht...
Vielleicht wäre es auch das sinnvollste, anstatt zu jammern, sich mit der Tatsache "Klimawandel" zu arrangieren, eben so in dem Maße wie er uns dann tatsächlich erwischt?
Wir reden stets von Reduktion, jedoch in den wenigsten Fällen von 100% CO2-Reduktion - und nur dann würde sich die Entwicklung Erderwärmung nicht - zumindest durch unsere Verschulden - mehr fortsetzen.
Die sichere Entsorgung des Atommülls kann ich nicht nachvollziehen, wenn sich Wissenschaftler schon nicht darüber im Klaren sind, wie man alleine die Information darüber tausende von Jahren sicher zu Verfügung stellt, dass der Restmüll seine Gefahren hat. Anders sieht es aus, wenn man neuere alternative Verfahren zur Wiederaufarbeitung mit einbezieht.
Ich empfehle hierzu mal diesen Artikel zu lesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wiederaufarbeitung...
_________________ Kaum macht man's richtig, schon geht's.
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ja die entscheidung akw's contra kohlekraftwerke ist irgendwie vom regen in die traufe. mir wäre die abschaltung aller akw's nach und nach lieb, aber irgendwo muss der strom ja herkommen.
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Bei nahezu allen deutschen Kohlekraftwerksneubauten geht es nicht darum, den Strombedarf in Deutschland zu decken, sondern darum, aus billiger Überseekohle andere "Kohle" zu machen. Der erzeugte Strom wird fast vollständig ins osteuropäische Ausland verkauft - so wie das z.B. auch für das SKW Rostock und für das geplante SKW Lubmin zutrifft.
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| Jengo hat Folgendes geschrieben: | | ja die entscheidung akw's contra kohlekraftwerke ist irgendwie vom regen in die traufe. mir wäre die abschaltung aller akw's nach und nach lieb, aber irgendwo muss der strom ja herkommen. |
Einfach weiter in regenerative Stromerzeugung investieren. Für 2008 war der Anteil schon ca. 15%. Und bis zum bisher geplanten Abschalten aller deutschen Atomkraftwerke hätte man die bisherigen 23% auch geschaft - wenn man den politisch Willen zeigt.
Übrigens: Von den 17 AKW in der BRD sind in 2009 praktisch 4 nicht gelaufen. In den letzten 3 Jahren ist Brunsbrüttel und Krümmel praktisch gar nicht gelaufen - Und ich habe noch nichts von einem Black- oder Brownout bemerkt.
Aber da einige Politiker ihre Nach-Politikzeit mit gut bezahlten Posten bei eon und Co. vergolten lassen wollen wird der Ausstieg verzögert und der Energiewandel behindert.
Lieber zahl ich mehr Geld über den Strompreis als indirekt über die Staatsverschuldung durch Atomstrom-Subventionen
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