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daniel123456
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Beitragvon daniel123456 » 01.02.2008 08:33 Uhr

Hallo!
Hat jemand Erfahrungen mit dem wasserführenden Kamin von Wodtke der heißt Momo! Das EFH mit ca 140 m² Wohnfläche soll demnächst entstehen.
Es soll überall Fußbodenheizung haben und natürlich auch Solar auf dem Dach. Bewohnt wird es zuerst zwar nur von 2 Personen. Meine Frage wieviel m² brauche ich ungefähr auf dem Dach - wie groß sollte der Pufferspeicher mindestens sein. Der Ofen hat übrigens zw. 5 bis 8kw wobei ca 70 % wasserseitig abgehen. Was nehme ich dann noch als "Zusatzheizung" Wärmepumpe oder Öl. Dabei würde ich gerne auch die Anschaffungskosten ein bißchen in Relation zum Nutzen sehen. (Warum über 6000 Euro für Luft Wärme Pumpe ausgeben - wenn Sie nur wenig in der uneffektivsten Zeit des Jahres läuft.... Für Antworten und Anregungen wäre ich dankbar!

Viele Grüße daniel123456

machtnix
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Beitragvon machtnix » 01.02.2008 22:14 Uhr

Das Konzept ist schon mal völlig falsch aufgebaut.
Man beschäftigt sich zu allererst mit dem Heizungssystem und das heißt 2008 nun mal Wärmepumpe.
Solar,kann man vorbereiten,die zwei 22er Rohre kosten ja nicht die Welt.
Wenn ich mit einer WP,sagen wir mal ca.500€-600€ Heizkosten im Jahr habe,dann würde sich eine Solaranlage für mehrere tausend Euro wohl nicht mehr so ganz rechnen,nur damit ich 50€ spare.
Hier wäre viel mehr der Einsatz einer Kontrollierten Wohnraumlüftung sinnvoll.
Wer einen Kaminofen unbedingt haben will,bitte, wie wäre es mit www.wertstein.de als Alternative?
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Beitragvon bernhard geyer » 01.02.2008 22:57 Uhr

Wenn Kaminofen ist die frage ob man diesen nicht gleich als Primärheizung einplant und dann entsprechende Menge Holz selbst beschaffen kann so das man "fast" nur die eigene Arbeitskraft als Kosten ansetzen muss.

Ansonsten ist auf dauer betrachtet ein KfW40/Passivhaus mit Wärmepumpe + Kontrollierter Wohnraumlüftung vermutlich in kürze bei jeder Kostenberechnung das günstigste Heizsystem
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 02.02.2008 11:11 Uhr

daniel123456 hat geschrieben:Warum über 6000 Euro für Luft Wärme Pumpe ausgeben - wenn Sie nur wenig in der uneffektivsten Zeit des Jahres läuft....

Hallo daniel123456!

Du hast bisher nichts zu deinem Baukörper (U-Werte/Wärmebedarf) gesagt.
Wärmepumpe? Ja oder Nein!
Das ist abhängig vom Wärmebedarf.
Als Beispiel habe ich den Link zu unserer Verbrauchsstatistik für eine Luft/Wasser-Wärmepumpe angefügt. >>
http://energie-effizientes-haus.de/html/energieverbrauch_waermepumpe.html
[img]http://www.energie-effizientes-haus.de/Screenshot_-_Energieverbrauch_THZ_303.gif[/img]

Die Energiekosten betragen in unserem Fall (Energiesparhaus KfW 40, 4-Personen-Haushalt) für das Betriebsjahr 2007 monatlich 30 Euro inkl. Mwst. und Zählergebühr, Abrechnung erfolgt über den Standdardtarif ohne Sondertarife (Stadtwerke Düsseldorf).

Ich hoffe, dass ich mit meinen Informationen weiterhelfen konnte.


Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon kältebauer » 03.02.2008 21:27 Uhr

@ bernhard geyer

Die idee ist nicht schlecht aber bestimmt bald auch unwirtschaftlich wenn ich sehe wie die Holzpreise anziehen, mache selber Holz für meinen Kamin, die Förster riechen mitlerweile auch das damit Geld zu machen ist.
Eine gut abgestimmte sole oder wasser wasser Wärmepumpe ist da doch die bessere lösung und Solar kannste im Herbst Winter auch vergessen ist dann auch nicht effektiv.

Haus gut dämmen ( aber nicht kaputt dämmen) und eine Wärmepumpe.

Gruss Dirk
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Beitragvon bernhard geyer » 03.02.2008 23:22 Uhr

kältebauer hat geschrieben:Die idee ist nicht schlecht aber bestimmt bald auch unwirtschaftlich wenn ich sehe wie die Holzpreise anziehen, mache selber Holz für meinen Kamin, die Förster riechen mitlerweile auch das damit Geld zu machen ist.

Es war auch primär gedacht wenn man selbst ein "bischen" eigene Waldfläche hat. Ansonsten wird Holz in Ähnlicher Weise wie Gas/Öl/Strom teurer werden. Vermutlich mit Steigerungsraten. zwischen Öl/Gas und Strom.

Jens der Heizer
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Beitragvon Jens der Heizer » 04.02.2008 09:36 Uhr

Ich finde die Kombination Holz / Solar in Verbindung mit eine Lüftungsanlage nicht verkehrt. Jedoch sind jetzt Hausdaten wirklich wichtig. Luftwärmepumpen bringen die Beste Leistung wenn es drausen am wärmsten ist, also genau so wie bei Solar. Das wären zwei Systeme, die sich in der Übergangszeit rentieren, nicht aber wenn es kalt ist. Hier wäre eine Erdwärmepumpe sicher besser.

Zu den Holzpreisen: Sicher wird das Holz teuerer, aber der Strom für die Wärmepumpe doch auch! Je mehr Wärmepumpen im Einsatz sind, umso mehr Kraftwerke (hier zu Lande leider noch Kohl und Atom) brauchen wir. Nur Sonnenkraft und Windenergie sind umsonst, sofern man die Anlage selbst betreibt, alles andere leider nicht.

Bei KfW 40 und besser finde ich eine Holz/Solar/Lüftungsanlage mit WRG für ausreichend. Wenn die Sonne nicht mehr das Badewasser erwärmt macht das halt das Holz oder die Pellets. Die sind CO2 neutral und in der kleinen Menge auch finanzierbar! Überlegenswert ist eine Lüftungsanlage mit Wärmepumpen-Kombination, diese Kleinstwärmepumpe entzieht der Abluft aus der Lüftungsanlage die restliche Wärme und bereitet so Warmwasser oder temperiert noch mal die Zuluft.

Beim Holzofen ist der riesige Vorteil, dass er die einzigste Heizung auf der Welt ist, die auch ohne Strom noch prima funktioniert!

@ Kältebauer: Was meinst Du mit "kaputtdämmen"?
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Beitragvon kältebauer » 04.02.2008 21:33 Uhr

@ Kältebauer: Was meinst Du mit "kaputtdämmen"?

Hallo Jens

ich langsam das die Dämmung der Häuser zu heftig wird bloss keine Luft mehr rein lassen und alles schön dicht, ist auch ok im gewissen maßen nur es wird immer schlimmer, die Häuser können doch bald nicht mehr Atmen.
wenn du nicht regelmäßig lüftets kannst du schon ein Problem mit schimmel und ähnlichen bekommen, meine Eltern haben ein Haus was ca 150 Jahre alt ist dort ist ein besseres Klima drin wie in manchen Neubau.
Gruss Dirk
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Beitragvon Jens der Heizer » 05.02.2008 08:16 Uhr

@ Kältbauer: Ich sehe das ähnlich wie Du, jedoch meine ich das ein "kaputtdämmen" nicht am zu starken dämmen liegt, sondern am falschen Material und an der falschen Ausführung liegt. Das mit dem Atmen ist mittlerweile ein verteufelter Ausdruck geworden, weil man zu sehr diesen Vorgang mit dem menschlichen Körper und seiner Haut vergleicht. Wichtig finde ich die Diffusionsoffenheit und Feuchtepuffereigenschaften eines Materials. Lüften (manuell oder mechanisch) muss man immer noch.

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